Sie sind nicht angemeldet.

Guten Tag lieber Gast, um »Horror Forum - Alles rund um Horror und Phantastik!« vollständig mit allen Funktionen nutzen zu können, sollten Sie sich erst registrieren.
Benutzen Sie bitte dafür das Registrierungsformular, um sich zu registrieren. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

ANUBIS

Administrator

  • »ANUBIS« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 5 432

Registrierungsdatum: 1. März 2003

Wohnort: Wien

Beruf: Schakalgott

  • Nachricht senden

1

Samstag, 16. Dezember 2006, 13:40

Der Mann, der die Kerzen anzündete von Tobias Bachmann

Was für Gedanken gehen einem wohl bei einer derartig stupiden Tätigkeit durch den Kopf?
Die Angst wegrationalisiert zu werden?
Wohl kaum....
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

Mammut

Der ErnstFall

Beiträge: 2 712

Registrierungsdatum: 21. Januar 2004

Wohnort: Weltkulturerbe Mittelrhein

  • Nachricht senden

2

Freitag, 22. Dezember 2006, 09:55

Der Anfang hat mich verwirrt. Erst redet der Erzähler von einem gewöhnlichen Hausbrand, dann geht es um eine Kerzenfabrik.

Tolle Geschichte und aus meiner Sicht der zweite Highlight in Liberate Me.

Bachi

Arkham-Sanatorium-Insasse

Beiträge: 869

Registrierungsdatum: 4. Juli 2005

  • Nachricht senden

3

Freitag, 22. Dezember 2006, 21:28

Zitat

Original von Mammut
Der Anfang hat mich verwirrt. Erst redet der Erzähler von einem gewöhnlichen Hausbrand, dann geht es um eine Kerzenfabrik.


Kleine logische Fehler schärfen den Verstand des Lesers, sage ich immer :] ...ist mir tatsächlich nicht aufgefallen, aber wenns weiter nichts zu bemängeln gibt, bin ich zufrieden.

Zitat

Original von Mammut
Tolle Geschichte und aus meiner Sicht der zweite Highlight in Liberate Me.


Vielen Dank. Ehrt mich, zumal ich dich bislang als kritischen Leser in diesem Forum wahrgenommen habe. Friends

kaigrimm

Super Moderator

Beiträge: 4 347

Registrierungsdatum: 1. März 2003

Wohnort: Wuppertal

Beruf: Wäre gerne Lotto-Millionär

  • Nachricht senden

4

Sonntag, 24. Dezember 2006, 14:48

Diese Geschichte hat mich in unterschiedliche Stimmungen versetzt:

Da wäre zum einen die bizarre Rahmenhandlung im Raum mit den Kerzen, da fällt mir erstmal nur bizarr zu ein....

Zum zweiten wären da die vergangenen Ereignisse mit dem Brand in der Kerzenfabrik, die ich schon als ziemlich horrormäßig-gruselig empfunden habe, besonders die Stelle, als der Feuerwehrmann so mir nichts Dir nichts im kochenden Wachs verschwindet.

Dann hätten wir da noch den Schluss und die Auflösung des Ganzen, eine Sache, auf die ich wohl nie im Leben vorzeitig gekommen wäre und die ich absolut-ironisch-witzig fand. Sehr witzig sogar.

Es gibt halt keine gemeinere Bürokratie als in der Schöpfung selber... :)

Kann man sich in einer Story nicht nur auf Story- sondern gleichzeitig auch noch auf Stimmungstwister einstellen (ich konnte es hierbei gerade recht gut) so ist diese Geschichte ein Paradebeispiel dafür, wie so etwas durchaus gelungen aussehen kann.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

Werbung

unregistriert

Werbung


Bachi

Arkham-Sanatorium-Insasse

Beiträge: 869

Registrierungsdatum: 4. Juli 2005

  • Nachricht senden

5

Dienstag, 26. Dezember 2006, 15:34

Bizarr + horrormäßig-gruselig + absolut-ironisch-witzig = "Stimmungstwister"

sehr schön!

