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  • »Patrick Grieser« ist der Autor dieses Themas

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1

Samstag, 8. Juli 2006, 11:29

Arkham - Wie geht es weiter?

Nachdem jetzt die Auflage komplett ausverkauft ist und ich mich gestern Abend noch von zwei meiner Belegexemplare getrennt habe (ich selbst habe nur noch 2 Bücher, eines davon wandert ins Verlagsarchiv), mache ich mir gerade Gedanken darüber, wie es weitergehen soll. Ich würde gerne Anfang 2007 wieder etwas mit dem Thema "Lovecraft" machen. Jetzt hatte ich schon darüber nachgedacht jeweils ein Reiseführer zu "Dunwich" und "Innsmouth" herauszugeben, aber irgendwie kann ich mich mit dem Gedanken noch nicht so ganz anfreunden(das ginge dann in die Richtung "Ausschlachten"). Deshalb meine Frage an die Lovecraft-Interessierten. Wie soll es weitergehen? Gibt es vielleicht einen bestimmten US-Stoff, den ihr wahnsinnig gerne mal in dt. Sprache lesen würdet? Mal einen Lovecraft-Roman von einem bekannteren dt. Autor? Oder wieder lieber ein Reiseführer?

gorgan

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2

Samstag, 8. Juli 2006, 13:30

Ich hätte nichts dagegen, das Konzept Reiseführer weiter zu verfolgen. Wenn du dich allerdings nicht so recht damit anfreunden kannst, warte lieber mal ab, ob sich nicht ein besserer Vorschlag einfindet. Die Kaliber "Dunwich" und "Innsmouth" sind ja auch ganz ok, ich würde da noch nicht von einem Ausschlachten sprechen. Unwohl wäre mir an deiner Stelle allerdings, wenn ich dann irgendwann beim "Reiseführer Billingtons Wald" angekommen wäre... Wenn das nächste Projekt auch so erfolgreich wird und kein weiterer Reiseführer ist und es weitere Bücher zum Mythos geben wird, könnte man ja überlegen, sporadisch einen weiteren Reiseführer einzufügen.

Vorstellen kann ich mir auch, das Konzept in dem Sinne nicht "auszuschlachten" sondern auszuweiten. Wie wäre es denn, die Landkarte von "Lovecraft-County" auszuweiten? Aufgabe müsste es aber sein, nicht einfach Mythos-Geschichten an "neuen Orten" zu schreiben, sondern diese als ähnlich "geschichtsträchtig" wie die "Schwergewichte" erscheinen zu lassen. Man könnte reale Orte nehmen und mit einer entsprechenden Vergangenheit ausstatten, oder ebenso fiktive ersinnen. Interessant wäre sicherlich, diese in Deutschland zu lokalisieren (warum soll man das immer den "Call of Cthulhu"-Spielern überlassen), zur Bedingung würde ich das aber nicht machen.

Lovecraft-Romane von dt. Autoren haben wir ja gottseidank den einen oder anderen in letzter Zeit (Festa sei dank) erleben dürfen. Da diese mir im allgemeinen auch gefallen haben, hätte ich sicherlich auch nichts gegen ein solches Projekt. Ein paar US-Sachen habe ich zwar auch in meiner Sammlung, aber leider nicht gelesen. Von daher wüsste ich jetzt keinen bestimmten Stoff.
Gekommen das Fandom zu retten... Captain Con

kaigrimm

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3

Samstag, 8. Juli 2006, 13:43

Dunwich und Innsmouth sind deutlich kleinere Orte als Arkham. Von daher hege ich die Befürchtung, dass da ein Arkham-Nachfolgeband mit quasi beschränkteren Möglichkeiten bei herauskommen könnte.

Gut fände ich einen Reiseführer der sich auf einen Landstrich bezieht und nicht nur auf eine Stadt. Da dürfen ja dann auch gerne kleine Dörfer eine tragende Rolle spielen.

Die Idee wäre also das thematische und räumliche Umfeld zu vergrößern, nicht zu verkleinern.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

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4

Samstag, 8. Juli 2006, 13:49

@Gorgan + Kaigrimm:

Vielen Dank für eure Statements. Ich hatte auch schon an eine Art Reiseführer mit dem Titel "Jenseits des Miskatonics" gedacht, wo es mehr um den Hinterwäldler-Horror geht, da könnte man dann auch die Geschichte "Der Flüsterer im Dunkeln" verwenden.

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5

Samstag, 8. Juli 2006, 13:51

Wenn die erste Auflage sich so schnell verkauft hat, würde ich erst mal fix eine zweite drucken, solange der Hype anhält.

Was mich angeht, bin ich von Lovecraft derzeit etwas übersättigt und kann leider keinen Vorschlag für einen Nachfolger machen.

Peter

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6

Samstag, 8. Juli 2006, 14:04

@Peter: Nachdrucken wäre IMHO Kundenverasche, da das Buch ja als "limitierte Sammlerausgabe" beworben wurde.

kaigrimm

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7

Samstag, 8. Juli 2006, 14:13

Zitat

Original von Peter Dobrovka
Wenn die erste Auflage sich so schnell verkauft hat, würde ich erst mal fix eine zweite drucken, solange der Hype anhält.

