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ANUBIS

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  • »ANUBIS« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 4. Juni 2006, 16:13

ENDEMION von Michael Marrak

Last but not least..Mr.Morph..... :D

Greetz
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

kaigrimm

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2

Donnerstag, 15. Juni 2006, 15:01

RE: ENDEMION von Michael Marrak

Auch diesmal hat Michael mich keinesfalls enttäuscht. Diese Novelle schlägt eine Brücke von Lovecrafts Mythos zur klassischen kryptozoologischen Monsterstory.

Gut, vielleicht ist der Teil der Geschichte, der vor der Entdeckung der Fledermaushöhle spielt, ein wenig lang geraten, dafür entschädigen aber der unheimliche, stilvolle Anfang und das unterirdische Finale allemale. Herrlich monströs, ich liebe so etwas...
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

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3

Dienstag, 27. Juni 2006, 22:41

Ganz starke Story.
Und eine gaaanz abgefahrene Idee mit dem "Stein"
Ist auf jeden Fall in der engeren Auswahl für meinen Favoriten.
Lese gerade: Carlos Ruiz Zafon - Der Schatten des Windes
Danach: t.b.a.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »winternam« (27. Juni 2006, 22:44)


Lucardus

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4

Sonntag, 9. Juli 2006, 18:12

Michael Marrak ist wahrscheinlich allen Fremdwortallergikern ein Dorn im Augen und bekanntlich ein Recherchemonster. Auch hier hat er wieder eine Unmenge an Details und Einzelheiten in den Text eingeflochten. Einer der Handlungsträger (um mal das Wort Protagonist zu umgehen) ist Biologe und protzt auch glaubwürdig mit Fachbegriffen und seiner wissenschaftlichen Herangehensweise. Es hat mir jedenfalls gereicht, dass ich als Leser dem Biologen seinen Dr. abnehme.

Da Michael Marrak wahrscheinlich auch als Flaggschiff der hier vertretenen Autoren das letzte Wort haben musste, hat er sich ordentlich auf ca. 50 Seiten ausgedehnt. Ich kann es vorwegnehmen, mir hat sie ziemlich gut gefallen, ich bin auch bekennender Marrak-Fan. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass einige Leser hier mit der Länge des Textes kämpfen werden, auch wenn er gleich zu Beginn einen Autorentrick anwendet und eine Vorausschau auf das bietet, was kommen wird. Nach dem Appetithappen kommt dann allerdings erstmal das "Wie alles begann".

Mir gefällt sein Schreibstil, ich habe Spaß an der Detailverliebheit und dieser Art von Expeditionsgeschichte. Außerdem bin ich nun fest davon überzeugt, dass ein Marrak immer irgendwo ein Loch oder eine Höhle braucht, um die er eine Geschichte spinnt.

Mich würde jetzt aber auch mal interessieren, was denn nun der Begriff Endemion genau bedeutet. Ich habe nur etwas zu Endemiten gefunden, was irgendwie auch zum Thema passt.

2+

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lucardus« (9. Juli 2006, 18:13)


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Bachi

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5

Sonntag, 9. Juli 2006, 18:21

:) :) :)

... schöne Anspielungen, Lucardus, :) :) :)

aber lass dir gesagt sein, auch ich bin Marrak-Fan..., und bei ihm schrecken mich die Fremdwörter nicht ab. Es ist ja auch was anderes, wenn diese im Rahmen einer Erzählung von Nöten sind (wo sie meist aber auch erklärt werden), als in einer Rezi... Aber zu dem Thema gibts ja einen anderen Thread ^^

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6

Sonntag, 9. Juli 2006, 19:04

Zitat

Original von Lucardus
Mich würde jetzt aber auch mal interessieren, was denn nun der Begriff Endemion genau bedeutet. Ich habe nur etwas zu Endemiten gefunden, was irgendwie auch zum Thema passt.

Mich erinnert das Wort sehr an Dan Simmon's Endymion ...
Wobei Endemion/Endymion auch ein griechischer Sagenkönig war, aber das weiß heute keiner mehr.

Peter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Peter Dobrovka« (9. Juli 2006, 19:08)


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7

Sonntag, 9. Juli 2006, 19:19

Zitat

Original von Peter Dobrovka

Zitat

Original von Lucardus
Mich würde jetzt aber auch mal interessieren, was denn nun der Begriff Endemion genau bedeutet. Ich habe nur etwas zu Endemiten gefunden, was irgendwie auch zum Thema passt.

Mich erinnert das Wort sehr an Dan Simmon's Endymion ...
Wobei Endemion/Endymion auch ein griechischer Sagenkönig war, aber das weiß heute keiner mehr.

Peter

Hm, war das nicht der Kerl, der von irgendeiner Göttin in ein Loch gesteckt wurde, damit er ewig lebt. Irgendwie schwebt mir da sowas vor...
Lese gerade: Carlos Ruiz Zafon - Der Schatten des Windes
Danach: t.b.a.

