So, heute bin auch ich mit dem Buch fertig geworden. Nach einigen Meldungen hier hatte ich schon mit dem Schlimmsten gerechnet, was sich dann allerdings doch nicht ganz für mich bewahrheitete.
Zwei Hauptkritikpunkte sind mir besonders deutlich aufgefallen:
Zum einen ist mir Omaha als Bösewicht zu unglaubwürdig.
Jemand, der seine nicht-wildnistaugliche Partnerin in den Dschungel mitnimmt und dort fressen läßt, will Rache (an wem eigentlich?). Deswegen quält und tötet er Monster und Menschen gleichermaßen und gerät dadurch selbst in Bedrängnis. Wie blöd kann man eigentlich sein? Das hat schon fast satirische Qualität, wenn die Addams Family noch einen entfernten Cousin benötigt, wäre das doch mal ein amüsanter Kandidat.
Der zweite Kritikpunkt für mich ist der Umfang des Buchs. Ungefähr das letzte Drittel habe ich nur noch im Schnelldurchgang gelesen, hier hätten einige sinnwahrende Kürzungen sehr gut getan. Aber es werden ähnliche Situationen mit mäßiger Spannung fast schon wiederholt und in geradezu epischem Umfang breitgewälzt. Bei mir konnte sich dadurch kein guter Lesefluss einstellen, ich mußte mich öfters dazu zwingen weiterzulesen.
Wäre an diesen beiden Punkten etwas gefeilt worden, wäre noch ein guter Durchschnitt zu erreichen gewesen.