Sie sind nicht angemeldet.

Guten Tag lieber Gast, um »Horror Forum - Alles rund um Horror und Phantastik!« vollständig mit allen Funktionen nutzen zu können, sollten Sie sich erst registrieren.
Benutzen Sie bitte dafür das Registrierungsformular, um sich zu registrieren. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

ANUBIS

Administrator

  • »ANUBIS« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 5 432

Registrierungsdatum: 1. März 2003

Wohnort: Wien

Beruf: Schakalgott

  • Nachricht senden

1

Samstag, 1. März 2008, 16:50

Andreas Gruber »Willkommen in Seikersdorf«

Andreas Gruber »Willkommen in Seikersdorf«
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

kaigrimm

Super Moderator

Beiträge: 4 347

Registrierungsdatum: 1. März 2003

Wohnort: Wuppertal

Beruf: Wäre gerne Lotto-Millionär

  • Nachricht senden

2

Mittwoch, 26. März 2008, 21:32

RE: Andreas Gruber »Willkommen in Seikersdorf«

Die "Mad Scientist" Geschichte des Buches. Eine Reporterin beginnt sich auf die Spuren ihres verschwunden Bruders in die Höhle des Löwen (bzw. der Gentechnikfabrik).

Diese Geschichte erscheint mir bewusst trashig, als solches macht sie auch Spaß zu lesen und man braucht sich auch nicht dafür interessieren, wieso niemand auf die Idee kommt, wenigstens mal einen Versuch zu starten, die Polizei dafür zu interessieren, dass bei einer gewissen Firma Mitarbeiter verschwinden....

Und auch wenn das Ende sicher vorhersehbar ist, hat Andreas es so fetzig geschrieben, dass mir das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht wich....
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

DarkDreamer

DD ... D²

Beiträge: 1 364

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

Wohnort: Münster

Beruf: Niederlandistik- und Skandinavistik-Student

  • Nachricht senden

3

Sonntag, 30. März 2008, 15:34

RE: Andreas Gruber »Willkommen in Seikersdorf«

Zitat

Original von kaigrimm
Und auch wenn das Ende sicher vorhersehbar ist, hat Andreas es so fetzig geschrieben, dass mir das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht wich....

Das Ende war wirklich vorhersehbar, doch gestört hat es mich nicht im geringsten! Ich finde eher, das hat die Spannung noch gehoben, da man weiß, was passiert. Doch wie passiert? Wann passiert es? Ich konnte es nicht abwarten. Die Story hat richtig schön gezogen und die Figuren war auch herrlich gezeichnet! Irgendwie kann man den nervösen Doc nur bemitleiden, auch wenn er zu solch abscheulichen Experimenten fähig ist.

Uwe Voehl

Horror-Autor

Beiträge: 515

Registrierungsdatum: 24. Mai 2006

Wohnort: Bad Arkham

  • Nachricht senden

4

Dienstag, 1. April 2008, 23:05

Frankenstein 2008

Da ich davon ausgehe, dass hier nicht nur freundliches Schulterklopfen unter Kollegen gefragt ist, auch ein paar kritische Anmerkungen. Aber zunächst: "Hier trennt sich die Spreu vom Weizen", war mein erster Gedanke. Der Stil macht hier den Unterschied zwischen Fan- und professioneller Story aus - das liest man sofort. Auch dass Andreas Gruber offensichtlich bereits in Hinblick auf ein hörendes Publikum schreibt. Man merkt es am lockeren, manchmal belustigenden Ton. Das ist kein Negativum - aber diese Art von Storys lesen sich bereits ganz anders. Man schmunzelt hier und da und liest über fehlenden Tiefgang hinweg. Das einzige Manko der Story ist eher, dass ihr die kreative neue Idee fehlt (ich weiß, ich verlange da viel von einer HORROR-Story - und wie das Glossar aufzeigt, ist ja eh alles schon zig mal dagewesen). Bei "Willkommen in Seikersdorf habe ich das Gefühl, alles schon zu kennen, so vertraut sind mir die Szenen. Und obwohl ich mir weiß Gott keine Splatter-Filme anschaue, habe ich das Gefühl, die Handlung schon zig mal gesehen zu haben. Tja, und irgendwie schafft es Andreas Gruber dennoch, dass ich die 18 Seiten in einem Rutsch gebannt lese. Mein Lieblingssatz: "Aus der Handtasche schlitterte das Diktiergerät und rutschte über die Fliesen, wo es eine dunkle, schillernde Spur zog." Das ist es, was ich mit Stil meine. :evil:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Uwe Voehl« (1. April 2008, 23:07)


