Ich habe das Ende (wie schon bei dem Film, der hier diskutiert wurde) mal wieder NICHT voraus gesehen

und so etwas wirkt sich schon auf die Bewertung aus. Für mich war das ein Pluspunkt.
Ansonsten: Erstmal Bonuspunkte für die Exposition, ich mag es sehr, wenn man vom Allgemeinen ins Besondere geführt wird: Die Stadt, ein Stadtteil, ein Haus, eine Person, ja das mag ich.
Der Autor fängt die Traurigkeit der Hauptfigur sehr gut ein, diese "herbstliche" Stimmung gefiel mir sehr, zwei Dinge sorgten aber für Abzüge: Zum einen war mir doch das Erzähltempo etwas zu lässig und zum anderen trug der Autor bei den Effekten, gerade gegen Ende, etwas zu dick auf. Wenn er die Katze aus dem Sack lässt, muss das natürlich eine entsprechende Wirkung erzielen, und die wäre in meinen Augen besser gelungen, wenn ich nicht zu sehr das Gefühl gehabt hätte, hier auf manipulative emotionale Effekte zu stoßen. Da hätte für mich ein etwas weniger dicker Pinsel zu größerer emotionaler Wirkung geführt.
Stilistisch meist sehr erfreulich.
Note 3
Über das Bild wurde ja schon diskutiert, und dass es "falsch" ist. Ob nun falsche Vorlage oder nicht, ist ja egal, es geht ja nicht darum, ob der Zeichner "schuld" ist oder nicht - auf jeden Fall ist es eine Verkackeierung, oder?

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