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Walter von Eloy

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21

Freitag, 1. Juli 2005, 21:33

Danke sehr!

Running Wild

RUNNING WILD PHANTAST

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22

Freitag, 15. Juli 2005, 11:05

Hab jetzt auch die ersten 2 Stories gelesen!
Sehr gut, und Anubis hat Recht, "Der Adressierte Junge",
ist eine wirklich gelungene Horrorstory,
bei der man sich denkt, das könnte etwa vielleicht
so passiert sein!
Ach ja bei "Todestag" wurde dieser Geheimorden erwähnt,
ich dachte sofort an Arthur Machen, siehe da,
eine Seite weiter kommt er auch noch in der Story vor,
:D :D :D :D !!!!
Reality is lost - IKON

kaigrimm

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23

Sonntag, 5. März 2006, 14:19

Okay, hier meine Gedanken zu den Geschichten:

Todestag:

Tolle Story aus dem okkulten Milieu, die durch das ironisch-fies-bitterböse Ende eine ganz eigene Note bekommt. Klasse!

Der adressierte Junge:

In seiner Kürze nahezu genial. Einfach beängstigend, dies nicht nur durch die tatsächlich stattfindenden Ereignisse, sondern wegen des Unterschiedes wie der Ich-Erzähler und der Leser diese wahrnimmt.

Boris schafft es hier in nur 5 Seiten eine solche Wut des Lesers auf eine Figur (den Vater) aufzubauen, das ist schon großartig. Aber definitiv harte Kost!

Vielleicht schaffe ich den Rest heute auch noch, mal sehen...
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Christoph Marzi - Somnia

kaigrimm

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24

Montag, 6. März 2006, 13:08

Poteideia:

Mystery-Story über Fernweh, Sehnsucht und geheimnisvolle Orte.
Mich hat sie aber erst gepackt als der Erzähler erstmals an Poteideia vorbeifährt, der Vorlauf ist mir einfach zu lang.

Aus den Reisenotizen des Jonathan Mommsen:

Bizarre kleine Parabel über den Widerstreit zwischen Ordnung und Freiheit. Gibt definitiv einen Denkanstoss!

Die Mutter der Tränen:

Mein Favorit. Diese Geschichte ist ja so etwas von deprimierend, trostlos und düster, garantiert nicht für eine Lesung im Gorillakostüm geeignet. :)
Eine Geschichte, die wirklich und wahrhaftig beklemmende und Angst auslösende Empfindungen beim Leser weckt.
Sehr gut!

Fazit: Toller Erzählband, einziger Kritikpunkt ist, dass für 10 Euronen durchaus noch 1, 2 oder 3 Beiträge mehr hätten enthalten sein dürfen.

@Boris: Wann gibt es was Neues?
Lese zur Zeit:
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Boris Koch

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25

Dienstag, 7. März 2006, 23:43

Danke für die Komplimente, kaigrimm. Und jepp, Die Mutter der Tränen würde ich nie im Gorillakostüm lesen... :D Wahrscheinlich überhaupt nicht. Erstens zu lang, und zweitens lasse ich den Leser mit so einem Text gerne allein...

Wann es was neues gibt, ist eine gute Frage. Hab ich mir neulich auch gestellt :D

Nein, im Ernst, von meinen aktuellen Geschichten sind viele für die Lesereihe DAS STIRNHIRNHINTERZIMMER entstanden, andere für die ein oder andere Anthologie, dazu zwei Comic-Kurzgeschichten, gezeichnet von Klaus Scherwinski, für den HORRORSCHOCKER, an einer dritten arbeiten wir gerade. Aber, um auf deine Frage zurückzukommen, wenn alles normal verläuft erscheint neben diesen verstreuten Beiträgen noch dieses Jahr ein Roman von mir. Doch da der Verlag ihn noch nicht angekündigt hat, schweige ich auch noch... Ist zwar kein Horror, dennoch kein "nettes" Buch D^1 Und ich hoffe, dass im Herbst / Winter auch noch eine Kurzgeschichtensammlung folgt, aber das hängt von diversen anderen Projekten ab.

T.STRÄTER

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26

Mittwoch, 8. März 2006, 11:15

Habs ebenfalls gelesen, da signiert auf dem Bucon erworben- und die titelgebende Story ist grandios.
Ich sah mich genötigt, auf die Genialität des Bändchens im Vorwort von Hit the Road Jack hinzuweisen, weil es eines der GANZ WENIGEN Bücher ist, bei dem trotz schmalem Umfang und knackigem Preis das P/L-Verhältnis trotzdem ok ist, weil man allerlei Sonderbarkeiten dafür bekommt.
http://www.xcn.de

kaigrimm

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27

Mittwoch, 8. März 2006, 13:24

Zitat

Original von Boris Koch
Danke für die Komplimente, kaigrimm. Und jepp, Die Mutter der Tränen würde ich nie im Gorillakostüm lesen... :D


Besser ist das, denke ich. Diese Story ist wirklich so intensiv, die hat mich echt mitgenommen.

