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Spooky

Super Moderator

  • »Spooky« ist der Autor dieses Themas

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1

Montag, 20. August 2007, 18:12

Das Haus von Mark Z. Danielewski

Mark Z. Danielewski
Das Haus
House of Leaves
920 Seiten

Als der Pulitzer-Preisträger Will Navidson mit seiner Frau und den beiden Kindern in das Haus zieht, ahnt er nicht, wie hier sein Leben aus den Fugen geraten wird. Ganz beiläufig filmt er die alltäglichen Vorgänge in den Zimmern und Fluren; ganz beiläufig muss er feststellen, dass dieses Haus über Räume verfügt, die kein Grundriss verzeichnet.

Nachdem er bei einer ersten Erkundung dieser Räume fast den Rückweg nicht mehr findet, holt er Hilfe – ein Ingenieur und ein professioneller Höhlenforscher sollen die unermesslichen Räume im Hausinneren erforschen helfen. Und immer läuft die Kamera mit – und zeichnet auf, was über den Verstand aller Beteiligten geht und ganze Generationen von Filmkritikern und Kinogängern schaudern lassen wird. ...

»Ein großartiger Roman. Ein phänomenales Debüt. Hinreißend lebendig, auf erhabene Weise unheimlich, in erschütterndem Maße furchteinflößend, atemberaubend intelligent – es lässt fast alle anderen Werke bedeutungslos erscheinen ...«
Bret Easton Ellis


Übrigens: Der Autor kommt zwecks diverser Lesungen nach Deutschland.
»Spooky« hat folgende Datei angehängt:
  • Das-Haus.jpg (14,06 kB - 261 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Juni 2008, 15:51)

Dr. Clownerie

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2

Montag, 20. August 2007, 19:06

Darauf werfe ich schon lange ein Auge, das könnte der Hammer werden :-]
Der cthuloide Blog. Lesen was Sache ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dr. Clownerie« (20. August 2007, 19:07)


3

Montag, 20. August 2007, 19:45

Klingt interessant... aber 920 Seiten? Eine ganz schöne Schwarte für eine Variante des "Blair Witch Project"-Schemas (klingt im Augenblick für mich zumindest danach). Ich befürchte, unter den Voraussetzungen könnte sich das Lesen etwas ziehen... es sei denn natürlich, es sind einige nette Ideen drin und der Schreibstil ist packend.

Bin aber mal neugierig... freue mich auf die ersten Leseberichte :D.
...and the book club consists mainly of people who club me with books.

Dr. Clownerie

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4

Montag, 20. August 2007, 19:52

Nette Ideen auf jeden Fall, von Spiegelschriften und kleinen Fußnoten soll da fast alle geboten werden.
Der cthuloide Blog. Lesen was Sache ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dr. Clownerie« (20. August 2007, 19:53)


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5

Montag, 20. August 2007, 20:16

Na ja, das Buch MUSS sozusagen quasi unbedingt gut sein....
Habe das erste Mal hier davon gelesen: HP des Autor Thor Kunkel.
Da ich Kunkel Schreibe sehr mag, könnte ich mir vorstellen, dass DAS HAUS auch nicht übel ist.
Phantastische Grüße
Thomas

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6

Dienstag, 21. August 2007, 10:11

Und leider kommt er erst im Herbst raus, wird wohl statt August schon Oktober werden. :(
It almost seems like the old spirit of the night, from my childhood has gone missing.

"Play the spirit of the game, not the rules"
-Robin D. Laws

Running Wild

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7

Dienstag, 21. August 2007, 10:13

Das Buch ist mit knapp 30 Euro auch nicht grad billig,
gut über 900 Seiten!
Deshalb wünsche ich mir das Buch zum Geburtstag als
Geschenk von meiner Frau!
Reality is lost - IKON

ANUBIS

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8

Dienstag, 21. August 2007, 20:38

Das Buch IST der Hammer,kompliziert aber sehr lohnenswert;-)

Greetz
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

Cthulhu.de

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9

Dienstag, 21. August 2007, 21:10

Zitat

Original von ANUBIS
Das Buch IST der Hammer,kompliziert aber sehr lohnenswert;-)

Greetz


Schon gelesen?
It almost seems like the old spirit of the night, from my childhood has gone missing.

"Play the spirit of the game, not the rules"
-Robin D. Laws

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ANUBIS

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10

Mittwoch, 22. August 2007, 12:54

Ich habe mit der OAG angefangen, mußte aber feststellen dass meine Englischkenntnisse leider nicht ausreichen um die komplexität der Handlung gänzlich zu begreifen:-))

Greetz
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

11

Samstag, 25. August 2007, 19:57

Habe gestern DAS HAUS von Danielwski bekommen. Auf den ersten Blick: Das Buch IST der Hammer!
Na ja, und gleichfalls auf den ersten Blick hoffe ich, dass es nicht so komplex ist, wie es den Anschein hat und daher auch in Deutsch unverständlich bleibt.
Habe heute angelesen, und kann es eigentlich nicht aus den Händen legen. Noch ist es absolut verständilich und verspricht sehr mysteriös zu werden!

