Sie sind nicht angemeldet.

Guten Tag lieber Gast, um »Horror Forum - Alles rund um Horror und Phantastik!« vollständig mit allen Funktionen nutzen zu können, sollten Sie sich erst registrieren.
Benutzen Sie bitte dafür das Registrierungsformular, um sich zu registrieren. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

T.STRÄTER

Fortgeschrittener

Beiträge: 205

Registrierungsdatum: 20. Juli 2005

Wohnort: Dortmund

Beruf: Interessante Frage...

  • Nachricht senden

41

Mittwoch, 1. Februar 2006, 12:16

...Ich wollte überhaupt nur mal erwähnen, dass dies hier wirklich ein cooles Board ist; ich gebe zu, C. Marzi zb kannte ich bis vor einigen Monaten garnicht (Andreas Gruber schon, aber nur vom Hörensagen), und hole das alles (oder bin schon fertig) Lesestoffmäßig nach.
Herr Marzi hört übrigens extrem coole Musik:-)
http://www.xcn.de

Goover75

Anfänger

Beiträge: 43

Registrierungsdatum: 12. Januar 2006

Wohnort: Dorsten

  • Nachricht senden

42

Mittwoch, 1. Februar 2006, 15:43

@ Torsten Sträter,
Hallo Torsten,
so wie es aussieht bekomme ich die Bücher doch erst nächste Woche, da Peter ja erst am Samstag Lieferung bekommt.
Können wir unser Treffen um eine Woche verschieben?
Gruß,
Goover (Werner)
Der Tod ist erst der Anfang...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Goover75« (1. Februar 2006, 15:43)


Goover75

Anfänger

Beiträge: 43

Registrierungsdatum: 12. Januar 2006

Wohnort: Dorsten

  • Nachricht senden

43

Montag, 6. Februar 2006, 17:28

@Torsten Sträter,
Hallo Torsten, habe die ersten beiden Bücher von Jacks Nachtgeschichten nun. Habe dir auch schon eine email geschrieben. Wenn du Mittwoch in Dorsten bist dann sag mir einfach wann ond wo wir uns treffen können. Würde mich sehr freuen.
Werde noch in dieser Woche deine Geschichten lesen und dann hier schreiben, wie ich sie fand.
Gruß,
Werner (Goover)

PS: Die Leseproben haben mir schon sehr gut gefallen.
Der Tod ist erst der Anfang...

T.STRÄTER

Fortgeschrittener

Beiträge: 205

Registrierungsdatum: 20. Juli 2005

Wohnort: Dortmund

Beruf: Interessante Frage...

  • Nachricht senden

44

Montag, 6. Februar 2006, 17:55

Jou. Alles klar. Kein Akt. Danke.
http://www.xcn.de

Werbung

unregistriert

Werbung


Goover75

Anfänger

Beiträge: 43

Registrierungsdatum: 12. Januar 2006

Wohnort: Dorsten

  • Nachricht senden

45

Sonntag, 12. Februar 2006, 21:21

@ Torsten Sträter:
Also, Hut ab und Respekt. Habe nun begonnen den ersten Teil von Jacks Gute Nachtgeschichten zu lesen und bin wirklich begeistert von den Geschichten. Dein Schreibstil ist wirklich gut. Auch wenn die Geschichten wirklich kurz sind, schaffst du es bie jeder Geshcichte ein enorme Atmospher zu erschaffen.
Leider bin ich im Moment sehr mit den Aufnahmen für unsere CD (Grass is Green, meine Band) beschäftigt und ich komme meistens erst gegen 0.00 -1.00 Uhr Nachts zum lesen, aber ich genieße jede Seite von Jack's Gutenachtgeschichten.
Werde mir gleich mal den Dritten und letzten Teil bestellen.
Weiter so,
Goover (Werner)
Der Tod ist erst der Anfang...

kevin2

Schüler

Beiträge: 63

Registrierungsdatum: 8. Mai 2006

Wohnort: Marburg

  • Nachricht senden

46

Freitag, 26. Mai 2006, 00:58

Will hier auch mal kurz eine Kritik zum Sammelband abgeben. Ist schon etwas länger her, dass ich es das erste Mal gelesen hab (bin gerade beim zweiten Durchlauf) und denke, Postkarten hat es verdient, dass ich mal ein Feeback gebe.

