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ANUBIS

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1

Samstag, 1. März 2008, 16:52

Markus Kastenholz »Madame Grotesque«

Markus Kastenholz »Madame Grotesque«
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

kaigrimm

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2

Freitag, 28. März 2008, 19:43

RE: Markus Kastenholz »Madame Grotesque«

Diese Geschichte ist wieder mehr ein Drama als Horror. Die Geschichte eines Zirkusmannes und seines menschlichen Ausstellungsstückes beschreibt letztendlich in eindringlichster Weise den brutalen Missbrauch eines menschlichen Wesens.
Im Gegensatz zum durchaus ernsten und traurigen Inhalt hat Markus das Ganze jedoch in einer dermaßen flappsig-ironischen Sprache abgefasst, dass ich beim Lesen mehr als nur einmal schmunzeln musste. Der scheinbare Gegensatz zwischen Inhalt und Stil funktioniert jedoch sehr gut und macht Madame Grotesque zu einem echten Kleinod (dieses Wort dar nicht aussterben!). Diese Geschichte will nicht oberflächlich gelesen werden!
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

DarkDreamer

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3

Montag, 31. März 2008, 18:10

Hier hat Markus mich nicht enttäuscht! Kannte zwar bisher nur "Dämonium", aber meine Erwartungen war mehr als berechtigt! Die Story ist klasse, trotz des traurigen Themas. Der Erzählstil reißt einen unerbittlich mit und lässt einen so schnell nicht mehr los! Den ein oder anderen Schmunzler kann ich nur bestätigen.

Siwa

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4

Mittwoch, 2. April 2008, 17:53

Derbe Geschichte (sowohl inhaltlich als auch sprachlich), die menschliche Skrupellosigkeit und Geldgier bis zum konsequenten Ende auf die Spitze treibt. Solche Geschichten mag ich sehr... D^1

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Mammut

Der ErnstFall

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5

Freitag, 4. April 2008, 17:18

Köstlich! Eine fiese ironische Geschichte mit einer interessanten Hauptperson. Der Typ ist ja echt die Härte!

rungholt

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6

Freitag, 18. April 2008, 21:28

Super Story!

Madame Grotesque wird mir in Erinnerung bleiben. Ich werde an sie denken, wenn mir im Fernsehen oder der Massenpresse mal wieder "lustige" Eisbären vorgeführt werden. Ich werde an sie denken, wenn ich an irgendwelchen Zirkusplakaten vorbeifahre. Und ich sollte an sie denken, wann immer mir jemand begegnet, der mir auf den ersten Blick ein wenig "anders" erscheint. Denn auch das macht die Story so verdammt gut: Die unterschwellige Gesellschaftskritik wird perfekt transportiert und trifft dich am Schluss gnadenlos.
Danke Markus für diese einfühlsame Geschichte eines leidenden Wesens, welches irgendwie wir alle sein könnten.

ANUBIS

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7

Freitag, 18. April 2008, 23:24

Zitat

Die unterschwellige Gesellschaftskritik wird perfekt transportiert und trifft dich am Schluss gnadenlos


Das fand ich auch;-)

Ich hoffe Markus schafft es irgendwann wieder seinen PC ans Internet zu stöpseln, dann wird er sich sicher über die vielen positiven Feedbacks zu seiner Story freuen.

Greetz
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

8

Samstag, 19. April 2008, 09:18

Ja, tolle Story! Interessanter, spannender Plot - die Geschichte hat mich von Anfang bis Ende gefesselt.
^^

Jack Bauer

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9

Montag, 7. Juli 2008, 15:09

Kann mich dem positiven Feedback nur anschließen! Bei der Geschichte stimmt wirklich alles, großes Lob an den Autor.

Das Szenario ist wirklich toll geschildert, ich konnte mir das LEben im Wanderzirkus mit all den halbseidenen Gestalten gut vorstellen. Ich war wirklich drin in der Geschichte und konnte mich auch gut in die Nöte und Geldträume des Prots. versetzen (in jedem von uns steckt doch ein bisschen Wunsch nach Reichtum :e ). Natürlich auch in das 'Monster'. Man konnte mit dem armen Geschöpf mitfühlen.
Das ihr Ende so tragisch war, ist nur konsequent und 'realistisch'. Hier finde ich es gut, dass der Autor sich nicht selbst zensiert hat.

Das die Geschichte auch noch Seitenhiebe auf Profitgier und Skrupellosigkeit bietet ist alles andere als ein Nachteil. Hm, was bleibt mir noch zu sagen? Sehr, sehr gerne gelesen; Sehr, sehr dreidimensionale Charaktäre; Sehr, sehr interessantes Setting ... War einfach nur sehr, sehr gut!
This isn't over yet

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Markus

P. M. C.

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10

Sonntag, 21. September 2008, 19:22

Ich hoffe Markus schafft es irgendwann wieder seinen PC ans Internet zu stöpseln, dann wird er sich sicher über die vielen positiven Feedbacks zu seiner Story freuen.

Ja, das habe ich wirklich, Werner!

Ich möchte mich jetzt auch mal persönlich für das Lob bei euch bedanken. Ich war echt überrascht, als ich das Resultat der Abstimmung las und natürlich auch froh, dass die Geschichte so gut gefallen hat. Das ist für einen Schreiberling Nektar für die Seele ...

Eine Hintergrundinfo zu "Madame Grotesque" sei mir noch gestattet:

Fasziniert hat mich das Thema des Wanderzirkus' spätestens, seitdem ich den Schwarzweißfilm FREAKS sah. Auch die AKTE X-Folge "Der Zirkus", in dem das Thema aufgegriffen wird, hinterließ einen bleibenden Eindruck auf mich. Zu meiner Story inspiriert hat mich hingegen das Schicksal der Julia Pastrana.

Sie war schwer entstellt, und ihr Manager kündigte sie wenig einfühlsam als "Die hässlichste Frau der Welt" an. Er verbot ihr auszugehen, um ihren Originalitätswert nicht zu gefährden und heiratete sie letztlich. Vermutlich, damit sie keinem anderen "Manager" in die Hände fiel. Als Julia - 1860 - schwanger wurde, verkaufte er Eintrittskarten für die Entbindung. Das Baby, das an ähnlichen Missbildungen wie seine Mutter litt, lebte nur einige Stunden, die Mutter starb kurz darauf an den Komplikationen der Geburt. Julias Ehemann wollte sich nur höchst ungern von seinem Goldesel trennen, also ließ er beide Leichen einbalsamieren und stellte sie in einem Glaskasten zur Schau, mit dem er auf eine ausgedehnte Welttournee ging ...

Merke: Die besten Geschichten schreibt das wahre Leben!

Grüße, Markus
SCHWARZDUNKEL
Düstere Geschichten - ELOY EDICTIONS