Sie sind nicht angemeldet.

Guten Tag lieber Gast, um »Horror Forum - Alles rund um Horror und Phantastik!« vollständig mit allen Funktionen nutzen zu können, sollten Sie sich erst registrieren.
Benutzen Sie bitte dafür das Registrierungsformular, um sich zu registrieren. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

kaigrimm

Super Moderator

Beiträge: 4 347

Registrierungsdatum: 1. März 2003

Wohnort: Wuppertal

Beruf: Wäre gerne Lotto-Millionär

  • Nachricht senden

21

Donnerstag, 28. September 2006, 13:08

RE: Seite 250 - 320

Genau, Sven, das mit den Todeslagern ist mir auch irgendwie aufgestoßen. Ich habe das in meinem ersten Posting auch schon mal erwähnt. Jeder weiss Bescheid über Auschwitz, Unternehmen Barbarossa etc. und Kämpffer prahlt auch noch damit durch die Gegend. Historisch korrekt ist was anderes.

Zu der Geschichte mit dem Versuch, Hitler zu töten könnte ich jetzt auch noch was schreiben, aber das wäre dann spoilern und fies.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

22

Donnerstag, 28. September 2006, 14:09

RE: Seite 250 - 320

Zitat

Original von kaigrimm
Zu der Geschichte mit dem Versuch, Hitler zu töten könnte ich jetzt auch noch was schreiben, aber das wäre dann spoilern und fies.


Da können wir ja im Kürze drüber reden, wenn ich den Band durch habe ;)

BTW - ich finde die Idee sehr gut, in der Postingheatline anzugeben, über welchen Bereich im Buch ihr gerade schreibt (von Seite bis Seite...), so kann sich jeder darauf einrichten, ob er dies bereits gelesen hat und alle anderen bräuchten sich keine Sorgen um Spoiler machen, sondern könnten den Absatz gerade offen besprechen.
Ich lese z. B. die Postings, die im Buch weiter sind als ich , ganz bewusst noch nicht und hebe sie mir auf - so auch die hier schon bestehenden Fazit-Topics, um den Band unbeeinflusst zu Ende lesen zu können.

Was denkt ihr? ;)

Die Belastbarkeit meines Nachttisches wird ermittelt mit freundlicher Unterstützung von:

-


DarkDreamer

DD ... D²

Beiträge: 1 364

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

Wohnort: Münster

Beruf: Niederlandistik- und Skandinavistik-Student

  • Nachricht senden

23

Donnerstag, 28. September 2006, 15:46

Bis Seite 347


...Achtung Spoiler...



Ich muss jetzt mal etwas über Molasar loswerden.
Zu Anfang war er ein richtig schöne Bestie, auch das erscheinen seiner Gestalt hat mich nicht wirklich gestört, da das unheimliche blieb. Aber mit zunehmender Seitenzahl wird er mir doch etwas zu sympathisch. Er wirkt fast wie ein unsterblicher Mensch der mit seinem Handeln und denken noch in seiner vergangenen Zeit geblieben ist und nicht mehr wie ein Vampir.
Es kommt mir immer mehr vor wie: Der Vampir soll zwar ein böses abscheuliches Wesen bleiben, aber etwas gutes tun, also müssen die Nazis herhalten.

Zusammen mit Cuza wirkt er wie Hitler und die Nazis. Sie wollen genau, das gleiche erreichen. Die Ausrottung der Bösen um es zu ersetzen. Molasar kann ich ja gerade nich verstehen, auch wenn es mir etwas zu weit geht. Sein Kastell zu reinigen hätte vollauf gereicht.Die Pläne sein "Reich" zu säubern find ich auch noch nicht so schlimm, da es seine Landsleute sind, wie er sagt. Aber das die beiden auf die Idee kommen einfach Hitler umzubringen, geht mir doch etwas zu weit. Das wirkt einfach nur lächerlich und übertrieben!