Zunächst kommt das Buch nicht so druchweg positiv bei mir weg, wie in vielen Rezensionen. Am meisten gestört hat mich der fast durchgängig (einzige Ausnahme INSPIRATION glaube ich) lustige Unterton. Klar es geht auch um Blut und Verzweiflung aber alles mit einem Augenzwinkern. Das ist der Punkt, den die meisten (was ich bisher so gelesen habe) an den Geschichten schätzen und für grandios halten. Mir wars aber entschieden zuviel. Durch diese Flappsigkeit kam bei mir nur an seltenen Stellen Spannung auf.
Das größte Plus der 11 Geschichten sind für mich die innovativen Ideen und die skurilen Persönlichkeiten wie den Süssigkeitenauffüller oder Gevatter Tod himself. Wirklich interessant zu lesen. Auch die Wendungen (wie in Volerie, als er plötzlich im Krankenhausbett erwacht, dann aber doch...) sind geglückt, überraschen aber passen ins Gesamtbild und wirken nie aufgesetzt.

Meine Nr.1 unter den Geschichten ist INSPIRATION. Stilistisch fällt sie wie gesagt etwas heraus (liegt sicher auch daran, dass sie in einer anderen Zeit spielt), und das Szenario in der Irrenanstalt, die Gespräche mti dem Kindermörder – da kam wirklcih Gänsehaut auf, Kompliment. Entgültig fasziniert hat mich dann die Schlusspointe – grandios.

Mit etwas Abstand folgt STRANGERS IN THE NIGHT, weil sie so eine ruhige, entspannte Atmosphäre ausstrahlt (hört sich komisch an, für einen Horrorsammelband oder?). Der Wagen, der allein durch die Abenddämmerung fährt, dazu Sinatra-Songs. Ich kenn Sinatra leider nicht besonders, vielleicht hätte die Geschichte noch stärker gewirkt, hätten mir die genannten Songs was gesagt, wer weiß?
Stimmige Atmosphäre und toll gelöst ist auch, als der Mitfahrer begreift, was wirklich hier abgeht: So unaufgeregt, toll gelöst.

Platz Drei belegt KOPFSACHE. Neben der interessanten Idee und dem bedrückenden Szenario muss ich noch das offene Ende hervorheben.

Die Vier geht an die Titelgebende Geschichte. Hier wird sich viel Platz gelassen und auch die Atmosphäre baut sichlangsam bedrohlich auf um dann in einem Feuerwerk der abstrusen Ideen zu münden, wo der Autor seine ganze Phantasie entfalten kann – ein wahrer Spaß!

Gar nicht gefallen hat mir dein HEILIGER KRIEG. Fand die Idee hinter dem Ganzen nicht besonders dolle oder originell und auch das Verhalten der Soldaten (ihre Ängste und so) fand ich jetzt nicht wirklich gut beschrieben. Das große Gemetzel auf das alles hinausläuft... naja irgendwie billig.

Noch einen Tiefpunkt gabs für mich: ABWÄRTS. Die Charaktäre konnten mich überhaupt nicht reizen und auch hier fand ich die Idee einfallslos (schwarze Löcher tuen sich auf und verschlucken die Welt).

Überflüssig und nicht ins Gesamtkonzept passend fand ich die Gastgeschichte. War irgendwie fehl am Platz.

Als Fazit bleibt mir zu sagen, dass ich toll unterhalten wurde, die Geschichten aber keine Offenbarungen waren. Gut. Auf jedenfall lesenswert, aber nichts, das nach dem Lesen noch beschäftigt. Ich weiß nicht, ob dir das als Anspruch genügt, Torsten.
Ich hab gelesen, dass du vieles vonKing kennst. Dann vielleicht auch den Ausspruch, seine Geschichten wären das literarische Adiquat zu einem BigMac mit Pommes (seh ich übrigens anders, aber andere Thema), bei Postkarten hat sich mir immer der vergleich mit Al Bundy aufgeträngt. Ist nicht negativ gemeint, ich mag die Serie: Sie ist gelungene Unterhaltung für Zwischendurch, schafft Entspannung vom Alltag, ist aber eben auch eher beiläufig.

So das wars, meine ehrliche Meinung.

