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Markus

P. M. C.

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1

Dienstag, 25. August 2009, 00:00

"Autorensuche per Casting"

Quelle: phantastik-news.de


Zitat

Wie der Diomedes Verlag mitteilt, wird die "Höllenjäger"-Taschenbuchausgabe mit der Ausgabe 12 eingestellt. Doch jedes Ende bedeutet auch einen Anfang. Daher startet man gemeinsam mit der Romantruhe eine neue Paperback-Serie, die für Mai 2010 geplant ist. Der Name der Reihe: "Black Jericho". Unter dem Claim "Absurd. Bizarr. Extrem." wird es einen aufreibenden Mix aus Action, Sex und jeder Menge gewagter Ideen geben. Science-Fiction-, Horror- und Phantastik-Fans sollen voll auf ihre Kosten kommen. Und damit dieses Konzept aufgeht, sucht man Autoren, die diese Ansätze mit Leidenschaft umsetzen, mit Hilfe einer Casting-Aktion.

Jeder interessierte Autor bekommt per Mail die Skizzierung einer Szene, die er ausformulieren soll. Dabei ist er vollkommen frei bei der Gestaltung und orientiert sich lediglich an den wenigen Vorgaben, die er in der Mail vorfindest. Damit will man prüfen, ob er in der Lage ist, nach Exposés zu schreiben. Wer angenommen wird, gilt als freier Mitarbeiter. Es werden keine Verträge geschlossen, die den Autor in irgendeiner Form binden. Der persönliche Einsatzwille entscheidet über das Maß der Beteiligung an der Paperback-Serie. Die Arbeit an der Serie erfolgt unentgeltlich, d. h., es werden keinerlei Honorare gezahlt. Der Autor soll, so die Veranstalter, seine Leistungen als Teil seiner persönlichen, schriftstellerischen Entwicklung betrachten, er soll seinen Stil formen und herausfinden, welches Schreibpensum ihm liegt. Aus dieser Sicherheit heraus soll es ihm leichter fallen, den Sprung zum Etat-Schreiber zu vollziehen.
Diomedes und die Romantruhe begründen das Verfahren wie folgt: "Eine Menge Verlage bieten dir die Veröffentlichung deiner Werke an - doch sie verlangen oftmals viele Tausend Euro dafür. Bei uns brauchst du nichts zu bezahlen und wirst trotzdem veröffentlicht - entweder unter deinem gebürtigen Namen oder einem Autorenpseudonym. Hört sich das für dich denn nicht doch irgendwo gut an?"




Besser, ich teile hier nicht explizit mit, wie sich das für MICH anhört!!! :evil: :evil: :evil:
SCHWARZDUNKEL
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DNG

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2

Dienstag, 25. August 2009, 06:23

Nun, ich kann mir schon denken, wie sich das für DICH anhört. Ich nehme an, kein ansatzweise "namhafter" Autor würde bei dieser Sache mitmachen. Aber es gibt genügend "Anfänger", denen es eben im Anfangsstadium viel wichtiger ist, den eigenen Namen veröffentlicht zu sehen, als Kohle zu verdienen.

Also SOOO schlecht finde ich das ganze nun wieder nicht - aber keinesfalls für JEDEN interessant :)

Solitaire

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3

Dienstag, 25. August 2009, 09:26

Das ist doch klasse!!!

Und ich Egoist renoviere mir gerade die Finger wund und nehme anderen die Möglichkeit sich kreativ weiterzuentwickeln!
Also, wer sich gerne einen Namen als "Mädchen für alles" machen will, bitte PN an mich. Alle Anfragen werden wohlwollend geprüft.
Da es sich um eine hübsche location in den Bergen handelt und wirklich viel, HARTE Arbeit anliegt, muss ich leider etwas Entgelt verlangen :devil:

Markus

P. M. C.

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4

Dienstag, 25. August 2009, 13:31

DNG, es scheint dir finanziell einfach zu gut zu gehen, dass du glücklich bist, wenn du überhaupt für jemanden arbeiten DARFST und nicht darauf achten musst, damit Geld zu verdienen.