Frage mich nur, wie das Gerücht aufkam, das Buch hätte über 900 Seiten? Nummerriert hörts mit etwas über 700 auf. Da gibts ein mit lateinischen Zahlen beziffertes Vorwort, aber das macht keine 200 Seiten. Und zwischendruch scheinen Seitenzahlen nicht doppelt oder ausgelassen zu sein. Na mal sehen...

Dazu kommt, dass einige - eigentlich sogar viele - Seiten recht seltsam bedruckt sind...

Was micht sehr freute ist, dass den Satz für Klett Cotta wieder Ronni Hoppe aus Berlin / Alien Contact gemacht hat, wie schon bei dem VanderMeer-Buch....
Phantastische Grüße
Thomas

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »T.H.« (25. August 2007, 20:13)


12

Samstag, 25. August 2007, 20:11

... sorry, vertippt...
Phantastische Grüße
Thomas

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »T.H.« (25. August 2007, 20:12)


13

Montag, 17. September 2007, 20:09

...geschafft! ....

Trotz mittlerweile masiv eingestellter Skepsis dem Buch gegenüber habe ich es natürlich zuende gelesen - einfach weil ich es zuende lesen musste! Das "muss" muss man wortwörtlich nehmen. So was habe ich tatsächlich noch nicht erlebt: Weiß auch nicht, ob ich mir da selbst was eingeredet habe oder das Buch eben so wirkt - ich konnte es einfach nicht aus den Händen legen, das war wie ein Sog.

Und was kommt nun dabei am Ende heraus? Will ja niemanden den Spaß am Buch nehmen, daher hier für Interessierte meine unausgegorene Besprechung dazu auf buchrezicenter.de

In der Rezi verrate ich nicht allzuviel, da es mir imgrunde wahrscheilich nicht gelang, das Buch - endgültig - zu entschlüsseln. Wäre daran interessiert, von Euch zu erfahren, was und wie und warum....

Irgendwie habe ich eigentlich keine Rezi gefunden, wo mir das Buch schlüssig erklärt wird...
Phantastische Grüße
Thomas

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Wiswedaemon

Schüler

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14

Mittwoch, 19. September 2007, 09:35

@T.H.

Deine Rezension fand ich sehr gut und detailiert. Noch ein Gedanke: Woher wissen wir vom Navidson record? Von Zampano. Woher wissen wir von Zampano? JOHNNY, Mamas Liebling.

Grüße
Marc

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15

Sonntag, 23. September 2007, 14:50

Ich habe es jetzt auch endlich geschafft, diesen Ziegelstein von einem Buch zu bewältigen, doch was habe ich da eigentlich gelesen? Ein dadaistisch- interaktives verrückt- geniales, autistisch-labyrinthisches collagehaftes Münchhausen- Stück mit Borderline- Syndrom und Größenwahn? Irgendetwas in der Richtung jedenfalls. Das, was ich erwartet habe - ein phantastischer Horror- Roman - war es definitiv nicht.
Danielewski lotet auf (mir) bislang ungeahnte Weise die Möglichkeiten des geschriebenen Wortes bis zum Exzess (bis zur vollkommenen Sinnlosigkeit oder gar Auslöschung) aus. Auf diese Weise ist der Leser weitaus mehr gefordert, die Fragmente in logische Sinnzusammenhänge zu bringen (falls dies überhaupt immer möglich ist - ich bezweifle, dass es viele Leser geben wird, die die Textstellen in Otjiherero (sic!) übersetzen können.
Absolut überzeugend ist das Grundkonzept, den Inhalt mit der Form des Textes zu verschmelzen. Labyrinthe und unerklärliche/undechiffrierbare physikalische/seelische(?) Zustände/Vorgänge finden in ähnlichen Textinhalten und -formen ihre jeweilige Entsprechung.
Das eigentliche Geschehen des Romans (ist es überhaupt das EIGENTLICHE?) erschließt sich dem Leser über eine höchst komplex- verschachtelte Struktur: Der Herausgeber des Buches kommentiert die Ausführungen Johnny Truants, der seinerseits die Aufzeichnungen Zampanos erläutert, der wiederum einen Film (oder mehrere Einzel- Filme) analysiert, der wiederum von unzähligen anderen Personen interpretiert wird.
Erst ganz zum Schluss habe ich so etwas wie einen Schlüssel zum Verständnis dieses Text- Monsters gefunden (oder glaube ihn gefunden zu haben), den ich hier natürlich nicht offen legen werde. Zudem bin ich der festen Überzeugung, dass der Autor überhaupt nicht beabsichtigte, dem Leser eine einzige Lösung anzubieten.
Bis etwa zur Mitte entwickelte das Buch einen eigentümlichen Lese- Sog, doch nach und nach marterten die immer bizarrer werdenden Typografie- Experimente auch die Geduld des ausdauerndsten Lesers. Die seitenlange Rezeption sinnloser, vollkommen aus dem Zusammenhang gelöster Textkonstrukte fördert nicht gerade die Aufmerksamkeit des Lesers. (Von Spannung und Klimax will ich lieber gar nicht erst reden.) Der Text wird zum Synonym für "weißes Rauschen". Natürlich mag man anführen, dass Danielewski genau dies beabsichtigte, da seine Protagonisten in den unendlichen Labyrinthen des Hauses ganz ähnliche Gefühle durchleben (die Abkopplung jeglicher Sinneswahrnehmungen im vollkommenen Nichts), doch ist selbst der einigermaßen geschulte bzw. trainierte Leser auf derartige 'Strapazen' nicht vorbereitet. Ich habe das Buch beendet, weil ich es wollte, nicht weil der Text mich extrinsisch dazu 'gezwungen' hätte. Dies ist trotz aller Avantgarde des Romans für mich ein klares Manko! Ein Roman ist für mich dann überzeugend, wenn die geschilderte Handlung den Vorgang des Lesens vergessen macht, wenn der Leser ohne es zu bemerken in den Text 'eintauchen' kann. Danielewski geht den genau umgekehrten Weg: bei ihm stellt der Text nicht selten ein bewusst gestelltes Hindernis dar, das mühsam überwunden bzw. interpretiert/dechiffriert werden muss, bevor die Lese- Reise fortgeführt werden kann. Das Lesen selbst wird zu einer bewussten Expedition ins Ungewisse. Dies ist das eigentlich Besondere (und Positive) des Buches - die 'tatsächliche Handlung' ist dabei aber lediglich Mittel zum Zweck. Enigmatische Fragmente, die sich (möglicherweise) auf einer Meta- Ebene zu einer vollständigen sinnvollen (?) Collage zusammen setzen lassen.
Oh ha...jetzt ist es aber mit mir durchgegangen....und dabei waren dies nur die ersten spontanen Gedanken nach Beendigung des Buches. :O
Ich befürchte, dass dies meine erste 10seitige Rezi werden wird. :)
________________________________

