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ANUBIS

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1

Sonntag, 4. Juni 2006, 16:06

DAS VERGESSENE HAUS von Sören Prescher

Sieben..Nomen est Omen?? :D

Greetz
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

kaigrimm

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2

Freitag, 9. Juni 2006, 16:22

RE: DAS VERGESSENE HAUS von Sören Prescher

Eine Gespenstergeschichte ohne jeden Mythosbezug, von daher eine schöne Abwechslung in der Antho.

Auf der Habenseite steht die düstere Atmosphäre und das Mitleid, das man sofort mit dem vom Schicksal gestraften Protagonisten empfindet. Die ganze Geschichte atmet nahezu eine gewisse Traurigkeit und Sentimentalität.

Auf der Sollseite steht allerdings, dass die (von mir recht früh geahnte) Pointe, seid dieses Thema mehrfach von Hollywood verbraten wurde, nicht mehr wirklich originell ist.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

fictionmaster

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3

Mittwoch, 21. Juni 2006, 12:42

RE: DAS VERGESSENE HAUS von Sören Prescher

Vielen Dank für das Lob auf der Habenseite. :-)

Schade, dass du die Auflösung der Geschichte recht früh erahnt hast. Ich hoffe, das geht nicht allen Lesern so.

Ja, leider wurde diese Pointe in den letzten Jahren sehr oft von Hollywood verbraten. Aber streng genommen gibt es aus Hollywood zu jedem Thema und jedem Gesichtspunkt etliche Verfilmungen. Sehr viel Neues kann man da nicht mehr bringen, sondern nur versuchen, die Variationen möglichst interessant und lesenswert zu gestalten.

Ich habe ganz bewusst darauf verzichtet, eine Geschichte mit den typischen Großen-Alten-Motiven zu schreiben. Geschichten über Tentakel-Monster und dergleichen gibt es eine ganze Menge - und nur wenige davon sind wirklich gut.
Da der gute HPL aber auch düstere Geschichten verfasst hat, die überhaupt nichts mit Cthulhu und Co. zu tun haben, fiel es mir nicht schwer, mich auf ein eher neutrales Thema zu beziehen.

Viele Grüße,
Sören Prescher
In Superior ging es um Popmusik und Liebeskummer,
jetzt um eine brutale Mordserie
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kaigrimm

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4

Mittwoch, 21. Juni 2006, 13:04

RE: DAS VERGESSENE HAUS von Sören Prescher

Hallo Sören,

gern geschehen mit dem Lob.

Ich habe mich in meinem Posting extra bemüht, nicht zu spoilern, aber jetzt kommt ein

SPOILER

Ich war tatsächlich einer derjenigen, die bei Sixth Sense im Kino schon eine halbe Stunde vor Schluss geahnt haben, worauf es hinausläuft. :D

SPOILER ENDE

Du hast natürlich Recht, das Rad neu zu erfinden, das schafft so schnell keiner mehr.

In einem Punkt muss ich Dir aber widersprechen: Ich für meinen Teil lese gerne "Tentakelgeschichten" und finde, dass Arkham einige sehr Gute enthält. Andererseits habe ich auch gerade deshalb Deinen Beitrag als angehme Abwechslung empfunden.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

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5

Mittwoch, 21. Juni 2006, 21:00

"Das vergessene Haus" fand ich spitze!
Vor allem die Beschreibung der Stadt als William Esterbrook duch Arkham irrt ist beeindruckend.
Da störte mich auch das Ende nicht, das in der Tat leicht zu erraten ist, wenn mal viel fernsieht...
Lese gerade: Carlos Ruiz Zafon - Der Schatten des Windes
Danach: t.b.a.

fictionmaster

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6

Donnerstag, 22. Juni 2006, 12:39

RE: DAS VERGESSENE HAUS von Sören Prescher

Hallo kaigrimm,

okay, wenn du schon bei dem Bruce-Willis-Film das Ende eine halbe Stunde im Voraus geahnt hast, dürfte meine Geschichte keine so große Überraschung mehr bieten.
Aber überraschen wollte ich eigentlich auch nur sekundär. Viel mehr ging es mir darum, dem Leser Williams Leiden näher zu bringen. Er, allein im vergessenen Haus. Trauert seiner großen Liebe hinterher...


Zugegeben, nicht jede "Tentakelgeschichte" ist automatisch schlecht, aber es gibt auch einige ziemlich plumpe Kopierversuche.