Zudem geraten mir die Soldaten im Kastell zu weit in den Hintergrund. Wenn man mal etwas von ihnen hört, sind es kurze Passagen mit Wörmann und/oder Kämpffer. Sie erscheinen nach dem sie am Anfang eine tragende Rolle gespielt haben nur noch als Schachfiguren, die halt dort sind. Das eigentliche Geschehen betrifft sie nicht mehr wirklich. Zudem wird zwar das Geschehen immer wider auf den Keller mit den Leichen gerichtet, aber ihn mal auf etwaige Eindringlinge zu durchsuchen kommen sie anscheinend nicht wirklich. Stattdessen reißen sie lieber alle Wände des Kastells ein.

Die Liebschaft zwischen Magda und Glenn wirkt zu Anfang noch glaubhaft, entwickelt sich aber immer mehr in Richtung Lückenfüller.
Ist Glenn nicht eigentlich hergekommen um etwas gegen Molasar zu unternehmen? Ich merke davon zumindest nichts. Er denkt oft an seinen bevorstehenden Kampf, aber wozu warten bis Molasar wider bei vollen Kräften ist? Er weiß doch von dem geheimen Zugang zum Kastell

Insgesamt entwickelt sich das Buch vom anfänglichen Pageturner zu einem schleppenden Ereigniss, dass ich nicht mehr wirklich begeistert lesen kann. Hoffentlich ändert sich das zum Ende wider.

kaigrimm

Super Moderator

Beiträge: 4 347

Registrierungsdatum: 1. März 2003

Wohnort: Wuppertal

Beruf: Wäre gerne Lotto-Millionär

  • Nachricht senden

24

Donnerstag, 28. September 2006, 16:38

RE: Bis Seite 347

Ich bin auch dafür, in der Themazeile immer anzugeben, bis zu welcher Seitenzahl man gelesen hat. Dies sollte verhindern, dass Leute, die noch nicht soweit sind, Infos bekommen, die sie noch gar nicht bekommen wollen.

@DarkDreamer:
Die Soldaten zu weit im Hintergrund, das habe ich auch schon mehrfach bemängelt. Es ist schade, dass dieser Handlungsstrang phasenweise nahezu versiegt.
Zu Molasar darf ich Dir nicht antworten, da musst Du erst zu Ende gelesen haben...
Im Thema steht schließlich bis Seite 347.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

Werbung

unregistriert

Werbung


25

Freitag, 29. September 2006, 20:12

- Ende / Fazit

So ich habs nun endlich auch geschafft (Halleluja...) und das Kastell liegt hinter mir.

Um es kurz zu machen, meine Vorredner haben es bereits allesamt auf den Punkt gebracht.

"Das Kastell" fängt stark an und lässt zur Mitte hin umso stärker nach.
Der Protagonisten-Wechsel weg von den Offizieren hin zu den Cuza's tat dem Band gar nicht gut. Die Story wird zu einem faden, langweiligen Beziehungsdrama und die Seiten schleppen sich gerade so dahin.
Ich stand gestern einige Male kurz davor, den Band einfach wieder wegzupacken, so langweilig und so plumb fand ich die "Lovestory" zwischen Glenn und Magda, so sehr nervte mich die Beziehung zwischen Molasar und dem Vater und so wenig greifbar war für mich das sich immer mehr aufbauende Grauen.
Das ist im Grunde der größte Kritikpunkt, den ich habe - ich fand die sich zuspitzende Situation NULL bedrohlich! Die Nazis, die zumindest am Anfang historisch bedingt etwas Schrecken verbreitet haben, wurden zu billigen Rahmenfiguren umfunktioniert und waren im zweiten Teil der Geschichte nunmehr billiges "Schlachtvieh". Der Wahnsinn, der Theodor Cuza scheints langsam beschleichen sollte, kam bei mir eher als senile Naivität an und von Molasar ging zumindest für mich auch keine merkbare Bedrohung mehr aus.
Selbst der Wahnsinn, der sich schleichend bis ins Dorf ausbreitete, kam bei mir überhaupt nicht rüber und kam mir so "im Nebensatz erwähnt" vor.

