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ANUBIS

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  • »ANUBIS« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 4. Juni 2006, 16:09

DIE SCHERBEN VON ST.HELEN von Markolf Hoffmann

Die Nebel lichten sich...die zehn...

Greetz
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

kaigrimm

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2

Sonntag, 11. Juni 2006, 14:09

RE: DIE SCHERBEN VON ST.HELEN von Markolf Hoffmann

Werner schreibt hierzu die Nebel lichten sich...

Nun, ich finde gerade diese Geschichte ziemlich nebulös. Zu viel drum herum, das Kerngeschehen kommt zu kurz und wird nicht deutlich genug herausgestellt. Ich musste das Ende dreimal lesen um halbwegs zu verstehen, was es mir sagen will....

Gefallen hat mir jedoch der alte Mycroft, ein Arkhamer Komisskopp aus dem Lehrbuch...
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Nanoc

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3

Freitag, 23. Juni 2006, 13:20

Hi.

Thematisch ist die Geschichte teilweise nicht für jeden interessant. Mir gefielen die Filmbezüge.

Ich finde die Geschichte insgesamt gelungen, aber eine Sache irritiert mich. Darf ich hier frei reden oder müssen Spoiler verpackt werden oder gar draussen bleiben?

Gruß
Bernd Wachsmann

kaigrimm

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4

Freitag, 23. Juni 2006, 16:55

Zitat

Original von Nanoc
Hi.

Thematisch ist die Geschichte teilweise nicht für jeden interessant. Mir gefielen die Filmbezüge.

Ich finde die Geschichte insgesamt gelungen, aber eine Sache irritiert mich. Darf ich hier frei reden oder müssen Spoiler verpackt werden oder gar draussen bleiben?

Gruß
Bernd Wachsmann


Rede ruhig frei, ich kann nur jedem empfehlen, diese Threads erst NACH dem Lesen der Story zu lesen. Am besten Du kündigst vorsichtshalber die Spoiler mit einem großen ACHTUNG SPOILER an. Mache ich meist auch so.

Dein erster Satz trifft irgendwie auf mich zu. Mich langweilten die Filmbezüge und ich finde sie im Vergleich zum Kerninhalt der Geschichte auch viel zu lang.
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Christoph Marzi - Somnia

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Nanoc

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5

Freitag, 23. Juni 2006, 18:01

O.k.

Also, ACHTUNG, jetzt geht es um Inhalt

Was mich bei der Geschichte irritiert ist die Sache mit der "Blutarmut" des Mädchen, ihr Verhältnis zum Filmemacher und ihre Aussage bzgl. der Sache mit dem Fetten ("SO nicht").

Kapier ich da was nicht? Ich hatte die ganze Zeit beim lesen die Vermutung, dass zwischen Filmer und Mädchen was "obskures" läuft. Obwohl mich Vampire in so einer Anthologie verwundert hätten. Dachte aber, da steckt mehr dahinter. Aber die Auflösung, so wie ich sie sehe, sagt dazu ja gar nichts.

Apropos Auflösung: Hat Virginia am Ende was mit dem Mädchen zu tun, dass vorher mal erwähnt wird (die mit den Augen)

Gruß
Bernd

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6

Samstag, 24. Juni 2006, 11:43

Also, sorry. Mit der Geschichte kann ich nun wirklich gar nichts mit anfangen.
Das einzig positive war wieder ein mal die Beschreibung von Arkham selbst und die Erwähnung der Orte (Das Hexenhaus, das Schlachthaus, das Postamt), wo sich der Kreis ein wenig schließt...
Lese gerade: Carlos Ruiz Zafon - Der Schatten des Windes
Danach: t.b.a.

7

Sonntag, 2. Juli 2006, 20:39

Für mich nach "Das Vermächtnis" das zweite Highlight im Buch bisher. Die Verknüpfung von Arkham mit der Stummfilmära, insbesondere ins Gedächtnis gerufen durch Filme wie "Nosferatu" oder "Caligari", gefiel mir ausgesprochen gut.

Die Story hat mich ähnlich fasziniert wie Theodore Roszaks "Schattenlichter", wobei man die Kurzgeschichte natürlich nicht direkt mit dem vielschichtigeren 900-Seiten-Roman vergleichen kann.

ACHTUNG SPOILER:
Die weiter oben thematisierte Blutarmut des Filmstarletts war meines Erachtens kein Hinweis auf Vampirismus oder ähnliches, vielmehr kennzeichnet die fahle Gesichtsfarbe für mich die in den Stummfilmen oft sehr weiß, fast geisterhaft erscheinenden Gesichter der Schauspieler, insbesondere der Darstellerinnen, deren Augen dunkel geschminkt sind und die in vielen Stummfilmen auf mich wie lebende Leichen oder Geister wirken. Virginia ist am Schluss genau das, was sie vorher bereits zu sein scheint ... Lovecrafts geschundene, gezeichnete Charaktere stelle ich mir häufig ähnlich vor. Insofern fand ich es sehr interessant, wie hier Lovecraftthemen mit der Stummfilmzeit verwoben werden.

Nanoc

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8

Montag, 3. Juli 2006, 08:07

Hi Christian.

Klingt nach einer guten Möglichkeit, dass zu erklären.