Freut mich, dass die Story gefällt. Das geht zu Weihnachten runter wie Öl, glaubt mir Friends

Beiträge: 1 575

Registrierungsdatum: 20. Juni 2005

Wohnort: Area 52

Beruf: verkanntes Genie

  • Nachricht senden

6

Samstag, 30. Dezember 2006, 23:05

So, Weihnachten ist vorbei. D^1
Also, die Geschichte hat mir fast gut gefallen. Die Beschreibung des Mannes, der dauernd Kerzen in diesem komischen Raum anzündet ist erste Sahne, und die Erzählung von seinem Erlebnis beim Brand in der Kerzenfabrik ist sehr spannend und in der Tat ist es gruselig, als plötzlich ein Kollege wie durch ein Loch im Boden verschwindet. Ich hatte mir diese Geschichte schon als zweites Highlight vorgemerkt.

Nachdem der Icherzähler im Wachs versunken ist, verzettelt sich die Story allerdings völlig. Na ja, wenn ich ganz ehrlich sein soll, glaube ich, daß ich sie nicht verstanden habe.
Jede Kerze repräsentiert einen Menschen auf der Erde? Und wenn sie verlöschen ist was genau? Stirbt dann einer? Aber er zündet sie doch laufend wieder an, auferstehen die dann wieder?
Und was sind das für Anweisungen, die er da bekommt? Muß er dann Kerzen ausmachen? Aber er weiß doch nicht, welche Kerze welche Person ist?
Wer hat seinen Job gemacht, bevor er starb?
Überhaupt, wieso sind die Menschen durch Kerzen repräsentiert? Wo kommen die Kerzen her, wer stellt sie her? Das ist doch alles sehr anthropomorph.

Peter

Bachi

Arkham-Sanatorium-Insasse

Beiträge: 869

Registrierungsdatum: 4. Juli 2005

  • Nachricht senden

7

Sonntag, 31. Dezember 2006, 00:17

Tja...

Göttliche Bürokratie mag für uns gemeine Sterbliche durchaus "anthropomorph" anmuten, aber da kann unser eins ja nix dafür. :D

Spoiler:
Gedacht war es zumindest so, dass die Kerzen für die Seelen der Menschen stehen. Erlöscht eine Kerze verschwindet irgendwo auf der Erde eine Seele aus einem Menschen - will heißen, er stirbt; wird eine angezündet, fährt eine Seele in einen Menschen (= Geburt). Somit braucht er nicht zu wissen, welche Kerze welchen Menschen wo auf der Erde repräsentiert. Dafür ist vermutlich ne andere Abteilung zuständig.

Ich nehme an, sein Vorgänger hat seinen Job irgendwann einfach hingeschmissen, vielleicht hatte er auch so seine Probleme mit seinem Arbeitgeber. Kann sein, dass er von Ambrosia auf Mana herabgestuft wurde, oder er nun als Gottes-Harz-IV-Empfänger in einer entsprechend "anthropomorphen" Himmelsabteilung auf ne neue Aufgabe wartet. Wer weiß das schon? Tut aber auch nix zur Sache.

Und die Kerzen...? Hm... Da oben wird ja so einiges hergestellt. Plätzchen in der Weihnachtsbäckerei, und vielleicht auch Kerzen... Aber eigentlich ging ich von einer Art "göttlicher immerwährender Kerzen" aus.

Allerdings bin ich davon überzeugt, dass die Story auf einer phantastischen Ebene funktioniert, die den Leser, obgleich viele unbeantwortete Fragen entstehen, dennoch befriedigt zurücklässt. Das mag nicht bei allen Lesern der Fall sein. Als ich meine Erzählung auf den Weg schickte, wusste ich, dass es mal wieder eine dieser Stories ist, die einem entweder total zusagt, oder aber, mit der man überhaupt nix anzufangen weiß. Texte mit dieser "entweder top oder flop" Extremität verfasse ich (warum auch immer) immer öfter. Ich habe ein Faible für diese kafkaesken Surrealitäten entwickelt. :]

DarkDreamer

DD ... D²

Beiträge: 1 364

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

Wohnort: Münster

Beruf: Niederlandistik- und Skandinavistik-Student

  • Nachricht senden

8

Samstag, 6. Januar 2007, 01:46

Ein ganz große Lob an unseren Bachi!!!
Die Rede des Mannes ist dir besonders fantastisch gelungen,
da zumindest zu mir die Einstellung und das Gefühlsleben
des Mannes sehr gut herüberkam.
Als er die göttliche Bürokratie erwähnt
(kann es noch eine bessere Idee eigentlich geben???)
und sich gegen seiner Herrn auflehnt,
kann man seinen Hass förmlich spüren.

