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DarkWriter

Meister

  • »DarkWriter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 662

Registrierungsdatum: 20. Juni 2005

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1

Mittwoch, 29. November 2006, 09:49

Casino Royal

So, ich habe ihn gesehen :-)
Auf eine Inhaltsangabe verzichte ich, denn schließlich ist der Film noch recht neu und ich will niemandem den Spaß verderben.
Soweit ich mich erinnere, ist dies der erste Bond der offiziellen Reihe, der NICHT mit dem bekannten Thema eröffnet, sondern direkt zum Titelsong kommt (und der ist imho der Schwächste der Reihe). Anschließend wird in einer Schwarz-Weiß-Szene Bonds erster, noch bescheidener Auftrag als Doppel-Null-Agent gezeigt, ehe die Haupthandlung mit dem eigentlichen Fall einsetzt.
Und damit sind wir auch schon bei den Grundzügen des Films. Nicht nur, dass Casino Royal der erste Bond-Roman ist. Auch der Film behandelt das Thema auf diese Art. Bond, frisch zu 007 geworden, hat seinen ersten, großen Fall zu knacken. Vieles, was ihn später so markant macht, ist noch nicht voll ausgeprägt.
Ebenfalls nett waren die verschiedenen Anspielungen auf andere Bond-Filme. So erinnert eine Verfolgungsszene an “Im Angesicht des Todes”, eine andere an “Goldfinger”. Und auch Bond selbst spielt auf die teils sehr dämlichen Namen der Bond-Girls an.
Eine Schlusspointe gibt es dann auch, denn zum Schluss, als er einem Drahtzieher gegenübersteht und der ihn fragt, wer er denn sei, antwortet Bond zum ersten Mal in dem Film mit dem berühmten Satz “Mein Name ist Bond. James Bond.” Es ist die letzte Szene, ehe dann das vertraute Bond-Thema einsetzt. Somit schließt sich der Kreis, denn jetzt ist er zu dem Bond geworden, den man seit “Dr. No” kennt und liebt.
Die Idee des Films ist einerseits sicherlich gut, die Umsetzung dürfte imho deutlich besser sein als bei vorhergehenden Filmen. Auch wurde mit Daniel Craig ein Schauspieler gefunden, der markanter, nicht so geschniegelt und glatt daher kommt, wie es seit Roger Moore der Fall ist.
Dennoch gibt es zwei Kritikpunkte.
Zum einen - Q ist nicht dabei. Dies finde ich extrem schade, denn zumindest eine kleine Rolle hätte man ihm doch zugestehen können.
Zum anderen, und das mag Ansichtssache sein: Man hat den ersten Bond verfilmt und doch in die heutige Zeit gesetzt. Das passt meiner Meinung nach von der Logik her überhaupt nicht. Bond hat die modernen Spielzeuge, die man heute haben kann. Und doch spielt er in einer Zeit, als er gerade frisch zum Doppel-Null-Agenten wurde. Auch M - wieder dargestellt von Judy Dench - wirkt in dieser Form seltsam. In den letzten Filmen kam es noch zu Reibereien zwisch ihr und Bond, ja - sie hatte ihn gar aus dem Rennen genommen. Und nun ist sie die Geheimdienstchefin, die ihn gerade frisch befördert hat. Für mich wäre es glaubwürdiger gewesen, und sicher auch interessanter, wenn man den Film im Stile der 60er Jahre gedreht hätte. Vielleicht sogar mit Einblendungen von damals. Zwar fährt Bond auch in diesem Film kurz einen alten, silbernen Aston Martin (sowviel zum Thema Anspielungen), aber sonst wirkt er für seinen ersten Fall viel zu modern. Nicht die Person, denn die muss sich entwickeln. Aber die gesamte Technik. Das hat mich doch von der Logik der Serie her gestört (Logik in Bond-Filmen zu suchen wäre ohnehin falsch).
Alles in allem war es ein vergnüglicher Kino-Abend mit Popcorn-Kino im besten Sinne. Der neue Bond macht imho die beste Figur seit langem, die Wendungen und Anspielungen sind gelungen und die Action kommt auch nicht zu kurz.
2098 - Ich, Killerin :D
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DarkWriter« (29. November 2006, 09:56)


Hunger-Gus

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Beruf: Apokalyptischer Schreiber

