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ANUBIS

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  • »ANUBIS« ist der Autor dieses Themas

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1

Samstag, 16. Dezember 2006, 13:41

Die Unterführung von Mirko Stauch

Alltägliches zu sehen heißt nicht immer es zu begreifen.
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

kaigrimm

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2

Montag, 25. Dezember 2006, 14:51

RE: Die Unterführung von Mirko Stauch

Mirko Stauch ist der einzige in Liberate Me vertretene Autor, der mir bisher selbst vom manen her völlig unbekannt war. Jetzt aber weiss ich, dass er gepflegt zu gruseln versteht.

Vor ein paar Tagen noch bin ich nach einem Kneipen-Skatabend an einem der urbanen Schandflecken vorbei gekommen, die sich da "Unterführung" nennen und dachte mir, Mensch, das ist doch der perfekte Ort für eine Horrorstory!

"Die Unterführung" ist eine klasse klaustrophobische Gruselstory mit deutlichen Lovecraft-Anleihen, sie hat mir besonders in der Beschreibung der Angst des Erzählers vor der unbekannten Gefahr in der Dunkelheit sehr gut gefallen.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

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3

Samstag, 30. Dezember 2006, 23:29

So, hier ist das zweite Highlight der Antho.
Ich mußte beim Lesen an den Thread mit den deutschen Schauplätzen denken. Sehr gutes Beispiel wäre das hier. :D
Den Namen habe ich auch noch nie gehört, das tut der Spannung und dem guten Stil jedoch keinen Abbruch. Ich werde mir diesen Namen merken.

Okay, einen Kritikpunkt habe ich schon vorzubringen: Die Auflösung der Situation ist mir zu einfach. Die Monster ziehen sich zurück, die Lichter gehen wieder an und die Rolltore gehen hoch. Das ist mir zu banal gewesen, da hätte mehr kommen müssen.

Peter

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4

Samstag, 6. Januar 2007, 01:54

Ich selber mag Unterführungen nicht allzu gerne.
Sie sind kalt, eintönig und dreckig.
Umso besser für eine Geschichte wie diese.
Die Wesen werden so gekonnt dezent beschrieben,
dass man gar nicht mehr über sie wissen will.
(Ich hatte die ganze Zeit lovecraft'sche Wesen vor Augen,
dass hat gereicht, um mit dem Protagonisten mitzufühlen)

Das Ende, nun ja...
Es ist ziemlich abrupt
und bietet nicht viel.
Kurz vor dem vermeintlichen Höhepunkt, endet alles.
Es wird nur gesagt woher die Kreaturen kommen, aber das war auch so klar.
Zudem, wieso sollte der Mann hinter den Dingern herrennen, wenn er so eine Furcht vor ihnen hat?

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Nyneian

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5

Mittwoch, 10. Januar 2007, 17:46

Hallo,

die Geschichte fand ich unterhaltsam, schön schaurig und gut erzählt. Gerade den Gedanken, die Stadt weiß Bescheid und vertuscht alles nur, fand ich klasse.

Nachdem ich justament im Sommer "Pickmans Modell" von Lovecraft gelesen hatte, ahnte ich ja schon, in welche Richtung der Hase läuft; ich denke auch, die Ausstellung, die der Protag besucht hat, war eine über Pickmans Werk. Aber das hat für mich die Geschichte nur noch spannender gemacht.

Beim Lesen musste ich die ganze Zeit an den Ebertplatz in Köln denken, auch eine recht hässliche Passage durch den Untergrund - die ich früher schon immer gemieden habe. Aber jetzt weiß ich, warum. ;)

Liebe Grüße, Nyneian
"Das Leben ist ein Albtraum in einem Albtraum."
http://www.charlotte-engmann.de

Mirko Stauch

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6

Mittwoch, 10. Januar 2007, 17:57

Ein schneidiges "Salve" in die nette Runde.
Vielen Dank für die Worte.

Wenn's erlaubt ist, möchte ich rasch meinen Dank an das Liberate Me Team loswerden. Das Buch ist Euch gelungen!!!