Etwas störend zu Anfang fand ich allerdings,
dass erst von einem gewöhnlichen Hausbrand
und dann von einer Kerzenfabrik die Rede ist.
Ein Fehler der wohl jedem mal passieren kann.
Als Leser hatte ich mich nur auf etwas anderes eingestellt.

Das innere und besonders das Geschehen in der Fabrik
ist herrlich, grausig und feurig beschrieben.
Ich hab fast nichts anderes außer Wachs mehr gesehen.
(hoffentlich wird das nie mit meinen Bienenwachseulen passieren :))

Nyneian

Fortgeschrittener

Beiträge: 465

Registrierungsdatum: 28. Juli 2005

Wohnort: Köln

  • Nachricht senden

9

Samstag, 6. Januar 2007, 10:08

Hallo zusammen.

also, ich für meinen Teil wusste schon vom ersten Abschnitt an, wo diese Geschichte spielt und was für Kerzen der Mann da anzündet. "Gevatter Tod" lässt grüßen, offensichtlicher geht es ja wohl nicht. :)

Da mir das von Anfang klar war (allein schon Titel und Illu haben mich auf den richtigen Weg gebracht), fand ich die Geschichte in der Mitte ein wenig lang. Da wurden mir ein wenig zuviel Kerzen angezündet, und auch der Brand der Fabrik kam für meinen Geschmack ein wenig zu langsam voran.

Was mich inhaltlich gestört hat, war die Frage: Die beiden Feuerwehrmänner kämpfen sich also durch das lodernde Inferno zu den Kühlräumen durch - und dann machen sie die Tür auf und schwups, sind die Leute, die sich dorthin gerettet haben, verdampft/verbrüht/erstickt ... oder nicht?

Abgesehen von diesen beiden Punkten: Mir hat die Geschichte auch sehr gut gefallen. Gerade sprachlich finde ich sie sehr gelungen, z.B. dass die Sprache nicht langweilig wird, obwohl der Protag ständig nur Kerzen anzündet. Das ist wirklich gut gemacht. Ebenso die Feuerhölle in der Fabrik, und auch der 'Abgang' des Protags durch den kochenden Wachs.

Nachdem mir das Setting sofort klar war, war mir der Schluss sehr wichtig, und der hat mich überzeugt, Der ist klasse und schließt die Geschichte schön rund ab.

Liebe Grüße, Nyneian
"Das Leben ist ein Albtraum in einem Albtraum."
http://www.charlotte-engmann.de

Werbung

unregistriert

Werbung


Bachi

Arkham-Sanatorium-Insasse

Beiträge: 869

Registrierungsdatum: 4. Juli 2005

  • Nachricht senden

10

Samstag, 6. Januar 2007, 20:10

Danke euch beiden für die lobenden Worte! Sehr schön, wenns gefällt Cool

@Nyneian: Du bist komischerweise die erste Person, die bereits am Anfang wusste, worum es da geht. Als ich die ersten Abschnitte geschrieben hatte, wusste ich das selber ja noch nicht einmal :D Welche Version von "Gevatter Tod" kam dir denn in den Sinn?

Was die "Opfer" in der Kerzenfabrik angeht, so kann ich dir da auch keine Auskunft drüber geben. Vermutlich sind sie tatsächlich, wie du vermutest, verdampft/verbrüht/erstickt... dem Mann im Kerzenzimmer dürfte lediglich aufgefallen sein, dass mal wieder einige Kerzen erloschen sind :]

@DarkDreamer: Ja, das aus dem Hausbrand ein Fabrikbrand wurde, stört mich mittlerweile auch. Das fiel mir beim Korrekturlesen irgendwie nicht auf. Solche Sachen passieren manchmal. Man könnte es natürlich so erklären, dass die Feuerwehrleute zu Anfangs noch nicht wussten, dass es sich bei dem vermeintlichen Haus um eine Fabrik handelte... ähem... nagut... :]

Und was für Bienenwachseulen hast du bei dir daheim???

DarkDreamer

DD ... D²

Beiträge: 1 364

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

Wohnort: Münster

Beruf: Niederlandistik- und Skandinavistik-Student

  • Nachricht senden

11

Samstag, 6. Januar 2007, 20:15

Zitat

Und was für Bienenwachseulen hast du bei dir daheim???