Werbung

unregistriert

Werbung


Siwa

Profi

Beiträge: 803

Registrierungsdatum: 21. August 2007

Wohnort: Im hohen Norden

  • Nachricht senden

5

Mittwoch, 2. April 2008, 17:22

Ich fand mich beim Lesen der Geschichte an einen B-Movie erinnert, was durchaus positiv gemeint ist, mit allen Zutaten: das naive Mädchen, der verrückte Wissenschaftler, die tragische Kreatur, die ignorante Umwelt...und das Ganze dann noch durch den reißerischen Text unterstrichen. Ich habs genossen!

6

Sonntag, 13. April 2008, 02:02

Das was bisher geschrieben wurde sehe ich ähnlich. Der Stil ist routiniert (nicht negativ gemeint) und das mit dem leicht trashigen/b-movie haften kann ich nur unterstreichen, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass Andreas sich nicht ganz genau entscheiden konnte endgültig diese Schiene zu fahren, mir fehlt dazu ein wenig das "grotesk überspitzte". Insegsamt würde ich sie als gut, aber nicht als herausragend bezeichnen.
»Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.«
Franz Kafka


7

Freitag, 9. Mai 2008, 17:11

Gut geschrieben, recht lang und breit angelegter Aufbau, gegen Ende steigt die Spannungskurve merklich an. Nicht Andreas' beste Story, aber auf jeden Fall lesenswert.

Jack Bauer

Anfänger

Beiträge: 39

Registrierungsdatum: 30. März 2008

  • Nachricht senden

8

Samstag, 5. Juli 2008, 19:21

Puh, endlich mal wieder zum Lesen gekommen ...

Hm, für mich war die Geschichte ehrlich gesagt eine Enttäuschung. Toll war sicherlich der Stil, der liest sich wirklich professionell und langweilt an keiner Stelle.

Aber die Geschichte? Müsste ich sie kurz beschreiben, würde ichs so machen: Ärgerlich unrealistisch.
Dafür, dass die Geschichte bewusst auf Thrash getrimmt sein soll, ist die Art in der sie geschrieben ist für mich einfach zu seriös. Und wie Lars schon geschrieben hat: das grotesk überspitzte fehlt. Besser kann ichs nicht ausdrücken.

Genkonzern + verschwundener Bruder, der dort gearbeitet hat ... Ja, es war sehr schnell klar, wie das ganze enden würde. Normalerweise habe ich auch nichts gegen vorhersehbarkeit, aber hier gings mir zu weit.
Der Professor und die sich in Gefahr gebende Journalistin - Mir wars zu klischeehaft.

Naja, wie gesagt, die Sätze ließen sich toll lesen, aber den Inhalt fand ich schlecht. Müsste ich der Geschichte ne Schulnote geben würde es eine 4- sein.

Hört sich jetzt harsch an, aber niemand hat ja was davon, wenn ihm nur die guten Kritiken vorgetragen und die schlechteren verschwiegen werden.
Aber von Andreas Gruber werde ich demnächst natürlich trotzdem noch was lesen (und darauf freue ich mich schon lange wie ein kleines Kind auf Weihnachten) - nämlich den Judas-Schrein. Und ich gehe zu 99% davon aus, dass meine Kritik dann anders aussehen wird. Also nichts für ungut ... aber das war nichts.

(Außerdem finde ich den Titel daneben. Passt so gar nicht)
This isn't over yet