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ANUBIS

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  • »ANUBIS« ist der Autor dieses Themas

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1

Samstag, 1. März 2008, 16:54

Michael Schmidt »Maria«

Michael Schmidt »Maria«
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

kaigrimm

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2

Dienstag, 1. April 2008, 19:26

RE: Michael Schmidt »Maria«

Die dritte Geschichte mit Werwolf, dabei aber die erste, in der der Werwolf wirklich zentral im Mittelpunkt steht.

Michael bringt hier mit der Idee, dass ein verliebter Werwolf zeitweise seine Fähigkeit zur Verwandlung verliert, einen ganz neuen, sehr interessanten Aspekt in den Werwolfmythos.

Leider gefiel mir hier trotz der guten Grundidee der Storyaufbau nicht. Das Ganze beginnt mit der Jagdszene sehr blutrünstig und actionlastig, bleibt auch im Mittelteil, wo Maria in Erscheinung tritt, recht interessant, jedoch ohne "Werwolfaction", versandet mit der Begegnung mit dem Vater des Erzählers am Ende allerdings ohne wirklichen Höhepunkt. Da bekommt der Werwolf erklärt, was mit ihm los ist und das war es. Für meinen Geschmack ist das sozusagen eine abnehmende Spannungskurve. Nach dem heftigen Anfang fehlt da einfach noch mal ein Knalleffekt.

Dennoch etwas Positives am Schluss: Den Namen des Werwolfes fand ich sehr originell. Er erinnerte mich an irgendwas. Nur was bitte noch mal? :)
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

DarkDreamer

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3

Mittwoch, 2. April 2008, 18:01

Ja, die Spannung nimmt gegen Ende merklich ab. Dennoch würde ich die Story unter gut einordnen. Abgesehen von dem fehlenden Knalleffekt am Ende lässt sich die Story nämlich sehr gut lesen. Die Idee, dass er sich wegen seiner Liebe nicht mehr verwandeln kann, löst sie aus dem gewöhnlichen Einheitsbrei. Auch der Erzählstil passt sehr gut zu der Figur. Mir hat sie durchaus gut gefallen! Das es so gut wie keine Action gibt, stört mich nicht soooo. Gerade die etwas ruhigere Art finde ich positiv (ok, gegen Ende hätte noch einmal etwas passieren müssen ;-) ).

Siwa

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4

Samstag, 5. April 2008, 19:35

Eine Werwolfgeschichte, die viel mit den klassischen Hintergründen spielt und Neues dazubringt. Für mich hat der Gegensatz zwischen dem blutig-brutalen Anfang und dem romantisch-verklärten Ende schon eine gewisse Spannung erzeugt.

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5

Sonntag, 20. April 2008, 22:09

Zitat

Original von Siwa
Für mich hat der Gegensatz zwischen dem blutig-brutalen Anfang und dem romantisch-verklärten Ende schon eine gewisse Spannung erzeugt.

Bei mir war das ähnlich. Die Story spielt mit der Erwartungshaltung des Lesers: Zu Beginn wird diejenige erfüllt, die einem zum Thema am ehesten einfällt, zudem recht plastisch dargestellt. Dann verlässt die Story den Pfad, der nur einen weiteren Aufguss zum altbekannten Thema bringen würde und geht in eine andere Richtung, bei der die menschliche Seite in den Vordergrund tritt.

Ein Knalleffekt am Ende wäre, wenn er nicht hundertprozentig genau getimt und passend wäre, meines Erachtens eher fehl am Platz und hätte die Stimmung, die vorher aufgebaut wird, vielleicht zunichte gemacht.

Gute Story!

Mammut

Der ErnstFall

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6

Sonntag, 11. Mai 2008, 19:31

Hallo Ihr Lieben,

vielen Dank für eure Rückmeldungen. Der Spannungsaufbau folgt ja dem "Zustand" von Steve, daher wandelt sich die Geschichte von "Brutal" zu "Ruht in sich".
Das war durchaus so gewollt und den künstlichen Knalleffekt am Ende hätte ich persönlich eher als störend empfunden.

Aber da kann man natürlich unterschiedlicher Meinung sein.

Freu mich aber, dass die Meinung grundsätzlich positiv ausgefallen sind. Danke!

