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Dienstag, 1. April 2008, 15:41

CREATURES - Die Abstimmung

Eure drei Favoriten in CREATURES

Insgesamt 22 Stimmen

45%

Canker Driscoll & Uwe Voehl »Marshall Midnight« (10)

36%

Markus Kastenholz »Madame Grotesque« (8)

32%

Walter Diociaiuti »Metropolis« (7)

18%

Lars Maria Maly »Der Miasmamann« (4)

18%

Sven Kössler »Das Haus der Ahnen« (4)

18%

Frank W. Haubold »Der Wunderbaum« (4)

18%

Andreas Gruber »Willkommen in Seikersdorf« (4)

14%

Jan-Eike Hornauer »Die Schlachtung des Schnabeltiers« (3)

14%

Gunter Arentzen »Die Wächter des Trayastrimsa« (3)

14%

Falko Löffler »Die Kreatur aus der Schwarzbach« (3)

14%

Patrick J. Grieser »Das Windrad« (3)

14%

Torsten Scheib »Erinnerungen« (3)

9%

Heidrun Jänchen »Schlafstörungen« (2)

9%

Christoph Marzi »Nachtfahrt« (2)

9%

Christian Weis »Lili« (2)

9%

Charlotte Engmann »Ein Urteil aus alter Zeit« (2)

9%

Michael Schmidt »Maria« (2)

9%

Tobias Bachmann »Lucia« (2)

5%

Arthur Gordon Wolf »Marlene?« (1)

5%

Markus K. Korb »Die Kiste« (1)

5%

Linda Budinger »Schäferstündchen« (1)

0%

Martin G. Strasser »Staub zu Staub«

0%

Frank Hoese »Schichtwechsel«

Wie schon bei LIBERATE ME möchten wir auch bei CREATURES die Möglichkeit geben, für eure drei Favoriten abzustimmen!

Dann mal los an die Tasten! ;)

Die Belastbarkeit meines Nachttisches wird ermittelt mit freundlicher Unterstützung von:

-


Timo Kümmel

Fortgeschrittener

Beiträge: 276

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2

Mittwoch, 2. April 2008, 09:29

Da ich es wohl als einer der ersten schon vor Ostern erhalten habe, konnte ich mich gestern mit der letzten Kreatur konfrontieren.

Insgesamt gefiel mir CREATURES weit besser als LIBERATE ME. Die Anthologie weiß durch einige hervorragende Erzählungen und ein eisernes Rückgrat an guten Geschichten zu überzeugen. Das Glossar ist eine schöne Ergänzung und Dienst am Leser. Goutiert man es allerdings - wie ich - in Häppchen nach den Storys und blättert dementsprechend ständig suchend die Überschriften und Autorennamen ab, beraubt man sich so aus Versehen der überraschenden Pointen, oder geht manche Geschichten mit fixer Erwartungshaltung an ...

Sechs Beiträge möchte ich hervorheben.

Drei, die sich für mich aus dem Grundstock schälen:

Tobias Bachmann, wegen der eindringlichen Bilder, mit denen es ihm gelingt einen Schauer heraufzubeschwören, der an die dominante Intensität aus Kindheitstagen heranreicht.
Linda Budinger, deren Geschichte mit einer unaufdringlichen Gelassenheit schlicht den Funken überspringen lässt und rundum punktet.
Patrick Grieser, für einen deftigen Pageturner, dessen Plot mir aber nicht in den Kopf wollte.

Und eine herausragende Troika:

Markus Kastenholz, für die Schonungslosigkeit - auch oder gerade gegenüber dem Leser.
Walter Diociaiuti, für ein reizvolles Ränkespiel inner- und außerhalb unserer Realität.
Uwe Voehl, für eine Perle, die über die Anthologie hinaus auf weiter Flur lange nach ebenbürtigen Gegnern würde suchen müssen. Mein Gaumen sagt: da stimmt einfach alles! Grandioser hätte dieses Buch niemals nicht enden können :D!

