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Running Wild

RUNNING WILD PHANTAST

  • »Running Wild« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 136

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1

Donnerstag, 26. Juli 2007, 08:23

[Paperback Horror 3008] John Shirley - In der Hölle

Da noch kein Thread für dieses neue EP Paperback offen ist,
hiermit schon!
Kurz zum Inhalt: H , ein Wesen aus einer höheren Dimension
weilt mit anderen Wesen seiner Art auf der Erde,
es greift in das Leben einiger Menschen ein, meist sind es nur kleine Schnitte
oder Bewusstseinsänderungen, aber die Folgen für
die Betroffenen sind immer fatal und meist kurios dazu!
Es zwingt sie zu irrsinnigen Bluttaten!
Schlussendlich vereinigt das Wesen alle seine Opfer
in einem großen Experiment, das mich in abgewandelter
Form an Lansdale s "Drive In" erinnert hat.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, pure brutale Horror Unterhaltung!
Es ist ein Buch über das Leiden und das Sterben,
es passt hervorragend das dieser Titel direkt nach
Barker s "Hellraiser" erscheint in der EP PB Horror Reihe!
Absoluter Tipp!
»Running Wild« hat folgende Datei angehängt:
  • 9783937897226.jpg (23,19 kB - 163 mal heruntergeladen - zuletzt: 8. Februar 2010, 09:48)
Reality is lost - IKON

Aeron

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2

Donnerstag, 26. Juli 2007, 09:54

RE: John Shirley - In der Hölle

Klingt super. Muss ich wohl mein Taschengeld zusammenkramen ?(

3

Donnerstag, 26. Juli 2007, 10:07

Ich lese es gerade parallel zum neuen HP.
Echt heftige Kost

Die Belastbarkeit meines Nachttisches wird ermittelt mit freundlicher Unterstützung von:

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kaigrimm

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4

Donnerstag, 26. Juli 2007, 13:14

Interessanter Tip.

Habe es gleich mal bestellt, auch wenn ich wegen der Dünne des Buches erst noch etwas gezögert habe...
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

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ANUBIS

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5

Sonntag, 29. Juli 2007, 15:07

Ein absoluter Kracher!!

John Shirley ist sowieso immer eine Lesesünde wert :D

Greetz
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

6

Montag, 13. August 2007, 13:59

Habs am Wochenende endlich fertig lesen können.
Wirklich krasses, gutes Buch!

Der Band besteht im Grunde aus drei großen Teilen:
- Zunächst ein kleiner "Überblick", wie abartig die Welt doch ist. Echt heftige Kost.
- Danach geht es episodenhaft weiter mit kurzen Geschichten einzelner Personen, deren Verhalten ein wenig, ich sag mal "von außen angepasst" wird. Kleine Ursachen, große Wirkung.
- Fürs davon losgelöste, große Finale verknüpfen sich die vorherigen Episoden zu einem gemeinsamen Strang. Was passiert, wenn man eine Handvoll "Psychos" auf einen Haufen schmeisst? :)

Wie gesagt, teilweise heftige Kost, die keine Gemeinheit auslässt um so richtig fies zu sein :)

Super Buch, meine Empfehlung!

Die Belastbarkeit meines Nachttisches wird ermittelt mit freundlicher Unterstützung von:

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Mammut

Der ErnstFall

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7

Donnerstag, 27. März 2008, 20:50

Ich habe das Buch jetzt auch durch. Wie immer sind Shirleys Charaktere sehr lebendig, man steckt schon nach wenigen Worten mitten in der jeweiligen Szene.

Ja, der man hat böse Träume, ist ja ein heftiges Buch. Auch von mir eine klare Leseempfehlung. Hatte mich zuerst vor einem Kauf geziert, der Klappentext klang ja nicht so prall. Ist aber wirklich ein Klassestoff.

DarkDreamer

DD ... D²

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8

Sonntag, 7. Februar 2010, 21:43

John Shirley hat einen Roman über Gewalt vorgelegt – und doch weitaus mehr. Es ist nicht nur ein Roman über Gewalt, es ist ein Roman über menschliche Triebe, über menschliche Extremsituationen, über den menschlichen Überlebensinstinkt, es ist ein Roman über das Menschsein in den einfachen Dingen. Es sind Sphärenwesen einer höheren Dimension, die den Menschen einem brutalen Experiment unterziehen, um diesen zu erforschen. Diesmal sind nicht die Ratten oder Mäuse die Versuchskaninchen, dieses Mal sind es die Menschen selbst.
Zunächst jedoch werden die Sphärenwesen vorgestellt. Man begreift sie nicht gänzlich, aber wie kann das auch sein, wenn der Autor selbst nur ein Mensch ist? Shirley gelingt es jedenfalls auf einfallsreiche Weise diese Wesen vom Menschen zu trennen. Er setzt einzelne Begriffe, Wörter und menschliche Gesten in [eckige Klammern], um auszudrücken, dass hier nur eine Art Übersetzung zum Verständnis vorliegt. Es distanziert und fördert die Fremdartigkeit – bringt aber auch den Lesefluss etwas ins Stocken.
Ins Stocken gerät der Lesefluss aber auch durch die Einführung einiger Charaktere. Im finalen Experiment steigt die Zahl der Charaktere noch einmal an. Von daher ist es vorteilhaft, dass wichtige Personen schon zu Anfang eingeführt werden, zugleich liegt hier aber auch ein Kritikpunkt vor: Person B folgt auf Person A, Person C folgt auf Person B. Der Leser springt von einem Charakter zum nächsten, sodass man sich jedes Mal erneut auf eine neue Situation einlassen muss, bevor die Handlungsstränge zusammen laufen.
Die wichtigsten Charaktere kennt der Leser also, wenn es zum katastrophalen Experiment kommt. Dennoch sind es nur die markantesten Punkte, der Rest ihrer Persönlichkeit bleibt sehr blass. Es ist eher die speziell gegen Ende des Romans aufkommende Atmosphäre, die verstärkt wird durch eine Art Unsterblichkeit - denn wer ermordet wird, taucht einen Tag später wieder lebend auf -, die Spannung erzeugt und den Leser fesselt.
Ähnlichkeiten zu dem Film „Cube“ sind nicht von der Hand zu weisen, doch gelingt es Shirley der Idee seine eigene Note zu verpassen. Menschen auf engem Raum, besonders in Situationen, in denen die Gewalt Nährboden finden kann und grassierend zuschlägt, bleiben aufgrund ihrer äußerst beklemmenden Atmosphäre interessant.

John Shirley ist ein durchwachsener Roman gelungen, der seine Schwächen vor allem im Anfang begründet sieht. Das finale Experiment jedoch strömt einem Höhepunkt entgegen, untersetzt mit einer hervorragenden Atmosphäre und einer glaubwürdigen Handlung, sodass sich „In der Hölle“ doch noch aus der vermeintlichen Versenkung erheben kann.

Auch ich kann mich somit in die Reihe der zufriedenen Leser einreihen :D