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8

Sonntag, 9. Juli 2006, 19:42

Zitat

Original von winternam
Hm, war das nicht der Kerl, der von irgendeiner Göttin in ein Loch gesteckt wurde, damit er ewig lebt. Irgendwie schwebt mir da sowas vor...

Öhm, ja, so kann man es auch ausdrücken.
Die Mondgöttin Selene hat sich in ihn verliebt, sie hatten 50 Kinder. Und damit er nicht altert, hat sie ihn in einen ewigen Schlaf versetzt und ihn in einer Höhle versteckt.

Peter

Lucardus

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9

Sonntag, 9. Juli 2006, 20:11

Zitat

Original von Peter Dobrovka

Zitat

Original von winternam
Hm, war das nicht der Kerl, der von irgendeiner Göttin in ein Loch gesteckt wurde, damit er ewig lebt. Irgendwie schwebt mir da sowas vor...

Öhm, ja, so kann man es auch ausdrücken.
Die Mondgöttin Selene hat sich in ihn verliebt, sie hatten 50 Kinder. Und damit er nicht altert, hat sie ihn in einen ewigen Schlaf versetzt und ihn in einer Höhle versteckt.

Peter


Da haben wir sie wieder, Marraks Höhlen und Löcher. ;)

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10

Sonntag, 9. Juli 2006, 21:02

Zitat

Original von Peter Dobrovka

Zitat

Original von winternam
Hm, war das nicht der Kerl, der von irgendeiner Göttin in ein Loch gesteckt wurde, damit er ewig lebt. Irgendwie schwebt mir da sowas vor...

Öhm, ja, so kann man es auch ausdrücken.
Die Mondgöttin Selene hat sich in ihn verliebt, sie hatten 50 Kinder. Und damit er nicht altert, hat sie ihn in einen ewigen Schlaf versetzt und ihn in einer Höhle versteckt.

Peter

Naja, das hab ich halt noch aus meinem Sagen und Legenden Buch von vor 20 Jahren in Erinnerung. Mochte ich gar nicht: Einfach in ein Loch gesteckt werden und dann auch noch 50 Kinder zeugen müssen, während Mama draussen im Hellen ist, kam mir sehr widersinnig vor... D^1
Lese gerade: Carlos Ruiz Zafon - Der Schatten des Windes
Danach: t.b.a.

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11

Sonntag, 9. Juli 2006, 22:16

Kann man jetzt einen Zusammenhang zur Story herstellen? :D

Marrak

Lord Gamma

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12

Sonntag, 9. Juli 2006, 22:58

Ich bin mitten im Umzug nach Hannover und habe mittlerweile Arme und Beine wie Pudding, aber noch Strom - und zufälligerweise auch noch die Titel-Info auf dem Desktop, die ich dereinst an Patrick geschickt hatte ...

Darin stand:

Der Name ENDEMION leitet sich vom Begriff "endemisch" bzw. "endemische Art" ab und steht für einen hermetisch abgeschlossenen Lebensraum, bzw. ein regional begrenztes Krankheits-/Seuchengebiet. Als endemisch (griech. en "innerhalb" und demos "Volk") bezeichnet man etwas, das (nur) für seine Umgebung typisch ist. In der Biologie wendet man die Bezeichnung für Spezies an, die nur in einer bestimmten, klar definierten physiogeografischen Umgebung vorkommen (z. B. Inseln, Inselgruppen, Gebirge, Bergmassive, Hochflächen, Täler, Flusssysteme, Seen oder Höhlen).

Steht da echt Höhlen ...? Tststs ... wer schreibt denn schon Geschichten über Höhlen ...?

Schönen Sommer wünsche ich euch, ich werde bis Anfang/Mitte September in der Versenkung verschwinden.

D^1


PS: Marrak bildet ?(
Oh, no ... It's Bicycle Repair Man!

Home: www.marrak.de
Facebook: Michael Marrak


kaigrimm

Super Moderator

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13

Montag, 10. Juli 2006, 13:26

Zitat

Original von Marrak

Schönen Sommer wünsche ich euch, ich werde bis Anfang/Mitte September in der Versenkung verschwinden.

D^1[/SIZE]

PS: Marrak bildet ?(


Und mit einem neuen Meisterwerk aus der Versenkung wieder auftauchen? :D
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Christoph Marzi - Somnia

Lucardus

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14

Montag, 10. Juli 2006, 18:42

Zitat

Original von Marrak
Der Name ENDEMION leitet sich vom Begriff "endemisch" bzw. "endemische Art" ab und steht für einen hermetisch abgeschlossenen Lebensraum, bzw. ein regional begrenztes Krankheits-/Seuchengebiet. Als endemisch (griech. en "innerhalb" und demos "Volk") bezeichnet man etwas, das (nur) für seine Umgebung typisch ist. In der Biologie wendet man die Bezeichnung für Spezies an, die nur in einer bestimmten, klar definierten physiogeografischen Umgebung vorkommen (z. B. Inseln, Inselgruppen, Gebirge, Bergmassive, Hochflächen, Täler, Flusssysteme, Seen oder Höhlen).


