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otherworld

Schüler

  • »otherworld« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 66

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1

Dienstag, 18. März 2008, 20:08

Owl Goingback - Dunkler als die Nacht

Soeben bei uns erschienen:



Taschenbuch, Titelillustration von Claudia Flor
Deutsche Erstveröffentlichung
368 Seiten, 11,5 x 18 cm,
ISBN-10: 3-902607-03-3
ISBN-13: 978-3-902607-03-4
9,95 € [A], 9,95 € [D]

Bestsellerautor Mike Anthony zieht mit seiner Familie aus dem hektischen New York in eine Kleinstadt in Missouri, in der er bei seiner exzentrischen Großmutter aufgewachsen ist. Doch schon bald nach dem Einzug in das von ihr geerbte Haus muss die Familie feststellen, dass sie nicht alleine darin lebt. Etwas haust in den Wänden, unter den Böden, in den dunkelsten Winkeln – und versucht, in diese Welt durchzubrechen …

Eine düstere Indianerlegende mit Gänsehautgarantie von Owl Goingback – nomminiert für den Bram Stoker Award 1999

Mammut

Der ErnstFall

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2

Dienstag, 18. März 2008, 21:01

Na, der Frühling naht...

Solitaire

Fortgeschrittener

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3

Dienstag, 18. März 2008, 23:32

klingt vielversprechend.
Ich liebe Geschichten über Spukhäuser!

Van Wolffaust

unregistriert

4

Samstag, 29. März 2008, 22:31

Und?Wie ist das Buch?

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unregistriert

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Solitaire

Fortgeschrittener

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5

Sonntag, 30. März 2008, 18:59

bisher scheint es eher - naja konventionell zu sein, aber hab erst ca. 100 Seiten durch. Das kann sich noch ändern.

6

Sonntag, 6. April 2008, 14:22

Ich habe das Buch nun durch und muss leider gestehen, dass ich enttäuscht bin. So sehr mir der schnörkellose, zuweilen recht brutale Stil von CROTA gefallen hatte, so angenehm erschien mir zuerst der langsame, behäbige Einstieg in "Dunkler als die Nacht". Je weiter die Handlung allerdings fort schritt, umso platter und schwächer wurde der Roman. Während der Leser längst über die Bedeutung der "Schatten" weiß, wiederholt Goingback mehrmals ermüdend, wie ein Protagonist nach dem anderen, nach 'natürlichen Ursachen' sucht. Ähnliche Erklärungs- Schemata durchziehen das gesamte Buch und lassen das nicht entstehen, was ich von Büchern dieser Art erwarte: SPANNUNG.
Die klassische diametrale Komposition 'Licht' gegen 'Finsternis' und die letztendliche Auflösung durch zerstörende Katharsis (die ich persönlich selbst bei den ganz Großen des Genres nicht immer befürworte) lasse ich mir noch gefallen, das Finale mutete für mich allerdings wie eine schlechte Kopie von "Poltergeist" an.
Wer eine Indianer-Mythos- Variante von James Herberts "Magic Cottage" erwartet, wird das Buch wie ich mit einem gelangweilten Seufzer schließen.
(Sorry, wenn manchen meine Kritik zu hart erscheint, aber nach CROTA waren meine Ansprüche entsprechend hoch.)

_______________________________

Die Gipfel meines MUST-READ- Gebirges haben momentan erobert:

Kealan Patrick Burke: Currency of Souls
Clive Barker: Mister B. Gone
Schmitz: Haschisch
Preston: Canyon
David Morrell: Level 9
_______________________________

http://www.arthur-gordon-wolf.de
_______________________________
"Literatur ist die Kunst, Außergewöhnliches an gewöhnlichen Menschen zu entdecken und darüber mit gewöhnlichen Worten Außergewöhnliches zu sagen."
Boris Pasternak

DarkWriter

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7

Donnerstag, 17. April 2008, 12:51

Hallo,

ich bin anderer Meinung, wie die Rezi zeigt. Mir hat das Buch extrem gut gefallen. So gut, dass ich bei Geisterspiegel die Höchstnote gezückt habe, was nicht so oft geschieht.
***


Owl Goingback
Dunkler als die Nacht
(Darker Than Night, Signet, USA 1999)
Aus dem Amerikanischen von Michael Krug
Titelillustration: Claudia Flor
Otherworld Verlag 2008, Taschenbuch, 368 Seiten, 9,95 EUR, ISBN 978-3902607034, Horror
Weitere Information: www.otherworld-verlag.de

