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ANUBIS

Administrator

  • »ANUBIS« ist der Autor dieses Themas

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1

Dienstag, 9. August 2005, 12:52

Der Vampir in Legende, Kunst und Wirklichkeit

Der Vampir in Legende, Kunst und Wirklichkeit von Basil Copper
Taschenbuch, 335 Seiten
€ 12,90
ISBN 3-935822-88-X



Der englische Filmkenner und erfolgreiche Krimiautor Basil Copper erzählt die Geschichte der Kinder der Nacht, die ewig nach Blut gieren – sogar über den Tod hinaus.
Bram Stokers Dracula, Sheridan Le Fanus Carmilla und der Sussex-Vampir, der von Sherlock Holmes und Dr. Watson gejagt wurde, sind nur einige der literarischen Figuren, die Copper in diesen Buch untersucht. Stummfilmklassikern wie Nosferatu werden ebenso behandelt wie moderne Filme, doch auch wirkliche Vampire wie John George Haigh oder Fritz Haarmann.


Mit dieser Ausgabe liegt Coppers Werk erstmals ungekürzt auf Deutsch vor.
Übersetzt von Malte S. Sembten, der das Buch auch sachkundig bearbeitet hat, enthält es außerdem einen breiten bibliographischen Anhang, einen Index mit dem Lebensdaten der erwähnten Personen sowie ein umfangreiches Nachwort von Uwe Sommerlad, der das Thema in den 1970er Jahren aufgreift, als die englische Originalausgabe erschien, und es bis heute weiterführt.

Greetz
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

Regency Rogue

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2

Dienstag, 9. August 2005, 20:32

Nominiert für den NYCTALUS-Award (siehe NYCTALUS-Thread in "Smalltalk und Gossip").

http://www.dracula-kongress.de/nominierungen/nominierung.htm
Miss Georgiana Halliday: »You’re wearing black again, I see.«
Lord Warwick: »I seldom wear colors, ma’am. Colors seldom suit my mood.«
– Maggie MacKeever: ›Cupid’s Dart‹

M.S.S.

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3

Mittwoch, 10. August 2005, 06:59


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4

Mittwoch, 10. August 2005, 09:56

RE: Der Vampir in Legende, Kunst und Wirklichkeit

Hm.
Der Autor lebt noch. Wenn man an ihn herangetreten wäre, und mit ihm gemeinsam eine kleine Überarbeitung gemacht hätte, um die fehlenden 32 Jahre zwischen dem Entstehen des Buches und heute zu überbrücken, wäre das ein Pfund gewesen, mit dem man wuchern kann.

Wobei ich einräume, daß es historisch betrachtet gar nicht uninteressant ist, das Original unverändert neu herauszugeben und mit ergänzenden Fußnoten zu versehen.

Peter

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M.S.S.

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5

Mittwoch, 10. August 2005, 13:36

@ P.D.:

Der Autor ist sehr bejahrt und hätte nicht das geringste Interesse daran gehabt, das Buch zu überarbeiten, und wahrscheinlich hätten ihm heute auch die nötigen Kenntnisse gefehlt. Und was die Kosten betrifft, die damit verbunden gewesen wären: da hätte man gleich ein neues Buch schreiben lassen können.

Das Original ist keineswegs unverändert herausgegeben worden, der Übersetzer wird auch als Bearbeiter des Buches genannt, und so ist es auch zu verstehen: Fehler und Ungenauigkeiten des Originals wurden in der Übersetzung stillschweigend behoben, davon merkt der Leser gar nichts. Hinzu kommen einige erklärende oder ergänzende Fußnoten und Anmerkungen an den nötigen Stellen, die aber keine Korrekturen darstellen, und vor allem das ausführliche Nachwort von Uwe Sommerlad, das die fehlenden 30 Jahre seit der Entstehung des Buches erschließt.

Insofern ist die aktuelle deutsche Ausgabe der englischen Originalausgabe überlegen, und erst recht der alten deutschen Ausgabe von Goldmann, die nicht nur unflüssig übersetzt ist, sondern deren Übersetzer mangels Genrekenntnissen zusätzliche Fehler eingebaut hat, die in Coppers Original gar nicht vorkommen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »M.S.S.« (10. August 2005, 13:44)


Martin Cell

RUNNING WILD PHANTAST

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6

Mittwoch, 8. September 2010, 09:56

So endlich gelesen, man sieht am Thread Datum das ich mir wieder mal Zeit gelassen hab. Aber da Vampire derzeit überall
umgehen, und ich selbst einen Artikel zum Thema verfasst habe, lang aufgeschoben.
Man merkt das sich der Übersetzer wirklich Mühe gemacht hat, einige Unstimmigkeiten auszubessern.
Dennoch nerven zumindest im ersten Teil die vielen Wiederholungen. Überrascht hat mich des Autors Aussage,
das Lovecraft, den er für einen der besten Autoren der Weird Fiction hält, keine Vampirgeschichte geschrieben hat.
Er schildert aber einen historischen Fall in Amerika um das Jahr 1874 , wo der Vater William Rose seine eigene tote
Tochter wieder aus dem Grab holt, um ihr Herz zu verbrennen, da Sie angeblich als Vampir die Lebenskraft seiner
Familie beraubte. Wenn das nicht eine Vorlage zu Lovecrafts "Das gemiedene Haus" war, dann weiß ich auch nicht.
Zumindest ist Lovcraft in einer Festa Vampir Anthologie mit eben dieser Story vertreten.
Allerdings hat Basil Copper früh erkannt, das der Serienmörder der neue und zugleich moderne Vertreter des Vampirs ist.
Das Nachwort überbrückt die Spanne vom ersten Erscheinungsdatum von 1973 bis heute.
Und ist sehr informativ. Interessant für mich, waren die beiden Abschnitte die sich mit Theater/Film und
Wirklichkeit beschäftigt haben. Fazit: Gutes und zugleich informativ amüsantes Sekundärwerk!
Reality is lost - IKON