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Hunger-Gus

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Donnerstag, 27. April 2006, 16:10

Bücherkauf

Was mich an dem Verlag nervt: Man kann die Bücher nicht über Amazon kaufen. Nun, vielleicht will der Verlag die Händlerspanne sparen. Das wäre nicht weiter schlimm, denn man kann sie ja über die Verlagsseite bestellen - doch dann wird, trotz der eingesparten Händlerspanne, Porto fällig und zwar mehr, als die Post verlangt ...

... das sagt natürlich nix über die Qualität der Bücher aus. Vielleicht sagt es etwas über meine Knausrigkeit aus, aber bei Eldur zahle ich kein Porto!

Nun, das Buch von Markus K. Korb habe ich auf dem Marburg-Con erstanden, aber die Zombie-Anthologie kenne ich nur vom Hörensagen ...
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mikespooky

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2

Donnerstag, 27. April 2006, 16:13

versteh ich auch nicht ganz warum dieser verlag nicht über amazon anbietet, bücher liefert er ja wirklich sehr gute, und was ich gesehen habe ist auch einiges geplant, zb Kealan-Patrick Burke - The Turtle Boy
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Hunger-Gus

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Donnerstag, 27. April 2006, 16:17

Den Autoren kenne ich nicht - aber Schildkröten-Junge könnte interessant sein (oder hirnrissig wie Mutant Ninja Turtles) ...

... aber als zahlender Kunde überlege ich mir schon, was ich mit meinem Geld unterstütze! Portofreiheit für Bücher!
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Donnerstag, 27. April 2006, 16:30

der autor ist bei uns leider noch nicht soo bekannt. ich habe ein paar seiner sachen auf englisch gelesen, darum freut es mich das etwas übersetzt. die story the turtle boy gewann 2005 den Bram-Stoker-Preis, da ich sie nicht kenne bin ich gespannt ob sie ihn verdient hat :)
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Hunger-Gus

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Donnerstag, 27. April 2006, 16:36

Tja, so gut ist mein Englisch leider nicht, aber so ein Award ist doch schon mal ein Anhaltspunkt. Ich verstehe ja nicht, dass sich noch kein Verlag auf die Award-Bücher stürzt. Auch mit Preisen ausgezeichnete Anthologien oder Anthologien aus solchen Stories sucht man im Horror-Bereich leider vergeblich. Ich erinnere mich noch an den Todeskuss der Sonja Blue und Jagd der Vampire, die ebenfalls ausgezeichnete (im wahrsten Sinn des Wortes) Bücher waren!

Auf jeden Fall finde ich die Kleinverlage schon gut. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Heyne und Bastei nur noch die alten King-Bücher mit neuen Covern auf dem Markt schmeißen. Oder Tolkien-Plagiate.

Ich örge mich aber auch, dass es so mancher Klassiker wie Z.B. The Howling (Vorlage zum Film Das Tier) nicht in die deutsche Übersetztung geschaft hat!
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Donnerstag, 27. April 2006, 16:49

Zitat

Original von Hunger-Gus

Auf jeden Fall finde ich die Kleinverlage schon gut. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Heyne und Bastei nur noch die alten King-Bücher mit neuen Covern auf dem Markt schmeißen. Oder Tolkien-Plagiate.

Kleinverläge machen das ja auch aus Liebe, die großen wegen dem ..., so kommt mir es zumindest vor
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Donnerstag, 27. April 2006, 16:53

Ja, aber warum kann man nicht mit Liebe Geld verdienen (oha, das klingt jetzt zweideutig). Peter Jackson hat z.B. mit Herr der Ringe ein echtes Liebhaberstück hingelegt und die verlängerten Fassungen auf je 4 DVD's zeigen, dass er weiß, was den Fans gefällt - weil er selber Fan ist. George Lukas hat auf der Star Wars 3 DVD erzählt, was alles geschnitten werden musste, weil der Film zu lange wurde - wo bleibt die verlängerte Fassung? Jackson hat damit doch bestimmt auch Geld verdient!

Also ich habe keine Lust, Bücher immer wieder neu zu kaufen!
(Mein Tipp für Mainstream: tauschticket.de)
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Donnerstag, 27. April 2006, 16:55

klar kann man mit dieser Liebe auch Geld verdienen, aber den großen Verlägen wird es halt zuwenig sein.
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Donnerstag, 27. April 2006, 17:02

Das Problem ist, das keiner mehr Risiken eingehen will. Wo wäen wir, wenn nicht irgendwann ein Verlagsmensch gesagt hätte: "Ein pupertäres Mädchen, das mit PSI-Kräften eine Kleinstadt in Schutt und Asche legt? Warum nicht" Oder ein anderer: "Ein kleiner, schmächtiger Junge mit Brille? Warum soll der kein Held sein können?"

