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Kai Grimm

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1

Sonntag, 9. August 2009, 14:34

Lesezirkel: Douglas Clegg - Vampyricon - Priester des Blutes

Ich eröffne ihn einfach jetzt schon mal, den aktuellen Lesezirkel zu Douglas Cleggs Vampyricon.

Bitte gebt bei Euren Postings Seitenzahl und Kapitel an, damit Leser, die noch nicht so weit sind, nicht mit Spoilern konfrontiert werden.

Ich werde dann heute Nachmittag gleich mit der Lektüre beginnen. :D

Viel Spaß!
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Christoph Marzi - Somnia

Felix W

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2

Montag, 10. August 2009, 20:55

Bis Ende erstes Kapitel, Seite 52
Den Prolog empfand ich als stimmungsvoll, aber schleppend. Als ich damit durch war, dachte ich: Jetzt kann es ja losgehen. Stattdessen kam anchd er ersten distanzierten Einfrührung, eine zweite weniger, aber immer noch recht distanzierte Einführung. Die Schilderung der Kindheit der Hauptfigur ist mir bisher etwas zu gerafftund zu wenig an Eriegnisse geknüpft, als dass sie mich fesseln könnte. Andererseits schafft sie bereits jetzt einigen Tiefgang für die Hauptfigur und die Welt, in der sie lebt.

Bisher bin ich zwiegespalten und hoffe, dasses jetzt richtig losgeht und die Geschichte mich packen kann.

Gruß, Felix
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3

Dienstag, 11. August 2009, 18:07

Bis Seite 94

Vorab zur äußeren Erscheinung des Buches: Cover und Titel finde ich persönlich Megatrashig. Hinzu kommt, dass das Buch im Buchhandel ausschließlich auf "Vampir-Tischen" ausliegt. Direkt zwischen diesen ganzen schlechten Schmonzetten. Hab es mir nur auf Empfehlung eines altägyptischen Gottes angeschafft. Allerdings per Internet, da ich keine Lust hatte, mich in der Buchhandlung zwischen pubertierende Mädels zu quetschen.

Zum Inhalt: Den Prolog fand ich etwas unübersichtlich geschrieben. Es war ein Durcheinander von Namen und geschichtlichen Ereignissen, welche nur ganz kurz angeschnitten, aber im Roman noch eine größere Rolle einnehmen werden. Vielleicht blicke ich dann besser durch. Ab Kapitel 1 gefällt mir das Buch aber zunehmend. Es ist eine nett erzählte Geschichte eines Mannes über seine Jugend, die sich heutzutage keiner mehr so vorstellen kann oder selber erlebt haben möchte. Das Ganze mit einer Prise Legenden, die einen großen Teil einnehmen. So wirkt auch das 1. Kapitel etwas zerfahren, aber immerhin macht es Spaß zu lesen. Ab dem 2. Kapitel wird die Story gradliniger. Der Aufstieg zum Falkner und die Beschreibung der "Arbeitskollegen" ist auch sehr interessant erzählt. Wobei ich glaube, dass viele der Charaktere im weiteren Verlauf entweder gar keine oder nur eine geringe Rolle spielen werden. Dafür sind die meisten zu oberflächlich gehalten. Insgesamt ist die Charakterdarstellung eine der Schwächen bislang. Mir fallen spontan nur Aleric und der Jäger ein. Selbst die Mutter ist einfach zu farblos dargestellt. Von Vampyren ist bislang nix zu sehen oder zu hören, auch wenn der Greif wohl der 1. Auftritt eines Blutsaugers war. Von mir aus kann der Roman gerne genauso weitergehen. Seichte Unterhaltung, nett geschrieben. Und ich stelle mit Erschrecken fest, dass ich schon fast befürchte, dass es im Roman zu einem dicken Bruch kommen wird, wenn Aleric erstmal selber zum Vampyr wird. Von mir aus kann genau dieses Ereigniss ruhig noch auf sich warten lassen.
Lese gerade: Seth Grahame-Smith - Abraham Lincoln: Vampire Hunter
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Kai Grimm

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4

Dienstag, 11. August 2009, 19:37

Bis Seite 106

Ah, da muss ich meinem Vorredner gleich wiedersprechen: Ich sehne dieses Ereignis nämlich herbei. Einfach deshalb, damit Fluss in die Erzählung kommt. Bis jetzt liest sich das Buch nämlich eher wie eine Fantasy-History-Biographie als wie ein zusammenhängender Roman. Versteht mich nicht falsch, uninteressant ist die Jugend Alerics gewiss nicht und ich gehe davon aus, dass vieles davon für das spätere Verständnis der Figur und der Welt, in der sie lebt, wichtig sein wird. Mir persönlich fehlt bisher jedoch einfach der Zusammenhalt, die fortlaufende Handlung. Höhepunkt war für mich bisher ganz klar der Dämon im Brunnenschacht, ein Ereignis, das recht früh zeigt, dass wir es nicht mit einem historischen Roman, angesiedelt im frühen Mittelalter, sondern mit auf der realen Welt basierender Dark Fantasy zu tun haben.

