Vorweg: Mir hat dieser Roman von Michael Siefener deutlich besser gefallen als "Hexennacht", das wir mal im Lesezirkel hatten. Nachdem sich am Ende alles zusammenfügt, hat der Teufelspakt mir sogar richtig gut gefallen.
Thematisch ähnlich gelagert wie Hexennacht, geht der Autor hier wesentlich stringenter und konsequenter zu Werke. Dies zeigt sich zum einen am Ende, wo nichts aber auch gar nichts wieder gut wird und zum anderen dadurch, dass das Unwirkliche, Irreale hier viel subtiler und unmerklicher in die Wirklichkeit eindringt.
Am Anfang macht das Buch es dem Leser wirklich nicht leicht. Es dauert lange, bis die Handlung in Fluss kommt, alles geschieht in fast quälender Langsamkeit und die Hauptperson Jan Droom ist alles andere als ein sympathischer Kerl. Nur: Am Ende stellt sich heraus, dass er dies auch gar nicht sein darf. Denn in diesem verschrobenen, menschenscheuen und ausschließlich Ich-fixierten Typ muss der Soziopath bereits angelegt sein, damit er dem Teufel und seinen Hexen blind in die Falle gehen kann.
Ab Mitte des Buches gerät die Handlung in Fluss, die Mysterien häufen sich und das Geschehen entwickelt bis zum konsequent bösen Ende eine immer stärkere Sogwirkung. Es lohnt sich also auf jeden Fall zu Ende zu lesen. Im Gegensatz zu "Hexennacht" gibt es in diesem Buch übrigens wirklich eine Hexennacht und die hat es in sich....
Sehr schön finde ich übrigens auch die Gegensätze zwischen der neutral geschilderten Handlung und den Tagebucheintragungen der Hauptperson. Ein schönes Mittel um zu zeigen, dass dieser Jan Droom von Anfang an nicht alle Latten am Zaun hat.
Doch, "Der Teufelspakt" ist ein richtig guter Siefener!