Die Lovecraft Anleihen sind natürlich mehr als deutlich. Der erwähnte Künstler z.B. ist auch niemand anders als der gute alte Pickman.

Die kleine Story ist entstanden, als ich mal wieder einen Lovecraft-Schub hatte. 1996 habe ich bei Jörg Kleudgens Goblin Press einige Geschichten unter dem Titel "Aus dem Schatten" veröffentlicht. Für die ganze Arbeit, die er damit hatte, bin ich Jörg Kleudgen bis heute dankbar. "Die Unterführung" ist quasi eine kleine Jubiläumsgeschichte.
Eigentlich ist sie Teil einer größeren Sache, besser: es hätte eine solche werden sollen, daher erklärt sich das schnelle Ende. Zwei weitere Geschichten hätten folgen sollen, die einen Zusammenhang bilden sollten. Doch muss ich diese Texte noch auf meiner Soll-Seite verbuchen. Bisher hatte ich keine Zeit, meine Konzepte umzusetzen.

Diese Unterführung gab es wirklich. Vor einigen Jahren hat man sie in der Tat dichtgemacht. Der Raum selbst soll noch drei Zugänge haben, sagte jedenfalls ein Stadtbüttel aus Krefeld. Ob das nun der Wahrheit entspricht, kann ich nicht sagen. Diese Unterführung sah genauso aus, wie sie beschrieben wurde.

Unterführungen, Keller, Tiefgaragan finde ich höchst anregend. Mich interessieren nicht die klassischen Orte des Gruselns.

Warum der Protagonist den Wesen nachhetzt? Warum nicht? Selbst im Augenblick höchster Gefahr kann die Neugier obsiegen. Ohne diese fatale Neugier wären vielen Figuren nie in die Situationen gekommen, die uns so gepflegt gruseln.

LG
Mirko Stauch

Mirko Stauch

Anfänger

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7

Mittwoch, 10. Januar 2007, 17:59

Ebertplatz in Köln?
Ich muss morgen in Köln arbeiten. Mal sehen, ob ich mir das mal ansehen kann.

LG
Mirko Stauch

Nyneian

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8

Mittwoch, 10. Januar 2007, 18:12

Zitat

Original von Mirko Stauch
Ebertplatz in Köln?
Ich muss morgen in Köln arbeiten. Mal sehen, ob ich mir das mal ansehen kann.


Hallo Mirko.

Du musst runter, in die U-Bahn; nicht oben der Park - obwohl der auch nicht so prickelnd ist.

Gruß, Nyneian
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DarkWriter

Meister

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9

Freitag, 26. Januar 2007, 22:54

Ja, fand die Story auch gut geschrieben. Hat mir gefallen. Hätte gar etwas länger sein dürfen :e

Grüße
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Ginny

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10

Montag, 26. März 2007, 10:18

Abgesehen von ein paar Kleinigkeiten hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Ich habe sowieso ein Faible für Paranoia-Storys, unabhängig davon, ob der Protagonist sich etwas einbildet oder tatsächlich von etwas Unheimlichem weiß.

Zitat

Original von Nyneian
Beim Lesen musste ich die ganze Zeit an den Ebertplatz in Köln denken, auch eine recht hässliche Passage durch den Untergrund - die ich früher schon immer gemieden habe. Aber jetzt weiß ich, warum. ;)

Ja, der Ebertplatz könnte da als Schauplatz herhalten. ;-) Der Weg zum Arzt führt mich da öfters hin, aber natürlich immdr zu zivilen Zeiten. Nachts möchte ich da auch nicht unbedingt herumlungern ... Meine Mutter bekommt sogar am Tag das kalte Grausen da.

Alternativ empfehle ich die Haltestelle Dortmund-Mengede. ?(
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11

Montag, 26. März 2007, 21:01

Die Unterführung, welche man in Aachen vom Ponttor aus betritt (ein mittelalterliches Stadttor), dürfte in puncto unheimliche Atmosphäre nicht zu toppen sein. Ich gehe öfters mal da durch, einfach nur um da durchzugehen. Vor allem dieses verliesartige Etwas in der Mitte hat es mir angetan.

Peter