Sie sind nicht angemeldet.

Guten Tag lieber Gast, um »Horror Forum - Alles rund um Horror und Phantastik!« vollständig mit allen Funktionen nutzen zu können, sollten Sie sich erst registrieren.
Benutzen Sie bitte dafür das Registrierungsformular, um sich zu registrieren. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

ANUBIS

Administrator

  • »ANUBIS« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 5 431

Registrierungsdatum: 1. März 2003

Wohnort: Wien

Beruf: Schakalgott

  • Nachricht senden

1

Sonntag, 4. Juni 2006, 16:03

DAS VERMÄCHTNIS von Nicole Rensmann

Und weiter gehts mit Nummero vier!

Greetz
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

kaigrimm

Super Moderator

Beiträge: 4 346

Registrierungsdatum: 1. März 2003

Wohnort: Wuppertal

Beruf: Wäre gerne Lotto-Millionär

  • Nachricht senden

2

Freitag, 9. Juni 2006, 16:04

RE: DAS VERMÄCHTNIS von Nicole Rensmann

Sehr abgedrehte Kurzstory um einen fiktiven Enkel Lovecrafts und das Wachsfigurenkabinett in Arkham.

Hm, der Gedanke HPL´s Mythosgestalten könnten auf die hier beschriebene Art "gezähmt" werden, sagt mir nicht so zu, dafür ist das Ende richtig schön böse.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

Beiträge: 28

Registrierungsdatum: 18. Juli 2005

Wohnort: Österreich

Beruf: Autor

  • Nachricht senden

3

Dienstag, 20. Juni 2006, 07:53

Wachsfiguren

Hallo Leute,

ich bin ein langsamer Leser, daher bin ich erst bei Story Nr. 4 angelangt.

Mir hat Nicoles Story aus mehreren Gründen sehr gut gefallen, die ich hier kurz erwähnen möchte:

=== ACHTUNG SPOILER ===

- die Anspielungen auf "In the Mouth of Madness" von John Carpenter, dass zwischen Lovecrafts Zeilen ein Hinweis versteckt ist, wo sich Arkham befindet
- die Idee, reale Fakten aus Lovecrafts Leben mit seiner fiktiven Welt zu verschmelzen
- die Idee, nicht bloß irgendwelche Wachsfiguren zu verwenden, sondern eine Lovecraft Ahnengalerie zu erstellen, die entweder (das entzieht sich meiner Kenntnis) gut recherchiert oder zumindest sehr gut erfunden ist
- die Idee, den verrückten Araber hinter einem Panzerglas aufzubewahren jagt mir jetzt noch einen Grusel über die Schultern
- und natürlich die Pointe, auf die ich nie gekommen wäre, und daher die erste Seite nachträglich nochmal lesen musste.

=== SPOILER ENDE ===

Insgesamt eine solide, spannende und gut geschriebene Story mit einer Fülle interessanter Ideen auf knappem Platz umgesetzt.

Was will man mehr?

4

Dienstag, 20. Juni 2006, 09:22

Hallo Andreas!

Du bist ein langsamer Leser? Ich habe noch nicht einmal angefangen. Asche über mein Haupt.

Ich danke dir für deine Worte und freue mich, dass dir die Geschichte so gut gefallen hat,

>De Idee, nicht bloß irgendwelche Wachsfiguren zu verwenden, sondern eine Lovecraft Ahnengalerie zu erstellen, die entweder (das entzieht sich meiner Kenntnis) gut recherchiert oder zumindest sehr gut erfunden ist

Ich habe für die Geschichte ausgiebig recherchiert und somit Lovecrafts Leben und Freunde in die Story verarbeitet. Ist also alles echt - mehr oder weniger natürlich.

@kai

Danke für dein Urteil. :-)

Liebe Grüße

Nicole (seit Kurzem hier im Forum wieder Fil)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fil2« (20. Juni 2006, 09:24)


Werbung

unregistriert

Werbung


Beiträge: 1 114

Registrierungsdatum: 17. Juni 2004

Wohnort: Mönchengladbach

Beruf: meines Chefs Knecht...