Eine mögliche Erklärung übrigens dafür, dass außer Aleric (fast) alle Personen blass bleiben: Es handelt sich um eine Ich-Erzählung. Und bei dem Erzähler scheint eindeutig das Ich im Vordergrund zu stehen....
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

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5

Dienstag, 11. August 2009, 20:11

RE: Bis Seite 106

Es handelt sich um eine Ich-Erzählung. Und bei dem Erzähler scheint eindeutig das Ich im Vordergrund zu stehen....
Ist halt ein oller Egoist, der gute Aleric! :)
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6

Dienstag, 11. August 2009, 21:04

Da ich ja das Original lese, vorerst eine Frage: Kann es sein, dass in der deutschen Ausgabe das Vorwort fehlt, denn hier geht Clegg ja genau darauf ein, warum er die geschilderte Zeit recht diffus hält (grob zwischen 1100 bis 1300 n. Chr.)

Buch 1 - (bis Kapitel 10): Grundsätzlich gefällt mir erst einmal, dass ich hier mal etwas (für Cleggs Verhältnisse) vollkommen Unübliches lese. Der Stil ist flüssig, und nach den ersten Kapiteln kann man der Handlung gut folgen. Auch finde ich positiv, dass nicht von Beginn an mit "Untod" und "Vampirismus" gespielt wird - der Autor nimmt sich Zeit. Die einzelnen Elemente (Held aus ärmlichen Verhältnissen aber von adliger Abstammung muss sich den Ungerechtigkeiten, Verrat und Intrigen seines Umfeldes stellen, um schließlich selbst Herrscher zu werden....) sind so neu nicht, werden von Clegg aber höchst gelungen präsentiert. Das Konzept des fast gleichaltrigen Gegenspielers ( in Gestalt des Corentin Falmouth) erinnert zudem an die Figur des Mordred aus der Artussage (über die Clegg übrigens ebenfalls eine Reihe begonnen hat!). Apropos 'erinnern': Manche Passagen - z.B. die tragische Liebe mit einer ihm nicht standesgemäßen Frau,die Rivalität aber auch Liebe zu seinem Meister Kenan - die Falknerei(!) , erinnerten mich an King's Roland- Saga - auch wenn es hier nicht zum alles entscheidenden Kampf kommt (bislang jedenfalls.)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »arthur gordon« (11. August 2009, 21:40)


7

Dienstag, 11. August 2009, 21:07

Ein Vorwort von Clegg ist nicht vorhanden. Das Buch fängt quasi mit dem Prolog an. Davor auf einer Seite "Die Anrufung". Die vergißt man aber nach dem lesen sofort wieder. :)
Lese gerade: Seth Grahame-Smith - Abraham Lincoln: Vampire Hunter
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8

Dienstag, 11. August 2009, 21:34

Ein Vorwort von Clegg ist nicht vorhanden. Das Buch fängt quasi mit dem Prolog an. Davor auf einer Seite "Die Anrufung". Die vergißt man aber nach dem lesen sofort wieder. :)

Und ein weiterer Grund, möglichst immer das Original zu lesen. Die vier Seiten hätte der deutsche Verlag doch wohl auch noch übernehmen können! (zumal Clegg hier einiges Interessantes über die Entstehungsgeschichte und Motivation des Vampyricon erzählt.)

"Die Anrufung" (INVOCATION) ist bei mir natürlich auch vorhanden.

