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Timo Kümmel

Fortgeschrittener

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21

Donnerstag, 27. März 2008, 14:27

Verdammt, als Brückenbuch zur ENGELSMÜHLE wollte ich DAS EULENTOR noch mindestens zwei, drei Monate im Regal glänzen lassen, aber nach den bisherigen Reaktionen und Rezis werde ich diese Disziplin wohl kaum durchhalten können ?(.

Neben den zwei Interviews auf PHANTASTIK-NEWS und LITERRA findet sich übrigens nun auch ein drittes in der österreichischen Netzzeitschrift EVOLVER: Part 1 und Part 2

Felix W

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22

Freitag, 28. März 2008, 17:16

Ich bin kein guter Rezensent, ich bin nie zufrieden mit Rezensionen die ich schreibe. Deshalb nenne ich das ganze immer ganz schlicht Leseeindrücke.

Solche sind nun zu "Das Eulentor" in meinem Blog zu finden.

Gruß, Felix
Mein Blog: |T|Ä|N|D|E|L|E|I|

DarkWriter

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23

Samstag, 5. April 2008, 20:47

Hallo,

Ich hatte das Buch als Rezi-Exemplar bekommen. Hier nun meine Rezi ?(


Andreas Gruber
Das Eulentor
Mystery/ Horror, Blitz 2008, Hardcover mit Schutzumschlag. ISBN: 978-3898402736, 320 Seiten, 17,95 Euro
Umschlaggestaltung und Illustrationen: Mark Freier
Weitere Informationen: www.blitz-verlag.de

Wir schreiben das Jahr 1911.
Die Welt weiß noch nicht, dass sie in wenigen Jahren den ersten, großen Krieg erleben wird und noch spukt der Forscherdrang des ausgehenden 19,. Jahrhunderts in den Köpfen der Menschen.
Auch Alexander Berger und sein Freund Jan Hansen wollten ihren Teil zur Erkundung der Welt beitragen. Doch sie zieht es nicht in die Wüste Ägyptens oder in die unergründlichen Wälder Südamerikas, sondern in die Arktis. Gemeinsam mit ein paar Helfern machen sie sich auf, Spitzbergen zu erkunden und die Küste zu kartographieren.
Doch was als mutiges Unternehmen beginnt, scheitert schon bald an den Widrigkeiten der Natur. Temperaturen von dreißig Grad unter Null und darunter sowie Schneestürme machen ein Weiterkommen unmöglich. Die Natur fordert ihre Opfer, ein Mitglied der Crew nach dem anderen stirbt, nur wenige werden gerettet.
Und dennoch kehren Berger und Hansen zurück, denn während sie vom Sturm eingeschlossen waren, machten sie eine Entdeckung.
Mitten in der Arktis führt ein Schacht, scheinbar von Menschenhand erschaffen, senkrecht in die Tiefe. Niemand weiß, wer ihn angelegt hat, wie weit er hinab reicht und was es mit diesem Schacht auf sich hat. Doch Berger und Hansen sind von dem Wunsch beseelt, genau diese Frage zu klären.
Doch schnell stoßen sie an ihre Grenzen. Trotz frischer Geldgeber und Wissenschaftler, die sich eingehender mit dem Phänomen befassen, können sie weder den Grund des Schachts erreichen, noch die Herkunft der Eulennester erklären, die sich in der Tiefe befinden. Mehr und mehr drängt sich ihnen der Verdacht auf, dass dieser Schacht, obwohl vom Umfang her exakt nach der Zahl Pi angelegt, doch nicht von Menschen geschaffen wurde.
Je tiefer sie kommen, desto seltsamer wird es, denn der Schacht trotzt allen physikalischen Gesetzen. Aber dies ist nichts gegen das Grauen, das in der Tiefe lauert ...

