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  • »Peter Dobrovka« ist der Autor dieses Themas

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1

Montag, 11. Juli 2005, 09:47

Wandlung im Fandom?

Zitat

Original von Nicole Rensmann
weil ich das Fandom sehr gern beobachte und da derzeit eine Wandlung abgeht, die mir gar nicht gefällt.

Interessante Aussage, magst du dazu mehr sagen?

Hab mir erlaubt, einen neuen Thread dazu aufzumachen. Ob sich das gelohnt hat, weiß man leider immer erst hinterher.

Peter

2

Montag, 11. Juli 2005, 10:57

Tja, mit der Aussage stehe ich natürlich jetzt in Erklärungsnot, sehe ich ein. Leider habe ich so ziemlich überhaupt keine Lust, geschweige denn Zeit, eine große Diskussion über das Fandom zu führen.

Das Fandom - du kannst es hassen, du kannst es lieben, aber ganz ohne geht es wohl nie.

Nun, das sagt nichts über meine Äußerung aus, aber da es ähnliche Gespräche schon häufig hier und in anderen Foren gibt, muss das vermutlich auch nicht unbedingt alles wieder aufgewärmt werden.

N.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fil2« (11. Juli 2005, 10:59)


  • »Peter Dobrovka« ist der Autor dieses Themas

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3

Montag, 11. Juli 2005, 11:04

Vielleicht sollte man ganz behutsam mit einer auf den ersten Blick vielleicht sehr banalen Frage beginnen:
Was ist eigentlich "Das Fandom"?

4

Montag, 11. Juli 2005, 15:20

Hi Freunde,

also ich bin immer noch so planlos wie vorher.
Bitte klärt mich auf (damit meine ich aber nicht die Story mit den Blumen und den Bienen, okay? Die habe ich inzwischen halbwegs verstanden...).
?(

Was geschieht derzeit im Fandom?
Lasst mich halt nicht orientierungslos und weinend im Regen stehen.
:O

Auf bald,

Markus
-------------------------------------
NEU: "DIE ERNTEN DES SCHRECKENS" von Markus K. Korb

Elf Erzählungen aus dem Umfeld des Krieges, gesehen mit den Augen eines Phantasten.

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Markus

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5

Montag, 11. Juli 2005, 16:22

Zitat

Original von Markus K. Korb

Lasst mich halt nicht orientierungslos und weinend im Regen stehen.


Sorry, Markus, aber DEN Spruch mußte ich einfach noch mal zitieren.

Aber im Ernst: Würdest du dich überhaupt als Teil des Fandoms - was immer man darunter verstehen will - bezeichnen?

Auf ewig
Cool
Markus
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Oliver

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6

Montag, 11. Juli 2005, 16:41

Zitat

Original von Markus
Aber im Ernst: Würdest du dich überhaupt als Teil des Fandoms - was immer man darunter verstehen will - bezeichnen?


Das tut er. Ich war schon bei mehreren seiner Dankesreden dabei und bin Zeuge. Cool
"Film und Buch - Oliblog". Mein Weblog.

Zur Zeit auf meinem Nachttisch:
- "Under the Dome", Stephen King
- "The Life of Charlotte Brontë", Elizabeth Gaskell

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7

Montag, 11. Juli 2005, 17:14

Für mich ist der Fandom die Gruppe von Fans um ein Thema, welche sich öffentlich austauschen, bisweilen sogar Magazine produzieren, und somit eine benennbare Gemeinschaft bilden.

Primärproduzenten des Themas (z.B. Autoren, Verleger, Regisseure) sind üblicherweise nicht Teil des Fandoms, aber rein theoretisch ist es möglich, eben indem sie sich wie die Fans für das Thema engagieren, allerdings nicht selbstbezogen, sondern auf Kollegen.

Diese Doppelrolle ist immer ein wenig problematisch, weil man nicht mehr frei seine Meinung äußern kann, ohne ins Kreuzfeuer der Kritik zu geraten. Vetternwirtschaft, Kollegenschelte, etc., nur um einige Schlagworte zu nennen.

Peter

frankh

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8

Montag, 11. Juli 2005, 19:10

Zitat

Original von Peter Dobrovka
Diese Doppelrolle ist immer ein wenig problematisch, weil man nicht mehr frei seine Meinung äußern kann, ohne ins Kreuzfeuer der Kritik zu geraten. Vetternwirtschaft, Kollegenschelte, etc., nur um einige Schlagworte zu nennen.


Das sehe ich auch so. Ein Buch eines englischsprachigen Autors kann man zur Not noch in einer Fan-Publikation besprechen, von den Werken der Kollegen sollte man jedoch besser die Finger lassen. Bespricht man sie positiv, wird sofort eine Interessengemeinschaft unterstellt, beim Gegenteil persönliche Animositäten oder Futterneid oder sonstwas.