9

Sonntag, 16. August 2009, 12:57

Bis Seite 263

Nun ist es passiert. Aleric wurde zum Vampir. Davor wurde sein weiterer Lebensweg geschildert. Wurde hier noch geschildert wie sich Aleric in die Tochter des Barons verliebte, was eine etwas langgezogene Sexszene nach sich zog, welche phasenweise recht schwülstig beschrieben wurde, verschlug es ihn dann Ruck-Zuck zu den Kreuzzügen. Irgendwie wirkt das Buch permanent gerafft. Eine tiefere Charakterzeichnung ist immer noch nicht erkennbar. Sämtliche Personen tauchen kurz auf und verschwinden in der Regel ganz schnell wieder. So war auch das Wiedersehen mit seinem Bruder Frey nur von kurzer Dauer. Troztdem war der 1. Teil des Buches gut zu lesen und hätte andere Autoren doch zu mehr Tiefe verleiten lassen. Es wirkte halt häufig wie eine Zusammenfassung. Gerade die Zeit während der Kreuzzüge wirkten sehr oberflächlich. Der Autor verfolgte hier nur das Ziel, seine Hauptperson zu einem bestimmten Ort zu bekommen, damit er dort die Wandlung zum Vampir erleben durfte. Denn Vampire spielten während des 1. Teils so gut wie gar keine Rolle, wenn man jetzt mal den Dämon aus dem Brunnenschacht außen vor läßt. Der 1. Teil endet mit Alerics Tod.

Der 2. Teil beginnt mit seinem Erwachen. Auch hier wird kurz und knapp beschrieben. Und was ich schon befürchtet habe bewahrheitet sich dann auch. Der Autor wartet nicht lange und kommt nach kurzer Zeit direkt darauf zu sprechen, dass Aleric "der Eine" sei, der einer Bestimmung zu folgen hätte. Aleric hat dann natürlich auch während seiner Wandlung eine entsprechende Vision. Die anderen anwesenden Vampyre haben dann natürlich sofort Respekt vor Aleric. Er ist ja auch schließlich die Hauptperson des Romans. Da darf man schon Respekt erwarten. :P Und dann ist er auch noch in der Lage, weitere Vampyre zu schaffen, was natürlich außer Pythia (die Granate, die ihn zum Vampyr machte), kein anderer Vampyr schafft. Der Ideenreichtum ist ja hier wirklich zu beneiden! :) Ganz im Ernst: Wäre das Buch nicht trotzdem nett zu lesen, wären hier zig Gründe für mich, das Buch zur Seite zu legen. Kein Klischee wird hier liegengelassen, sondern ordentlich in die Geschichte aufgenommen. Das hat man schon X-mal gelesen und wird durch die dreißigste Wiederholung nicht bessen. Schade. Da hätte ich bislang mehr erwartet. Merke selber mittlerweile auch, dass ich schon beginne, das Interesse an dem Roman zu verlieren.
Ach ja, der "Blutkuss" ist auch schön human beschrieben. Die Opfer haben sogar ihren Spaß daran! Hier wird mehr Platz auf die Ekstase des Opfers verschwendet, als bei der oben erwähnten Sexszene! Wo sind die Zeiten geblieben, wo ein Vampyrkuss noch Angst und Schrecken und für die Opfer Schmerz gebracht haben?
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Kai Grimm

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10

Sonntag, 16. August 2009, 13:50

Seite 250

Ich kann Royston Vasey nicht ganz widersprechen, was auch mein Gefühl angeht, dass sich vieles, was bis zu Alerics Vampirwerdung geschieht, sehr gerafft liest. Es gibt kurze Happen, ein bestimmtes Ereignis und dann geht es ruckzuck weiter. Dabei muss man dem Buch jedoch attestieren, dass es inzwischen sehr starke, sprachlich hervorragend geschilderte und bewegende Momente an den Leser bringt, beispielsweise die Hinrichtung von Alerics Mutter oder den Fund von Thibauds Leiche. Und bei den zahlreichen Erwähnungen der damals üblichen Foltermethoden wurde mir des öfteren ganz anders, wie man ohnehin feststellen muss, dass die erste Hälfte des Buchs ein vernichtendes Bild des frühen Mittelalters entwirft.... Die Sexszene empfand ich übrigens nicht schwülstig, sondern sehr ansprechend und schön detailiiert geschildert. Gleiches gilt für den bisherigen Höhepunkt, Alerics Verwandlung. Ein Klischee-Empfinden hat sich bisher bei mir nicht eingestellt, was aber auch daran liegen mag, dass ich in den letzten Jahren außer Necroscope keine Vampirromane gelesen habe. Nun denn, Aleric hat seine ersten Blutmahlzeiten genossen, ich hoffe, dass es nun ähnlich intensiv, aber mit mehr Handlungsfluss weitergeht.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