An die letzten drei gehen meine Punkte.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Timo Kümmel« (2. April 2008, 09:30)


Uwe Voehl

Horror-Autor

Beiträge: 515

Registrierungsdatum: 24. Mai 2006

Wohnort: Bad Arkham

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3

Mittwoch, 2. April 2008, 12:52

Zitat

Original von Timo Kümmel
Uwe Voehl, für eine Perle, die über die Anthologie hinaus auf weiter Flur lange nach ebenbürtigen Gegnern würde suchen müssen. Mein Gaumen sagt: da stimmt einfach alles! Grandioser hätte dieses Buch niemals nicht enden können :D!

An die letzten drei gehen meine Punkte.


Lieber Timo,

Marschall Midnight, der natürlich keinen ebenbürtigen Gegener kennt, würde solches Lob am Arsch vorbeigehen - ich dagegen bin noch jung und hungrig und werde fast rot bei soviel Lob. Darauf hinweisen möchte ich aber noch, dass die Story wirklich nicht von mir allein stammt, sondern mit Canker Driscoll zusammen verfasst wurde. Ja, den gibt's wirklich, aber selbst der Marschall konnte ihn trotz diverser Zwangsmaßnahmen nicht bewegen, sein unaussprechbares Pseudonym zu lüften.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Uwe Voehl« (2. April 2008, 23:02)


Timo Kümmel

Fortgeschrittener

Beiträge: 276

Registrierungsdatum: 8. August 2005

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4

Mittwoch, 2. April 2008, 14:12

Dann sei ihm mein Lob natürlich ebenso gewichtig und mit zackigem Kratzfuß kredenzt. Weil er unter den Vitae noch nicht einmal mit einer amüsanten Kontextschleife geführt wird, habe ich es schlicht als kleinen Klamauk am Rande gedeutet …

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Bachi

Arkham-Sanatorium-Insasse

Beiträge: 869

Registrierungsdatum: 4. Juli 2005

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5

Mittwoch, 2. April 2008, 16:49

Zitat

Original von Uwe Voehl
Darauf hinweisen möchte ich aber noch, dass die Story wirklich nicht von mir allein stammt, sondern mit Canker Driscoll zusammen verfasst wurde. Ja, den gibt's wirklich, aber selbst der Marschall konnte ihn trotz diverser Zwangsmaßnahmen nicht bewegen, sein unaussprechbares Pseudonym zu lüften.


Hm... also, wenn ich an die letzte "Arcana" Ausgabe des Lindenstruth Verlages zurückdenke, so habe ich einen (nicht ganz unbegründeten) Verdacht, wer dieser geheimnisvolle Canker Driscoll sein könnte. Da ich Geheimnisse aber mag, hülle ich mich in ehrwürdiges Schweigen :D

@Timo: Auch ich danke dir für dein "Herausschälen aus dem Grundstock". Lobende Erwähnung zählt für mich weitaus mehr als irgend so ein bunter Querbalken Friends

Uwe Voehl

Horror-Autor

Beiträge: 515

Registrierungsdatum: 24. Mai 2006

Wohnort: Bad Arkham

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6

Mittwoch, 2. April 2008, 23:07

Zitat


Hm... also, wenn ich an die letzte "Arcana" Ausgabe des Lindenstruth Verlages zurückdenke, so habe ich einen (nicht ganz unbegründeten) Verdacht, wer dieser geheimnisvolle Canker Driscoll sein könnte. Da ich Geheimnisse aber mag, hülle ich mich in ehrwürdiges Schweigen :D


rrrrrecht ssssso

DarkDreamer

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Beiträge: 1 364

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Beruf: Niederlandistik- und Skandinavistik-Student

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7

Freitag, 4. April 2008, 16:07

Zitat

Original von Timo Kümmel
Dann sei ihm mein Lob natürlich ebenso gewichtig und mit zackigem Kratzfuß kredenzt. Weil er unter den Vitae noch nicht einmal mit einer amüsanten Kontextschleife geführt wird, habe ich es schlicht als kleinen Klamauk am Rande gedeutet …

:) Zwei Genies, ein Gedanke? Waren genau meine Überlegungen, Timo!

Meine Wertung wird wohl morgen kommen ...

