Als Gideon aufwuchs, war die Stadt ein idyllischer, beschaulicher Ort gewesen. Nun jedoch, 20 Jahre nachdem er sie verlassen hat, findet er sie zerstört und zerschlissen vor: Eine Stadt rein aus dem Blut und Schweiß der Elenden gegossen. Ein Labyrinth aus Gewalt und Hass durch das er den Weg finden muss, um seine Vergangenheit endlich erschließen zu können.
Zwischen all der Zerstörung und all dem Ruin befinden sich die Bruchstücke seines Leben, erst wenn er sie alle gefunden und zusammengesetzt hat, wird er seinen Frieden finden. Am Bahnhof der Stadt beginnt seine Odyssee der Erinnerungen, und sie führt ihn tief in das Herz der Sünde, dort wo nichts bleibt als der Rausch, wo nichts mehr zählt als der Exzess selbst.
Wir befinden uns in einer zwielichtigen Stadt: Willkommen in Mekori, der Stadt am Rande des Wahnsinns.
Hier in den tiefsten Regionen der menschlichen Vorstellungskraft, wo kein Lichtstrahl je den Smok durchdringt, noch ein Regenbogen Farbe in die Gassen zu sprühen vermag, bündeln sich Angst, Gier, Hass und Wollust, so wirr und wahnsinnig, so exzessiv und wild, so wankelmütig und verdorben wie nur ein Moloch aus Menschen es bewirken kann. Er ist die Essenz, der Lebenssaft, welcher die Adern der steinernen Hure durchdringt.
Dies ist Mekori, die Stadt der Träume, die Stadt des Glücks. Hier pocht und brodelt das Leben wilder und inniger als an jedem anderen Ort. Hier atmet Gott seine letzten Züge, und doch, dies ist Mekori, die Stadt der Phantasie.
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So lautete der Anfang der Ausschreibung für die gleichnamige Anthologie, die beim Lerato-Verlag erscheinen soll. Ich hatte zwei kurze Beiträge eingesandt, und meine Story "Pilzgericht" hat es in die Antho geschafft. Worüber ich mich natürlich sehr freue.
ciao, Nyneian