11

Montag, 17. August 2009, 17:52

Bis Seite 371

Die Klischees, welche ich bereits ansprach, bezogen sich nicht auf Vampire und Horror-Romane. Es sind eindeutig Klischees aus dem Fantasy-Genre. Und genau dorthin ist dieser Roman (leider) abgedriftet. Nach der düsteren Schilderung des 1. Teils folgte direkt ein Fantasy-Roman mit einer Hauptperson gleichen Namens, aber ansonsten ohne große Bezüge zum vorherigen Geschehen. Der direkteste Bezug ist noch, dass der beste Freund von Aleric, Ewen, durch ihn zum Vampyr wird. Dieser Zufall war dann doch etwas zuviel. Alerics Stamm fängt ein neues Opfer und es ist dann ausgerechnet Ewen. Naja, namentlich werden dann noch 4 weitere Vampire vorgestellt, welche aber genauso blass bleiben (Wortwitz für Vampyre :e ) wie alle bisherigen Nebendarsteller. Und so macht sich eine 6köpfige Reisegruppe nach gängigem Fantasy-Klischee auf den Weg zu einer verschwundenen Stadt. Diese wird dann ohne Probleme sofort gefunden (!?!). Wenn man den Ort weiß wo die Stadt liegt, warum gilt sie dann als "verschwunden"? Der versteckte Eingang wird auch ohne einen einzigen Fehlgriff sofort ausfindig gemacht. Vor Ort gibt es dann ein kleines Rätsel. Und schließlich findet man den gesuchten Priester. Der ist erst total böse und gemein und glaubt kein Wort vom "Auserwählten", nur um dann einen Absatz weiter sofort ohne Begründung Aleric den "Auserwählten" zu nennen. Entweder hat hier die Übersetzerin einen gehörigen Bock geschossen, oder es ist einfach nur schlecht geschrieben. Viele Passagen im 2. Teil weisen Schwächen in Beschreibungen auf. So war z. B. bei der Erweckung des Priesters nicht genau klar, was die Bande da treibt. Das noch nichtmal im Vorfeld erwähnt wurde, dass der Kugelkopf der mit Silber gefüllten Glasröhre ein Loch hat, überlegt man schon etwas, warum die Bindfaden und Nadel zur Beseitigung des Problems nutzen wollen. Ähnlich wirr wie meine Beschreibung in den letzten 2 Sätzen ist auch der Roman an dieser Stelle :) . Die Beweggründe der Hauptpersonen sind auch nicht wirklich klar. Warum muss man jetzt nochmal zur Stadt und den Priester wecken? Achja, egal!
Ich hatte mir nach dem 1. Teil erhofft, dass es quasi ähnlich düster weitergeht. Nur zusätzlich mit den Problem, dass Aleric nun ein Vampyr ist. Es wurde im Vorfeld immer mal wieder die noch kommende Inquisition erwähnt. Da hätte ich mir in dieser Hinsicht noch einige spannende Konflikte gewünscht. Wie lebt man als Vampyr in dieser Zeit? Wie verhält man sich seinen alten Freunden und Verwandten gegenüber? Oder seinen Feinden? Hier hat der Autor eindeutig eine Chance vertan. Statt dessen schickt er Aleric auf eine Queste. Mit Horror hat dieser Roman leider so wirklich gar nix zu tun. Die letzten 40 Seiten werden wohl daran auch nichts mehr ändern. ?(
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Felix W

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12

Dienstag, 18. August 2009, 00:43

bin durch
Leider hat mich das Buch enttäuscht. Nachdem der erste Teil mich doch noch etwas fesseln konnte, hat mir der zweite Teil zu wenig angesprochen. Zu viele bekannte Versatzstücke wurden hier zu schnell und oberflächlich verarbeitet. geheimnisvolles und Unbekanntes wurde innerhalb kürzester Augenblicke zu etwas selbstverständlichem. Audch empfand ichd en bruch zwischen den zwei Teilen als zu groß. Das Ende stimmt zwar etwas versöhnlicher, aber es kann den durchweg schwachen zweiten Teil nicht vergessen machen.
Hier wurde deutlich Potential verschenkt.

Warum icht rotzdem schon durch bin: Ich habe mich bewusst hingesetzt, das Buch zu Ene zu lesen. Eine richtige SOwirkung hat es nie entwickeln können.

