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ANUBIS

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  • »ANUBIS« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 4. Juni 2006, 16:11

DIE LEBENDEN BÜCHER VON ARKHAM von Andreas Gruber

Die zwölfte kommt aus der Nähe von Wien.....

Greetz
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

kaigrimm

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2

Mittwoch, 14. Juni 2006, 13:16

RE: DIE LEBENDEN BÜCHER VON ARKHAM von Andreas Gruber

Die Zwölfte ist die spezielle Geschichte für alle Bibliophilen, nicht wahr?

Auch diese gehört für mich zu den Höhepunkten der Antho. Monströs, sehr mythosbezogen (die Übersteigerung von Lovecrafts Eigenart, alle nur denkbaren brandgefährlichen und mythologischen Okkultwerke zu erfinden) und absolut packend geschrieben.

Die Geschichte beginnt als Detektivstory und steigert sich in einen wahren Strudel des Grauens, klasse!
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Christoph Marzi - Somnia

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3

Dienstag, 27. Juni 2006, 20:29

Auch diese Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Allerdings muss ich Abstriche bei den "lebenden", wuchernden Büchern machen. Das an sich fand ich ein wenig überzogen.
Ich habs irgendwie nicht verstanden...

Vielleicht liegts aber auch daran das ich bei dem Begriff "lebende Bücher" immer an das schnappende Nekronomicon aus Armee der Finsternis denken muss.
Lese gerade: Carlos Ruiz Zafon - Der Schatten des Windes
Danach: t.b.a.

4

Mittwoch, 5. Juli 2006, 21:10

Grandiose Story: Was als Krimi beginnt, wandelt sich sehr bald zu einer düster-faszinierenden Horrorstory. Spannend und mit einem tollen Schluss versehen, der es in sich hat. Beim Lesen lief die Geschichte wie ein Film vorm geistigen Auge ab. Gehört für mich ganz klar zu den Highlights der Anthologie.

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Lucardus

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5

Sonntag, 9. Juli 2006, 13:12

Andreas Gruber liefert hier eine Detektivfabel ab, deren Protagonist Jeremias Kovalski es mit seinen Methoden nicht so genau nimmt und auch mal Hoppla! die Grenze zur Illegalität überschreitet. Natürlich erhält er zu Beginn einen Auftrag. Das ist an sich nichts innovativ Neues, denn Detektive dieses Kalibers gibt es sicherlich einige in der Literatur. Trotzdem kann ich daran keinen Anstoß nehmen, da mir der Kerl sympathisch ist und Gruber hier auch nicht krampfhaft nach einer Motivation suchen muss. Es ist schlicht sein Beruf, der ihn in die Scheiße reitet, und sein Dickkopf, denn natürlich hätte jede normale Spürnase diesen Auftrag dann doch abgelehnt und lieber untreue Ehegatten beschattet. Insofern auch hier keine aufsehenerregende Besonderheit, was den Fortgang der Handlung anbelangt.

Die Geschichte macht neugierig, ist spannend und entspannt erzählt, passt sich auch gut der Persönlichkeit des nicht übermäßig intellektuellen Detektivs an und nimmt - natürlich -, ein fieses Ende. Der Titel ist hier etwas irreführend, zeigt aber schon die Richtung.

Trotzdem bleiben mir am Ende noch einige Fragen offen, die der Plot nicht offenbart. Jedenfalls
ist es mir entgangen.

Handelt es sich nur um "Kopien" wirklich geschriebener Bücher, oder sind die lebenden Bücher Neuschöpfungen der Kreatur(en)?

Fazit: Hat mir gut gefallen, die zugrunde liegende Idee halte ich für sehr originell. Gut, Moers hatte schon ähnliches, aber eben nicht so. Trotzdem kein + wegen des doch recht geradlinigen Plots. Ich habe wieder einen strengen Tag.

Eine 2 nach Österreich! Ich sags ja immer: Der '68er Mensch ist ein guter Jahrgang.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lucardus« (9. Juli 2006, 13:14)


kaigrimm

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6

Sonntag, 9. Juli 2006, 13:57

Zitat

Original von Lucardus

Handelt es sich nur um "Kopien" wirklich geschriebener Bücher, oder sind die lebenden Bücher Neuschöpfungen der Kreatur(en)?



Genau so hatte ich es verstanden (Neuschöpfungen). Andreas als Verfasser der Geschichte mag mich korrigieren, falls ich hier falsch liege.
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Christoph Marzi - Somnia

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7

Montag, 10. Juli 2006, 09:42

Die "lebenden" Bücher ...