Übrigens: Die Aufmachung des Buchs ist wirklich hervorragend. Sowohl Titelbild als auch Druck – Lob hierfür!
...scheiß auf die Hoffnung und die Anderen, hilfst du dir nicht, dann hilft dir keiner raus. Sagt das Leben dir denn nie, mein Freund: Verlierer sehen anders aus...

kaigrimm

Super Moderator

Beiträge: 4 346

Registrierungsdatum: 1. März 2003

Wohnort: Wuppertal

Beruf: Wäre gerne Lotto-Millionär

  • Nachricht senden

47

Mittwoch, 20. September 2006, 19:59

Zwischen 2 dicken Roman passen immer noch ein paar Gutenachtgeschichten. :D

Die erste wäre "Geisterbahn". Ein Mitarbeiter der Titelgeberin hält Pappdekorationen für nicht gruselig genug.
Die Idee ist klasse, für meinen Geschmack verliert sich das Ende jedoch zu sehr in Andeutungen, da hätte ich mir ein wenig mehr Butter bei den Fischen gewünscht.

Die zweite wäre "Kopfsache". Diese passt gut zu der jüngst gelaufenen Diskussion über das PSI-Thema, zeigt sie doch die "Freuden" des PSI-Begabten im Berlin der nahen Zukunft. Sehr böse, sehr gut. Besonders die deutlich zu vernehmende Kritik am Konsumwahn heutiger Tage, wo man ja wirklich fast alles zu Geld machen kann, gefiel mir.

Wie immer später mehr....
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

Ginny

Rotfüchsin

Beiträge: 1 818

Registrierungsdatum: 2. August 2005

Wohnort: Köln

Beruf: Teilzeit-Muse.

  • Nachricht senden

48

Mittwoch, 20. September 2006, 20:45

"Kopfsache" (hieß in der Ursprungsfassung übrigens "Kopfentscheidung", was ich noch ein kleines bisschen treffender finde) erinnerte mich, wie ich im entsprechenden Thread vermerkte, ein wenig an die Story "Alles endgültig" von Stephen King (oder umgekehrt, weil ich die King-Story erst später las). Im Sinne von Nutzen und Schaden der PSI-Begabung eines Menschen.
Shoot for the moon! Even if you miss, you'll land among the stars ...

~ * ~ Der Zauber existiert ~ * ~

Beiträge: 1 575

Registrierungsdatum: 20. Juni 2005

Wohnort: Area 52

Beruf: verkanntes Genie

  • Nachricht senden

49

Mittwoch, 20. September 2006, 22:01

Die Geister scheiden sich enorm an Jacks Geschichten. Jeder Leser hat völlig andere Favoriten. Witzig fand ich, daß die Rezension zu Hämoglobin auf Phantastik.de genau spiegelbildlich ist zu einer Rezension von einem Thalia-Mitarbeiter. Was der eine Scheiße fand, fand der andere genial und umgekehrt.
Solange unterm Strich ein Plus rauskommt, soll's dem Autor ja nur recht sein, hehe.

INSPIRATION ist eine große Ausnahme. Diese Geschichte finden alle gut. Bisher keine Ausnahmen bekannt. Oder will sich jetzt einer outen?

Peter

Werbung

unregistriert

Werbung


Oliver

Fortgeschrittener

Beiträge: 540

Registrierungsdatum: 27. Februar 2003

Wohnort: Norddeutschland

  • Nachricht senden

50

Donnerstag, 21. September 2006, 13:16

Zitat

Original von Peter Dobrovka
Jeder Leser hat völlig andere Favoriten. Witzig fand ich, daß die Rezension zu Hämoglobin auf Phantastik.de genau spiegelbildlich ist zu einer Rezension von einem Thalia-Mitarbeiter. Was der eine Scheiße fand, fand der andere genial und umgekehrt.


Mir hat da die Rezension von Phantastik-News.de deutlich besser gefallen, weil sie sich wesentlich mehr mit meiner Meinung deckt als die andere. Cool :) :)
"Film und Buch - Oliblog". Mein Weblog.

Zur Zeit auf meinem Nachttisch:
- "Under the Dome", Stephen King
- "The Life of Charlotte Brontë", Elizabeth Gaskell

kaigrimm

Super Moderator

Beiträge: 4 346

Registrierungsdatum: 1. März 2003

Wohnort: Wuppertal

Beruf: Wäre gerne Lotto-Millionär

  • Nachricht senden

51

Donnerstag, 21. September 2006, 21:53

Zitat

Original von Peter Dobrovka

INSPIRATION ist eine große Ausnahme. Diese Geschichte finden alle gut. Bisher keine Ausnahmen bekannt. Oder will sich jetzt einer outen?