DarkDreamer

DD ... D²

Beiträge: 1 364

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

Wohnort: Münster

Beruf: Niederlandistik- und Skandinavistik-Student

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8

Samstag, 5. April 2008, 18:59

An dieser Stelle muss ich den Herausgebern ein ganz großes Lob aussprechen, haben sie doch eine Antho zusammen gestellt, die es wirklich in sich hat und noch länger nachklingen wird! Man kann nur hoffen, dass weitere Bücher folgen werden.

Diese Anthologie hatte so viele herausragende Geschichten, dass die Abstimmung gar nicht so einfach ist. Letztendlich habe ich mich für folgende Top-Favoriten entschieden:

Canker Driscoll & Uwe Voehl »Marshall Midnight« wegen der irren Komplexität und dem hervorragenden Gruselfaktor.
Markus Kastenholz »Madame Grotesque« für die schonungslose Darstellung eines traurigen Themas.
Gunter Arentzen »Die Wächter des Trayastrimsa« für die Gänsehautatmosphäre und die mir zuvor unbekannten Naga, die die Story zum Glänzen bringt.

Sehr positiv in Erinnerung geblieben sind mir u.a. noch:
Patrick J. Grieser »Das Windrad«
Walter Diociaiuti »Metropolis«
Sven Kössler »Das Haus der Ahnen«
Jan-Eike Hornauer »Die Schlachtung des Schnabeltiers«

kaigrimm

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9

Sonntag, 6. April 2008, 13:58

Nach vielem Hin- und Herüberlegen (die Anthologie enthält für mich einfach mehr als 3 Beiträge, die es verdient hätten, hier noch einmal besonders lobend erwähnt zu werden) gingen meine Stimmen an folgende Kandidaten:

1) Das Haus der Ahnen: Einfach eine geniale Idee toll umgesetzt. Das "Es spukt nicht im Haus, sondern das Haus ist das Monster"-Prinzip auf die Spitze getrieben.

2) Lili: Hart, erotisch, hoffnungslos. Horror, dem nan nicht erinnern kann, dazu ein brutal-harter Bruch mit der genialen "Fingerszene".

3) Marshall Midnight: Ideenreich, furios, abgedreht, toll umgesetzt. Eine im wahrsten Sinne des wortes fantastische Geschichte!
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

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Siwa

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10

Sonntag, 6. April 2008, 14:05

Man hat nur 3 Stimmen !?! :O Was für eine schwierige Entscheidung bei so vielen tollen Geschichten!

Nach reiflicher Überlegung und nochmaligem Nachblättern hab ich mich für Folgende entschieden:
Torsten Scheib - Erinnerungen als bitterböse Satire
Heidrun Jänchen - Schlaftstörungen als moderne Geistergeschichte
Markus Kastenholz - Madame Grotesque als menschliche Tragikomödie


In der näheren Auswahl fanden sich aber noch:
Charlotte Engmann - Ein Urteil aus alter Zeit
Frank W. Haubold - Der Wunderbaum
Linda Budinger - Schäferstündchen
Patrick J. Grieser - Das Windrad
Michael Schmidt - Maria

Ulla61

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11

Sonntag, 6. April 2008, 18:38

Die Herausgeber haben eine klasse Anthologie zusammen gestellt, die durch ausgezeichnete Autoren und Geschichten besticht. Meine Top-Favoriten:

Walter Diociaiti "Metropolis"
Christoph Marzi "Nachtfahrt"
Andreas Gruber "Willkommen in Seikersdorf"

12

Sonntag, 6. April 2008, 19:27

Eine sehr starke Anthologie... hat mir noch besser gefallen als "Liberate me". Auch mir sind "nur" 3 Stimmen eigentlich zu wenig.

Ich habe mich dennoch entschlossen für:

"Marshall Midnight": Irgendwie mag ich Halloween-Stories. Ganz besonders, wenn sie so stark und vielschichtig umgesetzt wurden.

"Lucia": Ich hatte ja schon im entsprechenden Thread erwähnt, dass mir hier die durchgehende, düstere Atmosphäre ganz besonders gut gefallen hat...

