Ich muss sagen, das Cover dieses Buch ist eines der gelungensten der Eloy-Veröffentlichungen. Die Stimmung die es ausstrahlt ...
wow. Leider kann da - so leid es mir tut - der Inhalt nicht mithalten. Das grösste Problem ist, dass mich die Umsetzung der Ideen
und der Stil Milanis zu keiner Zeit zu packen vermochten, was natürlich total subjektiv ist. Andere haben ja schon geschrieben, dass
ihnen der Inhalt sehr gut gefallen hat. Was mich aber immer wieder gestört hat, ist die grosse Naivität der Protagonisten und der
Hang, dass sie immer zu sich selber sprechen, das aber nicht auf eine natürliche Weise tun, sonder unglaublich künstlich. Manchmal
kann so eine Künstlichkeit gezielt einen speziellen Effekt hervorrufen, nur habe ich eine solche Absicht nie in den Geschichten erkannt.
Weiterhin denke ich - und das ist nur eine Vermutung, korrigiert mich also, wenn ich falsch liege -, dass die Geschichten wortwörtlich
und nicht sinngemäss aus dem Italienischen übersetzt wurden, was zu sehr seltsamen Satzgebilden führen kann.
Aber was soll's ... ich habe schon so viele tolle Bücher aus der Eloy Edictions gelesen, dass es nicht's macht, mal etwas in der Hand
gehalten zu haben, das meinen Geschmack nicht getroffen hat. Warten wir halt auf 'Rachmaninoff's Ghost'.