Auch sind hier die Strukturen so eingeschliffen, daß ich sofort weiß, wenn der Rezensent A. über ein Buch des Autors B. schreibt, dann ist es zwangsläufig eine einzige Lobeshymmne oder (seltener) das Gegenteil. Wie gut oder schlecht das Buch tatsächlich ist, bleibt dabei völlig offen.

Dennoch wäre so gut wie jeder Genre-Autor aufgeschmissen, wenn es kein Fandom gäbe, und das betrifft sowohl das Echo auf die eigenen Machwerke als auch Informationen, an die man sonst niemals käme. ?(

Gruß
Frank

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »frankh« (11. Juli 2005, 19:11)


9

Montag, 11. Juli 2005, 19:10

Hallo Freunde,

danke Oliver, schön, dass ich diesen Spruch von Markus nicht mehr zu kommentieren brauche.
:D
:)

Zurück zum Thema: was issn jetz los mitm Fandom?
?(

Auf bald,

Markus
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Markus K. Korb« (11. Juli 2005, 19:11)


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10

Montag, 11. Juli 2005, 19:21

Ziemlich treffend beschrieben, Frank

@Markus

Mmh... es bröckelt so vor sich hin?! Vielleicht lässt es sich so beschreiben? Wenn ich in Worte fassen kann, was ich derzeit denke, lass ich es dich wissen. :-)

ANUBIS

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11

Montag, 11. Juli 2005, 19:23

Zitat

Mmh... es bröckelt so vor sich hin


HnHn..also hat sich in den letzten zwanzig Jahren nichts geändert D^1

Greetz
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

12

Montag, 11. Juli 2005, 20:11

Hallo Freunde,

@Nicole: Danke, nun habe ich eine kleine Vorstellung davon, was du meintest. Schade, dass dieser Vorgang festzustellen ist.

@Anubis: Huch? Schon 20 Jahre lang bröckelt es? Ich bin noch nicht so lange im Fandom unterwegs. Klär mich doch bitte dahingehend auf, ob das ein Phänomen ist, welches sich lediglich in der Zersplitterung der Phantastik in SF, Horror, Fantasy Fandom(s) äußert oder ob es noch mehr gibt?

Auf bald,

Markus
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Markus

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13

Montag, 11. Juli 2005, 20:37

Zitat

Original von Markus K. Korb

danke Oliver, schön, dass ich diesen Spruch von Markus nicht mehr zu kommentieren brauche.


Das war kein Spruch, sondern nur eine Frage, mein Lieber!
Du gibst es ja selbst zu, du bist noch nicht so lange unterwegs, deshalb darf das wohl erlaubt sein, nicht? Und das schreibt dir einer ins Poesiealbum, der noch die legendären FreuCons von KNF mitgemacht und dort im JUZ mal eine Nacht auf einem TISCH 'geschlafen' hat ...

:) :) :) :) :)

Ich glaube, das Fandom bröckelt tatsächlich, aber es bröckelt munter vor sich hin. Wäre man früher als 30jähriger auf dem ColoniaCon gewesen, man wäre als 'alter Sack' aufgefallen. Heutzutage ist ein 30jähriger eben dort fast ein Greenhorn.
Ist doch logisch, daß der Nachwuchs fehlt, fast überall tut er das. Fragt mal in Vereinen außer Sportvereinen nach. Heutzutage gibt's mit Computern, Computerspielen, DVD's und vielen weiteren Möglichkeiten, seine Zeit zu verbringen, ein weitaus vielfältigeres Angebot als damals.
Aber das ist der Lauf der Welt, und es besteht deshalb kein Grund, sich in Schwermut zu üben. Es geht immer weiter, solange man es selbst möchte!

Greetz
Cool
Markus
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14

Montag, 11. Juli 2005, 20:49

Aha.
Nun, die Nachwuchs-Frage gab es schon im SF-Netzwerk-Forum, wo man darüber zu diskutieren begann, ob man die Themenvielfalt der Cons erweitern solle, um mehr junge Leute anzulocken.

Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie hatte ich Nicoles ursprüngliches Statement so aufgefaßt, daß die "Wandlung" irgendwelche Charakterveränderungen zum Negativen bedeutet. Von einer solch brisanten Frage entfernen wir uns natürlich immer mehr; was Leuten mit schwachen Nerven sicher gut tut.

Peter

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Markus

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15

Dienstag, 12. Juli 2005, 20:42

:Monster9:

@ Peter:

Man kann nicht alles auf die Nachwuchsfrage schieben, dieses Problem haben alle Vereine, Verbände, Interessensgemeinschaften etc. Letztens hab ich einen Artikel gelesen, wonach in Deutschland ein Gesangsverein (oft mit 100jähriger Tradition und mehr) nach dem anderen zumacht, weil die Mitglieder wegsterben und kein Nachwuchs kommt.