"Madame Grotesque": Schonungslose Darstellung menschlichen Leids, welches glaubhaft und ohne salbngsvolle Moralität geschildert wird.

Ebenfalls hätten es auch noch mindestens

"Das Windrad" (interessantes Wechselbad der Erwartungshaltung beim Lesen: Wen mag man hier weniger, wer ist hier das Opfer?),

"Metropolis" (sehr stimmungsvolle, mehrschichtige Schilderung des mysteriös-bedrohlichen Stadtlebens) und

"Schäferstündchen" (diesmal kein phantastisches, sondern ein sehr reales Monster: der Mensch)

verdient, in meine Top 3 aufgenommen zu werden.

Ich freue mich schon auf eine ähnliche Anthologie :D .
...and the book club consists mainly of people who club me with books.

13

Sonntag, 6. April 2008, 20:12

Ich habe die Stimmen mal auf 5 erhöht ;)

Die Belastbarkeit meines Nachttisches wird ermittelt mit freundlicher Unterstützung von:

-


Siwa

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14

Montag, 7. April 2008, 19:02

Heißt das, ich kann jetzt noch zwei Stimmen nachmelden? Wenn ja, wie?!?

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15

Montag, 7. April 2008, 19:20

Nachträglich geht das nicht mehr

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Siwa

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16

Montag, 7. April 2008, 19:39

:-((((

frankh

Fortgeschrittener

Beiträge: 346

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Wohnort: Provinz

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17

Montag, 7. April 2008, 21:16

Meine Stimmen gehen an

Die Kreatur aus dem Schwarzbach (Falko Löffler), weil die Story so schön nostalgisch und weniger splattrig ist,

Lili (Christian Weis) wegen des Hintergrundes,

Schlafstörung (Heidrun Jänchen) wegen des unbegründeten Optimismus'


Gruß
Frank

18

Sonntag, 13. April 2008, 11:03

Eine wirklich gelungene Antho ohne Ausfälle. Die Auswahl der besten fiel daher nicht ganz leicht. Meine TOP - 5 sind:

1.) Markus Kastenholz - Madame Grotesque

2.) Frank W. Haubold - Der Wunderbaum

3.) Patrick J. Grieser - Das Windrad

4.) Falko Löffler: Die Kreatur aus dem Schwarzbach

5.) Gunter Arentzen: Die Wächter des Trayastrimsa



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Die Gipfel meines MUST-READ- Gebirges haben momentan erobert:

Kealan Patrick Burke: Currency of Souls
Clive Barker: Mister B. Gone
Schmitz: Haschisch
Preston: Canyon
David Morrell: Level 9
_______________________________

http://www.arthur-gordon-wolf.de
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"Literatur ist die Kunst, Außergewöhnliches an gewöhnlichen Menschen zu entdecken und darüber mit gewöhnlichen Worten Außergewöhnliches zu sagen."
Boris Pasternak

19

Donnerstag, 17. April 2008, 18:33

Wow, ein Hammerbuch.

Mehr kann ich dazu gar nicht sagen, eigentlich hat mir jede Geschichte auf ihre Art gefallen, jedenfalls ist keine schlechte dabei. Auf einen Favoriten kann und will ich mich irgendwie nicht festlegen, alle sind lesenswert.

Als Komplettnote eine Einsminus, meinen Dank und Glückwunsch an alle Beteiligten. Cool

Das Buch ist auf jeden Fall für eine Zweitlesung "markiert".
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Mammut

Der ErnstFall

Beiträge: 2 712

Registrierungsdatum: 21. Januar 2004

Wohnort: Weltkulturerbe Mittelrhein

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20

Freitag, 25. April 2008, 17:04

Ich nenne auch mal meine Favoriten:
Markus Kastenholz »Madame Grotesque«
Christian Weis »Lili«
Walter Diociaiuti »Metropolis«
Torsten Scheib »Erinnerungen«

Und außer Konkurrenz, weil schlecht einordbar:
Jan-Eike Hornauer »Die Schlachtung des Schnabeltiers«