Was mich angeht, bin ich von Lovecraft derzeit etwas übersättigt und kann leider keinen Vorschlag für einen Nachfolger machen.

Peter


Das ist die Sicht des Verlegers, nicht des Lesers. Zumindestens nicht die Sicht des Lesers, der Arkham schon besitzt.... :)
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

Albino

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8

Samstag, 8. Juli 2006, 14:23

der Reiseführer als Idee fand genial und die Umsetzung auch , schlagt mich nicht gleich , aber den hätte ich gerne als Hardcover ( miniauflage vielleicht für fans so 99 stück .... bettel ) , aber als Vorschlag als zweiten Reisefüher vielleicht über
Lovecrafts Traumland ..... aus Lovecrafts Geschichte Traumsuche nach dem unbekannten Kadath ?

Liebe Grüße

Albino

Felix W

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9

Samstag, 8. Juli 2006, 15:08

Arkham war klasse und ich wäre einer der ersten, der einen zweiten Band vorbestellen würde.

Aber eine bloße Wiederholung des konzepts würde mir doch einen Teil des Reizes nehmen. Ob Arkham oder eine andere Stadt, für mich als nicht absoluten Lovecraft-Jünger macht das keinen großen Unterschied. Auch eine Ausdehnung auf einen größeren Landstrich ist meines Erachtens keine große Veränderung, denn auch in Arkham sind die meisten Geschichten nicht ausschließlich in der Stadt selbst angesiedelt.
Deshalb: Ein zweiter Teil nach diesem Schema würde ich mir kaufen und gerne lesen, aber es wäre eben nicht mehr als ein zweiter Teil, wie es so viele gibt.

Interessant fände ich eine Reiseführer-Anthologie mit "Dem König in gelb" als Hintergrund. Marc Alastors Geschichte hat mir wieder die Festa-Anthologie in Gedächtnis gerufen, die ich sehr gemocht habe.
Doch ist Der König in gelb bei weitem nich so beliebt wie die Werke von Lovecraft und, ich glaube, auch weniger offen, was weitere Geschichten angeht.
Deshalb muss diese Idee wohl ausscheiden.

Ebenso lieb wäre mir ein Projekt,d ass den Reiseführer Arkham zu einem Buch der Geschichtsschreibung macht. Handlungsort ist wieder Arkham, doch diesmal gibt es keine vorgegebenen Orte, sondern Ereignisse der Stadtgeschichte, keien relative Gleichzeitigkeit, sondern Geschichten von der Gründung Arkhams bis in die Zukunft (vgl. Monstro City).
Hier könnten fiktionale Ereignisse genau so wie historische Ausgangspunkt sein. Und für die Geschichten wünsche ich mir, dass nicht die Ereignisse einfach nur dargelegt werden, sondern Einzelschicksale während dieser.

So etwas würde mich als Leser reizen. ;)

Gruß, Felix
Mein Blog: |T|Ä|N|D|E|L|E|I|

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Felix W« (8. Juli 2006, 15:10)


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HarryW

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10

Samstag, 8. Juli 2006, 16:15

Warum muss es immer und immer wieder Lovecraft sein? So viel dieser Mann auch bewirkt haben mag ... irgendwann muss mal Schluss sein. Und so ambitioniert und qualitativ hochwertig Bücher wie 'Arkham' auch sind, ist es letzten Endes einfach nichts neues.
Dieselben Themen ständig wiederzukäuen führt bei mir zu einer Übersättigung. Deshlab finde ich: Begrabt das Thema Lovecraft und erschafft eine neues Universum. Das sollte doch ein Anreiz für Personen sein, die kreativ sind und schreiben.

DarkWriter

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11

Samstag, 8. Juli 2006, 17:30

Hallo,

das ist sicherlich eine gute Frage. Ich bin ganz ehrlich - Lovecraft gibt mir nichts. Ich kann mich mit diesem Stoff einfach nicht anfreunden. Ich wäre auch eher der Fan von einer modernen Horror-Anthologie. Eine, in der das Elend der heutigen Zeit Hand in Hand geht mit dem Horror. In dem kleine Leute den großen Schrecken erleben. Sowas eben ... :] Die Amerikaner machen es uns im Moment (wieder Mal) vor. Die aktuellen Autoren dort haben sich imho völlig von dem Alten gelöst. Und das ist auch gut so ... ;(

Grüße
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Ari-kitsune

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Samstag, 8. Juli 2006, 17:33

Lovecraft ist wie Poe einer der "Großen Alten" des Genres und ein Name mit Kaufkraft, so wie später King und Konsorten. Die ziehen einfach besser, weil jeder ahnt, was ihn ungefähr erwartet, und die Laufkundschaft horcht auf, weil sie diese Namen schon einmal gehört hat.

Deshalb muss es wahrscheinlich Lovecraft sein. Andere zugkräftige Namen, die auch wirklich eine größere Gruppe ansprechen zu finden ist sicherlich schwer.

