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DarkDreamer

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1

Freitag, 30. März 2007, 13:32

Frank Schweitzer - Grendl

Grendl von Frank Schweitzer ist das nächste Buch aus der Otherworld, welches im April erscheinen soll.



Hardcover mit Schutzumschlag, Illustrationen von Jan Balaz, Lesebändchen und Personenverzeichnis

192, 16 x 21 cm,
Artikel: 1003
ISBN-10: 3-9502185-5-6
ISBN-13: 978-3-9502185-5-8
Preis: 17.95 € [A], 17.95 € [D], 31.50 CHF [CH]

Sie wollten schon immer wissen, wie das Ende der Welt tatsächlich aussehen wird und ob es rückgängig gemacht werden kann? Was eigentlich der Sinn des Lebens ist und warum sich manche Allegorien einfach nicht miteinander vertragen? Antworten darauf und auf vieles mehr hält Grendl für Sie bereit!

Die Welt geht zu Ende. Das Nichts nichtet. Max Merkur, auf dessen Diplom, das ihn als Magister der Philosophie ausweist, die Tinte noch nicht getrocknet ist, findet sich in der Abfertigungshalle des katholischen Himmelsbahnhofs wieder (gleich neben der Abfertigungshalle für Eichhörnchen und Nagetiere). Durch eine Verkettung unglücklicher (wenngleich nicht ganz zufälliger) Umstände ist es Max Merkur leider nicht möglich, den Apparat des Jüngsten Gerichts zu durchschreiten. Stattdessen ersuchen ihn die Teufel, denen der Weltuntergang höchst ungelegen kommt (schließlich fanden sie gerade in der heutigen Zeit immer mehr Anhänger, und außerdem wollten sie demnächst mit ihrem Internetportal online gehen), um Hilfe bei einer heiklen Mission. Sie stellen ihm den Teufel Lutherion zur Seite, mit dessen Hilfe (und einem Mobiltelefon) Max Merkur eine Reise durch Raum und Zeit antreten soll, um den Sinn des Lebens von den berühmtesten Philosophen der Menschheit zu erfahren, denn nur dadurch kann das Ende der Welt rückgängig gemacht werden.

Frank Schweizer ist die deutsche Antwort auf Terry Pratchett! Vor akuten Lachmuskelkrämpfen wird gewarnt!

"Vergessen Sie Asprin, Nicholls oder Scherm, bei Schweizer spielt die Musik." - Carsten Kuhr, Phantastik-News

"Wirklich witzige Bücher sind sehr selten, philosophische Bücher ebenfalls. Frank Schweizer gelingt es, beides zu kombinieren." - Erik Schreiber, Der phantastische Bücherbrief

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DarkDreamer« (30. März 2007, 13:39)


Running Wild

RUNNING WILD PHANTAST

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2

Freitag, 30. März 2007, 18:25

RE: Frank Schweitzer - Grendl

Guter Tipp!
Habe es schon vorbestellt!
Reality is lost - IKON

DarkWriter

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Dienstag, 15. Mai 2007, 20:29

Hallo,

laut Pressemitteilung ist Grendl erschienen und auch schon reichlich mit Lob bedacht worden. Ich habe einen kleinen Artikel in meinem Blog untergebracht und freue mich schon sehr darauf, es zu lesen.
Eine Rezi von mir wird es wie gewohnt an dieser Stelle geben. ?(

Grüße
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kaigrimm

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Mittwoch, 16. Mai 2007, 13:34

Grendl ist heute bei mir angekommen. Gewohnt luxuriöse Aufmachung und bereits das Personenregister zaubert ein fettes Grinsen ins Gesicht.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

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DarkDreamer

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5

Mittwoch, 16. Mai 2007, 15:08

Zitat

Original von kaigrimm
und bereits das Personenregister zaubert ein fettes Grinsen ins Gesicht.