Mike Anthony, ein erfolgreicher New Yorker Autor, fürchtet die Stadt, in der er lebt, plötzlich. Der gewaltsame Tod eines Freundes, die täglichen Schreckensmeldungen in den Nachrichten – all das setzt dem Mann zu. Er will weg, will seine Familie in Sicherheit bringen. Raus aus dem gefahrvollen Big Apple, weg von Staub, Lärm, Verbrechen.
Es trifft sich, dass just in dieser Zeit Mikes Großmutter stirbt, eine verschrobene alte Frau, die in einem kleinen Kaff in Missouri lebte. Als Kind, nach dem Tode seiner Eltern, lebte Mike eine Zeit lang bei ihr. So lange, bis die Behörden eingriffen und ihn fortbrachten.
Daher ist es für den Autor eine Reise in seine eigene Vergangenheit, als er und seine Familie aufbrechen, um aus der quirligen Großstadt in das verschlafene Nest seiner Kindheit zu ziehen. Auch wenn seine Tochter davon kaum begeistert ist, muss sie doch ihre Freunde, ihre gewohnte Umgebung und die Shops zurücklassen, an die sie sich gewöhnt hat. Anders als ihr kleiner Bruder hasst sie es, New York verlassen zu müssen.
In ihrem neuen Heim angekommen werden die Anthonys nicht nur mit einem völlig heruntergekommenen Haus konfrontiert, sondern nach und nach auch mit dem Misstrauen der Bewohner. Schließlich galt Mikes Großmutter als verrückt. Etwas, das sogar die Kinder schon wissen und entsprechend spotten.
Doch all dies ließe sich noch verkraften, würden in dem Haus nicht zunehmend mysteriöse Dinge geschehen. Auf neu verlegten Fliesen zeigen sich Flecken mit eindeutig menschlichen Zügen, die Wände wackeln, nimmt man eine alte Maske von der Wand und immer wieder huschen Schatten und Wesen durch die Räume.
Was verbirgt sich in dem Haus? War Mikes Großmutter wirklich verrückt, oder wurde sie von diesen Phänomenen gequält?
Das Grauen nimmt seinen Lauf und bald muss Mike feststellen, dass er seine Familie in einen wahren Alptraum gebracht hat. In einen Alptraum, der das Leben aller fordern kann ...

Owl Goingback, der mit »Crota« den Bram Stoker-Award gewann, wurde auch für das vorliegende Buch für eben jene Auszeichnung nominiert. Und das zu recht, denn auch wenn sich »Dunkler als die Nacht« völlig anders liest als Crota, schafft es Goingback doch, den Leser an die Seiten zu fesseln.
Die Story beginnt behutsam, um sich nach und nach zu einem Horrorszenario zu steigern. Dabei legt der Autor nicht nur ein Augenmerk auf die eigentliche Handlung, sondern beschreibt auch die Schwierigkeiten, mit denen sich seine Protagonisten in ihrer neuen Umgebung konfrontiert sehen. So werden die Kinder früh zum Gespött ihrer Mitschüler, während Mikes Frau in einem Supermarkt auf Probleme trifft.
Bei der Beschreibung der Figuren konzentriert sich Goingback ganz auf die Protagonisten. Alles um sie herum bleibt daher ein wenig schwammig, was meist nicht schlimm ist, hin und wieder jedoch den Wunsch des Lesers weckt, ein wenig mehr über die eine oder andere Person zu erfahren. Hier hebt sich der Autor deutlich von jenen Kollegen ab, die jeder noch so kleinen Randfigur eine komplette Vita mit auf den Weg geben – nur um sie nach ein paar Zeilen Handlung sterben zu lassen.
Die Story an sich ist durchdacht, die Motivation der handelnden Figuren jederzeit nachvollziehbar. Helden, die mit jeder Schwierigkeit fertig werden, sucht man in diesem Buch vergebens. Es sind Leute aus der Nachbarschaft, ganz normale Menschen, die sich plötzlich dem Grauen gegenübersehen, es akzeptieren und aus dem Haus haben wollen. Die Panik, die sie dabei empfinden, die Schmerzen und Verzweiflung sind für den Leser gut nachzuvollziehen. Auch wenn dem Buch das Schnelle von Crota fehlt. Und dies ist auch gut so, denn »Dunkler als die Nacht« verläuft exakt in dem Tempo, in dem die Geschichte erzählt werden muss.
Und, wie bei einem indianischen Autor nicht anders zu warten, spielen auch diesmal Legenden der Ureinwohner Nordamerikas mit in den Plot hinein.
Das Buch selbst ist, wie bei jedem Buch aus diesem Verlag, sehr gut verarbeitet, das Cover stimmungsvoll. Somit macht es sich auch gut in einem Regal.

Fazit: Ein gelungener Roman, der die Leser mit anspruchsvollem, sich langsam entwickelndem Grauen verwöhnt. Ein Muss für Horror-Fans.
2098 - Ich, Killerin :D
Hier bestellen!

Solitaire

Fortgeschrittener

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8

Donnerstag, 17. April 2008, 19:58

Mir hat das Buch nicht schlecht gefallen, guter klassischer Horror. Wenn man vorher "Crota" gelesen hat, mag man vielleicht etwas anderes erwartet haben und ein bißchen enttäuscht sein.
Was mich gestört hat, war dass das Ganze ein wenig zu sehr vorhersehbar war und die unerwarteten Wendungen gefehlt haben. Der Leser weiß ziemlich schnell, wohin "der Hase läuft". Trotz indianischer Legende etwas konventionell.
Trotzdem, auch wegen der sympathischen und lebendig geschilderten Hauptfiguren, allemal lesenswert, eben gute Unterhaltung.
Und das ist schon eine ganze Menge, wenn man bedenk für was für nen Schrott man manchmal Geld ausgibt!