Haha! Na, dann war ich ja am nächsten nahe dran.


Zitat


Schönen Sommer wünsche ich euch, ich werde bis Anfang/Mitte September in der Versenkung verschwinden.

PS: Marrak bildet ?(


Na, das kann man wohl sagen. Versenkung? Hört sich auch wieder ein bisschen nach Loch an ...

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15

Montag, 10. Juli 2006, 20:37

Zu Beginn dachte ich, ich hätte die Marraksche Variante der Lovecraft-Version von James Fenimore Coopers "Lederstrumpf" vor mir :), aber das änderte sich ziemlich rasch. In die Story floss sehr viel Recherche ein, was einerseits beeindruckend, andererseits vielleicht auch ein wenig zuviel des Guten war. Eine bisschen weniger Detailfülle wäre mir lieber gewesen – dann wäre es meines Erachtens eine herausragende Erzählung. So aber war es für mich eine sehr gute Geschichte, die Lovecrafts Stil einen modernen Anstrich verleiht und spannend zu lesen war. Nochmal ein Highlight zum Abschluss einer tollen Anthologie.

Coach

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16

Dienstag, 8. August 2006, 10:18

Endemion

Für mich waren Endemion und das Dritte Kapitel die herausragenden Geschichten. Haben vielleicht auch andere so gesehen:

Wobei es für mich jedoch keine schlechte Story in diesem Buch gibt. Insgesamt ein super Werk und sehr schade, dass es hier keine Fortsetzung gibt. Weiß jemand ob sowas geplant ist?

kaigrimm

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17

Dienstag, 8. August 2006, 13:04

RE: Endemion

Coach, schau einfach mal hier:

http://www.horror-forum.net/wbb2/thread.…eadid=2035&sid=

Und, sehr schön, Du hast die gleichen Lieblingsstorys wie ich. ^^
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

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18

Dienstag, 8. August 2006, 21:13

Hallo kaigrimm,
danke für den Link. Ich hab leider die Angewohnheit querzuschreiben dh. Beiträge in einem völlig falschen thread zu posten. Wahrscheinlich meine Faulheit den zugehörigen thread zu suchen.
PS: Ich würde mich wahnsinnig über eine Fortsetzung freuen. Aber das ist jetzt schon wieder der falsche thread dazu. :D

DarkDreamer

DD ... D²

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19

Donnerstag, 17. August 2006, 22:52

Die Vorschau am Anfang war ja noch ganz okay, aber immer wider die Anspielungen auf das Ende, die stämdig vorkamen haben mich doch etwas genervt. Auch hat sich die Geschichte meiner Meinung nach etwas zu sehr in die Länge gezogen, was die Story gegen Ende jedoch wider wettgemacht hat. Auch war sie sehr gut recherchiert, was richtig Spaß beim lesen gemacht hat. Manchmal kam es mir etwas viel vor, aber ich liebe dieses wissenschaftliche Geschwafel wenn es passt und nicht übertrieben ist, was es hier definitiv nicht ist.
Fazit: Eine sehr schöne Story, mit ein paar Schwächen.

Achja, hätte die ganze Höhle mit dem Amoniak und so nicht in Luft fliegen, müssen wenn die da drin Fackeln und Petroleumlampen anzünden? :)

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Oliver

Fortgeschrittener

Beiträge: 540

Registrierungsdatum: 27. Februar 2003

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20

Sonntag, 17. September 2006, 21:53

Gegen Kurzgeschichten, die um die 50 Seiten lang sind, habe ich schon mal aus Prinzip was, und, ja, meine Befürchtung bewahrheitete sich auch. Zum Teil. Die Geschichte ist arg lang geraten, insbesondere die Kategorie "unzählige Recherche-Details, die mich nicht interessieren" wurde reichlich bedient.

Ich richtete mich also darauf ein, die Geschichte nicht zu mögen, trotz eines starken Anfangs, und ließ mir sehr viel Zeit dafür, ich brauchte vier Etappen um die Geschichte zu beenden. Es hat sich aber gelohnt, die Atmosphäre ist toll, die erdachte Geschichte eine schöne Lovecraft-Hommage, die Gruselelemente stimmen und sich stimmig, und vor allem der sehr sorgfältige, gehobene Stil konnte für sich einnehmen.

Trotz einiger Längen blieb ich mit einem befriedigten Gefühl zurück, das reicht so gerade noch für eine


Note 2.
"Film und Buch - Oliblog". Mein Weblog.

Zur Zeit auf meinem Nachttisch:
- "Under the Dome", Stephen King
- "The Life of Charlotte Brontë", Elizabeth Gaskell

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Oliver« (17. September 2006, 21:54)