Die Gipfel meines MUST-READ- Gebirges haben momentan erobert:

Volpi/Urroz/Padilla: Drei Skizzen des Bösen
Cleave: Der siebte Tod
Schmitz: Haschisch
Preston: Canyon
Meyer: Giebelschatten
_______________________________
"Wer keine guten Bücher liest, hat keinen Vorteil gegenüber jemandem, der sie nicht lesen kann." (Mark Twain)

16

Samstag, 29. September 2007, 14:59

Obwohl einige von uns ja glauben, das wahre Geheimnis des unheimlichen Hauses gelüftet zu haben, hier dennoch ein kleiner Nachschlag, für diejenigen, die nicht genug davon bekommen können:
The Whalestoe Letters
Ein kleiners TB mit 86 Seiten, das den weiteren Briefwechsel zwischen Johnny Truant und seiner Mutter beleuchtet. Eigentlich waren diese Briefe im Original- Roman enthalten, wurden später dann aber entfernt (vielleicht auch deshalb die z.T. verwirrenden Seitenangaben?).
Wer weiß, vielleicht gibt es ja demnächst doch noch eine erweiterte Sonderausgabe mit zusätzlicher DVD von MOTHMAN + Mr. Unbekannt. :D :D :D

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Die Gipfel meines MUST-READ- Gebirges haben momentan erobert:

Cleave: Der siebte Tod
Schmitz: Haschisch
Preston: Canyon
Meyer: Giebelschatten
Butcher: Sturmnacht
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"Wer keine guten Bücher liest, hat keinen Vorteil gegenüber jemandem, der sie nicht lesen kann." (Mark Twain)

17

Samstag, 29. September 2007, 19:40

Zitat

Original von arthur gordon
Obwohl einige von uns ja glauben, das wahre Geheimnis des unheimlichen Hauses gelüftet zu haben...


:O Ach echt, wer denn? :O
Phantastische Grüße
Thomas

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18

Samstag, 29. September 2007, 20:02

Zitat

Original von T.H.

Zitat

Original von arthur gordon
Obwohl einige von uns ja glauben, das wahre Geheimnis des unheimlichen Hauses gelüftet zu haben...


:O Ach echt, wer denn? :O


Nun...Marc (alias wiswedaemon) und meine Wenigkeit glauben dem Rätsel auf die Spur gekommen zu sein.
Wir werden aber den Teufel tun, und unsere "Lösung" hier öffentlich kundtun. Wir wollen aktuellen und zukünftigen Lesern schließlich nicht die Lesestrapazen :) ersparen und die (mögliche) Lösung vorweg nehmen.

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Die Gipfel meines MUST-READ- Gebirges haben momentan erobert:

Cleave: Der siebte Tod
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Wiswedaemon

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19

Samstag, 29. September 2007, 20:26

Har, har, har :D

(sorry, bin erkältet, deshalb fällt mein Gekicher auch so derb aus)

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ANUBIS

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20

Samstag, 29. September 2007, 23:42

Aber gerade dieses Buch reizt doch zu kontroversen Diskussion :D

Nutzt doch den Spoilertag D^1

Greetz
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
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