Hallo Leute,

@ winternam
@ lucardus

Da ihr den irreführenden Titel angesprochen habt, möchte ich kurz Stellung zu den „lebenden“ Büchern nehmen und erklären, was ich mir dabei gedacht habe:

===== SPOILER =====

Da die Bücher nicht in einer Druckerei mit Druckerpresse, -farbe und Papier produziert werden, sondern durch lebende Gebärmaschinen aus Fleisch und Blut das Licht der Welt erblicken, sozusagen wie Säugetiere ausgeworfen werden, habe ich mich für den Titel „Die lebenden Bücher …“ entschieden. Ob sie nun tatsächlichen leben oder nicht – man denke nur an das Ergebnis des Labortests, der Blut und Haare in den Buchseiten hervorgebracht hat – überlasse ich der Fantasie des Lesers.

===== SPOILER ENDE =====

… und neee, kaigrimm, du hast völlig Recht, die Bücher sind Neuschöpfungen bzw. wie bei de Sades „120 Tage von Sodom“ Erweiterung vorhandener Werke. Das ist ja schließlich der Grund, weshalb der kleine Mr. Biggles so aus dem Häuschen ist.

Und danke für eure Meinung zu meiner Story,

Gruß,
Andreas

PS: Das lebende Necronomicon aus "Armee der Finsternis" lässt grüßen ;-)

kaigrimm

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8

Montag, 10. Juli 2006, 13:19

RE: Die "lebenden" Bücher ...

Zitat

Original von Andreas Gruber

… und neee, kaigrimm, du hast völlig Recht, die Bücher sind Neuschöpfungen bzw. wie bei de Sades „120 Tage von Sodom“ Erweiterung vorhandener Werke. Das ist ja schließlich der Grund, weshalb der kleine Mr. Biggles so aus dem Häuschen ist.



Und ja: Tatsächlich (ausnahmsweise?) mal meinerseits ein Beispiel von "mit Verstand gelesen". :) :) :)
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Christoph Marzi - Somnia

Running Wild

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Samstag, 15. Juli 2006, 10:46

RE: Die "lebenden" Bücher ...

Sehr gute Horrorstory !
Sie fängt als Crimestory an ,
und geht dann in schnörkellosen Horror über !
Also die Idee ist sehr abgefahren ,
und hat mich "ALIEN" erinnert ,
vor allem im zweiten Teil hängen
auch Menschen an der Wand ,
aus denen dann die Brut schlüpft ,
nur sinds hier halt Bücher !!!!
Reality is lost - IKON

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DarkDreamer

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Freitag, 11. August 2006, 12:35

Herrvoragende Story. Eine der Höhepunkte dieser Antho, und das eindeutig.
Zuerst fing es ein bischen langweilig (nein das Wort passt nicht so ganz, aber mir fällt jetzt passenderes ein. Aber was gemeint ist, ist verständlich denke ich) an. Nach und nach steigerte sich die Story, so das man praktisch mit dem Detective mitfühlen konnte.
Als der Detective merkt, dass das Buch einen eigenartigen Geruch aufweist und auch sonst etwas seltsam ist, hab ich mir schon gedacht das das Haut ist. War also keine alzu große Überraschung, als der Detective die Wahrheit herausfindet. Nur bezüglich der Entstehung der Bücher war ich überrascht. Also ein klasse Idee.
Fazit: Super Story die man würdigen muss!!!!

Oliver

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11

Samstag, 26. August 2006, 16:50

Diese Geschichte war für mich ein Wechselbad der Gefühle.

Der Anfang hat mich in seiner Abgedroschenheit ziemlich genervt.

Als dann die Geschichte sich langsam entfaltete und die ausgezeichnete Grundidee zum Vorschein kam, war ich voll bei der Sache und das Eindringen hinter verschlossene Türen liest man immer doch mal wieder gerne.

Da er es häufig nur bei Andeutungen gelassen hat, möchte ich dem Autor bei den Titeln der in der Geschichte genannten Bücher aber ein gewisses Name-Dropping unterstellen. Mit noch etwas tiefer gehender Recherche/Fabulierlust (je nachdem, ob das Werk real existiert oder nicht) hätte er hier eine etwas souveränere (i.e. "wissendere") Erzählposition einnehmen können, die mehr Vertrautheit mit den beschriebenen Werken zum Ausdruck gebracht hätte oder zumindest vorgegeben hätte. Keine langen Ausführungen, hier und da ein Nebensatz hätte dafür schon gereicht.

Das Finale war dann in seiner öden Vorhersehbarkeit und den durchscheinenden, mahlenden Zahnrädern der Plotmechanik ziemlich enttäuschend, wurde aber von einer ausgezeichneten Schlussszene wieder aufgewogen. Da häufig der letzte Eindruck zählt und die Story für mich zwischen zwei Notenstufen stand, habe ich mich aufgrund dessen doch noch gerne entschieden für eine

Note 2.
"Film und Buch - Oliblog". Mein Weblog.

Zur Zeit auf meinem Nachttisch:
- "Under the Dome", Stephen King
- "The Life of Charlotte Brontë", Elizabeth Gaskell

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Oliver« (26. August 2006, 16:55)