Der österreichische Autor Andreas Gruber ist Fans der Phantastik kein Unbekannter. Und auch in diesem Buch beweist er, dass er mit seinem ganz eigenen Stil unterhalten kann.
Ist der erste Abschnitt des Buches rein dem Kampf Mensch gegen Natur gewidmet, so schildert Gruber im zweiten Teil die Begebenheiten rund um den Schacht. Dabei verzichtet er jedoch auf ausschweifende Actionszenen. Der Roman bezieht seine Spannung aus der Frage, was es mit dem Schacht auf sich hat sowie mit einer dichter werdenden Bedrohung aus der Tiefe.
Erst zum Finale hin wandelt sich das Buch noch einmal, diesmal zu einem Actionroman.
Man muss sich auf das Buch einlassen, will man es genießen. In Zeiten, in denen schneller, oft harter Horror dominieren, wirkt eine sich langsam entwickelnde Geschichte erfrischend, sofern man gewillt ist, ihr über 300 Seiten zu folgen. Die Sprache ist angenehm und schnörkellos, die Personen bleiben jedoch teilweise blass. Es berührt einen nicht, wenn eine von ihnen stirbt. Nur wenige Charaktere, darunter die Hauptpersonen, werden intensiver geschildert und sie sind dem Leser wichtig. Der Rest jedoch versinkt in wattigem Grau. Dies ist besonders bei einer Person schade, denn sie wird mit hohen Versprechungen an den Leser eingeführt, ohne dass diese Versprechen auch eingelöst werden. Sie hat wenige Auftritte und ist am Ende nicht mehr von Bedeutung. Hier hätte der Autor nachlegen können.
Der Schluss versöhnt, denn hier wird die Spannung letztlich auf die Spitze getrieben.
Die Aufmachung des Romans ist hochwertig. Sowohl der Schutzumschlag als auch der eigentliche Einband, auf dem sich Coverbild und Klappentext noch einmal finden, sind eine Zierde in jedem Bücherregal. Der Druck und das verwendete Papier sind ebenfalls gelungen, das Format kann als »bettfreundlich« bezeichnet werden. Der Preis von 17,95 Euro geht daher absolut in Ordnung. Zumal stimmungsvolle Illustrationen zu Beginn die einzelnen Abschnitte des Buchs einleiten.

Fazit: Ein Roman, der sich langsam entwickelt und in einem fulminanten Finale gipfelt. Man muss jedoch bereit sich, sich darauf einzulassen. Tut man das, wird man mit einem sehr guten Mystery-Roman belohnt.
Will man schnellen, deutlich härteren Horror, greift man hingegen besser zu anderen Autoren, denn dies ist nicht Grubers Stil.
2098 - Ich, Killerin :D
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24

Samstag, 26. April 2008, 09:45

Mir hat DAS EULENTOR gut gefallen. Anfangs hatte es der Roman etwas schwer bei mir, weil ich vor kurzem TERROR von Dan Simmons gelesen habe, das die Entbehrungen einer Expedition im ewigen Eis episch-eindrücklich und grandios erzählt. Aber spätestens ab dem Fund war ich dann in der Geschichte so richtig drin und hab den Rest fast in einem Rutsch gelesen. Spannend und sehr kurzweilig, da lacht das Herz des Abenteuer-Fans!

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Timo Kümmel

Fortgeschrittener

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25

Samstag, 20. September 2008, 19:29

Sope, später als geplant, dafür aber wenigstens während gefühlten Wintertemperaturen gelesen :P .
Und dass es mir eine Gaumenfreude war, dürfte kaum verwundern ...

Doch hätte ich einen derartigen Stoff gar nicht von Andreas erwartet. Nach dem JUDAS-SCHREIN und der SCHWARZEN DAME fiel es mir überaus leicht, ihm ganz außerordentliche Stärken im Hier und Jetzt zu attestieren. Als raffinierter Strippenzieher eines modernen, detailliert ausgefeilten Charakterensembles mit auf die Gänsehaut tätowiertem Zeit- und Lokalkolorit.
DAS EULENTOR wandelt dagegen auf den Pfaden des historischen Abenteuer- und Schauerromans - setzt fern einer Imitation aber seine eigenen genuinen Abdrücke.
Die gesamte Handhabe, Erzählweise und der unaufdringliche Stil, geben sich gemeinsam der Erzählung hin und atmen mit einem einzigen Körper. So offenbart sich ein atmosphärisch dichter Stoff, von dem man sich nur allzu gerne umgarnen und fesseln lässt.
Gerade in der zweiten Hälfte zieht der Roman an übernatürlichem Schwung an, wovon ich mir im Rückblick auch schon zu Anfang mehr gewünscht hätte. Dafür zeichnet sich der erste Teil durch die nicht minder grausame Realität aus, so dass ich mir nach 70 bis 80 Seiten schon dachte: "Du meine Güte, da bleibt ja nix mehr für die nächsten zweihundert Seiten übrig ..." :O

Resümierend scheint mir an DAS EULENTOR noch markant, dass es einen nicht von A bis Z bemuttert, sondern ähnlich der kurzen Prosa viel Potential für weitere Überlegungen und Mutmaßungen mitbringt. Gerade jetzt, während ich schreiben wollte, was an dieser Offenheit mir großartig gefiel und an welchen Stellen ich mir mehr Klarsicht gewünscht hätte, rattert es wieder im Oberstübchen ...

In diesem Sinne zwei enthusiastisch erhobene Daumen für DAS EULENTOR. Nicht zuletzt der Nachhaltigkeit wegen, die erst so richtig die Vollmundigkeit des Werkes entfaltet!

