Als ich Donnerstag Abend den Anruf bekam, war ich wie vor den Kopf
geschlagen. Und auch heute ist für mich immer noch unfassbar, was ich
nun mitteilen muss, was ich aber auch an dieser Stelle tun möchte, weil er nicht nur Vater der
http://www.gegenerde.de ist, die im deutschsprachigen Raum wohl jeder kennt, der sich
für Gor interessiert, sondern vor allem er es ist, dem wir die Neuübersetzungen der
Gor-Romane verdanken und die er als seine Babys betrachtete und wie solche gehütet und gepflegt hat:
Phil ist Donnerstag in den frühen Abendstunden plötzlich und ohne erkennbare Vorwarnung aus dem Leben gerissen worden.
Sein letzter im Grunde bereits lebensfähiger Spross "Dancer of Gor" wird jetzt
ohne ihn das Licht der Welt wird erblicken müssen.
Das Unfassbare dennoch in Worte zu fassen scheint fast unmöglich zu sein.
Wie kann ich es beschreiben, wie kann man trösten, wie den Schmerz
lindern, wenn selbst mich, der ihn nur kurz, nur von einem persönlichen
Treffen und aus seinen Gedanken und Zeilen hier im Netz und am Telefon
kannte, schon tiefe Trauer beherrscht?
Daher ist mir auch unmöglich, das Ausmaß auch nur zu umgrenzen, das es für einen Menschen
haben muss, die ihn weit besser kannte, mit ihm lebte, ihn liebte und
von ihm mehr als alles andere geliebt wurde, wie seine Frau berit{Phil}.
Ich habe ihn – wie viele andere hier auch – kennen gelernt als jemanden,
der voller Leben ist, voller wertvoller Gedanken, voller Pläne für die
nähere und weitere Zukunft. Jemand, dessen Meinung nie flach und
vordergründig ist, nie einseitig, nie so vereinfachend, dass sein Rat
an den Gegebenheiten seiner Gesprächspartner vorbeiging, und doch nie
seine Überzeugungen dabei verleugnet.
Er hat wie kaum jemand anderer den ich kenne seine Überzeugungen gelebt, seine Erfahrung
geteilt, seine Sorge und Fürsorge für Menschen, die ihm etwas
bedeuteten, als selbstverständliche Aufgabe angesehen, gradlinig und
konsequent.
Und so wie er gelebt hat, ist er auch gegangen.
Ich habe in ihm nicht nur einen Berufskollegen und weitläufigen Bekannten,
sondern einen – bisweilen sogar väterlichen – Freund, einen trotz aller
offenkundigen Unterschiede seelenverwandten Menschen, einen souveränen
und kompetenten Ratgeber verloren, dessen Tod und Verlust mich trotz
aller Distanz und medizinischer Absehbarkeit unsäglich trifft und mich
bis heute betroffen macht.
Andere aber wesentlich mehr ...
Und so richten sich meine Gedanken heute nicht nur unendlich dankbar
zurück, zu all den Gesprächen, den Forenbeiträgen, dem persönlichen
Treffen, und den Büchern, die er geschrieben hat und in denen neben der
reinen Übersetzung auch sein tiefes Verstehen des Lebens und der
Menschen mit deutlich wird, zu all den gedanklichen Anregungen,
Hinweisen und Ratschlägen, die mir und meiner Familie neue, weitere
Perspektiven erschlossen haben,
sondern auch ins Jetzt und in die Zukunft,
vor allem zu seiner Frau berit{Phil},
der meine Gedanken gelten, auch wenn ich angesichts ihres Schmerzes,
ihres Verlusts und Leids hilflos bin und kaum Worte finde, die in der Lage wären,
zu trösten, zu helfen oder wenigstens zu lindern.
Ich verneige mich vor einem für mich bedeutenden Menschen und seinem Lebenswerk.
Markus