Das Finale war zumindest für mich absehbar, in dieser Form irgendwie unvermeidlich und daher irgendwie uninspiriert
Allerdings hat mich eine Szene noch ganz kurz aufhorchen lassen und gefesselt - als Magda ihrem Vater gegenüberstand und nun überlegte, wer der beiden "Ältesten" nun gelogen hatte! Manipulierte Molasar nun den Vater oder Glenn gar sie?
Diesen Zweifel hätte man noch viel tiefer ausbauen können, so dass dem Leser erst recht spät klar wird, wer jetzt eigentlich im Recht ist.
Doch Wilson hat diese eigentlich spannende Wendung einige Sätze später direkt selbst entkräftet, in dem er Molasars Pläne offen für den Leser darlegte und jeden ZWeifel ausräumte, wer jetzt der Böse ist und wer der Gute.

Nun, um zum Ende zu kommen - Das Kastell ist für mich bisher die größte Enttäuschung der letzten Monate. Der Band fängt unglaublich stark an, entwickelt eine rasante, packende, tiefe und interessante Story, die in einem problematischen Setting angelegt ist und darin sogar bis auf einige Ausnahmen sehr gut funktioniert - doch mit dem Wechsel der Protagonisten kommt die große Ernüchterung, das große Gähnen und leider eine weniger als Mittelmäßige zweite Hälfte.

Wegen des enorm guten Starts gibts von mir gerade noch ein Mittelmäßig.

Ich zieh mir die Tage zum Ausgleich mal wieder ein anderes Festa-TB rein, bisher wurden dort nur absolute Knaller veröffentlicht. ;)



Allerdings muss ich auch sagen, dass wir lieber an unserer "nicht mehr als 300 Seiten im Lesezirkel"-Regel festgehalten hätten.
Zumindest ich werde keine dickeren Lesezirkel als diese 300 Seiten mehr "blind" mitlesen. Bei 430 Seiten wird es schon zur Qual, wenn man sich durch ein Buch zwingt, dass einem ab der Hälfte überhaupt keinen Spass mehr macht :(

Die Belastbarkeit meines Nachttisches wird ermittelt mit freundlicher Unterstützung von:

-


Running Wild

RUNNING WILD PHANTAST

  • »Running Wild« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 136

Registrierungsdatum: 5. Mai 2004

Wohnort: Österreich

  • Nachricht senden

26

Samstag, 30. September 2006, 10:38

RE: - Ende / Fazit

Jep , Sven es ist schade , das das Buch zum Ende hin
so nachläst ! Es scheint auch das alle Nazis/oder Deutsche
auch Böse sind , weshalb Sie offensichtlich sterben mussten !
Ich hätte mir gewünscht , das die Deutschen sich dem Bösen
stellen hätten sollen , anstatt nur Ofper zu werden !
Aber das wollte der Autor so !
Ja bei den nächsten Lesezirkeln ,
sollten die Bücher nur bis 300 Seiten haben !
Ausnahme wäre türlich das neue Marzi Buch und Simmons !
Allerdings die Knaller haben mitlerweile andere
Verlage wie Eloy E. oder die EP !!!
Reality is lost - IKON

Yuggoth

Suchender

Beiträge: 889

Registrierungsdatum: 26. September 2005

Wohnort: Neustadt i. Sa.

Beruf: Logistischer Mitarbeiter

  • Nachricht senden

27

Samstag, 30. September 2006, 14:05

Wie es scheint, hat Vielen der Bezug zu
den Werken Lovecrafts nicht gefallen.
Trotzdem möchte ich doch wissen,
ob "Das Kastel" in die Cthulhu/Lovecraft-List
passt. Eingetragen ist es schon, aber kann es
auch dort bleiben?
Nach Frank Hellers Cthulhu-Newsletter wird
das Buch zum Cthulhu-Mythos gezählt.
Ich habe den Roman noch nicht gelesen und
habe diesen Thread nur überflogen.
Wie ist eure Meinung?