Gruß
Bernd

Lucardus

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9

Samstag, 8. Juli 2006, 21:52

Die Story ist ein Hammer, und das sage ich als bekannter Motzki nicht oft. Da stimmt alles. Die Stimmung, die Einführung der Charaktere, die Motivationen und eine Unmenge an Details, die sorgfältig recherchiert scheinen. Auch wenn ich wirklich kein Fachmann für die Filmindustrie der 20er bin, es erscheint alles sehr glaubwürdig. Ich habe die Story an einem Stück durchgelesen, obwohl ich eigentlich müde war und in waagerechter Lage befindlich. Das bedeutet normalerweise spätestens nach 3, 4 Seiten den Beginn der inneren Beschau.

Hier steht das Unheimliche, das Übernatürliche weitgehend im Hintergrund, ist aber nichtsdestotrotz nie vergessen. Die Personen wirken lebensecht und sind nicht in gut oder böse einteilbar, die Klischees werden nicht bedient, nur sparsame Effekte verwendet. Eine Geschichte, die mir selbst ohne die phantastische Komponente sicher ein tolles Leseerlebnis beschert hätte. Das ganze Umfeld stimmt einfach. Und wenn dann noch der Plot überzeugend zu einem Schluss kommt, bin ich gezwungen dieser Story das Sahnehäubchen auf der Zwei zu verleihen.

2+

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kaigrimm

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10

Sonntag, 9. Juli 2006, 13:02

Huch, Lucardus hat eine andere Geschichte als ich gelesen... :)

Lach-Smiley = Bitte nicht böse sein.

Naja, vielleicht hängt es damit zusammen, dass mich die Filmindustrie der 20-er Jahre nicht wirklich interessiert. Oder dass das Übersinnliche viel zu weit im Hintergrund steht. Oder dass der Kern des Geschehens kaum verständlich wird. Oder dass Geschmäcker unterschiedlich sind....
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

Lucardus

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11

Sonntag, 9. Juli 2006, 13:20

Zitat

Original von kaigrimm
Oder dass Geschmäcker unterschiedlich sind....


Dass wir beide da nicht oft übereinstimmen, haben wir ja schon festgestellt. :)

kaigrimm

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12

Sonntag, 9. Juli 2006, 13:52

Zitat

Original von Lucardus

Zitat

Original von kaigrimm
Oder dass Geschmäcker unterschiedlich sind....


Dass wir beide da nicht oft übereinstimmen, haben wir ja schon festgestellt. :)


Manchmal (erstaunlicherweise ?) aber doch: Ich erinnere nur an "Olympos". :D

Edit: Oder Die Tiefe, wo Du (mit anderen Worten) exakt dasselbe wie ich kritisierst.
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Running Wild

RUNNING WILD PHANTAST

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13

Freitag, 14. Juli 2006, 18:54

Also ich hab dieselbe Meinung wie Luc
in Bezug auf diese Story ,
sie ist gut und stimmig geschrieben !
Und das Alles ohne viel Lovecraft Anspielung ,
und das Thema "Stummfilm" ist gut gewählt
und ausgearbeitet !!!
Reality is lost - IKON

DarkDreamer

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14

Mittwoch, 9. August 2006, 13:48

Also zu dieser Story habe ich nicht allzu viel zu sagen.

Die Story LEBT, und das mein ich wirklich so. Die Charaktere und die Orte sind gelungen beschrieben.
Da gerade die Lovecraftbezüge eher im Hintergrund stehen, war die Story mehr auf die Handlung der Charaktere bezogen und das tat der Geschichte nur gut. Nichts scheint an der Handlung erzwungen zu sein, sie handeln aus freien überzeugenden Stücken, die sie leiten.
Nur etwas meckern muss ich dennoch: Ich konnte nicht so wirklich was der Virginia anfangen, sie schien mir etwas seltsam. Nun gut, das ändert nichts am Fazit: Klasse Geschichte, die einfach überzeugend herüber kommt.

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Oliver

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15

Samstag, 26. August 2006, 16:37

Ganz ausgezeichnete Story, die mich begeistert hat. Insbesondere der große Wortschatz, der im Text zum Tragen kommt und das Belassen von vielem in Andeutungen, so dass die Geschichte nicht einem allzu vorhersehbaren Plot folgen muss. Offensichtlich, wenn ich nach oben scrolle, wurde gerade das von einigen kritisch gesehen, da scheiden sich dann wohl die Geister.

Die Filmbezüge haben bei mir natürlich offenene Türen eingerannt, zumal man hier die Begeisterung des Autors für die damalige Zeit spüren kann, so dass ich jetzt nicht als Nitpicker an einigen Stellen mehr Präzision fordern möchte, was man tun könnte, wenn man wollte.

Erstklassige Charaktere, eine zum schneiden dichte Atmosphäre und ein toller Plot (zumindest, so viel man davon erfährt), eine wirklich hervorragende Kurzgeschichte, bei der es locker für die Höchstnote reicht.

Note 1.
"Film und Buch - Oliblog". Mein Weblog.

Zur Zeit auf meinem Nachttisch:
- "Under the Dome", Stephen King
- "The Life of Charlotte Brontë", Elizabeth Gaskell