Peter


Ich kann mich noch nicht outen, da ich so weit noch nicht bin. Ich verspreche aber, mir alle Mühe zu geben, die Story als einziger so richtig mies zu finden... :)

Spaß beiseite, "Voliere" finde ich richtig gut. Eine skurrile Ausgangsposition wird mit zunehmendem Fortgang des Geschehens immer bizarrer. Hier spielt Torsten seinen typischen Stil, die Schrullen seiner Mitmenschen bis zum blutig-grausigen Finale zu überzeichnen richtig schön konsequent aus. Wer hat die Anspielungen auf verschiedene Geschichten aus Hämoglobin auch erkannt?

Das ultrakurze "In der Kurve" ist bis jetzt mein Favorit. Ein Unfallopfer muss sein Nachleben gemeinsam mit zahllosen getöteten Ratten in der Kurve eines Jahrmarktfahrgeschäftes, in der er zu Tode kam, als Spukerscheinung fristen. Böse, böse und ziemlich bedrückend.
Da fällt mir auf, so typische Fahrgeschäfte auf Jahrmärkten wie die Raupe sind prima Schauplätze für Horrorstories. Markus Kastenholz hat in Schwarzdunkel ja auch ein hervorragendes Beispiel dafür geliefert.

"Bunker-Blues" führt uns mit einem verrückten Wissenschaftler, einem korrupten Polizisten und seinem Greenhornpartner ans Höllentor unter Dortmund. Okay, als Schalker war mir immer schon klar, das Höllentor kann nur unter Dortmund sein. :) :)
Für die beiden Polizisten nimmt es dann auch kein gutes Ende. Prima ironisch-böse Geschichte, die besonders wieder durch das extrem-übersteigerte Personal glänzt.

Später mehr...
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

kaigrimm

Super Moderator

Beiträge: 4 346

Registrierungsdatum: 1. März 2003

Wohnort: Wuppertal

Beruf: Wäre gerne Lotto-Millionär

  • Nachricht senden

52

Freitag, 22. September 2006, 15:03

Dir recht lange Titelstory ist tatsächlich sehr bizarr und sureal. Die Reise durch die sich zum "Worst case Szenario" veränderte Welt finde ich schön bizarr, da sind einige wirklich herrlich abstruse Ideen zu finden.
Mit dem letzten Kapitel habe ich dann allerdings meine Schwierigkeiten. Da bleibt für meinen Geschmack zu vieles im Dunkeln. Hat sich die Welt zurückverwandelt, wenn ja, wieso, oder gehört das Krankenhaus noch zur Anderswelt? Wieso hat Swinn Brandverletzungen?
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

T.STRÄTER

Fortgeschrittener

Beiträge: 205

Registrierungsdatum: 20. Juli 2005

Wohnort: Dortmund

Beruf: Interessante Frage...

  • Nachricht senden

53

Samstag, 23. September 2006, 10:37

Hey....danke zusammen. Kaigrimm: sehr präzise, dankesehr. :-)
Ginny, intime Kennerin des ganzen Jacks-Zeugs, hat wie üblich recht. Die Geschichte hiess Kopfentschiedung, danach für etwa 7 Minuten REINE KOPFSACHE, nach durchrechnen von Druckerschwärze im Verhältnis zur Aussagekraft nur noch Kopfsache.
KEVIN2...ist das BUSHIDO als Avatar? Dann muss ich ziemlich weit ausholen, um dir Sinatra nahe zu bringen. Nur soviel: Er war rauher, böser und nahm noch viel weniger ein Blatt vor den Mund als BUSHIDO. Und das im Maßanzug.Danke dir für deine ehrliche Meinung! Daumen hoch.
Herr Cron..Oliver, der ja nun der erste Rezensent von HÄMOGLOBIN war (und ist) sei hier nochmals bedankt. Ich bemühe mich inzwischen, nochmal eine Rezension auf Phantastik-Newes zu ergattern, sei sie auch noch so übel. Schreiben hilft. Übrigens erwarte ich, billigen Sekt zu hohem Preis mit mindestens den Oben Genannten trinken zu können, wenn die, der oder das BUCON wieder tagt.
http://www.xcn.de