So kleine gegossene Bienenwachsfiguren in Eulenform.
Die gibt es jedes Jahr bei uns auf dem Weihnachtsmarkt.
Mein kleiner Bruder weiß das ich Vögel mag
(weiß gott, ich hab ja auch genug)
und hat mir schon das zweite mal eine zu Weihnachten geschenkt.
Mal sehen wann ich eine Sammlung aufmachen kann :),
zum verbrennen finde ich die zu schade!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DarkDreamer« (6. Januar 2007, 20:16)


12

Mittwoch, 10. Januar 2007, 07:12

Sprachlich weiß die Geschichte von anfang an zu überzeugen. Ich meine in der Geschichte Lovecraft und Poe als Vorbilder zu erkennen ohne, dass ich das Gefühl habe, der Stil sei kopiert. Auch inhaltlich gefällt mir die Geschichte im großen und ganzen sehr gut (Höhepunkt ist inhaltlich und sprachlich das eintauchen in das Wachs). Lediglich die Auflösung gefällt mir nicht. In dem moment wo klar wird, dass es 6 milliarden kerzen sind sollte schluss sein (dann müsste allerdings noch geklärt werden, wer der zuhörer ist). Die story wirkt ernst und der Schluss im gegenzug dazu witzig und karikativ. Es wird auf eine art "verniedlicht" die ich nicht so gerne mag (Gott sitzt Hinter einem schreibtisch und füllt formulare aus wie in einem bürokratischem System... gut für eine Satire aber in meinen Augen nichts für eine ansonsten ernste Horrorgeschichte).
Im Großen und ganzen jedoch eine durchaus lesenswerte gute Geschichte.
»Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.«
Franz Kafka


Nyneian

Fortgeschrittener

Beiträge: 465

Registrierungsdatum: 28. Juli 2005

Wohnort: Köln

  • Nachricht senden

13

Mittwoch, 10. Januar 2007, 11:17

Zitat

@Nyneian: Du bist komischerweise die erste Person, die bereits am Anfang wusste, worum es da geht. Als ich die ersten Abschnitte geschrieben hatte, wusste ich das selber ja noch nicht einmal :D Welche Version von "Gevatter Tod" kam dir denn in den Sinn?


Zuerst wollte ich sagen, "Mort" von Terry Pratchett, aber der hat die Bude voll mit Sanduhren, nicht mit Lebenslichtern. Aber immerhin stehen bei 'Death' haufenweisen Kerzen rum.

Ich erinnere mich aber noch sehr gut an eine Verfilmung des Märchens (keine Ahnung, von wann und wem, tschechisch vielleicht), bei der die Handlung zwischendurch in einer unendlich weiten Höhle mit endlos vielen Kerzen spielt.

Ich wage einfach mal die These, dass es daran liegt, dass ich Fantasy-Fan bin und auch mit den klassischen Märchen vertraut bin. :-)
"Das Leben ist ein Albtraum in einem Albtraum."
http://www.charlotte-engmann.de

Felix W

Profi

Beiträge: 966

Registrierungsdatum: 1. Mai 2006

Wohnort: Soest

Beruf: Student

  • Nachricht senden

14

Samstag, 13. Januar 2007, 12:16

Was soll ich dazu nur sagen?

Der Anfang ist verwirrend.
Das Bild des Kerzenanzünders in dem Raum voller Kerzen ist grandios.
Und das Ende hat mir ausgesprochen gut gefallen: Die Auflehnung des verschrobenen Mannes gegen seinen Chef und die Bürokratie.
Welch ein Lobgesang auf die Schöpfung!
Mein Blog: |T|Ä|N|D|E|L|E|I|

Werbung

unregistriert

Werbung


Bachi

Arkham-Sanatorium-Insasse

Beiträge: 869

Registrierungsdatum: 4. Juli 2005

  • Nachricht senden

15

Sonntag, 14. Januar 2007, 01:40

Danke, danke für die Blumen ;(

@ Nyneian: Gut, dass ich von Pratchet bislang noch immer nichts gelesen habe. Aber da Fantasy ja nicht sooo mein Metier ist, bin ich mir immer etwas unsicher, ob ich die ganzen Anspielungen verstehen würde, von daher wage ich mich einfach nicht ran. Daher kenn ich auch "Mort" und "Death" nicht. Aber dieses eventuell tschechische Märchen... da meine ich eine längst verborgen geglaubte Kindheitserinnerung irgendwo in den unendlichen Weiten meines Schädels zu besitzen. Komme aber auch nicht drauf...

