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ANUBIS

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1

Samstag, 16. Dezember 2006, 13:33

Im Garten des Ch`In-mei von Stefan T. Pinternagel

Den Chinesen wird schon immer ihr Hang zum dienen und der Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit nachgesagt, mal sehen ob das so stimmt.
“Strange, is it not? that of the myriads who
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Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

kaigrimm

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2

Sonntag, 24. Dezember 2006, 13:59

RE: Im Garten des Ch`In-mei von Stefan T. Pinternagel

Eine kleine Geschichte um Totalitarismus, menschliches Elend und Kannibalismus.

Ich finde sie in ihrer Kürze und misanthropischen Gewalttätigkeit ziemlich beeindruckend. Definitiv keine "Easy reading" - Wohlfühlgeschichte...

Zumal das ganze einen tatsächlichen geschichtlichen Hintergrund hat...
Lese zur Zeit:
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Mammut

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3

Sonntag, 24. Dezember 2006, 16:34

Wie sagt man so schön: Kurz aber heftig. Nicht schlecht!

Torsten

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4

Dienstag, 26. Dezember 2006, 00:47

Den wahren Horror fabrizieren letztlich die Menschen noch immer selbst ... durch den Nachtrag wird die Story noch intensiver wie ich finde - und man kommt ins Nachdenken.
http://torstenscheib.blogspot.com/

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5

Dienstag, 26. Dezember 2006, 17:57

Ja, ganz nette Geschichte. Horror fürwahr, aber definitiv keine Phantastik. Der Ghoul führt auf eine falsche Fährte.
Ich fand das Lokalkolorit des kommunistischen China gut umgesetzt.
Die Pointe ist ein wenig breit geraten. Nach dem Geständnis, daß ein Kind verzehrt wurde und Reisende überfallen, passiert nichts Interessantes mehr.
Heftig, durchaus, aber der Fachartikel von Prof. Domes ist interessanterweise noch heftiger: Die Kinder, die getauscht wurden, um nicht die eigenen essen zu müssen. BRRR!

Peter

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6

Dienstag, 26. Dezember 2006, 21:43

Hallo,

ja - eine grausige Story. Aber keine Phantastik, wie schon festgestellt wurde. Dennoch jagt vor allem der Artikel zum Schluss dem Leser einen gewaltigen Schauer über den Rücken.

Grüße
2098 - Ich, Killerin :D
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Nyneian

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7

Montag, 1. Januar 2007, 18:57

Zitat

Original von DarkWriterja - eine grausige Story. Aber keine Phantastik, wie schon festgestellt wurde. Dennoch jagt vor allem der Artikel zum Schluss dem Leser einen gewaltigen Schauer über den Rücken.


Dem schließe ich mich mal einfach an, mit zwei kleinen Ergänzungen:

Bei der ersten Erwähnung des Ghouls hatte ich dem Erscheinen eines solchen gerechnet. u.a. da es sich eben um eine Phantastik-Anthologie handelt. Das sich die Lösung als anders erwies, fand ich gut, weil in diesem Sinne überraschend.

Trotz allem geschilderten Elend: 'Witzig' fand ich die Stelle, wo der Kommissar genervt fordert: "Kannst du mir das alles erklären!", und als Antwort erfolgt dann das höfliche, schlichte, bescheidene "Ja".

Viele Grüße, Nyneian
"Das Leben ist ein Albtraum in einem Albtraum."
http://www.charlotte-engmann.de

Markus

P. M. C.

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8

Dienstag, 2. Januar 2007, 16:29

Eine sehr eindringliche Geschichte, die Stefan da auf kürzestem Raum gezaubert hat und die wieder einmal beweist: Der schlimmste Horror ist die Realität!

Besonders bedrückend und sozusagen das "Sahnehäubchen des Grauens" war der abschließende kurze Bericht, der zeigt, wozu der Mensch in größter Not fähig ist. Obwohl man ähnliches (Kanibalismus) bereits hier und da gelesen oder davon gehört hat, war das für mich ein Highlights des Horrors.

EINE GANZ, GANZ STARKE GESCHICHTE!!!