Running Wild

RUNNING WILD PHANTAST

  • »Running Wild« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 136

Registrierungsdatum: 5. Mai 2004

Wohnort: Österreich

  • Nachricht senden

28

Samstag, 30. September 2006, 19:43

@Yuggoth
Von mir ein klares NEIN !
Es gibt nur diese Bücher ,
aber Sie werden NICHT verwendet ,
keine Beschwörrungen und dergleiches !
Der Vampir Rasalom ist ein altes Wesen ,
aber ob das Erste Zeitalter und er selbst
was mit den Großen Alten zu tun hat ,
bleibt des Lesers Fantasie überlassen !
Für mich sind es eher Anspielungen ,
Lovecrafts Mythen und Monster kommen im Buch
nicht vor ! Hier hat der Autor schon was Eigenes
gemacht , hat sich aber mit dem Hinweis auf
die Bücher vor dem Autor Lovecraft verneigt !
Reality is lost - IKON

29

Sonntag, 1. Oktober 2006, 10:30

Auf gar keinen Fall, Yuggoth.
Der Mythosbezug ist hier gerademal so viel gegeben, als würde in einem Cecilia Ahern-Roman die Katze des Nachbarn "Howard P." heißen.

Die Erwähnung der Bände hat null, wirklich garkeinen Bezug zur Story und ist damit sowas von deplaziert.
Jedem, der "Das Kastell" auch nur im Entferntesten ansatzweise mit dem Lovecraft'chen Mythos in Verbindung bringt, muss ich unterstellen, dass er den Band nicht mal angeblättert hat.

Keine Ahnung, wie gerade Frank Heller so etwas an den Newsletter packen kann.

Die Belastbarkeit meines Nachttisches wird ermittelt mit freundlicher Unterstützung von:

-


Werbung

unregistriert

Werbung


kaigrimm

Super Moderator

Beiträge: 4 347

Registrierungsdatum: 1. März 2003

Wohnort: Wuppertal

Beruf: Wäre gerne Lotto-Millionär

  • Nachricht senden

30

Sonntag, 1. Oktober 2006, 15:53

Ich denke, das Problem von "Das Kastell" ist, dass die erste Hälfte des Romans Erwartungen aufbaut, die auf Grund des radikalen Wechsels der Perspektive zur Halbzeit und des Abschwenkes in eine andere Richtung einfach nicht mehr erfüllt werden.
Man kann es wie ich trotzdem noch gut finden, allerdings verstehe ich nach Euren ausführlichen Beiträgen auch gut, wenn man das als Leser so nicht mitträgt und enttäuscht ist.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

DarkDreamer

DD ... D²

Beiträge: 1 364

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

Wohnort: Münster

Beruf: Niederlandistik- und Skandinavistik-Student

  • Nachricht senden

31

Montag, 2. Oktober 2006, 15:54

Seite 347 - Ende und Gesamtfazit

Seite 347 - Ende

Nach der etwas lange Durststrecke nimmt "Das Kastell" endlich wider etwas mehr fahrt auf. Auch wenn es nicht mehr die Anfangslesegeschwindigkeit erreichen kann.
Hier kommt nun auch heraus, was es mit Molasar und Glenn wirklich auf sich hat: Gegner aus dem ersten Zeitalter. Und was ist das natürlich? Atlantis. Passt wunderbar in das vorherige aufgebaute Vampirthema herein. Diese Kehrtwendung hat mich erst einmal aus dem Thema herausgeschmissen. Wenigstens versteht es Wilson alles in einen Vernünftigen Zusammenhang zu bringen.
Zu guter letzt: Der Prolog. Das das Ende des Buches gut ausgeht war klar, aber so gut? Ne, das war etwas zu viel für mich. Man muss es ja nicht übertreiben. Das Überleben von Glenn wirkt einfach nur unecht.