Gruß, Felix
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ANUBIS

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13

Dienstag, 18. August 2009, 02:58

Zitat

Dabei muss man dem Buch jedoch attestieren, dass es inzwischen sehr starke, sprachlich hervorragend geschilderte und bewegende Momente an den Leser bringt,

Bravo Kai, ich sehe es genauso...Dougs Sprache ist ein feines Instrument...mir standen ofters die Tränen in den Augen;-)

Greetz
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14

Dienstag, 18. August 2009, 18:59

Ende

Fertig. Endlich. Die letzten Seiten haben nochmal genau die Mängel aufgewiesen, die hier schon mehrfach erwähnt wurden. Vieles wird nur angerissen und ansonsten in einem Tempo abgehandelt, dass man phasenweise das Gefühl hat, ein Exposé zu lesen. Vielleicht macht sich ja mal einer der hier anwesenden Autoren daran, hieraus einen Roman zu schreiben? :e Der Priester wird mal eben beseitigt, die komplette Macht übernommen, sämtliche Vampyr-Kollegen zu Vampyren alter Art gewandelt. Dann flugs zurück zur Heimat der Sippe mit anschließendem kleinen Gemetzel. Darauf die Rückkehr nach Europa und das Vorfinden des heimatlichen Schlößchens des Barons in Flammen und die Geliebte von der Gegenseite übernommen. Anschließend das Aufwachen im Brunnenschacht und ein homoerotisches Gesauge beenden den Roman. Ach ja, eine lange Vision über die schicke Tochter des Barons hatte ich fast vergessen zu erwähnen. Das ganze geschah jetzt auf fast genau 40 Seiten. Respekt. Genau das hat den Roman selbst sehr oberflächlich wirken lassen. Vor allem in Teil 2 ist es mir wirklich übel aufgestoßen. Auch sprachlich wirkt Teil 2 eher "hingerotzt". Wie bereits gesagt kann das aber auch an der Übersetzung liegen.

Ich bin froh, endlich durch zu sein. Spannend, bzw. Interessant war es wenn überhaupt nur im 1. Teil. Der 2. Teil war eindeutig zu schwach. Die Fortsetzung werde ich mir wohl nicht mehr antun. Dafür hat mir der Roman zu wenig geboten. Nach Schulnotensystem würde ich folgende Noten verteilen: Teil 1 = befriedigend (3); Teil 2 = mangelhaft (5). Durchschnittsnote dementsprechend ein ausreichend (4). Tat nicht weh und es gibt schlimmeres. Aber auch massenweise besseres...

Gruß

Michael

p.s. Und jetzt freu ich mich auf Maddrax 250! :tv:
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Kai Grimm

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15

Mittwoch, 19. August 2009, 20:58

Seite 296

Leider habe ich im Moment nicht viel Zeit und komme deshalb nicht so wirklich voran.

Zu den letzten 50 Seiten nur so viel: Die Kritik am Sprachlichen dieses Buches kann ich nicht nachvollziehen. Douglas Cleggs Schilderungen und Beschreibungen sind hervorragend, dieser Autor zaubert mit Worten Bilder auf die innere Leinwand.

Zum Inhalt: Hier muss ich leider auch kritisieren. Was die letzten 50 Seiten dem Leser im Zeitraffer an Vampir-Mythologie um die Ohren gehauen haben, puh, das ist viel, das geht mir einfach zu schnell. Und alles wird nicht in Handlungs- sondern in Dialogform an den Leser gebracht, das ist wirklich der Holzhammer. Auf der anderen Seite finde ich die Idee der Auslöschung des Vampirs hervorragend, das ist mal ein ganz neuer Aspekt. Auch die Geschichte mit dem Auserwählten stört mich nicht. Immerhin ist Aleric die absolute Hauptperson, da darf schon was Besonderes an ihm sein. 2 Dinge sind mir allerdings negativ aufgestoßen: Zum einen das ständige beiläufige Erwähnen der Menschen, die mal in einem Satz so nebenbei ausgesaugt werden. Irgendwie lieblos, den Horror und Tod der Betroffenen so nebenbei mal zu erwähnen. Zum anderen die homoerotische Beziehung zwischen Aleric und Ewen. Zum einen ist dies schamlos von Anne Rice geklaut. Und zum anderen hat mich dieser Aspekt des Vampyrismus schon im Original nicht überzeugt, denn wir haben es schließlich mit Männern zu tun, die vor ihrer Verwandlung ohne jeden Zweifel heterosexuell ausgerichtet waren.