Auf den Roman bin ich ja mal gespannt, halte uns einfach auf dem Laufenden. :e
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

Boris Koch

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28

Freitag, 10. März 2006, 20:31

@ kaigrimm: Jawohl! Werde euch auf dem Laufenden halten....

@ Torsten: Wow, danke! Bin baff, und freue mich jetzt umso mehr auf HIT THE ROAD JACK, das auf mich bestellt im Berliner UFO wartet... :D

HarryW

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29

Dienstag, 4. April 2006, 23:02

Mein erstes Buch von Eloy Edictions ist gleichzeitig auch mein erstes von Boris Koch, also eine doppelte Premiere.

Vor allem 'Der adressierte Junge' und 'Mutter der Tränen' sind meiner Meinung nach wirkliche Perlen - einerseits zeichnen sie sich durch Skurillität, wie ich sie einfach nur liebe, aus, anderseits durch lebendige Charaktere.
Dagegen halte ich 'Poteidaia' für eine der misratendsten Stories, die ich seit langer Zeit gelesen habe. Irgendwie stimmt da gar nichts und zudem geht es noch um ein Thema, das mich persönlich nicht die Bohne interessiert. Das Problem liegt wohl darin, dass Stil, Inhalt und Charakterzeichnungen nicht ineinander greifen. Da ist die Form - diese kurzen, abgehackten Sätze. Üblicherweise wird dieser Stil dafür gebraucht, um entweder die Sicht eines Kindes oder geistig zurückgebliebenen darzustellen, oder dem Inhalt einen hohen Drive zu verleihen. Nun haben wir in der Geschichte aber einen Studenten (der über ein gewisses Mass an Intelligenz verfügt), und zudem wird das Ganze auch noch aus der Ich-Perspektive erzählt. Also verwirrt das alles nur. Und von Drive ist weit und breit nichts zu spüren. Lediglich ein langsames, endloses Gesülze, wie der Protagonist doch alles besser weiss und versteht als all die dummen Touristen. Ne, das war nix.
'Todestag' bietet an sich nicht viel neues, gefällt mir aber durch die leichte Ironie, dir irgendwo zwischen den Zeilen rumschwebt.
'Aus den Reisenotizen ...' regt durch die Skurrilität zum Denken an. Ist halt eher ein Situationsbeschrieb als eine wirkliche Geschichte. Gefällt mir.

Wie sieht es nun mit den anderen Veröffentlichungen von Boris Koch aus? Tendieren die eher in Richtung der erstgenannten Stories ('Der adressierte Junge', 'Die Mutter der Tränen') oder eher in die andere? Irgendwelche Anregungen oder Tips?

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30

Dienstag, 4. April 2006, 23:37

Zitat

Original von HarryW
Vor allem 'Der adressierte Junge' und 'Mutter der Tränen' sind meiner Meinung nach wirkliche Perlen - einerseits zeichnen sie sich durch Skurillität, wie ich sie einfach nur liebe, aus, anderseits durch lebendige Charaktere.
Dagegen halte ich 'Poteidaia' für eine der misratendsten Stories, die ich seit langer Zeit gelesen habe.
...
Wie sieht es nun mit den anderen Veröffentlichungen von Boris Koch aus? Tendieren die eher in Richtung der erstgenannten Stories ('Der adressierte Junge', 'Die Mutter der Tränen') oder eher in die andere? Irgendwelche Anregungen oder Tips?

Auch wenn ich deine Einschätzung von "Poteideia" nicht ganz teile, hat sich die Story beim Lesen doch etwas hingezogen, und der "adressierte Junge", "Die Mutter der Tränen" oder auch "Todestag" gefielen mir besser.

Die Story, die mir von Boris Koch am langanhaltendsten im Gedächtnis blieb ist "Martina", die in seinem Medusenblut-Storyband "Dionysos tanzt" veröffentlicht wurde. Die Story hab ich mittlerweile mindestens dreimal gelesen, und sie gefällt mir jedes Mal besser. Sie ist zwar auch etwas länger, aber von Seite zu Seite faszinierender. In "Dionysos tanzt" gibt's einige Stories, die evtl. mehr in deine Richtung gehen, Harry.

kaigrimm

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31

Mittwoch, 5. April 2006, 13:07

Also sooo schlecht ist Poteideia nun wirklich nicht. Klar, wie ich schon geschrieben habe, andere Beiträge im adressierten Jungen gefallen mir besser und der Vorlauf ist mir einfach zu lang, aber so ab Mitte transportiert auch diese Geschichte eine Menge Gefühl.

Klar, das Rätsel wird nicht wirklich gelöst, aber muss das bei einer Kurzgeschichte immer der Fall sein?
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

HarryW

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32

Mittwoch, 5. April 2006, 15:06

Zitat

Original von kaigrimm
Klar, das Rätsel wird nicht wirklich gelöst, aber muss das bei einer Kurzgeschichte immer der Fall sein?


Ich mag es, wenn Rätsel nicht immer gelöst werden, das hat mich an Poteidia ja auch nicht gestört.