Da musste ich auch schmunzeln, als ich mir das angeschaut habe :)

Running Wild

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6

Mittwoch, 16. Mai 2007, 17:05

Seltsam ich hab das Buch noch nicht erhalten,
dabei hilft sonst der Heimvorteil, das man als Österreicher
zuerst die Bücher von Graz geliefert bekommt!
Anyway hab eh genug Lesestoff! :D :D
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Mammut

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7

Freitag, 25. Mai 2007, 18:37

Ich war ja ein wenig skeptisch, aber Grendl ist ein wirklich lesenswertes Buch.

Running Wild

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8

Mittwoch, 30. Mai 2007, 19:23

So habe es gelesen, grandioses Lesevergnügen!
Anfangs dachte ich auch noch, ob der Humor nicht
in alberne Komik umschwenken würde, oder es nur
eine Lehrstúnde in Philosophie werden würde!
Aber von wegen, sehr gut gelungen!
Dabei könnte das Buch genau so gut, Per Anhalter
durch Zeit und Philosophie heißen, was die Grundidee
des Buches angeht, steht der Autor in Schuld des Adams
Buches, man denke nur an den Anfang, nur existiert
gar kein Universum mehr, bei Adams nur die Erde zerstört!
Oder auch der Schluss erinnert an Adams Restaurant am Ende
der Welt! Anyway egal, geiles Buch!
Ich hab das Gefühl, ich habe eine Lektion in Sachen Philosophie
erhalten, und ich habe es genossen!
Nach CROTA das zweite Hammer Buch des Jahres aus dem Otherworld
Verlag! Glückwunsch an den Verlag!
Reality is lost - IKON

DarkWriter

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9

Samstag, 2. Juni 2007, 06:21

Dass sich das Ende der Welt mit einem flotten Walzer ankündigt, hatten sich die diversen Untergangspropheten wohl auch nicht träumen lassen. Und doch geschieht genau dies. Über Tage und Wochen hin zeigt sich ein Riss am Himmel, aus dem Fanfaranklänge ertönen und „An der schönen, blauen Donau“ spielen.
Dass es dabei nicht mit rechten Dingen zugeht, ist den Menschen durchaus klar. Auch, dass sich so das Weltenende ankündigt, erahnen sie. Dass das Ende des Universums aber ausgerechnet an jenem Tag gekommen ist, an dem Max Merkur sein lange ersehntes Diplom im Fach Philosophie erhält, hätte seiner Meinung nach nicht sein müssen. Unvermittelt findet er sich in einer Wartehalle wieder, um dort getestet zu werden. Hat er es verdient, in den Himmel zu gelangen oder muss er in die entgegengesetzte Richtung – also zur Hölle fahren? Eine Frage, die der Automat, der dies normalerweise prüft nicht beantworten kann. Schließlich flüchtete Max Merkur vor dem Weltende in eine Kirche, kollidierte dort mit einem Weihwasserbecken und fluchte, als sich das Wasser auf ihn ergoss. So hat er das Pech – oder auch Glück – weder in den Himmel noch in die Hölle zu müssen. Eine vorerst vertrackte Situation. Bis ihn ein Teufel bittet, gemeinsam mit ihm nach dem Sinn des Lebens zu fahnden. Wird dieser nämlich in die Weltformel eingegeben, erhält das Universum eine zweite Chance. Mit dem von Petrus gestohlenen Handy, welches nicht nur die Telefonnummern der wichtigsten Philosophen der Weltgeschichte in seinem Adressbuch bereit hält, sondern auch über die Gabe der Zeitreise verfügt, machen sie sich gemeinsam auf die Suche nach dem Sinn des Leben. Dazu sprechen sie natürlich mit den bekanntesten Philosophen der Geschichte wie etwa Sokrates, denn von ihnen erhoffen sie sich die Antwort.
Doch den Sinn des Lebens zu finden, ist nicht die einzige Herausforderung. Denn schließlich müssen sie auch noch dem Bösen in Gestalt des Grendl gegenüber treten ...