Ich selbst habe ebenfalls schon ein, zwei Geschichten geschrieben, in denen die Großen Alten bzw. einige ihrer Diener enthalten sind. Eben deshalb wollte ich diesmal bewusst darauf verzichten. :-)
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fictionmaster

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7

Donnerstag, 22. Juni 2006, 12:41

Hallo winternam,
danke für dein Lob. Bei der Beschreibung von Arkham habe ich mir bewusst Mühe gegeben und mich an Lovecrafts Stadt-Informationen (Straßennamen, Plätze, ect...) orientiert. :-)
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8

Donnerstag, 22. Juni 2006, 12:52

Zitat

Original von fictionmaster
Viel mehr ging es mir darum, dem Leser Williams Leiden näher zu bringen. Er, allein im vergessenen Haus. Trauert seiner großen Liebe hinterher...

Auch das ist sehr überzeugend rübergekommen.
Generell find ich die Beschreibungen klasse. Wie William durchs Haus und seinen Garten läuft ist schon ergreifend.
Von der emotionalen Seite her die beste Story.
Lese gerade: Carlos Ruiz Zafon - Der Schatten des Windes
Danach: t.b.a.

fictionmaster

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9

Donnerstag, 22. Juni 2006, 13:02

>Auch das ist sehr überzeugend rübergekommen.
>Generell find ich die Beschreibungen klasse. Wie William durchs Haus und >seinen Garten läuft ist schon ergreifend.
>Von der emotionalen Seite her die beste Story.

Danke, danke. Danke. (Huch, ich werd ja ganz rot)


Vielleicht konnte ich mit der Geschichte beim einen oder anderen Leser auch das Intersse für Bobby Darin oder das Lied "Amy" wecken. Der Song ist nämlich wirklich großartig.
Mein Problem ist jetzt nur, dass ich bei dem Liebeslied immer an William und seine Amy denken muss... ;-)
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kaigrimm

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10

Donnerstag, 22. Juni 2006, 13:08

RE: DAS VERGESSENE HAUS von Sören Prescher

Zitat

Original von fictionmaster
Aber überraschen wollte ich eigentlich auch nur sekundär. Viel mehr ging es mir darum, dem Leser Williams Leiden näher zu bringen. Er, allein im vergessenen Haus. Trauert seiner großen Liebe hinterher...



Ich denke auch, dass Dir dies sehr überzeugend gelungen ist. Dafür das große Lob auf der Habenseite. :)
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Christoph Marzi - Somnia

fictionmaster

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11

Donnerstag, 22. Juni 2006, 15:02

RE: DAS VERGESSENE HAUS von Sören Prescher

>Ich denke auch, dass Dir dies sehr überzeugend gelungen ist. Dafür das große Lob auf der Habenseite

Merci. :-)
?(
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Lucardus

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Samstag, 8. Juli 2006, 19:45

Sehr stimmungsvoll geschrieben. Stimmige Bilder und eine ruhige aber keineswegs langweilige Handlung. Applaus! Genau deswegen sehe ich darüber hinweg, dass ich hier als Vielleser den Plot auch wieder erahnt habe. Sonst habe ich nix zu meckern. Den Namen Sören Prescher muss ich mir merken, den kannte ich noch nicht.

Das ist im Augenblick die vom Gesamteindruck beste Story.

Eine glatte 2!

Cthulhu.de

Rollenspielrelikt aus der Zeit der Altvorderen

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13

Samstag, 8. Juli 2006, 20:26

Eine wunderbare Geschichte und eine der wenigen (neben der von Markus und Uwe) die mich in diesem Band wirklich zu begeistern vermag. Hab mich sofort wohlgefühlt. :)
Auch stlyistisch meiner Meinung nach sehr überzeugend und hat ein ganz umheimliches Flair.
It almost seems like the old spirit of the night, from my childhood has gone missing.

"Play the spirit of the game, not the rules"
-Robin D. Laws

14

Sonntag, 9. Juli 2006, 10:35

Meiner Meinung nach eine sehr schöne Ghost-Story mit guter Atmosphäre.

Nur hätte ich nicht erwartet, eine solche Geschichte im Reiseführer zu finden... gut, es werden schon einige Straßen beschrieben, da sie in Arkham spielt, aber sie hat weder Bezug zum Mythos, noch gibt es sonst einen speziellen Grund, warum sie gerade in Arkham spielt. Sofern ich nichts falsch verstanden habe, hätte sie auch in einer völlig beliebigen Kleinstadt spielen können.
...and the book club consists mainly of people who club me with books.