Gesamtfazit:

- Ein sehr guter Einstieg ins Buch
- Die Grausamkeiten des Wesens lassen einen richtig schaudern
- Ein richtiger Pageturner
- Die Bücher sind einfach nur überflüssig! Erklärungsmaterial für Cuza? Da hätte Wilson sich auch etwas besseres ausdenken können
- Das Wesen nimmt Gestallt und wird ein bischen sympathisch, mit der Zeit einfach zu sympathisch
- Die Mitte des Buches wirkt wie ein großer was-kann-man-hier-noch-schreiben-damit-es-dicker-wird Teil
- Soldaten rücken viel zu weit in den Hintergrund
- Man muss Hitler und Himmler töten, wirkt nur übertrieben
- Auflösung der Gestallten Molasar, Glenn ist eine geniale Idee, die zwar nicht so richtig hier hineinzupassen scheint, aber glaubhaft erklärt ist
- Prolog ist einfach nur überflüssig


Hätte ich das Buch zur Mitte hin bewerten müssen, wäre ein schlechtes mittelmäßig herausgekommen. Da es aber immer noch den überragenden Anfang und das ziemlich gute Ende gibt, erhält "Das Kastell" von mir eine 2-

Beiträge: 1 010

Registrierungsdatum: 7. April 2003

Wohnort: Berlin

Beruf: Schattenwesen

  • Nachricht senden

32

Freitag, 6. Oktober 2006, 11:22

RE: Seite 347 - Ende und Gesamtfazit

Ich habe den Roman an meinen ersten Urlaubstagen ausgelesen und möchte hier eigentlich nur meinen Gesamteindruck schildern.

Mir erging es wie den Meisten hier,die am Beginn des Romans ganz angetan waren.Die Story wirkte interessant und machte Appetit auf mehr.Verkam aber zusehends wie ein Burger,der kalt nicht mehr schmeckt.Denn die Geschichte verflacht mit erscheinen des Pseudo Vampir-Dämons Molasar, dem jeglicher Grusel fehlt und eigentlich in der Geisterbahn auf der Kirmes sein Geld verdienen sollte,mehr und mehr.Es gab sogar einen Zeitpunkt,da wollte ich nicht mehr weiterlesen,als es zum Liebesgedümpel zwischen Glenn(die einzige Figur die Überzeugen kann) und der naiven Jungfer Magda kam.Hier verflacht der Roman auf Romanheft-Niveau a la John Sinclare und Konsalik und Konsorten lassen grüssen und jegliche Atmosphäre ist dahin.
Den Figuren triefen die Klischees nur so von der Backe.Wehrmachtsoldaten sind Böse Herrenmenschen und müssen alle dem Vampir Monster Molasar geopfert werden.Der Gelehrte Prof.Cruza zerbricht an der Liebe zu seiner Tochter und den Ereignissen des Krieges(halbwegs nachvollziebar) seine Tochter ein naives,verliebtes Dummchen und der Rest der Personen ist nicht der Rede wert.
Schade,den der Roman hat auch seine Stärken.Diese kommen aber leider viel zu kurz.
Auch wenn der Roman ein klassiker ist, von mir gibt es gerade noch ein >MITTELPRÄCHTIG>
Lese zur Zeit: Terry Goodkind- Das Schwert der Wahrheit- 3. Teil- Die Günstlinge der Unterwelt

Mammut

Der ErnstFall

Beiträge: 2 712

Registrierungsdatum: 21. Januar 2004

Wohnort: Weltkulturerbe Mittelrhein

  • Nachricht senden

33

Freitag, 6. Oktober 2006, 17:57

Hallo Allerseits,

auch ich habe den Roman durch und schließe mich im großen und ganzen den Kritikpunkten an: Ab der zweiten Hälfte (ca. 200 Seiten) läßt der Roman nach. Das Auftauchen der Bücher hat mich nicht gestört.
Die Gründe wurden genannt:
1. Magda und die Liebesgeschichte passen überhaupt nicht in die ganze Story hinein.
2. Der SS Mann Kämpffer war ein ziemliches Klisschee und wurde der Rolle nie gerecht.
3. Das Ende tendiert doch sehr in Richtung Fantasy und stellt damit einen ziemlichen Bruch zum überragenden Anfang des Romans.