Martin Cell

RUNNING WILD PHANTAST

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26

Sonntag, 9. November 2008, 17:30

Ich habe das Buch heute fertig gelesen. Ein gutes Buch, aber an Grubers Meisterwerk "Der Judas Schrein"
kommt es meiner Meinung nach nicht heran! Das Buch fängt doch sehr gut, und spitzt sich rasant zu,
bis es mit "Teil 2" eher eine Spannungspause einlegt, und erst nach gut 220 Seiten so richtig wieder los geht.
Fast zu schnell, so manche Darstellung von Szenen und Charakteren kommt dann etwas farblos daher,
fast schon zu überhastet. Dennoch ein guter Abenteuerroman, dessen Ende doch sehr gelungen ist.
Selbst Alexander Berger bleibt nicht verschont! Gutes Buch!
Für mich selber gilt es jetzt zwei Bücher zu Lesen, die ich bisher immer aufgeschoben habe.
Das Poe Buch, und dessen Fortsetzung von Verne "Die Eissphinx".
Dann kann ich erst ermessen, wie gut Grubers Buch wirklich ist!
Reality is lost - IKON

Solitaire

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27

Montag, 10. November 2008, 09:50

Die einzige "Schwäche" ist vll., dass der erste Teil etwas zu lang und konventionell geraten ist. Zwar ein spannender Abenteuerroman, aber Sachen in der Art hat man schon mal gelesen...
Kann aber auch daran liegen, dass mir der zweite Teil extrem gut gefallen hat und ich gerne sehr viel mehr lesen und erfahren wollte. Andererseits ist der erste Teil wichtig, um die Wandlung der Charaktere zu verdeutlichen. Trotzdem hätte mir eine deutliche Gewichtung zugunsten des zweiten Teiles besser gefallen, weil er spannend und voller neuer Ideen war.Es wurde eine unheimliche, bedrohliche Atmosphäre aufgebaut, die einen nicht mehr losließ. Sehr gelungen fand ich auch das Ende, als das Wesen aus dem Schacht noch einmal zurückkehrt. Insgesammt viel Stoff zum Nachdenken! Toll!

So muss Horror heutzutage sein!!!

Kai Grimm

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28

Freitag, 26. Dezember 2008, 14:06

Nach gefühlt ca. 20 Mio. gelesenen Buchseiten gelingt es den Horrorautoren dieser Welt nicht mehr allzu häufig, mich wirklich zu gruseln. Andreas Grubers mysteriöser Schacht schafft es hingegen locker und mit eiskalten Händen im Nacken. Diese Geschichte hat einfach ein offenliegendes Nervenende bei mir gepackt. Besonders Alexander Bergers Abstieg bis zur "Von Hansen Zone" ist das Unheimlichste, was ich seit langer Zeit gelesen habe.
Welche Schwächen der Roman auch immer haben mag, bei diesem erzielten Effekt auf mich als Leser sind sie unbedeutend. Einfach wunderbar, dass der Autor sich getraut hat, diesen Schacht ohne jede wissenschaftliche oder spirituelle Erklärung unter den Trümmern der Forschungsstation zu begraben. So kann keine wie auch immer geartete Erklärung den nachhallenden Grusel der Erzählung stören.

Also, wer eine logische Erklärung bis ins Detail oder 300 Seiten Splatteraction erwartet sollte die Finger von dem Buch lassen. Wer wirklich unheimlichen Mystery-Horror und eine dichte Gänsehautatmosphäre mag, sollte es unbedingt lesen.

Für mich zählt "Das Eulentor" zu den Lesehöhepunkten des Jahres!

Und wer weiss, vielleicht entdeckt irgendwann irgendwer den Eingang zum Schacht neu?
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

DarkWriter

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29

Freitag, 26. Dezember 2008, 14:24

Hallo,
Und wer weiss, vielleicht entdeckt irgendwann irgendwer den Eingang zum Schacht neu?
dann aber bitte mit etwas mehr ... "Schmackes", wie man bei uns sagt, also etwas mehr Action. Er war doch recht ... behäbig ... der Roman. Fand ich jedenfalls :P
2098 - Ich, Killerin :D
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Nina