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Running Wild

RUNNING WILD PHANTAST

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15

Montag, 10. Juli 2006, 12:18

Jep eine schöne Ghost Story !
Allerdings fiel mir die Pointe schon sehr früh auf,
weil William zB keine körperliche Bedürfnisse
hat , und das Haus so heruntergekommen ist !
Und dann die Illu , verät schon sehr viel ,
und vor allem ist Sie falsch !
William ist auf dem Balkon , da dieser noch
die einzige freie Sicht bietet ,
aber in der Illu schaut er aus dem Fenster !!
Und die sollen Alle von Pflanzen überwuchert sein !!!
Dieser William erinnert ja auch wieder an Lovecraft selbst ,
denn Dieser stöberte als Kind auch am liebsten
in der Bibliothek seines Großvaters !
Es ist eine schöne,stimmige Story ,
aber die Pointe erät man viel zu früh !
Schade !
Reality is lost - IKON

fictionmaster

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Montag, 10. Juli 2006, 12:47

Huch! Da schaue ich mal ein paar Tage nicht ins Forum und dann gibt es gleich so viele neue Beiträge zu meiner Geschichte. Natürlich habe ich mich darüber sehr gefreut.
Vielen Dank für das viele Lob, auch wenn die meisten beim Lesen leider zu schnell auf die Auflösung gekommen sind.

@Sar-Sargoth: Theoretisch gesehen hätte die Geschichte auch in einem anderen Ort spielen können, aber ich hatte "Das vergessene Haus" speziell für diese Anthologie geschrieben und bewusst auch die Querverweise eingebaut.
Arkham bot sich auch deshalb als Standort an, weil diese Stadt sofort mit unheimlichen Dingen in Verbindung gebracht wird und ein vergessenes Haus dort wohl zuallererst zu suchen wäre.

@Running Wild: Als ich über William schrieb, hatte ich Lovecraft vor Augen, der ja Zeit seines Lebens ein Einsiedler war. Dass HPL allerdings einer verlorenen Liebe nachgetrauert hätte, glaube ich eher nicht ganz. ;-)
Auf die Gestaltung der Illustration hatte ich keinen Einfluss. Ich habe das Bild auch erst gesehen, als mein Buch mit der Post kam.
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Montag, 10. Juli 2006, 13:05

Hallo Sören!

Na, da muss ich mich doch kurz einschalten.
Lovecraft HAT einer verlorenen Liebe nachgetrauert, seiner Frau, die er aufgrund diverser Familienzwiste (seine Familie war immer gegen die Hochzeit gewesen) wieder verließ. Laut diverser Quellen soll er aber nie glücklich mit dieser Entscheidung gewesen sein.

Und so ein großer Einsiedler war er gar nicht, er hat sich durchaus gern mit seinen Freunden getroffen, um auch schon mal ein Gläschen zu trinken.

Ich gebe aber zu, dass ich auch nie gedacht hätte, dass Lovecraft verheiratet gewesen wäre und ihn auch immer als Einsiedler sah, bis ich über ihn zu recherchieren begann.

Beste Grüße, Nicole

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fil2« (10. Juli 2006, 13:07)


fictionmaster

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Montag, 10. Juli 2006, 13:13

Ja, es stimmt schon, dass Lovecrafts Familie mit seiner Heirat nicht einverstanden gewesen sein soll. Ich habe allerdings gelesen, dass der Grund für die Trennung gewesen sein soll, dass er sich in New York nicht wohlgefühlt und zurück nach seiner Heimatstadt Providence gesehnt hat.

Von HPLs Ausflügen und Treffen mit Freunden weiß ich natürlich auch. Es hat ja später auch jeder zweite Freund von Lovcraft einen Bericht über ihn verfasst. ;-)

Dennoch hatte ich immer das Gefühl, dass HPL ein sehr einsamer Mensch gewesen ist. Seine Geschichten drücken das ebenfalls sehr deutlich aus.
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Timo Kümmel

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Montag, 10. Juli 2006, 13:21

@Running Wild
Mhm, damit schiebe ich nun zum Teil die Verantwortung von mir, aber diese wie zwei weitere Illus sind noch als Allererste auf Direktanweisung ohne Kenntnis der Texte entstanden. Für spätere Korrekturen hätte die Zeit definitiv nicht mehr gereicht. Wobei ich ehrlich zugeben muss, dass mir auch nach der späteren Lektüre eine Passage über „zu gewucherte“ Fenster definitiv nicht mit dem Gewicht aufgefallen ist, um es als Fehler im Bild auszumachen... Mea culpa!
Schade, ich hoffe die „Störung“ hält sich noch in Grenzen und mildert nicht die Atmosphäre.

Timo

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20

Montag, 10. Juli 2006, 13:22

@Sören

Ja, so steht es bei wikipedia, in diversen anderen Quellen habe ich anderes gefunden, aber so ist das ja immer. ;-) Fragen können wir ihn ja nun nicht mehr.

Sind Autoren oder Künstler im Allgemeinen nicht immer auf einer gewissen Ebene einsam!?

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Fil2« (10. Juli 2006, 13:24)