Ansonsten wissen wir wahrscheinlich alle, was sich im Fandom geändert hat, mehr oder weniger: Ich will es mal vorsichtig mit CLIQUENBILDUNG umschreiben.
Cliquen gab es auch früher schon, mit dem einen kann man halt mehr als mit dem anderen, ganz normal. Gleichzeitig hat m.E. jedoch eine Art Egoismus Einzug gehalten. Früher - ich kann das beurteilen, meine erste Zineveröffentlichung war 1982! - half man sich gegenseitig, eine Hand wäscht die andere, irgendwie war trotz aller Animositäten jeder mit jedem befreundet, weil man eben dasselbe Hobby hatte.
Heute hingegen ... Was meint ihr, wieviel Futterneid und verbale Exzesse ich allein aufgrund meiner paar Bastei-Veröffentlichungen geerntet habe?!
Das kann sich niemand vorstellen!

Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als es Achim Mehnert gelungen war, eine Story ans GOLDENE BLATT oder eine ähnliche Illustrierte zu verkaufen - da habe ich mich gefreut drüber! Ohne Scheiß! Gleichzeitig hat man gesehen, es 'geht', man kann was reißen, wenn man dran bleibt. Es war Ansporn für einen selbst, weiter zu machen, trotz der Kubikmeter Absagen.

Na, jetzt hab ich mich wieder kräftig in die Nesseln gesetzt, viele werden meinen, sie seien gemeint, was allerdings nicht der Fall ist. Es sei denn, wenn sie dieses Posting auf sich beziehen - ANYWAY!
Ich muß mich nicht bei jedem einschleimen ...

Greetz
Cool
Markus
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Ronni

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16

Dienstag, 12. Juli 2005, 21:36

Zitat

Original von Markus
Gleichzeitig hat m.E. jedoch eine Art Egoismus Einzug gehalten.

kann ich so nicht unterschreiben. So ein enges und freundschaftliches Verhältnis zu so vielen aus der Szene wie heute habe ich in den ersten 20 Jahren meiner Fandomzugehörigkeit nicht erlebt. Auch wenn viele ihre eigenen Projekte habe, konnte ich mich nur selten über mangelnde Hilfsbereitschaft beklagen. Natürlich gibt es einen gewisser Konkurrenzkampf der Projekte, diesen empfand ich aber fast immer als fair.

Gruß Ronni

frankh

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17

Mittwoch, 13. Juli 2005, 12:45

Zitat

Original von Markus
... Was meint ihr, wieviel Futterneid und verbale Exzesse ich allein aufgrund meiner paar Bastei-Veröffentlichungen geerntet habe?!
Das kann sich niemand vorstellen!

Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als es Achim Mehnert gelungen war, eine Story ans GOLDENE BLATT oder eine ähnliche Illustrierte zu verkaufen - da habe ich mich gefreut drüber! Ohne Scheiß! Gleichzeitig hat man gesehen, es 'geht', man kann was reißen, wenn man dran bleibt. Es war Ansporn für einen selbst, weiter zu machen, trotz der Kubikmeter Absagen.


Auf die Idee, auf eine Veröffentlichung im "Goldenen Blatt" neidisch zu sein, müßte man erst einmal kommen. :D

Gruß
F.

Markus

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18

Mittwoch, 13. Juli 2005, 14:19

Zitat

Original von frankh

Auf die Idee, auf eine Veröffentlichung im "Goldenen Blatt" neidisch zu sein, müßte man erst einmal kommen. :D


Ja, war 'ne verrückte Zeit damals ... Voller Idealismus und phantastischen Zielen, die niemals Wirklichkeit wurden.
Aber wenigstens konnten wir noch träumen!
Viele Grüße
Cool
Markus
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  • »Peter Dobrovka« ist der Autor dieses Themas

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19

Mittwoch, 13. Juli 2005, 14:55

Zitat

Original von frankh
Auf die Idee, auf eine Veröffentlichung im "Goldenen Blatt" neidisch zu sein, müßte man erst einmal kommen. :D

Damals hat das wirklich viel bedeutet, Frank.

Peter

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frankh

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20

Mittwoch, 13. Juli 2005, 17:43

Zitat

Original von Peter Dobrovka

Zitat

Original von frankh
Auf die Idee, auf eine Veröffentlichung im "Goldenen Blatt" neidisch zu sein, müßte man erst einmal kommen. :D

Damals hat das wirklich viel bedeutet, Frank.

Peter


Erlöstechnisch mag das ja sein, aber ob die Geschichte dort wirklich in guter Gesellschaft war?

Ich gebe aber zu, daß ich auch schon mal eine "Leser-Story" für John Sinclair geschrieben habe ... Cool

Gruß
Frank