Man kann natürlich auch hingehen und einen dunkelphantastischen Reiseführer zu realen Städten wie London, Rom oder Paris machen, die durch ihre wechselvolle Geschichte einiges an Stoff bieten würden, aber so was könnte es schon gebne, und es wäre nichtganz das Gleiche befürchte ich.
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13

Samstag, 8. Juli 2006, 19:10

Muss es denn unbedingt ein Reiseführer sein?

Was ist denn mit den ganzen Artefakten und archäolgischen Dinge, die es im Lovecraft-Universum so gibt? Steine, Stelen, Kultplätze, Städte etc.
So eine Art archäologischer Führer, der sich evtl. mit den möglichen Hintergründen zur Geschichte, Zukunft, Untersuchungen etc. befasst.
Solche Dinge haben mich persönlich immer sehr interessiert.
Lese gerade: Carlos Ruiz Zafon - Der Schatten des Windes
Danach: t.b.a.

sunz666

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14

Samstag, 8. Juli 2006, 19:11

Also wo wir schon bei Vorschläge sammeln sind. Die Idee mit noch einem Reiseführer finde ich nicht schlecht.

Was ich mir allerdings schon seit Jahren wünsche. Eigentlich seit dem Tag seit dem ich den ersten Lovecraft gelesen hatte.

Wie gehts denn weiter wenn mal wieder die großen alten auf der Erde ihr unwesen treiben. Oder wenn sie wieder an die Macht kommen.
Besonders stark kam mir damals die Idee als ich von Robert Bloch Cthulhus Rückkehr ausgelesen hatte.

Aber in dieser Hinsicht habe ich schon sehr viele Titel gelesen in denen die "Großen Alten" eine Rolle gespielt haben und ich mir gedacht habe "Wie war das wohl als die damals hier waren, oder wie ist das wohl wenn die wieder da sind"

Wäre mal schön eine Story Sammlung in der Richtung zu lesen.

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Nyneian

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15

Samstag, 8. Juli 2006, 19:40

Achtung: Eine Runde wildes Brainstroming...

Arkham - der Restaurantführer
Arkham - der Hotelführer
Arkham - das archäologische Magazin
...

naja, halt eine Variante in dieser Richtung; nicht geographisch, sondern querbeet durch die Sachliteratur. Oder nach einem räumlichen Topic jetzt nach einem zeitlichen Topic angeordnet, wie schon vorgeschlagen wurde.

Liebe Grüße
Charlie
"Das Leben ist ein Albtraum in einem Albtraum."
http://www.charlotte-engmann.de

Ari-kitsune

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16

Samstag, 8. Juli 2006, 22:46

Was ist mit Lovecrafts Traumlang-Geschichten - "Die Katzen von Ulthar" und so fort. Die scheinen irgendwie ganz in Vergessenheit geraten zu sein.
Codename: Ratt-zensentin

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Torsten

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17

Samstag, 8. Juli 2006, 23:44

Ich fände es wirklich sehr interessant wenn man z. Bsp. tatsächlich stattgefundene Ereignisse mit lovecraftschen Motiven kreuzen würde (gab es sowas schon mal als Antho? Weiß ich jetzt nicht ...). Die Bandbreite wäre jedenfalls grenzenlos ... von der Antike hin zur Iquisition hin zu den Schützengräben des ersten Weltkrieges ...
http://torstenscheib.blogspot.com/

18

Sonntag, 9. Juli 2006, 10:39

@Torsten: Gute Idee, das würde mich auch sehr interessieren.
...and the book club consists mainly of people who club me with books.

Lucardus

unregistriert

19

Sonntag, 9. Juli 2006, 10:54

Zitat

Original von Ari-kitsune
Was ist mit Lovecrafts Traumlang-Geschichten - "Die Katzen von Ulthar" und so fort. Die scheinen irgendwie ganz in Vergessenheit geraten zu sein.


Das wäre allerdings mal was anderes, als die doch schon etwas breit getretenen ewigen Mythosanbetungen. Mir fällt nämlich gerade auf, dass gerade die Stories, die sich weniger an den Mythos und Lovecraft klammern, besser bei mir ankommen.

Abgesehen davon ist "Die Traumsuche nach dem unbekannten Kadath" meine absolute Lieblingsstory von Lovecraft. Das Thema sollte auch einiges mehr an Vielfalt ermöglichen.

Wenn nochmal Lovecraft, dann eine Traumlande-Anthologie!

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DarkDreamer

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20

Sonntag, 9. Juli 2006, 12:44

Nen zweiten Reiseführer würd ich ehrlich gesagt nicht machen.
Was neues wär viel interessanter.

Da ich mich mit Lovecraft (noch nicht) so gut auskenne, kann ich dazu nicht allzuviel sagen.

Aber eine Lovcraftsche Zeitreise klingt doch schon mal sehr gut.
Vielleicht könnte man einen Gegenstand der etwas mit Lovecraft zu tun hatte (gibt es doch bestimmt, oder?) durch die Zeit verfolgen.
Orte von ihm kann man dann ja auch noch gegebenenfalls einbauen.