Greetz, Markus
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DarkDreamer

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9

Donnerstag, 4. Januar 2007, 14:32

Die Grausamkeit und der Hunger wird sehr gut widergegeben.
Kannibalismus wirkt immer sehr schockend und äußerst abartig.
Dies verleiht der Geschichte seine kräftige Würze.
Der anschließende Bericht setzte dem noch einmal einen obendrauf.
Das stumpfe "Ja" des Protagonisten und die Reaktionen des Schreibers
und des Genossen Komissar habe ich genossen zu lesen.
Das einzige was mir nicht gefallen hat, war die Erwähnung des Gouhls.
Etwas phantastisches musste wohl mit rein, aber wenn man dann direkt
auf den Garten schauen kann und nichts passiert ist es doch etwas irritierend.
Hier hätte mir ein anderer Ort besser gefallen,
von wo man keinen Ausblick auf den Garten hat.

Nach Abschluß wusste ich erst nicht recht ob mir die Geschichte nun gefällt oder nicht.
An der Stärke dieser Geschichte kann man wohl nichts bemängeln.
Vielleicht der der Grund meiner Meinungslosigkeit darin,
dass die Geschichte auf wahren Tatsachen beruht und sie so
beklemmender wirkt, als wenn es NUR eine Geschichte gewesen wäre.

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Felix W

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10

Sonntag, 7. Januar 2007, 13:52

Es ist eine Geschichte, wie ich sie von dem Autor erwartet habe. Kurz, knackig, heftig. Aber wo bleibt die Phantastik?
Mein Blog: |T|Ä|N|D|E|L|E|I|

Walter von Eloy

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11

Montag, 8. Januar 2007, 01:36

Eine sehr gelungene, böse Geschichte.

Walter von Eloy

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12

Donnerstag, 25. Januar 2007, 14:56

Was ist Horror, Kuno?

13

Donnerstag, 25. Januar 2007, 19:16

Zitat

Original von kuno
aber horror in dem sinne, das dort etwas unheimliches geschieht - sei es durch das erscheinen von geistern, dämonen oder anderen unheimlichen erscheinungen -, ist dies imho nicht.
ich erwarte in einer horrorstory dieses unheimliche, aus unbekannten sphären in diese welt drängende grauen, seien es nun geister oder was sonst es dort in diesem dimensionen immer auch geben mag.

Für mich bedingt Horror kein phantastisches Element, jedenfalls nichts Übersinnliches. So würde ich z. B. den Roman EVIL von Jack Ketchum oder etwa die SAW-Filme eindeutig in die Rubrik Horror einordnen, auch ohne phantastische Elemente.

Die Diskussion "was gehört alles ins Genre Horror bzw. Phantastik" taucht im Zusammenhang mit der Antho LIBERATE ME immer wieder mal auf (und nicht nur in diesem Zusammenhang). Ich hab es so verstanden, dass in diese Antho vornehmlich das aus den Bereichen Phantastik und Horror (die teilweise deckungsgleich sind) einfließen sollte, was schwerpunktmäßig im Horror-Forum behandelt wird. Fantasy und Science Fiction fiel dabei raus.

Die Pinternagel-Story mag keine Phantastik-Elemente enthalten, Horror-Elemente sind meines Erachtens aber auf jeden Fall drin - wenn die vielleicht auch nicht so stark ausgeprägt sind wie bei einigen anderen Storys in der Antho.

Ich lege - für mich persönlich - die Begriffe Phantastik und Horror eher weit aus, so dass für mich keine der Storys in LIBERATE ME aus dem Rahmen fällt. Gerade die Tatsache, dass in diese Genres so viel reinpasst, macht die Sache für mich interessant und spannend - allzu enge Schubladeneinteilungen (wie es etwa auch bei Hardcore-SF-lern gern gemacht wird) finde ich nicht so prickelnd.
Dass dazu unterschiedliche Meinungen herrschen, ist an sich nicht tragisch. Auch das macht die Sache spannend. :D

Diese unterschiedlichen Meinung ergeben allerdings eine andere Erwartungshaltung, auch bezüglich der Anthologie, das wird durch Kunos Äußerungen klar, denke ich.

Walter von Eloy

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14

Donnerstag, 25. Januar 2007, 19:20

ich erwarte in einer horrorstory dieses unheimliche, aus unbekannten sphären in diese welt drängende grauen, seien es nun geister oder was sonst es dort in diesem dimensionen immer auch geben mag.