@ Lars: ich war lange Zeit der Meinung, dass Horror und Humor sich nicht vertragen - aber auf einer surrealen Ebene funktioniert es doch. Das von dir vorgeschlagene Ende hätte mich (als Leser) jetzt wiederum enttäuscht zurückgelassen.

@ Felix: Habe gestern abend die Story nochmal gelesen, weil ich beim selberlesen der Antho halt bis dahin gekommen bin, und da ist mir nun auch besonders dieser Fehler von wegen Hausbrand und Fabrikfeuer ins Auge gesprungen. Sehr ärgerlich das! 8o Ansonsten kann der Anfang garnicht verwirrend genug sein, wie ich finde :D

Und nochmal: Danke für die Blumen Cool

Felix W

Profi

Beiträge: 966

Registrierungsdatum: 1. Mai 2006

Wohnort: Soest

Beruf: Student

  • Nachricht senden

16

Sonntag, 14. Januar 2007, 17:13

Zitat

Original von Bachi@ Felix: Habe gestern abend die Story nochmal gelesen, weil ich beim selberlesen der Antho halt bis dahin gekommen bin, und da ist mir nun auch besonders dieser Fehler von wegen Hausbrand und Fabrikfeuer ins Auge gesprungen. Sehr ärgerlich das! 8o Ansonsten kann der Anfang garnicht verwirrend genug sein, wie ich finde :D

Der Fehler Hausbrand - Fabrik ist mir gar nicht aufgefallen, bis ich hier davon las. Daher meinte ich ihn auch nicht. Vielmehr aber das Setting, der Wechsel zwischen der Beschreibung des Kerzenanzünders und des Erzählten, usw. Das hat mich im ganzes etws verwirrt und es dauerte etwas, bis ich mich zurechtfand (was ich ganz ohne Wertung als "verwirrend" bezeichnen würde).

Gruß, Felix
Mein Blog: |T|Ä|N|D|E|L|E|I|

Beiträge: 1 575

Registrierungsdatum: 20. Juni 2005

Wohnort: Area 52

Beruf: verkanntes Genie

  • Nachricht senden

17

Sonntag, 14. Januar 2007, 20:45

Zitat

Original von Felix W
Vielmehr aber das Setting, der Wechsel zwischen der Beschreibung des Kerzenanzünders und des Erzählten, usw. Das hat mich im ganzes etws verwirrt und es dauerte etwas, bis ich mich zurechtfand (was ich ganz ohne Wertung als "verwirrend" bezeichnen würde).

Erstaunlich, ich hätte mir gar nicht vorstellen können, daß das jemanden verwirrt. Da ist ein Mann in einem Raum, der zündet dauernd Kerzen an, und dabei erzählt er, wie er dahin gekommen ist.

Die Geschichte ist wirr, weil Symbolik und tatsächliche Handlung munter durcheinandergewirbelt werden, aber nicht verwirrend.

Peter

DarkWriter

Meister

Beiträge: 1 662

Registrierungsdatum: 20. Juni 2005

  • Nachricht senden

18

Freitag, 26. Januar 2007, 16:00

Hallo,

die Story ist wirr, da gebe ich Peter Recht. Man weiß nicht so recht, was eigentlich passiert ist. Der Schluss hingegen hat mir gut gefallen, auch wenn er nicht die völlige Auflösung brachte.
Was mich gestört hatte war, dass ein Mensch für 6 Milliarden Kerzen zuständig ist. Gut, das ganze ist ohnehin phantastisch. Aber manchmal kommt es vor, dass mir beim lesen von Phantastik dann das eine Tüpfelchen zu viel ist. Und hier war es das, denn das macht die ganze Story unlogisch. Mir wäre es lieber gewesen, wenn dort unten mehreren Leuten Kerzen angezündet hätten und jeder für seinen, überschaubaren Bereich zuständig gewesen wäre.
Zumal ja sein Kollege auch versunken war.

Grüße
2098 - Ich, Killerin :D
Hier bestellen!