Mammut

Der ErnstFall

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9

Samstag, 19. April 2008, 13:33

Ich fand, das Buch hatte etliche Längen und konnte absolut nicht mit dem Vorgänger Crota konkurrieren. War ein eher schwaches Buch.

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zombi_boy_666

Anfänger

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10

Samstag, 19. April 2008, 21:14

Meinungen

Hmmm... hier gehen die Meinungen ja ganz schön auseinander. Na ja... über Geschmack läßt sich ja bekanntlich...

Ich habe das Buch noch nicht gelesen, aber die Story lockt mich jetzt auch nicht besonders... von 100 Horror-Büchern handeln mind. 60 über Spukhäuser.

Das Thema ist so etwas von ausgelutscht.

Wo wir gerade beim Thema ausgelutscht sind, kommt bald eine Neuverfilmung von Poltergeist in die Kinos?

kaigrimm

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11

Sonntag, 20. April 2008, 14:18

RE: Meinungen

Zitat

Original von zombi_boy_666

Ich habe das Buch noch nicht gelesen, aber die Story lockt mich jetzt auch nicht besonders... von 100 Horror-Büchern handeln mind. 60 über Spukhäuser.

Das Thema ist so etwas von ausgelutscht.




Wieviele Hunderte Horrorromane hast Du denn schon gelesen, dass Du die 60 % so genau errechnen kannst? Ich zumindestens habe schon so einige Hunderte gelesen und reine Spukhausromane, nun, wenn ich scharf nachdenke komme ich vielleicht auf ein gutes Dutzend.
Es würde mich schon mal interessieren, ob Du Deine kühne These irgendwie belegen kannst....
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

Solitaire

Fortgeschrittener

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12

Montag, 21. April 2008, 13:05

Ich wiederhole mich, aber ich meine, es kommt immer darauf an, wie man ein Thema anpackt. Der Reiz bei Horror und Phantasy ist ja gerade, das einfach ALLES passieren kann. Es liegt am Autor, wie er seine Möglichkeiten nutzt.

So ist meiner Meinung nach z.B. "DAS HAUS" von Danielewski durchaus innovativ und nicht abgelutscht, "DUNKLER ALS DIE NACHT" ist allerdings sehr konventionell und bietet nix Neues.

Siwa

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13

Samstag, 1. November 2008, 13:32

Die Story und die Verknüpfung mit den Indianermythen fand ich schon gelungen, leider wurde die Atmosphäre für mich durch den allzu gemächlichen Erzählfluss und die vielen unnötigen Erklärungen und Wiederholungen im Keim erstickt. Schade!

Martin Cell

RUNNING WILD PHANTAST

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14

Dienstag, 8. Februar 2011, 18:29

Ich habe es jetzt auch gelesen, obwohl erst auf den letzten 100 Seiten wirklich Spannung aufkommt, ist doch flüssig
zu lesen. Die Mythen der amerikanischen Indianer übten auf mich einen Reiz aus, und auch die Seitenhiebe gegen
die "weiße" Gesellschaft, und wie sie mit den Indianer verfahren sind, haben mir gefallen. Das Buch ist behutsam
aufgebaut, nimmt sich vielleicht etwas zu viel Zeit am Anfang um in Schwung zu kommen, weshalb dieses Gefühl
der unnötige Weite entsteht. Klar Licht gegen Dunkel ist nichts neues, aber mir hat es gefallen.
Ich finde es eine Frechheit, das dieser Autor wegen seines Namens keinen Zutritt zu Facebook bekommt,
weil man dort Owl Goingback nicht als richtigen Namen akzeptiert. Nach der ernüchternen Kritik hier,
von den meisten Usern, nehme ich an, der Verlag wird wohl so schnell kein Buch mehr von diesem
einzigartigen Autor bringen. Schade!
Reality is lost - IKON

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Siwa

Profi

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15

Dienstag, 8. Februar 2011, 20:52

Lesen würde ich auf jeden Fall noch etwas von Goingback, auch wenn mir "Dunkler als die Nacht" nicht so gefallen hat. Dafür war "Crota" wirklich gut.

16

Dienstag, 8. Februar 2011, 21:24

Mir hat auch "Dunkler als die Nacht" damals gut gefallen, als ich es gelesen habe. Ich würde eine weitere Übersetzung von Owl Goingback von daher begrüßen... vielleicht erbarmt sich ja doch noch ein deutschsprachiger Verlag. So würde mich beispielsweise "Breed" sehr interessieren.

Owl Goingback wird wegen seines Namens nicht bei Facebook akzeptiert? Wirklich? Kann ich kaum glauben, bei den Namen die da vor kommen und natürlich "völlig echt" sind, wie Smsm Bmbm und Mize Kaze. Das wäre wirklich eine Frechheit.
...and the book club consists mainly of people who club me with books.