Deshalb schlage ich dir vor, einen Verlag zu gründen, den Preis pro Buch mit EIN EURO anzusetzen und jedem Buch noch einen Zwanziger beizulegen - weil die Kundschaft so "nett" war, das Buch zu "kaufen". Ich garantiere dir mit dieser Taktik UNGLAUBLICHE Verkaufszahlen. Und binnen kürzester Zeit eine Pleite! :)

@ Solitaire: Das Nachtlager in der Hundehütte und der Napf mit Wasser kosten aber bestimmt extra, oder? :D

Grüße, Markus
SCHWARZDUNKEL
Düstere Geschichten - ELOY EDICTIONS

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Uwe

Horror-Autor

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5

Dienstag, 25. August 2009, 14:47

Autoren sind doof

Als ich die Meldung las, lag mir zunächst auch ein zynischer Kommentar à la Kayashi oder Solitaire auf der Zunge. Selbst ich schreibe auch mal für umsonst und viele andere Autoren im semiprofessionellen Bereich machen dies ebenso. Es kommt doch immer darauf an, welcher Verlag dahintersteht, und es ist kein Geheimnis, dass die meisten Kleinverleger alles andere als Gewinn machen. Es sollte aber selbstverständlich sein, dass Honorare fließen, sobald ein Verlag oder ein Vertrieb ausschließlich professionell tätiig ist. Insofern kommt es bei der oben zitierten Ausschreibung auf den Tonfall an - und der ist einfach unverschämt bis autorenverachtend. Er stellt den Typ Autor als Dummkopf dar - vor allen Dingen aber per se als jemand, dessen Arbeit keinen Cent wert ist. Mein Rat: Ich würde diese "Ausschreibung" schleunigst zurückziehen bzw. umformulieren. Ansonsten kann ich als Autor nur allen raten - Autoren wie Lesern - sich von derartigen Verlagen zu distanzieren.
Und den Fan-Autoren, die vielleicht immer noch mit einer Veröffentlichung spekulieren, sei gesagt: "Eine Menge Verlage kommen für die Veröffentlichung deiner Werke infrage - und sie bieten dir oftmals viele Tausend Euro dafür. Du brauchst nichts zu bezahlen und wirst trotzdem veröffentlicht - entweder unter deinem gebürtigen Namen oder einem Autorenpseudonym. Hört sich das für dich denn nicht doch irgendwo gut an?"
Wenn's auch manchmal etwas länger dauert ... :evil:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Uwe« (25. August 2009, 14:54)


Karl

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6

Dienstag, 25. August 2009, 15:10

Danke für eure Hinweise!

Bisher habe ich noch nichts veröffentlicht, aber das "Angebot", zu testen ob ich "nach Exposé" schreiben kann, war im ersten Moment verlockend.
Leider haben mich andere Passagen - leises Grummeln im Bauch! - gestört, ohne dass ich das ungute Gefühl richtig festmachen konnte.
Dank eurer Warnungen erkenne ich nun klar, dass die Sache für ernsthafte Autoren wirklich oberfaul ist.

Karl, der garantiert dort nicht mehr mitmachen will!

Solitaire

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7

Dienstag, 25. August 2009, 16:17

@ Markus: nun ja, es war schon immer etwas teurer einen besonderen Geschmack zu haben...

aber mal Spaß beseite, ich kann Uwe nur zustimme. Eine solche Ausschreibung zeugt von mangelndem Respekt vor der Arbeit des Autors. Auch der Anfänger sitzt lange am Schreibtisch und feilt an seinem armseligen Geschichtchen. Ich denke eine Geschichte ist entweder schlecht, dann sollte sie abgelehnt werden, oder sie ist gut, dann hat sie anerkennung verdient. Klar kann ein Autor auch mal für umsonst etwas schreiben um sich einen Namen zu machen. Die obige Ausschreibung klingt aber so, als sollte da unter dem Decknamen "freier Mitarbeiter" ein Stab von Idioten herangezogen werden, die die ganze Schreiberei für lau machen. 8o

DNG

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8

Dienstag, 25. August 2009, 17:22

@Markus: behalte bitte deine peinlich-zynischen Kommentare für dich, danke! Das war alles andere als nett, freundlich oder gar konstruktiv!