Ich habe trotzdem mit Sehr Gut gewertet. Warum?

1. Ein sehr spannend geschriebener Roman, der von den Grundbedingungen sehr stimmig wirkte.
2. Eine wahrhaft gruselige Atmosphäre
3. Ein Vampir, der wirklich mal eine nicht rein böse ist, sondern sehr vielschichtig agiert, wie ein Vorredner schon schrieb, wirkte er zwischendurch schon fast sympatisch und somit war er autentisch. Auch Cuza´s Motivation fand ich nachvollziehbar, wenn er auch manchmal "übermotiviert" war, da hat dann die "kritische oder zweifelnde" Stimme gefehlt.

Letztendlich gibt es zwar einiges zu kritisieren, aber der Roman war spannend und hatte mit Wörmann und dem Vampir zwei richtig interessante Charaktere zu bieten. Ein Sehr Gut wegen des großen Lesegenusses.

Bis bald,
Michael

kaigrimm

Super Moderator

Beiträge: 4 347

Registrierungsdatum: 1. März 2003

Wohnort: Wuppertal

Beruf: Wäre gerne Lotto-Millionär

  • Nachricht senden

34

Samstag, 7. Oktober 2006, 14:21

Zitat

Original von Mammut
3. Ein Vampir, der wirklich mal eine nicht rein böse ist, sondern sehr vielschichtig agiert, wie ein Vorredner schon schrieb, wirkte er zwischendurch schon fast sympatisch und somit war er autentisch.


Hallo Mammut,

diesbezüglich habe ich das Ende ganz anders verstanden:

War es nicht so, dass Molasar nur deshalb zeitweise nahezu menschlich erschien, weil er Cuza als Hilfskraft ködern wollte? Schließlich brauchte er diesen um das Kastell verlassen zu können und danach sahen seine Pläne bestimmt nicht so aus, dass er die Welt durch das Töten gewisser Diktatoren in einen besseren Ort verwandeln wollte, jedenfalls laut seiner Nemesis Glenn.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

Werbung

unregistriert

Werbung


Mammut

Der ErnstFall

Beiträge: 2 712

Registrierungsdatum: 21. Januar 2004

Wohnort: Weltkulturerbe Mittelrhein

  • Nachricht senden

35

Samstag, 7. Oktober 2006, 21:39

Hallo kaigrimm,

das war schon so wie du sagtest. Aber oft erkennt man das als Leser sofort und dadurch wirkt der Böse immer etwas dusselig. Hier kam das gut rüber, da es glaubhaft dargestellt wurde.
Was nicht heißt, dass Molasar nicht durch und durch böse ist. Hab ich vielleicht etwas unglücklich formuliert.

Bis bald,
Michael

36

Dienstag, 17. Oktober 2006, 11:27

Ich habe gestern Abend endlich auch mit "Das Kastell" angefangen und bin für den Anfang schon mal auf Seite 35. Bisher ließt es sich recht flott, das fällt mir positiv auf.

Was mir nicht ganz so gut auffällt, ist das Setting. Abgelegen im Gebirge, Rumänien, Transsylvanien, alte Burg... das klingt soweit doch sehr altbekannt.

Relativ neu sind SS/Wehrmacht. Ich bin schon gespannt, ob sich später ein plausibler Zusammenhang zwischen Handlung und Nazis ergibt. Nachdem ich in den letzten Wochen 3 doch recht unterschiedliche Bücher von amerikanischen Autoren gelesen habe, in denen Nazis, SS-Uniformen und Leute, die Nazis nachahmen vorkamen, bin ich im Augenblick etwas verwundert über die anscheinend doch recht häufig vorkommende Affinität zu diesem Thema.
...and the book club consists mainly of people who club me with books.

kaigrimm

Super Moderator

Beiträge: 4 347

Registrierungsdatum: 1. März 2003

Wohnort: Wuppertal

Beruf: Wäre gerne Lotto-Millionär

  • Nachricht senden

37

Dienstag, 17. Oktober 2006, 13:07

Das Kastell hat ja doch schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Ich nehme an, es hatte gerade wegen der Nazithematik sicher Probleme, einen deutschen Verleger zu finden.