Das Ende der Welt kann man auf viele Arten beschreiben. Meist sind es Horror-Szenarien, die vor den Lesern entfaltet werden. Zudem ist der Stoff nicht wirklich neu, denn schon die Bibel kommt mit einer Apokalypse daher, von diversen apokryphen Schriften ganz zu schweigen.
Eine handfeste Satire aus dem Ende der Welt zu machen ist hingegen neu.
Frank Schweizer, der selbst Philosophie studiert hat, schickt seinen Helden auf eine aberwitzige Reise, die jener von Arthur Dent aus „Per Anhalter durch die Galaxis“ in nichts nachsteht. Von der ersten Seite an beweist Schweizer sein Talent für pointierte, erfrischend neue Ideen, die einen sofort in ihren Bann ziehen. Gebannt verfolgt der Leser die Handlung und wird dabei immer wieder aufs Neue überrascht, mit welchen Einfällen der Autor aufwartet. Dabei zeigt sich, dass Schweizer seinen zu Beginn hohen Level an Humor bis zum Schluss durchzuhalten versteht.
Die Story an sich ist – wenn auch „abgedreht“ – doch in sich schlüssig. Der Autor verzettelt sich nicht und setzt auch nicht die Satire über die Handlung selbst, so dass die Gags nicht zu einem Selbstzweck verkommen, sondern die Spannung angenehm bereichern.
Ein perfekter Roman also?
Nein, nicht ganz. Auch hier gibt es einen kleinen Minuspunkt, und dieser sind die eingestreuten, kursiven Erklärungen. Diese gehören zwar zur Handlung, nehmen dem Plot aber etwas von dem Tempo, das von Anfang an der Story anhaftet. Sie sind vergleichbar mit diesen Schwellen in Tempo-30-Zonen die dafür sorgen sollen, dass der Fahrer nicht zu schnell fährt. Hier hat der Autor eindeutig Anleihen beim „Anhalter“ genommen, denn auch dort finden sich diese Einstreuungen. Und wie dort hemmen sie hier hin und wieder den Drive. Sicherlich ist dies nichts, was die Stimmung zerstören oder den Roman abwerten kann, hätte aber eben sparsamer eingesetzt werden können.
Überzeugend und stimmungsvoll sind hingegen die Innenillustrationen von Jan Balaz, die jedem Kapitel vorangestellt sind. Gemeinsam mit dem Schutzumschlag und dem Lesebändchen verleihen sie dem Buch etwas Edles, wie man es inzwischen von Büchern aus dem Otherworld-Verlag kennt. Die Aufmachung und die frische Ideen rechtfertigen den Preis von 17.95, denn nach dem Lesegenuss macht sich das Buch im Regal ausnehmend gut.

Fazit:
Eine Fantasy-Satire erster Klasse, die den Leser von der ersten bis zur letzten Sekunde unterhält. Wer überzeichnete Szenen und aberwitzige Begebenheiten mag, wird hier glänzend unterhalten. Wer das Thema Weltuntergang lieber ernsthaft, düster und dramatisch umgesetzt sieht, wird jedoch mit „Grendl“ nicht glücklich werden.
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DarkWriter

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Freitag, 8. Juni 2007, 04:57

Hallo,

es gibt Lesungen zu Grendl. Und zwar die erste am 16. Juni um 19:00 in Köln in der Musikbar "Elektra", Gereonswall 12-14, 50668 Köln (Eiglsteinviertel). Die zweite Lesung findet in Darmstadt statt, und zwar im Rahmen des Spät-Lese-Abends. Der Termin hier ist der 27. Juni, 20:00 Uhr.

Eintritt ist bei deiden Veranstaltungen frei.
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Siwa

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Dienstag, 16. September 2008, 14:58

Was für ein teuflisch gutes Buch, ich hab mich köstlich amüsiert. :)
Genau das Richtige nach dem doch etwas auf die Stimmung drückenden EVIL von Ketchum.