Beiträge: 1 575

Registrierungsdatum: 20. Juni 2005

Wohnort: Area 52

Beruf: verkanntes Genie

  • Nachricht senden

19

Donnerstag, 15. Februar 2007, 22:13

Zitat

Original von DarkWriter
Hallo,

die Story ist wirr, da gebe ich Peter Recht. Man weiß nicht so recht, was eigentlich passiert ist. Der Schluss hingegen hat mir gut gefallen, auch wenn er nicht die völlige Auflösung brachte.
Was mich gestört hatte war, dass ein Mensch für 6 Milliarden Kerzen zuständig ist. Gut, das ganze ist ohnehin phantastisch. Aber manchmal kommt es vor, dass mir beim lesen von Phantastik dann das eine Tüpfelchen zu viel ist. Und hier war es das, denn das macht die ganze Story unlogisch. Mir wäre es lieber gewesen, wenn dort unten mehreren Leuten Kerzen angezündet hätten und jeder für seinen, überschaubaren Bereich zuständig gewesen wäre.
Zumal ja sein Kollege auch versunken war.

Witzig. Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. In jeder Sekunde stirbt ein Mensch und wird einer geboren - weiter hab ich nicht gedacht. Aber wenn man dann bedenkt, wie groß dieser Raum sein muß und wie lange es dauert, von einer China-Kerze zu einer USA-Kerze zu laufen ...

Ich habe einen Sack voller offener Fragen:
- Wer hat den Job vor ihm gemacht?
- Was hat gerade ihn für diesen Job qualifiziert?
- Was ist das überhaupt für ein Job? Welchen Sinn hat es, in einem Raum dauernd irgendwelche Kerzen anzuzünden? Kann das nicht auch eine Maschine machen? Oder muß er vielleicht gar nicht stereotyp einfach alle Kerzen, die ausgehen, wieder neu anzünden? Aber wer sagt ihm dann, welche?
- Man dreht doch nach wenigen Tagen schon durch mit so einem Job! Wieso er nicht?
- Mit wem redet er eigentlich?

Peter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Peter Dobrovka« (15. Februar 2007, 22:14)


Werbung

unregistriert

Werbung


Bachi

Arkham-Sanatorium-Insasse

Beiträge: 869

Registrierungsdatum: 4. Juli 2005

  • Nachricht senden

20

Donnerstag, 15. Februar 2007, 23:43

Zitat


- Wer hat den Job vor ihm gemacht?


Tut meiner Meinung nach nichts zur Sache. Wenn ich heute nen Job wo anfange, frage ich ja auch nicht, wer auf meiner Stelle vorher gearbeitet hat...

Zitat


- Was hat gerade ihn für diesen Job qualifiziert?


Der Zufall. Er war zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Vielleicht war es aber auch Schicksal oder Fügung...

Zitat


- Was ist das überhaupt für ein Job? Welchen Sinn hat es, in einem Raum dauernd irgendwelche Kerzen anzuzünden?


Welchen Sinn macht es, zu leben? Zu sterben?

Zitat


Kann das nicht auch eine Maschine machen?


Die Frage stellen sich viele Leute Tag für Tag bei der durchführung ihrer vollkommen stupiden, stereotypen Drecksarbeit... :D

Zitat


Oder muß er vielleicht gar nicht stereotyp einfach alle Kerzen, die ausgehen, wieder neu anzünden? Aber wer sagt ihm dann, welche?


Bei den Kerzen gibt es kein China, kein USA, bei den Kerzen stehen keine Namen, ála "diese Kerze repräsentiert die Seele von Peter Dobrovka". Eine Kerze ist eine Seele. zu welchem Körper die gehört ist vollkommen irrelevant.

Zitat


- Man dreht doch nach wenigen Tagen schon durch mit so einem Job! Wieso er nicht?


Mag sein, dass das irgendwann noch passiert. Allerdings finde ich den Prota schon reichlich verquer.

Zitat


- Mit wem redet er eigentlich?


Genau? Mit wem eigentlich?

Es ist eine surreale Story. Gerne kann man auch das Wort kafkaesk verwenden. Vielleicht kann man solche Geschichten mit nicht nachvollziehbaren Handlungen in unseren Träumen vergleichen. Es entstehen mehr Rätsel, als gelöst werden. Ich mag sowas, lese sowas auch selbst gerne, und es macht höllischen Spaß, sowas zu schreiben. Dies mag sicherlich nicht jedermanns Sache sein, und manch einer kommt damit garnicht klar, und sieht nur große Fragezeichen. Ist sicherlich eine Frage der Lesegewohnheiten und -Vorlieben, und des Geschmacks. Alles individuell verschieden. Und das ist ja auch gut so.

Cool