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2

Mittwoch, 29. November 2006, 23:50

RE: Casino Royal

Zitat

Original von DarkWriter
So, ich habe ihn gesehen :-)
Auf eine Inhaltsangabe verzichte ich, denn schließlich ist der Film noch recht neu und ich will niemandem den Spaß verderben.
Soweit ich mich erinnere, ist dies der erste Bond der offiziellen Reihe, der NICHT mit dem bekannten Thema eröffnet, sondern direkt zum Titelsong kommt (und der ist imho der Schwächste der Reihe). Anschließend wird in einer Schwarz-Weiß-Szene Bonds erster, noch bescheidener Auftrag als Doppel-Null-Agent gezeigt, ehe die Haupthandlung mit dem eigentlichen Fall einsetzt.
Und damit sind wir auch schon bei den Grundzügen des Films. Nicht nur, dass Casino Royal der erste Bond-Roman ist. Auch der Film behandelt das Thema auf diese Art. Bond, frisch zu 007 geworden, hat seinen ersten, großen Fall zu knacken. Vieles, was ihn später so markant macht, ist noch nicht voll ausgeprägt.
Ebenfalls nett waren die verschiedenen Anspielungen auf andere Bond-Filme. So erinnert eine Verfolgungsszene an “Im Angesicht des Todes”, eine andere an “Goldfinger”. Und auch Bond selbst spielt auf die teils sehr dämlichen Namen der Bond-Girls an.
Eine Schlusspointe gibt es dann auch, denn zum Schluss, als er einem Drahtzieher gegenübersteht und der ihn fragt, wer er denn sei, antwortet Bond zum ersten Mal in dem Film mit dem berühmten Satz “Mein Name ist Bond. James Bond.” Es ist die letzte Szene, ehe dann das vertraute Bond-Thema einsetzt. Somit schließt sich der Kreis, denn jetzt ist er zu dem Bond geworden, den man seit “Dr. No” kennt und liebt.
Die Idee des Films ist einerseits sicherlich gut, die Umsetzung dürfte imho deutlich besser sein als bei vorhergehenden Filmen. Auch wurde mit Daniel Craig ein Schauspieler gefunden, der markanter, nicht so geschniegelt und glatt daher kommt, wie es seit Roger Moore der Fall ist.
Dennoch gibt es zwei Kritikpunkte.
Zum einen - Q ist nicht dabei. Dies finde ich extrem schade, denn zumindest eine kleine Rolle hätte man ihm doch zugestehen können.
Zum anderen, und das mag Ansichtssache sein: Man hat den ersten Bond verfilmt und doch in die heutige Zeit gesetzt. Das passt meiner Meinung nach von der Logik her überhaupt nicht. Bond hat die modernen Spielzeuge, die man heute haben kann. Und doch spielt er in einer Zeit, als er gerade frisch zum Doppel-Null-Agenten wurde. Auch M - wieder dargestellt von Judy Dench - wirkt in dieser Form seltsam. In den letzten Filmen kam es noch zu Reibereien zwisch ihr und Bond, ja - sie hatte ihn gar aus dem Rennen genommen. Und nun ist sie die Geheimdienstchefin, die ihn gerade frisch befördert hat. Für mich wäre es glaubwürdiger gewesen, und sicher auch interessanter, wenn man den Film im Stile der 60er Jahre gedreht hätte. Vielleicht sogar mit Einblendungen von damals. Zwar fährt Bond auch in diesem Film kurz einen alten, silbernen Aston Martin (sowviel zum Thema Anspielungen), aber sonst wirkt er für seinen ersten Fall viel zu modern. Nicht die Person, denn die muss sich entwickeln. Aber die gesamte Technik. Das hat mich doch von der Logik der Serie her gestört (Logik in Bond-Filmen zu suchen wäre ohnehin falsch).
Alles in allem war es ein vergnüglicher Kino-Abend mit Popcorn-Kino im besten Sinne. Der neue Bond macht imho die beste Figur seit langem, die Wendungen und Anspielungen sind gelungen und die Action kommt auch nicht zu kurz.


Da bin ich aber echt froh, dass Du nicht zu viel verraten hast ...
Sie sind da: Zombies! Sie werden Dich fressen! Das ist keine Urban-Fantasy, das ist HORROR!
http://backus.blogg.de, http://phantastisches.blogspot.com & http://www.die-apokalyptischen-schreiber.de