Die großen erfolge fangen klein an. Stephen king und Harry Potter inklusive. Klar, man kann auch relativ teure Lizenzen kaufen und auf große Namen setzen, aber man kann auch den großen Treffer landen. Hohlbein hat im Heftroman angefangen und seine Gespenster-Krimis vor dem Hexer waren teilweise nicht sonderlich gut!

Aber in Zeiten, in denen ständig Remakes im Kino laufen (von Charlies Angels bis Dawn Of The Dead), kann man wohl nichts anderes erwarten!
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Donnerstag, 27. April 2006, 17:40

Herr der Ringe hätte man in der Hälfte der Zeit erzählen können, und dann wäre es noch etwas zu lang gewesen. Keine Ahnung, was dieser Hype sollte. Die Schlachten ödeten mich an.
Aber zum Thema: Davon Amazon und Co. verlangen teils über 50 Prozent Rabatt. Das bedeutet, dass der Verlag einen höheren Preis nehmen muss, um das Buch und den Autor zu bezahlen.
Bei einem Preis von 13 Euro gingen also 6,50 Nur an Amazon, bei einem Preis von unter 10 Euro sind es imho sogar 55 Prozent.
Dann bleiben noch 6,50. Der Autor will etwas verdienen, die Druckkosten müssen eingefahren werden und der Verleger will auch noch etwas haben. Hinzu kommen Kosten für Versand ... Was am Ende bleibt ist manchmal, wenn es dumm kommt, weniger als Null.
Da wir in Deutschland Preisbindung haben, kann der Verkäufer seine Rabatte nicht an die Kunden geben. Ich kann den Verlag verstehen, wenn er NICHT über Amazon, Libri etc. geht. Wobei Libri ebenfalls um die 50 Prozent nimmt, aber wiederum einen Teil an die Händler in den Geschäften weitergibt. Amazon hat das nicht, die streichen den ganzen Batzen ein. Für den Kunden ist es schön - er kauf, zahlt keine Versandkosten ... Aber das Geld, das ein Buch bei Amaozon kostet muss eben den Rabatt mittragen, und so zahlt der Kunde evt. mehr, als würde der Verlag nicht über die Großvermarkter gehen.

Grüße
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Donnerstag, 27. April 2006, 17:45

Aber voller Preis und Porto obendrauf muss es nicht sein!
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Donnerstag, 27. April 2006, 18:02

Wenn du bei amazon etwas anderes als Bücher kaufst, zahlst du unter 20 Euro Versandkosten.
Kaufst du bei Conrad, zahlst du Versandkosten.
Versand-Apotheken - Versandkosten.
Online-Videotheken: Versandkosten.

Grüße
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Donnerstag, 27. April 2006, 18:09

Okay, finde Du es okay, dass der Leser, der direkt beim Verlag bestellt, Versandkosten zahlt, während Amazon und andere die Hälfte des Preises geschenkt bekommen. Kundenbindung nenne ich das nicht. Ich bestelle gerne direkt beim Verlag, finde es okay, wenn mein Geld direkt bei ihm und nicht zum Teil beim Zwischenhändler landet, ich bestelle auch gerne mehr als ein Buch, aber ich muss ja nicht alles lesen!
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Donnerstag, 27. April 2006, 18:20

Hallo,

musste doch mal gucken, wer du bist :-) Nu weiß ich es - dank "Apokalyptischem Hinweis"

Nun ja - wenn ein Verlag auch über Amazon verkauft, dann hast du ja immer die Möglichkeit, dort zuzuschlagen. Dann entfallen die Versandkosten für dich. Ansonsten denke ich, dass jeder, der ohne Versandkosten versendet, diese zuvor ohnehin in seinen Preis einberechnet hätte. Würde z.B. das Buch von MKK nicht 13 sondern 14,10 kosten und die Versandkosten wären weg, hättest du auf den ersten Blick was gespart, aber eben nur vordergründig. Und so machen es doch letztlich alle. Selbst wenn ich etwas über eBay verkaufe und bei "Sofortkauf" auf die Versandkosten verzichte, sind die im Sofortkauf-Preis einberechnet. Hoer bekommst du die Aufsplittung, wo anders sind die Preise versteckt eingerechnet.

Letztlich werden wir wohl nicht auf einen Nenner kommen, befürchte ich. Wobei ich mir hier auch nicht anmaße, für Walter zu schreiben. Hab nur mal meinen Senf zugegeben. ?(

Grüße
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Hunger-Gus

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Donnerstag, 27. April 2006, 18:30

Ich will nicht unbedingt bei Amazon kaufen, aber ein Verlag sollte sich überlegen, ob er 6,50 an Amazon abdrückt, oder 85 cent (ab 500g 1,40) an den Kunden, der dann vielleicht alle Bücher bei ihm direkt, anstatt bei einem Händler kauft.

