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DarkDreamer

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1

Freitag, 19. Januar 2007, 17:54

Patrick J. Grieser - Die Taermon Trilogie



Ausstattung:
limitierte Hardcover-Auflage mit Schutzumschlag, 16 b/w Innenillu-strationen (4 Landkarten "Die Vier Königreiche"), 618 Seiten, enthält die Romane "Gefährliche Pfade", "Das Orakel der Könige" und "Der Stein der Weissagung"
Covermotiv von Stefanie Pui Mun Law, Innenillustrationen von David Deen

ISBN: 3-935706-00-6
Preis: 20,35 €
Mehr dazu auf der Homepage

Die erste Rezi kommt dann, sobald ich den ersten Band durchgelesen habe.

Ari-kitsune

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2

Freitag, 19. Januar 2007, 18:01

Was mich immer bei dem Buch interessiert hat (habe es vor Jahren geschenkt bekommen) ist, ob Patrick da eine Rollenspielrunde als Vorlage genommen hat, oder aus einer möglichen Vergangenheit als Rollenspieler schöpfte. Denn vieles las sich ja doch sehr in Richtung Abenteuerchronik.
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3

Freitag, 19. Januar 2007, 18:23

Hallo,
das Taermon-Buch ist mein schriftstellerisches Erstlingswerk und gleichzeitig die Geburtsstunde des Basilisk Verlags. Damals sollte das Buch als Hardcover beim Marxmühle Verlag herauskommen, doch der Verlag schloss vorzeitig seine Pforten. Danach sollten die drei Bände bei einem anderen Verlag als Paperback herauskommen, doch als ich die schlechte Verarbeitung + Qualität der Taschenbücher sah, fasste ich den Entschluss einen eigenen Verlag zu gründen. Es war damals nicht geplant die Bücher von anderen Autoren zu veröffentlichen. Nachdem aber die Taermon-Trilogie so gut lief (es ist bis heute das meistgekaufte Buch im Basilisk Verlag), kamen dann andere Autoren ins Boot. Den Rest kennt ihr ja;-)
Das Taermon-Buch ist wie gesagt ein Erstlingswerk, ich habe da viele Fehler gemacht, die ein Autor wohl oder übel bei seinem ersten Gehversuchen fabriziert. Es gab gute Kritiken und natürlich auch Verrisse (die teilweise sogar berechtigt waren und die mir sehr bei meinen Nachfolgewerken geholfen haben). Habe erst letztens wieder in das Taermon-Buch reingelesen und dachte so bei mir: "Ähh, habe ich das wirklich so geschrieben? Oh Gott!"


@Ari-kitsune: Ich habe früher aktiv DSA, D&D, Earthdawn, Midgard und MERS gespielt. Da sind viele Erfahrungen und Erlebnisse aus Rollenspielrunden miteingeflossen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Patrick Grieser« (19. Januar 2007, 18:24)


Ari-kitsune

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4

Freitag, 19. Januar 2007, 18:57

@ Patrick: Danke für die schnelle Antwort. das mit den Frühwerken kenne ich sehr gut. Manchmal schlucke ich auch, wenn ich meine ersten veröffentlichten KG's in den Händen halte.

Und da ich auch früher sehr intensiv rollengespielt habe und selber gemeistert habe ich auch einiges wieder erkannt, zumal ich ja sdamals auch in der Rollenspiel-Szene sehr aktiv war. Vor allem bei DSA und Midgard.

"Der Mantel der Finsternis" ist auf jeden Fall viel ausgereifter. Man merkt, daß du dich sehr stark weiter entwickelt hast.
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5

Freitag, 19. Januar 2007, 19:09

@Ari-Kitsune:

Zitat

Der Mantel der Finsternis" ist auf jeden Fall viel ausgereifter. Man merkt, daß du dich sehr stark weiter entwickelt hast.


Vielen Dank! So etwas liest man gerne:-)