12

Montag, 19. September 2011, 16:44

Habe mit "etwas Verspätung" das Buch nun auch gelesen und es mehr als genossen! - Und da ist ein Vergleich mit dem aktuellen Werk von Jeffrey Thomas einfach nahe liegend.
Natürlich ist GRENDL vollkommen anders angelegt als TAGEBUCH AUS DER HÖLLE - (aber in beiden geht es um "Höllenszenarien"), doch während hier die beißenden, ironischen Seitenhiebe alle ins Schwarze treffen, konnte ich bei Thomas (trotz aller ihm zugestandenen Intellektualität) keine derart klare Linie erkennen. Schweizer schreibt witzig und intelligent, Thomas dagegen mit einer nur schwer entschlüsselbaren Chiffre, die mir immer noch etwas quer im Magen liegt. Sorry, aber wo bitte schön, soll die Anklage gegen christlichen Fundamentalismus sein, wenn sich eben diese Vertreter NICHT in der Hölle befinden??? Und vom "himmlichen Leben" verrät uns der Autor schließlich nichts. Die Tatsache, dass Engel (es wird auch hier nicht deutlich, wer genau diese Engel sind - und ob es sich nur um eine bestimmte Gruppe von ihnen handelt) wie marodierende Horden Jagd auf Verdammte machen, zeichnet zwar ein alles andere als freundliches Bild dieser Geschöpfe, für eine beißende Satire ist mir dies alles jedoch viel zu dünn!
Viel leichter aber nicht minder effektiv schildert Schweizer dagegen das unterirdische Geschehen, mit all seinen Paradoxa, Verrücktheiten und verdrehten Parallelen zum Alltagsleben, wie wir es kennen. Das Buch, das sich zudem "ganz nebenbei" noch mit dem Sinn des Lebens und der Weltformel beschäftigt, ist auch ein Kurz- Trip in die Geschichte der Philosophie, doch wesentlich unpädagogischer und daher auch amüsanter, als z.B. auch Sofies Welt von Jostein Gaarder.
GRENDL hat meine absolute Leseempfehlung!

Martin Cell

RUNNING WILD PHANTAST

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Montag, 19. September 2011, 18:16

Wenn dir "Grendl" gefallen hat, dann dürfte auch "Gott(Blitz Verlag)" nach deinem Geschmack sein!
Denn dieses neuere Werk läßt sich besser mit "Tagebuch aus der Hölle" vergleichen,
denn hier werden auch Dämonenstadte und die Hölle beschrieben!
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14

Montag, 19. September 2011, 19:02

Wenn dir "Grendl" gefallen hat, dann dürfte auch "Gott(Blitz Verlag)" nach deinem Geschmack sein!
Denn dieses neuere Werk läßt sich besser mit "Tagebuch aus der Hölle" vergleichen,
denn hier werden auch Dämonenstadte und die Hölle beschrieben!

Habe das Buch natürlich längst vorgemerkt - doch zuerst muss ich einige andere 100 + X Bücher von meinem UB- Berg abarbeiten. :)

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Nina

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15

Montag, 19. September 2011, 19:45

Ich habe mir das Buch anno dazumals auf der Buchmesse in Wien gekauft. Geplant war es nicht, ich wollte halt eine phantastische Lesung besuchen und sehr viel gabs da nicht grade im Angebot - damals war Otherworld auch noch nicht so in der Szene im Gespräch. (Bilde ich mir zumindest ein, dass das gerade erst kam.) Doch ich fand den Vortrag des Autors auf niveauvolle Weise lustig und habe mir das dann mitgenommen.
Da ja sehr viele Philosophen "mitspielen", hatte ich mir dann gedacht, dass das Buch meinem Bruder gefallen könnte, der immerhin studierter Philosoph ist. Zum Glück ist das Ding ein strapazierfähiges Hardcover, das sieht anders als ein Taschenbuch nicht gleich schäbig aus, nur weil einer das mal gelesen hat. Nachdem er gleich reingelesen hat und bald alles andere rundherum uninteressant war, werte ich das mal als ein ehrliches Ja von seiner Seite aus. Aber wir haben auch darüber geredet, er meinte auch, dass man da einfach das Fachwissen des Autors merkt, trotzdem aber ein witziger Roman rausgekommen ist.