  • Nachricht senden

5

Dienstag, 20. Juni 2006, 09:36

RE: Wachsfiguren

Hm, das mit mit Carpenters Mouth of Madness ist mir erst aufgefallen, als ich eben gelesen hab.
War das denn genauso gedacht? (Blöde Frage eigentlich, denn jetzt kann Nicole nur ja sagen... :) )
Aber ich fand "Das Vermächtnis" ziemlich durchgeknallt und cool.
Und wegen der Pointe musste ich auch noch mal querlesen... ?(
Lese gerade: Carlos Ruiz Zafon - Der Schatten des Windes
Danach: t.b.a.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »winternam« (20. Juni 2006, 09:37)


6

Dienstag, 20. Juni 2006, 09:51

RE: Wachsfiguren

Nun, wie erwähnt, ich habe ausführlich recherchiert und somit gibt es (fast) keine Zufälle in der Story. D^1

Gruß, Nicole

kaigrimm

Super Moderator

Beiträge: 4 346

Registrierungsdatum: 1. März 2003

Wohnort: Wuppertal

Beruf: Wäre gerne Lotto-Millionär

  • Nachricht senden

7

Dienstag, 20. Juni 2006, 10:59

RE: Wachsfiguren

Hallo Nicole,

Urteil hört sich ein bisschen hart an, oder?

Andreas´ Posting kann ich so unterschreiben. Persönlich gefällt mir jedoch nicht so gut, dass neben den menschlichen Wachsfiguren auch noch Mythosgestalten im Kabinett auftauchen. Dies ist aber sicher Geschmackssache.

Dafür gefällt mir dann wiederrum gut, dass der Verursacher dieses Zustands am Ende sieht, was er davon hat.

Obwohl mir die Geschichte besser gefallen würde, hättest Du Dich auf die menschlichen Figuren beschränkt, bleibt also ein durchaus ausgewogenes und kein vernichtendes Urteil... :)
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

8

Dienstag, 20. Juni 2006, 11:29

RE: Wachsfiguren

Zitat

Urteil hört sich ein bisschen hart an, oder?


Nein, das fand ich eigentlich nicht. Es gab nur nichts, worauf ich eingehen hätte können. Ich fand deine Meinung vollkommen okay.

Zitat

Andreas´ Posting kann ich so unterschreiben. Persönlich gefällt mir jedoch nicht so gut, dass neben den menschlichen Wachsfiguren auch noch Mythosgestalten im Kabinett auftauchen. Dies ist aber sicher Geschmackssache.


Völlig in Ordnung. Für mich war wichtig ein "kleines" Lovecraft-Denkmal zu setzen und da gehörten dann natürlich auch seine Mythen zu.

Zitat

Dafür gefällt mir dann wiederrum gut, dass der Verursacher dieses Zustands am Ende sieht, was er davon hat.


Jeder bekommt eben das was er verdient. Manchmal... ;-)

Zitat

Obwohl mir die Geschichte besser gefallen würde, hättest Du Dich auf die menschlichen Figuren beschränkt, bleibt also ein durchaus ausgewogenes und kein vernichtendes Urteil... :)



Wie gesagt, ich habe deine Meinung keinesfalls als schlecht oder böse aufgefasst. Und wenn dir die Story besser ohne die Lovecraftschen Wesen gefallen hätte, dann muss ich mich eher bei dir entschuldigen, dass ich sie eingeknüpft habe.
Aber die Geschmäcker sind verschieden, die Ansichten ebenso. Also ... keine Sorge!

Beste Grüße, Nic

kaigrimm

Super Moderator

Beiträge: 4 346

Registrierungsdatum: 1. März 2003

Wohnort: Wuppertal

Beruf: Wäre gerne Lotto-Millionär

  • Nachricht senden

9

Dienstag, 20. Juni 2006, 11:45

RE: Wachsfiguren

Zu entschuldigen gibt es da doch gar nichts, es mag durchaus Leser geben, die sich denken "Was wäre das eine öde Story ohne Cthulhu & Co. und dann kommt dann noch einer daher und hätte es gerne so gehabt". Ist halt Geschmackssache.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

Werbung

unregistriert

Werbung


10

Dienstag, 20. Juni 2006, 11:47

RE: Wachsfiguren

Zitat

Original von kaigrimm
Zu entschuldigen gibt es da doch gar nichts, es mag durchaus Leser geben, die sich denken "Was wäre das eine öde Story ohne Cthulhu & Co. und dann kommt dann noch einer daher und hätte es gerne so gehabt". Ist halt Geschmackssache.


Stimmt natürlich!