Eloy Edictions bietet ja auch einen Versand über Büchersendung an, aber teurer als eine Büchersendung - das gleiche hat man ja auch bei eBay, wo die Preise teilweise in den Keller gehen und die Händler versuchen einen Schnitt übers Porto zu machen ... ob das langfristig eine gute Idee ist, wird sich zeigen!


Peter könnte Dir sagen, wie viele Bücher ich schon bei ihm gekauft habe!


Übrigens, hättest Du nur meinen Avatar anschauen müssen, da bin nämlich ich zu sehen. Aber ich weiß auch wer Du bist! Und dass Du vielleicht kurzfristig kalkulierst, statt weitsichtig.
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Donnerstag, 27. April 2006, 19:19

Hallo Gus,

einmal noch: sicherlich hast du dir die Bücher bei Peter nicht gekauft, weil sie ohne Versandkosten kommen. Sie haben dich wohl vom Thema her interessiert. Das hoffe ich zumindest ?( Und dass die Versandkosten höher sind als das reine Porto ist auch nicht so ungewöhnlich - schließlich ist ja auch noch ein Umschlag drumherum.

Ob ich kurzsichtig kalkuliere - keine Ahnung. Vielleicht. Aber bisher habe ich 100% Zufriedenheit bei eBay und über 100 gute Bewertungen. Also kann es nicht so schlimm sein, was ich mache :D Zudem verkaufe ich keine Bücher, ich schreibe sie nur. Der Rest muss mein Verlag / müssen meine Verlage wissen.

Dass du auf dem Bild zu sehen bist, ist mir JETZT auch aufgefallen. Vorher nicht.

Grüße
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Donnerstag, 27. April 2006, 20:47

Da ich namentlich so viel hier vorkomme, muß ich auch mal senfen:

Das ist letztlich alles eine Frage von Angebot und Nachfrage, klar, aber auch von Kalkulation.

Jemand, dessen Bücher über einen Onlineshop UND über Amazon.de zu haben sind, der sollte tunlichst keine Versandkosten berechnen, denn er treibt seine Kunden damit zu Amazon.de.

Amazon.de ist ein extrem wichtiger Handelpartner für mich, denn 90% aller Umsätze gehen bei mir über diese Schiene. Trotzdem versuche ich nach Kräften, von diesem Kuchen so viel wie möglich an mich zu reißen, denn an jedem Buch über Amazon.de verdiene ich ca. 1 Euro, aber an jedem über den Online Shop 3.50 bis 4.50 Euro. Auf diese Weise bringt der Online-Shop mit 10% der umgesetzten Büchermenge ein Drittel der Geldeinnahmen.

Ist man bei Amazon.de NICHT vertreten, gibt es diese Konkurrenzsituation nicht und man kann soviel Versandkosten nehmen, wie man sich nicht schämt. Ich hatte seinerzeit in den Anfängen des Verlages 1 Euro Versandkosten für das erste Buch und 60 Cent für das zweite, und ab 3 war frei. Und das wurde auch bezahlt. Nachdem die Bücher bei Amazon.de waren, bestellte über einige Monate bei mir keine Sau mehr direkt. Also hab ich die Versandkosten gestrichen. So war das.

Peter

Lucardus

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Donnerstag, 27. April 2006, 21:30

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Die großen Verlage werden nicht mehr von Verlegern gesteuert. Das ist wohl der Hauptgrund, dass man nur noch Mainstream bringt, der sichere Gewinne einfährt.

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Freitag, 28. April 2006, 08:33

Klar hätte ich die Bücher auch irgendwie anders gekauft, aber nicht so schnell und vielleicht nicht alle. Vielleicht hätte ich sie über den lokalen Buchhandel bestellt (der dann die Händlerspanne eingesackt hätte), vielleicht auf den Cons gekauft. Aber so sehe ich eine Neuerscheinung und frage mich, warum auf den nächsten Con warten?

Es gibt ja bei Büchern eine Preisbindung und das Weitergeben von Rabatten ist nicht so einfach, aber ich denke, dass ein kostenloser Versand ein legetimer Rabatt für einen Direktkunden ist. Ein zufriedener Kunde ist ein potentieller Stammkunde. Das hat auch ein bisserl mit Werbung zu tun. Sehr, sehr zielgruppenorientierte Werbung!
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HarryW

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Freitag, 28. April 2006, 10:01

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Wieviel Bier kippst du pro Abend? Wieviel Süssigkeiten kaufst du einfach so nebenbei im Supermarkt? Wie oft mietest du aus purer Langeweile eine DVD? Überleg dir doch mal, wie viel Geld du jeden Tag für an und für sich unnötige Dinge ausgibst. Da bezahle ich dann gerne ein wenig Porto für ein gutes Buch eines tollen Kleinverlages.
Aber der Mensch hat oft seltsame Massstäbe.