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30

Mittwoch, 21. Januar 2009, 20:52

Ich habe "Das Eulentor" erst jetzt vor kurzem gelesen. Ich war - gerade als alter Cthulhu-Jünger - vom "Judas-Schrein" so begeistert, dass ich mir dachte, eigentlich kann mich Andreas jetzt nur noch enttäuschen. Hat er aber nicht getan!
Ich fand "Das Eulentor" von Amfang bis zu Ende einfach nur spannend. Hier wurde der Anfang kritisiert, aber gerade den finde ich gelungen. Mag vielleicht an meinem Hintergrund liegen, ich habe ja mein Biologiestudium angefangen, weil ich Expeditionsschilderungen/-filme so spannend fand. Im Endeffekt bin ich wohl viel zu feige, um mich tatsächlich in so widrige Gegenden wie die Arktis zu wagen, aber von diesem Roman habe ich mich gerne dorthin mitnehmen lassen!
Und klar: Es ist natürlich ein subtilerer Horror als ein Zombiekettensägenmassaker! Aber gerade weil der Anfang so realistisch rüberkommt, gruselt es mich dann gegen Ende, wenns so richtig phantastisch wird, dann umso mehr. Weils einfach glaubwürdiger rüberkommt als wenns gleich mal mit einem Horrorviechergemetzel losgeht. (Wenns zu splattrig wird, muss ich ja immer eher lachen.)

Schön fand ich auch, dass Andreas seinen österreichischen Wurzeln treu geblieben ist und tatsächlich auch einen derartigen Protagonisten verwendet hat und nicht irgendso einen 0-8-15 Ami. Da kommt Nationalstolz auf!

Siwa

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31

Donnerstag, 22. Januar 2009, 14:24

Mir hat das Eulentor ebenfalls ausgesprochen gut gefallen, gerade wegen der Mischung aus sachlichem Reisebericht und phantastischen Elementen.
Auch die ganzen technischen Finessen, mit denen die Protagonisten dem Schacht beikommen wollen, haben für mich den Horror irgendwie realer und damit umso bedrohlicher gemacht.

Mammut

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32

Samstag, 28. Februar 2009, 18:42

Nach den ganzen Lobeshymnen habe ich mir das Buch auch mal vorgeknöpft. Der erste Teil weis durchaus zu gefallen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Mammut

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33

Sonntag, 15. März 2009, 18:13

Eine Hommage an Jules Verne

Das Eulentor ist wohl das, was man als All-Age Roman bezeichnet. Also ein eher für ein jugendliches Publikum angelegter Roman. Im Beiwort erklärt Andreas Gruber seine Liebe zu Poe, Shelley und eben Vernes. Der Roman zeigt genau dies: Der jugendlich begeisternde Blick auf Wissenschaft und Abenteuer.
Die Wissenschaft wirkt aber sehr nebulös und lässt nicht erkennen, auf welche Theorie es hinausläuft. Na, vielleicht habe ich es einfach nicht verstanden.
Den Anfang fand ich eigentlich interessant, die richtigen Längen kommen dann eigentlich mittendrin und ich dachte schon, der Roman nimmt gar keinen Fortgang.
Wie gesagt, herausragend finde ich das Buch nicht. Nette Geschichte ohne große Überraschungen für junge und junggebliebene Leser.
Ein Lob für die Aufmachung, die Kapitel zieren wirklich tolle Illus von Mark Freier und auch das Titelbild lädt zum Gruseln ein.
Die Schriftgröße lässt übrigens auf ein älteres Publikum schließen. :)

Nina

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34

Freitag, 17. April 2009, 22:13

... auf jeden Fall ist der Roman für den Vincent Preis nominiert.

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Markus

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35

Samstag, 18. April 2009, 09:28

... auf jeden Fall ist der Roman für den Vincent Preis nominiert.


Damit verrätst du Michael, glaube ich, nichts Neues ... :)

Grüße, Markus
SCHWARZDUNKEL
Düstere Geschichten - ELOY EDICTIONS

HarryW

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36

Montag, 20. September 2010, 18:21

Ein wirklich grandioses Buch und für mich persönlich eines der absoluten Highlights dieses Jahres. Von mir aus hätte das Buch ruhig einen etwas
gemächlicheren Aufbau haben und mehr Infos über die Anfangsexpedition in die Arktis liefern können. Dann das sich kontinuierlich steigernde Grauen,
das durch die Ungewissheit entsteht, was der entdeckte Schacht nun in Wirklichkeit ist - finde ich echt toll! Die letzten 10 Seiten (die Konfrontation mit
der Bibelsprüche von sich gebenden Kreatur) halte ich für mislungen, denn diese Konfrontation nimmt das allgegenwärtige Grauen und packte es in
ein menschenähnliches Wesen. Der Psychologie sei Dank oder Undank: Was menschenähnlich ist, kann man töten - ergo sinkt der Horror. Es wäre
wesentlich erschreckender, wenn die Protagonisten zwar entkommen können, dem (formlosen) Alptraum aus dem Schacht aber selbiges auch gelingt.

Fazit: Trotz dem etwas banalen Ende eine 9 von 10 und somit eine Leseempfehlung an alle, die auf Expeditionen ins Eis und schleichendes Grauen
stehen.