Torsten

Profi

Beiträge: 1 116

Registrierungsdatum: 13. Juli 2003

Wohnort: Ludwigshafen am Rhein

Beruf: Groß- und Außenhandelskaufmann

  • Nachricht senden

11

Dienstag, 20. Juni 2006, 18:28

Mir hat Nicoles Geschichte ebenfalls ausgesprochen gut gefallen. Das Setting mit dem Wachsfigurenkabinett fand ich klasse und natürlich auch die vielen Referenzen an Lovecraft selbst bzw. an sein Umfeld gefiel mir sehr gut. Man merkte gleich, dass Nicole ausgiebig und sehr gut recherchiert hat!
http://torstenscheib.blogspot.com/

12

Dienstag, 20. Juni 2006, 18:36

Danke, Torsten! Freut mich! :e

Running Wild

RUNNING WILD PHANTAST

Beiträge: 4 136

Registrierungsdatum: 5. Mai 2004

Wohnort: Österreich

  • Nachricht senden

13

Montag, 26. Juni 2006, 12:10

Also mir hat die Geschichte auch sehr gut gefallen !
Ich meine in so wenig Text , so viele Ideen !
Sehr gut ! Und türlich ist Sie sehr gut recherchiert ,
denn ich hab doch schon einige Scondär Texte
über Lovecraft gelesen ! Mir gefällt die Idee ,
das Sonja ein Kind von Lovecraft bekam ! Und und und !!!
Und dann die Szene mit Robert Bloch und dem
Duschvorhang , sehr schöne Anspielung auf
"Psycho" ! Gut geschriebene Story !
Also mir gefällt diese Antho ,
aber ich bin auch kein Rollenspieler ,
mit interresiert nur Idee und Ausführung ,
und die ist hier in dieser Story klasse ,
und wenn man Lovecraft samt Zirkel
im Wachsfigurenkabinett hat ,
dann ists nur sinnvoll , wenn auf einer
anderen bzw unteren Ebene/ oder Höhle
auch seine Mythgestalten Platz haben !
Reality is lost - IKON

14

Montag, 26. Juni 2006, 15:13

Danke für deine Worte.

Ich muss sagen, es freut mich sehr, dass die Story so gut bei euch ankommt - logisch irgendwie! :e

Werbung

unregistriert

Werbung


15

Samstag, 1. Juli 2006, 10:32

Toller Einstieg, dann entwickelt sich eine gut durchdachte, interessante Story. Gut recherchiert, soweit ich es beurteilen kann.

Für mich bis dato die beste Geschichte im Buch.

Oliver

Fortgeschrittener

Beiträge: 540

Registrierungsdatum: 27. Februar 2003

Wohnort: Norddeutschland

  • Nachricht senden

16

Dienstag, 4. Juli 2006, 09:18

Von mir ebenfalls Daumen hoch, eine tolle Geschichte.

Zwei wesentliche Vorzüge möchte ich benennen: Idee und Stil.

Die Idee ist wirklich originell, insbesondere die dezent hirnverknotende Verschränkung zwischen Lovecrafts Universum inklusive der Stadt Arkham nebst den dortigen Geschöpfen und unserer Welt. sowie, eine Umdrehung weiter, die zeitlichen Verästelungen, die sich aus der Geschichte ergeben.
(@kaigrimm: Die Verwendung der mythologischen Lovecraft-Figuren hat mich nicht gestört, da reicht für mich die Erklärung, dass das Museum in Arkham steht, bei dem, was Du "Zähmung" genannt hast, gebe ich Dir aber recht)

Am Anfang stieß mir die Faktenrunterbeterei etwas negativ auf, allzuviele exakte Namen und Geburtsdaten, dieses lässt sich aber als Vorbereitung auf das Ende dann natürlich gut rechtfertigen, so dass ich das hier nur erwähnen, nicht aber kritisieren möchte.

Am besten gefiel mir folgendes (leichte Spoiler, ich versuche, mich nebulös auszudrücken): Grusel-Geschichten in einem Wachsfigurenkabinett haben häufig einen ganz bestimmten Ausgang, dessen sich hier auch bedient wird (die Figuren sind "realer" als man zuerst meint..) - dafür sich allerdings der lovecraftschen Schöpfungen zu bedienen und sie auf diese Weise in den Dienst einer Wachsfigurengeschichte zu stellen, das ist ziemlich gewagt und originell.

Stilistisch ist die Geschichte außergewöhnlich sorgfältig gestaltet, das merkt man, insbesondere der (mir sehr wichtige) Satzfluss fällt bei der Lektüre sehr positiv auf.


Note 2
"Film und Buch - Oliblog". Mein Weblog.