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »T.STRÄTER« (23. September 2006, 10:38)


kaigrimm

Super Moderator

Beiträge: 4 346

Registrierungsdatum: 1. März 2003

Wohnort: Wuppertal

Beruf: Wäre gerne Lotto-Millionär

  • Nachricht senden

54

Sonntag, 24. September 2006, 14:06

Okay, machen wir weiter im Text:

Auch wenn ich vielleicht damit alleine dastehe, "Der Kasper will kein Snickers" ist meine Lieblingsstory des Buches, nicht nur wegen des genialen Titels. Dieser Trip in die abstruse Gedankenwelt eines irren Mörders hat mir pausenlos ein fieses Grinsen aufs Gesicht gezaubert. Wortgewaltig und herrlich sarkastisch ist diese Geschichte.

"Heiliger Krieg: Einer muss es ja machen" gefällt mir ebenfalls sehr gut. Eine Episode aus dem bewegten Leben der "Starship Troopers des Vatikan". Sehr monströs und herrlich trashig, im positivsten Sinne absurd.

"Strangers in the night" dagegen ist nicht so meine Abteilung. Die Geschichte ist mir zu ruhig und entspannt, außerdem habe ich wohl wieder viel zu früh vorausgeahnt, worauf es hinausläuft. Und mit Sinatra kann man bei mir auch nicht punkten...

So, zum Rest dann morgen mehr.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

Werbung

unregistriert

Werbung


kaigrimm

Super Moderator

Beiträge: 4 346

Registrierungsdatum: 1. März 2003

Wohnort: Wuppertal

Beruf: Wäre gerne Lotto-Millionär

  • Nachricht senden

55

Montag, 25. September 2006, 13:35

So, die letzten 3 Stories:

"Inspiration": Wie angedroht habe ich mir reichlich Mühe gegeben, diese Geschichte als einziger nicht zu mögen, nur Mühe allein reicht halt nicht und auch mir hat dieser Trip 150 Jahre in die Vergangenheit und zum Ursprung des Struwwelpeter-Mythos sehr gut gefallen. Sehr düster und beklemmend und das historische Irrenhaus ist wirklich furchteinflößend beschrieben. Also hier gibt es nichts zu meckern, sehr gut!

"Abwärts": Auch diese Geschichte ist toll! Sehr schön unheimlich und mysteriös, besonders die Idee mit dem rapiden Altern der in die Tiefe herabgelassenen Gegenstände fand ich prima.

"Die Krüppelfabrik" von Gastautor Henning Mühlinghaus ist in der Tat so eine Sache, da sie stilistisch völlig anders ist als Torstens Geschichten. Unabhängig von der grundsätzlichen Frage, ob es sinnvoll ist, einen Gastautor in einen Kurzgeschichtenband aufzunehmen gefiel mir aber auch "Die Krüppelfabrik" gut. Der Beitrag ist stimmungsvoil und gottlob vermeidet es der Autor geschickt, das Ende zu sehr ins Surealle abgleiten zu lassen.


Mein Gesamtfazit zu den Postkarten aus der Dunkelheit:

Ein sehr starker Erzählungsband, aber nicht ganz so stark wie Hämoglobin, vielleicht deshalb weil Torsten seine blumig-bildliche Sprache und die ironietriefenden Gedankenwelt seiner Hauptpersonen nicht ganz so massiv einsetzt wie bei dem Vorgänger.

Meine Lieblingsstories:
Der Kasper will kein Snickers, In der Kurve und Heiliger Krieg: Einer muss es ja machen.

Edit: Wenn ich mir mal so meine Lieblingsstories anschaue und z.B. mit Kevins vergleiche, dann habe ich wohl gerade wieder ein perfektes Beispiel für Peters These, dass die Leser der Gutenachtgeschichten diese völlig unterschiedlich bewerten, abgeliefert.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

Beiträge: 1 575

Registrierungsdatum: 20. Juni 2005

Wohnort: Area 52

Beruf: verkanntes Genie

  • Nachricht senden

56

Montag, 25. September 2006, 13:58

Zitat

Original von kaigrimm
Edit: Wenn ich mir mal so meine Lieblingsstories anschaue und z.B. mit Kevins vergleiche, dann habe ich wohl gerade wieder ein perfektes Beispiel für Peters These, dass die Leser der Gutenachtgeschichten diese völlig unterschiedlich bewerten, abgeliefert.

Gelle? :D