Coach

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6

Sonntag, 21. Januar 2007, 10:37

Puh, ich komm ja fast kaum noch hierher!!! Hab zu Weihnachten gleich mehrere Staffeln DVD Filme bekommen und muss ehrlich gestehen: Komme fast kaum noch von der Kiste weg. Dieser Thread hat mich dann doch inspiriert was zu schreiben, weil ich das Buch gelesen habe. Zunächst mal bin ich doch schon erstaunt, dass dies ein "Erstlingswerk" ist. Da lesen sich manche Erstlings- oder Anfangswerke von anderen Autoren doch sehr viel mühsamer. Wenn ich da nur an den ersten Teil von "Der dunkle Turm" denke, da konnte man die ersten hundert Seiten glatt vergessen (langweilig in der zehnten Potenz!! King hat es ja nachgebessert, so dass die heutigen Ausgaben dieses gewaltige Manko ja nicht mehr offenbaren). Schade eigentlich, denn gerade dieser Teil offenbart in hervorragender Weise wie sich ein Künstler verbessert, denn in diesem Buch, welches ja Jahre später erst fortgesetzt wurde, kann man wunderbar den gigantischen Sprung vom Anänger zum "Superautor" erkennen. Wobei ich hier natürlich nicht Patrick Grieser mit King vergleichen will!!
Wäre übrigens auch mal ein Thread in diesem Forum wert, welche Bücher total langweilig sind! Da stehen schon einige in meinem Regal, die ich angefangen und nicht weitergelesen habe.
Was den Taermon betrifft, hat mich das Buch von der ersten bis zur letzten Seite nie gelangweilt. Es war immer spannend geschrieben. Speziell der Schlussabschnitt des Buches hat mir sehr gut gefallen. Ein vielleicht mal "etwas anderer" und kein "Friede-Freude-Eierkuchen-Schluss". Mir hats gefallen.

kaigrimm

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7

Sonntag, 21. Januar 2007, 12:17

Zitat

Original von Coach
Wäre übrigens auch mal ein Thread in diesem Forum wert, welche Bücher total langweilig sind! Da stehen schon einige in meinem Regal, die ich angefangen und nicht weitergelesen habe.


Haben wir, Coach. "Bücher, die nicht zu Ende gelesen wurden" unter Smalltalk & Gossip.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

Coach

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8

Sonntag, 21. Januar 2007, 21:14

Hallo Kaigrimm,
danke für den Tipp! Werde demnächst (wenn ich die ganzen DVD Staffeln durchhabe) mal dort posten. Habe hier einige angefangene Exemplare im Regal stehen!

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9

Montag, 22. Januar 2007, 07:34

@Coach: Auch dir herzlichen Dank für dein Statement!

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DarkDreamer

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Montag, 22. Januar 2007, 10:28

1. Buch: Gefährliche Pfade

Was erwartet man eigentlich von einem Erstlingswerk, das wie in diesem Fall auch noch sehr Umfangreich ist?
Nun, ich bin zumindest ganz zufrieden damit und keineswegs enttäuscht.
Ich habe nie viel Computer-/Rollenspiele gespielt, doch das wenige hat mich zum Teil beim Lesen an diese denken lassen. Die Eigenschaften sind einfach unverkennbar. Wirklich stören tut dies jedoch nicht, da es mich immer nur hin und wider dran erinnert hat.
In die Charaktere konnte ich mich zu Anfang nur schwer hineinversetzen, sie blieben einfach unnahbar, doch mit der Zeit hat auch dieses wunderbar geklappt. Etwas, was vielleicht an der einfachen, aber recht detaillierten Beschreibungen liegt, die erst nach und nach den Charakter der Figuren, hauptsächlich durch ihre Handlungen, herausarbeitet.
Eine weitere Sache, die mich zwischendurch aus dem Lesen hinausgerissen hat, waren Sätze, die sich doch etwas hölzern und gestelzt lasen.
Die eigentliche Handlung hingegen, besticht durch eine spannende und lebendige Schreibweise, die auch mit genug Ideen und Wendungen (die man zwar oft schon vorher erahnen konnte, aber wo ist das in den meisten Fällen nicht so?) in der Geschichte aufwartet, um den Leser nicht zu enttäuschen. Ich musste mich zumindest immer zwingen mit dem Lesen aufzuhören.

Für ein Erstlingswerk ist dieses Buch bisher sehr erfreulich.
Ich bin gespannt wie es in dem zweiten Buch weitergeht.

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Montag, 22. Januar 2007, 20:17

@DarkDreamer: Vielen Dank für dein ausführliches Statement bezüglich dem ersten Band meiner Fantasy-Trilogie! Ich bin sehr gespannt, wie dir die beiden anderen Teile gefallen werden ...