Ich dagegen nicht. Sagt das Paar "Moderner Horror" dir was? Es muss nicht unbedingt um Geister, Monster, Dinge und Vampire, Kuno. Ich bin der Meinung, dass je mehr eine Story (oder ein Roman) mit dem Realen zu tun hat, desto mehr sie macht Angst. Hast du mehr Angst vor einem Serienmörder oder vor einem Vampir?

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ANUBIS

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15

Donnerstag, 25. Januar 2007, 19:36

Zitat

Ich hab es so verstanden, dass in diese Antho vornehmlich das aus den Bereichen Phantastik und Horror (die teilweise deckungsgleich sind) einfließen sollte, was schwerpunktmäßig im Horror-Forum behandelt wird. Fantasy und Science Fiction fiel dabei raus.


Ganz genau so war es auch geplant...Danke für das Post Cool

Greetz
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Markus

P. M. C.

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16

Donnerstag, 25. Januar 2007, 20:23

Zitat

Original von kuno

und mal so gefragt: ist hier irgend jemand, der "cujo" von king noch als horror bezeichnet?



Ja - ICH!

Getreu meinem Motto: "Der schlimmste Horror ist die Realität."

Greetz, Markus
SCHWARZDUNKEL
Düstere Geschichten - ELOY EDICTIONS

17

Donnerstag, 25. Januar 2007, 20:46

Lol, wir machen eine Antho gegen das Schubladendenken und bekommen ständig vorgehalten, dass die Storys nicht in die üblichen Schubladen passen. :) :)

Die Belastbarkeit meines Nachttisches wird ermittelt mit freundlicher Unterstützung von:

-


18

Donnerstag, 25. Januar 2007, 21:05

Zitat

Original von kuno
und mal so gefragt: ist hier irgend jemand, der "cujo" von king noch als horror bezeichnet?

Ja. :D

Für mich relativ eindeutig, weil starke Horrorelemente vorhanden sind. Dramatisch sind die Ereignisse natürlich auch, aber in die Kategorie "Drama" würde ich den Roman aufgrund des Plots und des Settings nicht einstufen. Allerdings ist es schon fast 20 Jahre her, dass ich den Roman gelesen habe - die Erinnerung an die Details und die Schwerpunkte ist mittlerweile doch etwas verblasst.

19

Donnerstag, 25. Januar 2007, 21:07

Zitat

Original von Kayashi
Lol, wir machen eine Antho gegen das Schubladendenken und bekommen ständig vorgehalten, dass die Storys nicht in die üblichen Schubladen passen. :) :)

Da muss man die Schubladen halt etwas vergrößern. :]

In groooße Schubladen passt viel mehr rein. ;)

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Running Wild

RUNNING WILD PHANTAST

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20

Freitag, 26. Januar 2007, 09:50

Zitat

Original von Walter von Eloy
ich erwarte in einer horrorstory dieses unheimliche, aus unbekannten sphären in diese welt drängende grauen, seien es nun geister oder was sonst es dort in diesem dimensionen immer auch geben mag.


Ich dagegen nicht. Sagt das Paar "Moderner Horror" dir was? Es muss nicht unbedingt um Geister, Monster, Dinge und Vampire, Kuno. Ich bin der Meinung, dass je mehr eine Story (oder ein Roman) mit dem Realen zu tun hat, desto mehr sie macht Angst. Hast du mehr Angst vor einem Serienmörder oder vor einem Vampir?


Volle Zustimmung an Walter !
Kuno deine Argumente zielen doch ziemlich auf den
Begriff "Unheimliche Phantastik" ab nicht "Horror" !
"Horror" kann VIEL mehr sein ,
dazu braucht es nicht unbedingt immer das Übernatürliche
Element ! Denk an Tierhorrorstories ,
von denen Patricia Highsmith recht einige Grausige
geschrieben hat .
Dann der moderne Vampir ist der "Serien Killer " ,
er entzieht uns das Blut und Leben ,
doch nur er ist der wahre Vampir !
Ist türlich Alles Ansichtssache ,
tja Horror kann ein Drama sein !
Reality is lost - IKON