Wie gesagt, ich halte die Geschichte weder für gefühlvoll noch für spannend. Für mich klingt es einfach nur weinerlich. Der Charakter hat keine Tiefe, daraus resultiert dann, dass mir eigentlich egal ist, was mit ihm geschieht. Letzten Endes ist das natürlich subjektiv. Je mehr man als Leser in eine Figur hineintransportieren kann, umso mehr kriegt man auch zurück - ein Buch lesen ist einfach eine andere Art von Beziehung, d.h. man gibt und man nimmt. Und wenn die Rechnung so nicht aufgeht, macht sich am Ende halt Enttäuschung breit. Aber die Welt geht davon nicht unter ;) .

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »HarryW« (5. April 2006, 15:06)


Ari-kitsune

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33

Dienstag, 23. Mai 2006, 16:41

So, inzwischen auch gelesen! Die Geschichten gefallen mir gut, vor allem "Poteideia" hat es mir angetan, gerade weil die Spannung durch die Nicht-Lösung des Rätels getragen wird.
Codename: Ratt-zensentin

RATTUS LIBRI - Der Medienbrief für phantastische Literatur, Comics Filme und mehr
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34

Montag, 26. Juni 2006, 16:59

Ich habs mittlerweile auch ausgelesen und finde die Antho trotz ihrer "Dünne" superklasse!

"Todestag" ist bereits eine meiner Lieblingsstorys und, gerade dem "klassischen Stils" wegen der perfekte Einstieg.

Die weiteren Geschichten bestechen vor allem durch die skurrilen Ideen und Gedanken, die einem teilweise richtig zu knabbern geben. ;)

Mit der "Mutter der Tränen" wurde der große Knaller ans Ende gesetzt - klasse, äußerst tiefe und bewegende Story.

"Poteidia" wäre auch mein Tiefpunkt des Bandes, wenn es einen geben würde. Die Story war zwar gut, hat aber erst recht spät so wirklich meinen Nerv getroffen.

Nuja, auf jeden Fall ist in der kommenden Zeit mal die längt überfällige Medusenblut-Bestellung nötig - Tipps werden dankbar angenommen :e

Die Belastbarkeit meines Nachttisches wird ermittelt mit freundlicher Unterstützung von:

-


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Mammut

Der ErnstFall

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35

Mittwoch, 1. November 2006, 22:05

Ich habe es jetzt auch gelesen. Meine Favoriten sind "Der adressierte Junge" und "Die Mutter der Tränen", finde aber auch, dass der griechische Reisebericht nicht unbedingt der Highlight des Bandes ist, aber insgesamt immer noch eine gute Geschichte.

DarkDreamer

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36

Montag, 24. September 2007, 20:48

Todestag
Eine sehr schöne und gut gemachte Erzählung gleich zu Anfang an. Geschichten dieser Art gibt es dennoch nicht allzuwenige. Man denke nur an all die Goldmachergeschichten oder eben hier die Forschung nach dem ewigen Leben. Ich behaupte jedoch, dass Boris hier eine weitere brilliante Story geschaffen hat, die sich garantiert nicht zu verstecken braucht!

Der adressierte Junge
Eine wirklich sehr originelle Idee. Erschreckend echt und packend erzählt. Und noch nicht einmal dem Realismus abgeneigt, hat sie doch alles, was so morgen in der Zeitung stehen könnte.

Poteideia
Sehr schön, Boris. Hat mir echt gefallen, bis zu dem Punkt, als sich die Reise des Mannes einfach zu weit in die Länge zog. Aber die Sehnsucht nach dem Fernweh ... Möchte nicht mal gerade jemand mit mir nach Griechenland fahren? ;-) Insgesamt dennoch die Story, die mir am Wenigsten gefallen hat.

Aus den Reisenotizen des Jonathan Mommsen
Kurze, knappe und präzise Parabel auf das Leben. Hat der Mensch noch wirklich Freiheit?

Die Mutter der Tränen
Der absolute Höhepunkt dieser Sammlung, der allein schon den Anschaffungspreis rechtfertigt. Vom glücklichen Familienleben zum absoluten Tiefpunkt erzählt Boris Koch hier meisterlich von Trauer, Verlust und Wunden, die nicht heilen. Schon lange habe ich keine Story mehr gelesen, die mich so begeistert hat. Doch Achtung: Diese Story ist beklemmend, düster, trostlos, packend, bewegend und in einem gewissen Maße brutal, dass es einen beim Lesen selber mit herabzieht!

Fazit
"Der adressierte Junge" und "Mutter der Tränen" haben den größten Gefallen gefunden, gefolgt von "Todestag". Absolut empfehlenswert!!! Wer diesen kleinen Band noch nicht besitzt, sollte das schleinigst ändern :D

Siwa

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Wohnort: Im hohen Norden

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37

Dienstag, 20. November 2007, 17:26

Das Buch hat mir sehr gut gefallen!!!
Mein Favourit ist Todestag, da ich diese Thematik einfach gerne mag.
Dicht gefolgt von Der adressierte Junge und Die Mutter der Tränen, hier beweist B.K. trotz gewisser phantastischer Elemente den Horror des Lebens.
Poteideia fand ich interessant und anregend, aber irgendwie am Schluß nicht ganz stimmig.
Und die Reisenotizen waren schlicht genial...