Bei mir war es das erste Buch mit diesem Thema seit den letzten Dinosauriern, auch ein Grund, dass ich letztendlich die Behandlung der Thematik nicht 100 % zufriedenstellend fand.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

38

Samstag, 21. Oktober 2006, 18:46

So, ich bin mittlerweile auf Seite 180 (lese noch einen Band Kurzgeschichten parallel).

Nach wie vor ließt sich das Buch recht flott (wie auch schon von anderen erwähnt). Allerdings kommt die Handlung recht langsam in Fahrt, bisher sind nur jede Nacht Leute gestorben und der Professor wurde zur Unterstützung herbeigeschafft.

Auffällig ist dabei das klischeehafte Verhalten von Kämpffer, selbst als offensichtlich wird, dass der Professor hilfreich sein könnte, ist kein noch so leichter Wandel in seiner Handlungsweise feststellbar.

Ein mysteriöser Rothaariger ist mittlerweile seit geraumer Zeit auf dem Weg zum Kastell... da wäre der ein oder andere Happen Information mehr nett gewesen, der erklären würde, wer das ist und weshalb er dorthin aufbricht.

Mittlerweile wird offensichtlich, dass es sich bei dem Mörder wohl um einen Vampir handelt - ungewöhnlich, dass dieser die Kehlen derartig zerfetzt, erinnert mich eher an einen Werwolf. Ungewöhnlich weiterhin, dass er von Magda abläßt, nachdem ihr Vater deutlich macht, dass sie nicht seine Feinde sind. Ich bin mal gespannt, was die Motivation dieses Vampirs ist.
...and the book club consists mainly of people who club me with books.

39

Samstag, 28. Oktober 2006, 20:09

So, ich bin jetzt auch fertig. Auch von mir gibts nur ein "mittelmäßig" als Gesamtfazit.

Der Anfang und das Ende (vielleicht mal abgesehen vom Epilog) gefallen mir zwar recht gut, aber in der Mitte zieht sich das Lesen ziemlich stark, da hat mir stellenweise die Handlung gefehlt, die mich dazu angetrieben hätte, weiterzulesen.

Das Ende ist sehr fantasy-artig (dramatischer Endkampf mit Schwert, Molasar nennt Glenn gegen Ende auch mal "Barbar" - Conan läßt grüßen), was mich prinzipiell zwar nicht stört, aber mir irgendwie nicht ganz harmonisch zum MG-kontaminierten Rest des Buches passen will.

Ich hatte ja Anfangs schon geschrieben, dass ich neugierig auf einen plausiblen Zusammenhang zwischen eigentlicher Handlung und Nazi-Kontext bin. Dieser Zusammenhang ist eigentlich nicht notwendig, dass der Professor und Magda Juden sind, ist eigentlich auch unerheblich und die Soldaten bleiben farblos. Der Roman hätte genauso zur Zeit des 1. Weltkriegs oder zu Zeiten des 30 Jährigen Krieges spielen können, ohne dass nennenswerte Einbußen bei der Handlung entstanden wären. Die Frage, warum gerade dieses Thema so "gerne" eingebaut wird, bleibt für mich also offen.
...and the book club consists mainly of people who club me with books.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sar-Sargoth« (28. Oktober 2006, 20:09)


Werbung

unregistriert

Werbung


Mammut

Der ErnstFall

Beiträge: 2 712

Registrierungsdatum: 21. Januar 2004

Wohnort: Weltkulturerbe Mittelrhein

  • Nachricht senden

40

Freitag, 1. Dezember 2006, 21:13

Ich muss sagen, je größer der Abstand zum gelesenen Buch desto mehr flaut die Begeisterung über die erste Hälfte des Buches ab und es bleibt der eher schale Geschmack des mäßigen Endes.
Ich finde das Buch zwar immer noch gut, aber eher mit Einschränkungen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mammut« (1. Dezember 2006, 21:17)