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ANUBIS

Administrator

  • »ANUBIS« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 4. Juni 2006, 16:10

DAS DRITTE KAPITEL von Christian von Aster

Nun denn, für Christian die elfte...

Greetz
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

kaigrimm

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2

Sonntag, 11. Juni 2006, 14:14

RE: DAS DRITTE KAPITEL von Christian von Aster

Diese Geschichte ist ein Knaller!

Schon die Beschreibung des Schlachthofes ist dazu geeignet, den eingefleischtesten (prima Wortspiel, nicht wahr? :) ) Steakesser zum Vegetarier mutieren zu lassen. Und der passenderweise an diesem Ort abgehaltene haitianische Kult lässt die Story zum Horror pur werden.

Wiederrum starke Mythosbezüge, von mir ein glattes sehr gut.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

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3

Dienstag, 27. Juni 2006, 08:27

Gefiel mir auch sehr gut.
Das Schlachthaus hat es in sich. Allerdings war mir schon recht früh klar, was mit den Häuten passieren würde.
Aber das tut der Geschichte keinen Abbruch.
Lese gerade: Carlos Ruiz Zafon - Der Schatten des Windes
Danach: t.b.a.

4

Montag, 3. Juli 2006, 20:18

Der Horror ist sehr plastisch, fast mit Händen greifbar, ohne dass es überzogen wirkt.

Sehr gute Story in meinen Augen.

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Lucardus

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5

Sonntag, 9. Juli 2006, 10:50

Mit Sicherheit einer der sprachlichen Höhepunkte der Anthologie. Wie eine klassische Erzählung aus der Ich-Perspektive geschildert, sorgfältig ausgearbeitet und ausdrucksstark in Szene gesetzt. Ich finde es geschickt gemacht, dass hier zunächst eher Dinge schockieren, die eigentlich auf jedem Schlachthof passieren, wenn auch wahrscheinlich nicht mehr mit einem Vorschlaghammer betäubt wird. Aber so genau will ich das auch nicht wissen. Das sich hinter dieser Fleischfabrik noch ein anderer Schrecken verbirgt, wird vom Erzähler auch angedeutet. Interessant auch die Bezüge auf die Story von Markolf Hoffmann. Beide Geschichten bewegen sich meiner Ansicht nach auf dem selben hohen Niveau erzählerischen Talents. Und da ich sowieso auf leicht geschwollene Hochsprache stehe, auch hier:

2+

Mal sehen, ob da noch Autoren kommen, die das übertreffen können.

kaigrimm

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6

Sonntag, 9. Juli 2006, 12:52

Zitat

Original von Lucardus
Ich finde es geschickt gemacht, dass hier zunächst eher Dinge schockieren, die eigentlich auf jedem Schlachthof passieren, wenn auch wahrscheinlich nicht mehr mit einem Vorschlaghammer betäubt wird.


Das ist es, was ich meinte. Irgendwie spukt der Schlachthof beim nächsten Rumpsteak noch auf dem Teller herum. Was definitiv für die plastische Beschreibung desselben spricht...
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

Running Wild

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7

Freitag, 14. Juli 2006, 19:06

Bis jetzt die beste Geschichte des Bandes !
Der Horror des Schlachthauses mit den
dahinter liegenden Schrecken eines verborgenen Kultes!
Sehr gut geschrieben , vor allem macht
der Autor was Eigenständiges daraus ,
er erfindet einen Schlangenmythos
und mischt ihn behutsam mit Lovecarft
Motiven und Etwas von der Hoffmann Story !
Dabei erinnerte mich das mit dem Voodoo
und auch sonst mehr an Henry S. Whitehead
denn an Lovecraft !
Reality is lost - IKON

Bachi

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8

Sonntag, 16. Juli 2006, 01:08

Also mich hat die Story eher noch an Kafka erinnert - aber das ist bei von Aster ja keine Seltenheit...

9

Sonntag, 16. Juli 2006, 08:24

Zitat

Original von Bachi
...Kafka erinnertt ...(an) .... Aster


Echt? Ist mir ehrlich gesagt noch nicht so aufgefallen.... Die Storiy hier kenne ich ja nicht, aber von von Aster ziemlich viel, doch wie bei Kafka habe ich da nichts gefunden....
Phantastische Grüße
Thomas

Meine Grafiken im Netz:
www.fksfl.de/phantastische-ansichten/index.html

...und auf xarto.de

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DarkDreamer

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10

Donnerstag, 10. August 2006, 17:52

Sprachlich ist "Das dritte Kapitel" sicher hervorragend
und auch die Beschreibungen sind spitzenmäßig
aber irgendwie konnte mich die Story trotz der vielen
guten Ideen nicht wirklich ansprechen.
Ich weiß auch nicht warum...

Bachi

Arkham-Sanatorium-Insasse

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11

Donnerstag, 10. August 2006, 22:52

@ T.H.

ich meine das auch weniger sprachlich, sondern eher vom Inhalt her. die Surrealität die bei Christian oft durchkommt, und wegen der ich seine Geschichten so schätze - ist auch weniger in seinen reinen Horrorstories, sondern eher in diesen Geschichten, bei denen sich die Genregrenzen leicht überschneiden. Vielleicht kam ich da überhaupt auch nur auf den Gedanken, weil Aster seinen Stil so gerne als asteresk bezeichnet, und man diese Endung ja nur bei kafkaesk kennt; vornehmlich als Synonym für diesen traumhaften, surrealen, bedrohlich wirkenden Bürokratenstil... :]

Und beim "dritten Kapitel" dachte ich mir ununterbrochen, dass dieser Schlachthof auch irgendwo in Prag stehen könnte, der Protagonist K. heißt, und die komischen Typen, die nie was sagen und irgendwie strange wirken, erinnerten mich an die zwei Gehilfen aus Kafkas "Das Schloss"...

Anyway: eine hervorragende Story, die du unbedingt mal lesen solltest, Thomas.

Oliver

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12

Samstag, 26. August 2006, 16:42

Was das Schlachthaus angeht, kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen: Die Idee, dieses als Schauplatz zu verwenden, ist klasse, wird auch hervorragend umgesetzt und für den Lovecraft-Mythos adaptiert.

Auch wenn ich es verstehen und honieren kann, dass die Geschichte sich nicht für ein höheres Tempo empfahl, war mir dieses allerdings zu lässig bzw. die Geschichte zu lang, so dass ich sie ganz gerne gelesen habe, aber nicht so richtig gefesselt war.

Note 3.
"Film und Buch - Oliblog". Mein Weblog.

Zur Zeit auf meinem Nachttisch:
- "Under the Dome", Stephen King
- "The Life of Charlotte Brontë", Elizabeth Gaskell