Torsten

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3

Donnerstag, 30. November 2006, 00:13

Ich mach's etwas kürzer. Komme gerade aus Casino Royale - und bin sehr zufrieden. Daniel Craig macht seinen Job wirklich ganz hervorragend (was ich ihm, ganz ehrlich, vor nicht all zu langer Zeit nicht zugetraut hätte). Seine Darstellung des Bond ist härter, skrupel- ja manchmal sogar gewissenloser - und gefällt mir vielleicht gerade deswegen. Timothy Dalton - den ich noch immer für völlig unterschätzt halte! - spielte ähnlich und damit relativ nahe am literarischen Original. Desweiteren wird einem allmählich klar, weshalb bzw. woher Bond diese gewisse Unnahbarkeit hat. Für einen Bond-Film ist CR sicherlich sehr brutal, aber dank dieses, ähm ... "schmutzigeren Feelings" wirkt er lebensechter (sofern man das bei einem Bondfilm sagen kann) und damit nicht so abgehoben wie die letzten Streifen (trotz Brosnan, der wirklich erstklassig als 007 war; absolut keine Frage), die im Grunde sich selbst stets toppen mussten bis sie einerseits völlig Übertrieben waren oder einfach nur `ne halbgare Story, garniert um die Actionszenen (Stichwort: Stirb an einem anderen Tag). Spontan fallen mir Der Spion, der mich liebte und Moonraker ein - völlig abgedreht, aber gleichzeitig auch der Nährboden für einen Neubeginn in Form des besten Moore-Bondstreifen, In tödlicher Mission. CR ist da sehr ähnlich. Die Macher besinnen sich wieder auf einen einigermaßen nachvollziehbaren Realismus; ohne viel Schnickschnack. Gut so! Q und Moneypenny? Ich kann auch ohne die beiden leben; ganz ehrlich. Aber beide werden sicherlich im nächsten Bond ihren Auftritt haben; bin ich von überzeugt. Tja nun ... gab es auch was auszusetzen? Ja! Der Akt im Casino - etwas zu lang für meinen Geschmack. Aber sonst ... kann ich wirklich nicht meckern und freu mich schon auf den nächsten Bond!

(... doch etwas länger geworden ...)
http://torstenscheib.blogspot.com/

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4

Freitag, 1. Dezember 2006, 15:56

Casino Royale, aber mit Käse

Hab ihn gesehen.

Nun, positiv hervorzuheben sind die Dialoge. Nahezu alle sind wirklich, wirklich gut, und nicht einmal wird »ohhhhhh…James« gestöhnt.
Craig ist ein guter, blonder, bis zum Erbrechen austrainierter Bond, dreist bis zum Dorthinaus.
Was mir auffiel war, dass all meine anerzogenen Erwartungen an einen Bondfilm enttäuscht wurden (was aber nicht schlimm ist): Le Chiffre Mikkelsen wirkt wie ein nervöses Handtuch und stirbt nicht gerade aufsehen erregend oder wenigstens am Schluss. Bond hat ein so was von geiles Auto, mit satt aufgleitenden Schubladen aller Art, inklusive Defibrillator und handgenähtem Innenraum, aber die Karre steht. Sie parkt fast den gesamten Film. Als er ihn dann fährt, macht der Wagen nach 30 Sekunden die Grätsche und ist reif für die Halde.
Im Showdown versinkt ein ganzes venezianisches Haus in den Wasserstraßen der Stadt, und zwar weil Bond diese »Aufblasgebäudestützkissen« kaputt schießt, von denen ich Gottlob schon mal irgendwo gehört habe – sonst hätte ich mich gefragt, warum der Depp die Rettungsschlauchboote vernichtet und warum jetzt das Haus absäuft.
Außerdem, und das war mir als Herrenschneider augenfällig, ist Bond die meiste Zeit gekleidet wie Scheiße: Bunte Hemden, wirklich knallenge Anzughosen und Hemden, üble, hüftlange Lederjacken, die bedeutend zu eng sind…aber das ist wohl Absicht. Immerhin gibt es die Dinnerjackett-Sequenz, und ganz zum Schluss trägt er einen Saville Row - Anzug mit Weste zum Sturmgewehr.
Top natürlich die Folterszene (nicht so hart wie Hostel, aber das zusehen schmerzte schon)
und die allgemeine Grundstimmung des Films: ein BATMAN BEGINS für Agentenfreunde.
Flop das oberdreiste Product-Placement. Alle 7 Minuten ein Sony Ericsson-Handy im Closeup, Sony-Laptops auf Booten und Hotelzimmern, ohne das auch nur im Mindesten klar wird, WAS ZUM SCHEITAN er damit tut. Ging mir zumindest so. Ganz zum Schluss noch mal eine SONY-Digitalkamera, und die Uhrenfirma OMEGA war eh mit an Bord.

Fazit: Guter Film, aber sie hätten sagen sollen, dass er a la Fluch der Karibik fortgeführt wird, wie ich hörte.
http://www.xcn.de

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »T.STRÄTER« (1. Dezember 2006, 16:00)


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Dr. Satan

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5

Mittwoch, 28. November 2007, 20:05

fand ich hammer auch wenn bond blond war.. spannen und witzig hehe
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German Hellbilly

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6

Freitag, 24. April 2009, 16:11

Ich fand den Film grausam (imnegativen Sinne).

Bond ist vom charmanten Playboy zum body-gebuildeten Mörder geworden... das hat nichts mehr mit Ian Flemmings Bond zu tun, wie ich finde.