In einem Punkt betreffend Ewan scheinst Du allerdings oberflächlich gelesen zu haben, Royston Vasey: Es ist keinesfalls zufällig Ewan, den die Vampire aufgreifen. Es wird doch ganz klar herausgestellt, dass dieser seinem Freund Aleric heimlich zu der verlassenen Stadt gefolgt ist.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

16

Mittwoch, 19. August 2009, 21:10

RE: Seite 296

In einem Punkt betreffend Ewan scheinst Du allerdings oberflächlich gelesen zu haben, Royston Vasey: Es ist keinesfalls zufällig Ewan, den die Vampire aufgreifen. Es wird doch ganz klar herausgestellt, dass dieser seinem Freund Aleric heimlich zu der verlassenen Stadt gefolgt ist.
Dann habe ich das wohl tatsächlich wohl "überlesen". Wenn es so im Buch steht, nehme ich meinen Kritikpunkt diesbezüglich natürlich zurück.

Sprachlich hat mich hauptsächlich der 2. Teil gestört. Wie gesagt: der 1. Teil war nicht schlecht zu lesen. Nur mit dem 2. hat sich der Autor m. M. nach keinen Gefallen getan.
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Markus

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17

Sonntag, 23. August 2009, 14:12

Ich bin leider noch nicht dazu gekommen, mit der Lektüre anzufangen, habe gerade eine Menge Material durchzulesen und zu lektorieren. Spätestens morgen soll es mit VAMPYRICON aber losgehen ... drückt mir die Daumen ... :P

Grüße, Markus
SCHWARZDUNKEL
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18

Sonntag, 23. August 2009, 14:20

Zu Ende

Eine Zeit lang sah es schlecht aus, doch ich habe es doch noch geschafft, das Buch vor meinem jetzt endlich anstehenden Urlaub (gleich wird gepackt und die Reiselektüre ausgewählt, morgen geht es in aller Herrgottsfrühe an die Nordsee) auszulesen.

Auch zum letzten Drittel ist mein Eindruck zwiegespalten. Zum Positiven: Den Handlungsstrang um den vergessenen Tempel und den Priester des Blutes fand ich großartig. Hier gab es Handlungsfluss, Spannung, großartige, monströse Bilder (das Gefängnis und die Fesselung des Merod Al-Kamr, die Meerjungfrauen). dieser Teil sprühte vor Erzählfreude und Ideenreichtum. Zum Negativen: Am Ende flacht das Geschehen merklich ab. Aleric erhält quasi Superkräfte und erkennt, dass der Vampir doch eigentlich ein guter Kerl sein soll, der der Menschheit eher Schäfer als Wolf sein sollte. Und ab sofort wird von den Menschen nur noch getrunken ohne sie zu töten. Wird der Vampir hier vom Monster zum Superhelden? Gar nicht mein Ding, dieser Gedanke. Und dann geht die Rückkehr in die Bretagne so rasend schnell und übergangslos, dass der Eindruck, dieser Schluss sei am Ende mal so eben noch angeklatscht worden um das Buch unbedingt mit einem Cliffhanger enden zu lassen, kaum von der Hand zu weisen ist.

Mein Gesamtfazit: Vampyricon - Priester des Blutes ist ein Roman mit Stärken und Schwächen, von dem ich mir inhaltlich mehr (Substanz, Tiefe und Handlungsfluss) erwartet habe, der aber dennoch mit einigen starken Momenten punkten kann. Gegen Brian Lumleys Necroscope Reihe können Douglas Cleggs Vampire jedoch nicht anstinken. Die Fähigkeiten des Autors sind oft gut erkennbar, besonders was die sprachlichen Schilderungen angeht, inhaltlich wird das Buch seinem Potential jedoch nicht immer gerecht. Von daher nur oberes Mittelmaß.
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19

Dienstag, 1. September 2009, 12:40

Hab das Buch jetzt auch endlich geschafft. Insgesamt bin ich eher enttäuscht, da ich etwas völlig anderes erwartet hatte. Nur in wenigen Szenen (Brunnen, Beschreibung der Totenstadt) kam ein gruseliges Gefühl auf, der Rest bewegte sich zwischen historischem Roman (allerdings weit unter Berling-Niveau) und Fantasy. Es wurde viel über Prophezeiungen, Prüfungen und Mythologie geredet, die Handlung kam für meinen Geschmack zu kurz und konnte mich nur in einigen Sequenzen wirklich fesseln. Vielleicht wird der zweite Teil ja besser...

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ANUBIS

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20

Mittwoch, 2. September 2009, 11:30

Zitat

Anschließend das Aufwachen im Brunnenschacht und ein homoerotisches Gesauge beenden den Roman

Was sicherlich mit den sexuellen Vorlieben des Autors zu erklären ist :]

Greetz
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