Zur Zeit auf meinem Nachttisch:
- "Under the Dome", Stephen King
- "The Life of Charlotte Brontë", Elizabeth Gaskell

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Oliver« (4. Juli 2006, 13:18)


17

Dienstag, 4. Juli 2006, 09:27

@Christian - erst einmal Danke.

@Oliver - lese ich deinen Namen, zittere ich immer, das weißt du ja. Dein Worte freuen mich darum ungemein.

Was die Fakten zu beginn betreffen. Ich kann mich da gar nicht mehr dran erinnneren, vielleicht sollte ich die Geschichte noch mal selber lesen! :)

Allerdings erinnere mich sehr gut an die Recherche, die zwar viel Arbeit darstellte, aber auch eine Menge interessanter Details lieferte.

Gruß, Nicole

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Fil2« (4. Juli 2006, 09:43)


kaigrimm

Super Moderator

Beiträge: 4 346

Registrierungsdatum: 1. März 2003

Wohnort: Wuppertal

Beruf: Wäre gerne Lotto-Millionär

  • Nachricht senden

18

Dienstag, 4. Juli 2006, 13:41

Zitat

Original von Oliver

(@kaigrimm: Die Verwendung der mythologischen Lovecraft-Figuren hat mich nicht gestört, da reicht für mich die Erklärung, dass das Museum in Arkham steht, bei dem, was Du "Zähmung" genannt hast, gebe ich Dir aber recht)



Um nach mal kurz auf den Punkt einzugehen:

Die Idee, Große Alte könnten mittels des Necronicom gezwungen werden mit Mensch zu kooperieren passt ganz schlicht und einfach nicht in mein persönliches Bild dieser Lovecraft-Schöpfungen. Das heißt dann natürlich nicht, dass das Allgemeingültigkeit hat. Das mag jeder so sehen, wie er mag. Und das Ende hat mich schließlich doch wieder mit diesem Aspekt der Geschichte versöhnt, denn für den Übeltäter hat sein Frevel gewisse unangenehme Folgen.

Unabhängig davon empfand ich dank der Großen Alten die Geschichte am Ende aber auch irgendwie überladen, vielleicht hatte ich mich schon zu sehr auf die menschlichen Figuren eingeschossen.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

Lucardus

unregistriert

19

Samstag, 8. Juli 2006, 19:26

Nicole Rensmanns Story ist sicherlich von der Grundidee mit eine der
originellsten dieser Anthologie. Die Ausführung überzeugt mich aber
nicht ganz, weil mir hier die Fülle an Details und der Rundumschlag
im Bezug auf Lovecrafts Schaffen etwas gedrängt vorkommen.

Es bleibt einfach nicht genug Raum, um alle Ideen auszuschöpfen.
Hier verschenkt die Autorin meiner Meinung nach das Potential
der Grundidee. Sonst schreibe ich ja gerne, weniger wäre mehr gewesen,
aber hier bin ich der gegenteiligen Überzeugung. Die Story hätte besser
werden können, wenn sie sich mehr ausgebreitet hätte, der Erzähler
weniger erzählt und mehr als aktiver Protagonist den Leser an den
Ereignissen hätte teilhaben lassen.

Ist hier vielleicht gekürzt worden? Manche Stellen wirken so. Ich war
beim Umblättern völlig platt, als ich sah, dass es nur noch eine Seite ist.
Das wäre schade, denn einige Stellen bleiben in ihrer Aussage für mich
etwas unklar und vage. Das sollte eigentlich auch dem Lektorat auffallen.

Der Obermotzki bleibt streng und vergibt hier eine 3.

Werbung

unregistriert

Werbung


20

Samstag, 8. Juli 2006, 19:59

Zitat

Original von Lucardus
Ist hier vielleicht gekürzt worden? Manche Stellen wirken so. Ich war
beim Umblättern völlig platt, als ich sah, dass es nur noch eine Seite ist.
Das wäre schade, denn einige Stellen bleiben in ihrer Aussage für mich
etwas unklar und vage. Das sollte eigentlich auch dem Lektorat auffallen.

Der Obermotzki bleibt streng und vergibt hier eine 3.


Ich gehe mal davon aus, dass die Story nicht gekürzt wurde. Aber ich habe gefragt wie lang die Geschichte sein sollte, erhielt eine bestimmte Anschlagszahl (die ich jetzt nicht mehr weiß) und habe mich entsprechend daran gehalten.
Das entschuldigt natürlich nicht die Tatsache, dass einige Passagen und Handlungen möglicherweise zu knapp erklärt wurden.

Aber eine 3 vom Obermotzki - damit kann frau doch zufrieden sein. :e