DarkDreamer

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Freitag, 26. Januar 2007, 13:30

2. Buch - Das Orakel der Könige

Auch dieser Teil der Trilogie setzt sich spannend und sehr schön erzählt fort.
Die Beschreibung der Figuren bleibt auch hier eher gestückelt. Was ich schon im ersten Teil gesagt habe, trifft auch hier wider zu. Es werden dem Leser immer wider nur Einzelheiten der Figur vorgestellt (tun/handeln/denken), die seine Person ausmachen. Es reicht zwar vollkommen zum Hineinversetzen in diese, auch mitfühlen kann man recht gut, doch kommen sie im Grunde nicht so klar heraus, wie ich es mir wünschen würde. Sie sind mir nicht egal, aber wenn etwas mit ihnen passiert, trauere ich auch nicht hinterher. Es ist einfach so.
Die Handlung, die nahtlos an das erste Buch anschließt, ist auch hier wider wunderbar geschildert und lässt eigentlich keine Wünsche offen. Die Landschaften und Städte sind lebensecht vorgestellt. Ich sah immer einen glatten Film vor mir ablaufen, was mir nicht bei jedem Buch ohne Sprünge gelingt. Sehr schön! Die Landkarten helfen natürlich ungemein.
Etwas hingezogen hat sich etwa die erste Hälfte der Handlung, da die Gefährten auf Reise sind. Etwas aufgelockert wurde der doch immer etwas eintönige Ablauf durch neue Figuren und neue Ideen, sodass die Spannung konstant hoch blieb und es nicht merklich langweilig wurde.
Etwas länger hätte ich mir den Teil auf dem verloren Land gewünscht (besonders den Teil mit dem Orakel der Könige, welches doch sehr schnell vorbei war), doch von der Handlung her passend.
In sich sind die beiden ersten Bücher abgeschlossen. Es bleibt nur die Frage was jetzt nun mit Terence und dem Taermon passiert. Das wird wohl im dritten Buch abgeschlossen, doch im Grunde hätte auch so alles stehen bleiben können. Umso schöner, dass es noch weiter geht...

DarkDreamer

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Mittwoch, 31. Januar 2007, 16:47

3. Buch - Der Stein der Weissagung

Der Anfang ist den anderen beiden Teilen doch sehr ähnlich. Lange Reisen von einem Ort zum nächsten, bis Terence an sein Ziel kommt. Ich dachte schon, schon wider der gleiche Aufbau. Doch gefehlt. Diesmal setzt sich die Reise in mehreren Etappen fort, mit größeren Zwischenstücken, was das ganze erheblich auflockert. Zudem handeln die Gefährten den größten Teil unabhängig, sodass mehr Geschehen an verschiedenen Orten und Ereignisse mit einfließen können.
Auch dieser Teil der Trilogie beherbergt wider einige neue und sehr gute Ideen, was mich sehr gefreut hat.
Der Schreibstil ist weiterhin flüssig und die Geschichte auch detailreich beschrieben. Etwas was ich bei den ersten Büchern auch schon hervorgehoben habe.
Die Veränderung Terences am Schluss ist gut gelungen und glaubhaft.
Zwischendurch waren doch aber auch immer wider Stellen, die doch etwas gekünstelt/ zu gewollt wirkten, als ob etwas zwanghaft herbeigeführt werden müsse.


Gesamtfazit:

Minuspunkte:

- ich fand es zum Teil sehr schwer mich in die Charaktere hineinzuversetzen und mit ihnen zu fiebern, auch wenn es von Buch zu Buch besser ging. Irgendwann kennt man die Personen halt.

- Hin und wider Stellen, die etwas gewollt und aufgesetzt wirken, sowie Sätze, die einfach nicht flüssig herüber kommen, und damit den Lesefluss stoppen.

- Ich musste an manchen Stellen an Computerspiele denken, da diese doch oft genug so dort vorkommen.

- Die Anfänge der Bücher, die sich doch sehr ähneln und auch in groben den zügen den gleichen Aufbau vorweisen.

Pluspunkte:

- spannende, flüssige und detailreiche Beschreibungen, die einen die Geschehnisse förmlich vor Augen ablaufen lassen-

- schöne Wendungen und immer neue Ideen von Buch zu Buch, sodass genug Abwechslung hineinkam und es nie wirklich langweilig wurde.

- glaubhafte Handlungen und Veränderungen, die Entscheidungen, Charaktere, etc. angehen


Fazit:

Ein sehr schönes Fantasybuch mit einigen Fehlern, aber auch genügend Lesespass, sodass man dieses Buch (das dazu ja auch noch das Erstlingswerk ist!) sehr zufrieden beenden kann. Sollte man als Fantasyleser zumindest mal angetestet haben.
Ich kann nur sagen Patrick: Es hat Spaß dieses Buch gemacht zu lesen!!!

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Mittwoch, 31. Januar 2007, 19:34

@DarkDreamer: Vielen lieben Dank für deine ausführliche Rezi, die mich natürlich unheimlich freut! Momentan sitze ich an der Überarbeitung vom zweiten Teil der Mantel der Finsternis-Serie. Der Roman ist bereits fertig lektoriert, aber einige Passagen möchte ich noch umschreiben.