Bis bald,
Michael

Jack Bauer

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7

Montag, 26. Mai 2008, 01:15

...und noch eine positive Meinung!

Nachdem ich vom Autor Creatures am Samstag erworben habe, war es auch seine Geschichte, die ich als erste gelesen habe.

Am besten gelungen finde ich die Beschreibung des schwierigen Verhältnis zwischen Maria und dem Prot. Also den Moment, in dem sie ihn beim Ausrasten erwischt und so etwas wie Abscheu zeigt, und das Versinken des Prots in die Liebe (mit allen Vor - und Nachteilen).
Auch die blutige Schilderung am Anfang ist schön geschildert und nachempfindbar. Nur glaube ich, dass die Szene nicht jeder Leser so prickelnd finden wird. Ich hab in den vergangenen Jahren auf der Landkarte der Phantastik einen weiten Bogen um bekanntesten Geschöpfe der Gattung wie Vampire und Werwölfe gemacht. Somit erwischte mich die nächtliche Jagdszene sehr jungfräulich und zeigte Wirkung. Ich denke, dass das nicht bei allen Lesern so hinhauen wird.

Schlechter fand ich das Endszenario. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Einführung in Rituale und Zusammensetzung des Klans usw. gewünscht. Das Ganze wirkte ein bisschen knapp, hätte ich lieber ausführlicher gehabt.

Die Sache mit dem Spannungsaufbau: Für mich bestand die eigentliche Spannung der Geschichte in der Entwicklung der Beziehung zwischen dem Prot und seiner Auserwählten. Deswegen empfand ich den 'zweiten Teil' der Story auch eher als Spannungshöhepunkt.
Und Actionsequenzen wären da wirklich fehl am Platze gewesen, da muss ich meinen Vorkritikern zustimmen.

Der Stil war flüssig zu lesen, da hab ich nichts zu bemängeln.

Negativ ist mir aufgefallen, dass unklar bleibt, in welcher Zeit die Geschichte spielt. Je nach Passage war ich am Zweifeln, ob sie nun in der Jetztzeit spielt oder um die letzte Jahrhundertwende.

Um ein kleines Fazit zu ziehen: Die Gedanken des Prots und sein innerlicher Kampf sind plausibel geschildert, den Reiz macht die plötzlich eintretende Liebe aus, die den Prot aufwühlt. Gut geschrieben, nur an manchen Stellen für mich persönlich zu wenig Erklärungen (z.B. warum Maria unbedingt raus aus ihrem Dorf will. Fernfeh klar, aber das ist mir zu wenig ausgeführt).
Auch hätte das Entwickeln der Liebe einen größeren Umfang verdient. Das geht mir zu schnell.
Alles in allem eine gute Geschichte, die mir wirklich gefallen hat, aber bis zu sehr gut fehlt da doch noch was.

PS. Besonderes Lob an den Autor für den Anfang, in dem er die Leere des Prots beschreibt, wenn er in seiner Menschengestalt steckt. Und auch dafür, dass die Geschichte ein positives Ende hat. Ich steh nicht generell auf positive Enden, aber dieses hier kam unerwartet, war einleuchtend und einfach schön (da spricht der Romantiker in mir :)).
This isn't over yet

Mammut

Der ErnstFall

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8

Montag, 26. Mai 2008, 20:39

Zitat

Original von Jack Bauer
Schlechter fand ich das Endszenario. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Einführung in Rituale und Zusammensetzung des Klans usw. gewünscht. Das Ganze wirkte ein bisschen knapp, hätte ich lieber ausführlicher gehabt.


Hallo Jack,

na, vielleicht sollte ich diese Thematik in einer weiteren Geschichte vertiefen. Freut mich, dass dir meine Geschichte gefallen hat. Nehme ich es als Motivation, in Zukunft aus dem gut ein sehr gut zu machen.

Ich glaube fast, das Thema hätte mehr hergegeben als "nur" eine Kurzgeschichte. Dann wären die Aspekte, die du ansprichst, auch nicht zu kurz gekommen. Na, nachher ist man immer schlauer.

Danke dir auf jeden Fall für deine aufmunternden Worte und vielleicht sieht man sich in Dreieich auf dem Bucon.

Bis bald,
Michael