Ich meinte nur - und bitte versteht mich nicht falsch - dass es für jeden "jungen" Autor, der gerade erst anfängt zu schreiben, bzw. probiert, seine Werke zu veröffentlichen, beinahe schon eine "Erfüllung" ist, wenn sein Name unter einer Geschichte abgedruckt ist. Für meine Veröffentlichung in der Geisterspiegel-Anthologie erhielt ich auch NICHTS. Aber mein Name stand in einem Buch! Das ist für das "erste Mal" die allerschönste Entlohung! Was soll man denn Anfangs erwarten?!?

Und ja, die Formulierung dieser Ausschreibung ist vielleicht nicht sonderlich vorteilhaft gewählt, aber das Prinzip dahinter finde ich ( I C H ) nicht allzu schlecht.
Aber daran teilnehmen werde ich nicht ;)

Solitaire

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9

Dienstag, 25. August 2009, 17:45

DNG, es geht nicht darum, dass man sich als Neuling erst mal einen gewissen Bekanntheitsgrad verschaffen muss. Das ist normal. Wenn du Phantastik schreibst, werden dir sowieso nicht gerade die Türen eingerannt, deswegen ist man anfangs froh überhaupt irgendwo unterzukommen.
Manche Leute versuchen das aber auszunutzen.

Diese Ausschreibung riecht mir ganz danach, als sollte mal wieder mit den Wünschen und Hoffnungen "junger" Autoren leicht Geld verdient werden. Nach dem Motto : "Wie komme ich schnell an einen Haufen Geschichten ohne dafür löhnen zu müssen. Werden schon ein paar brauchbare dabei sein."

Das finde ich gelinde gesagt unseriös. Die sog. "freien Mitarbeiter" werden ausgenutzt.
Ich habe selbst eine zeitlang als freie Mitarbeiterin gearbeitet und es wurde IMMER korrekt nach Leistung bezahlt und abgerechnet.

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10

Dienstag, 25. August 2009, 18:24

Wie heißt es so schön "The best things in life are free." :D

Ich fasse mal kurz zusammen:

Kein Vertrag

Kein Honorar

Arbeit soll trotzdem abgeliefert werden

Verkauft werden sollen die Bücher dann auch

Würde es sich nicht um die Veröffentlichung von Büchern handeln, sondern um einen Alltagsjob, würde man über ein solches Angebot nur lachen.

Man stelle sich vor, man würde eine Stelle bei McBurger Fried Chicken annehmen und sollte da mal eifrig losfrittieren. Geld und Vertrag gibts nicht, aber die Buletten werden durch das tolle Training nach ein paar Monaten besonders formschön. Und es gäbe Leute, die sich wirklich über das Angebot freuen (Meine erste verkaufte Bulette!). Klingt irgendwie grotesk, oder?
...and the book club consists mainly of people who club me with books.

Uwe

Horror-Autor

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11

Dienstag, 25. August 2009, 18:53

@Markus: behalte bitte deine peinlich-zynischen Kommentare für dich, danke! Das war alles andere als nett, freundlich oder gar konstruktiv!

Ich meinte nur - und bitte versteht mich nicht falsch - dass es für jeden "jungen" Autor, der gerade erst anfängt zu schreiben, bzw. probiert, seine Werke zu veröffentlichen, beinahe schon eine "Erfüllung" ist, wenn sein Name unter einer Geschichte abgedruckt ist. Für meine Veröffentlichung in der Geisterspiegel-Anthologie erhielt ich auch NICHTS. Aber mein Name stand in einem Buch! Das ist für das "erste Mal" die allerschönste Entlohung! Was soll man denn Anfangs erwarten?!?

Und ja, die Formulierung dieser Ausschreibung ist vielleicht nicht sonderlich vorteilhaft gewählt, aber das Prinzip dahinter finde ich ( I C H ) nicht allzu schlecht.
Aber daran teilnehmen werde ich nicht ;)


Lieber DNG, ich glaube, wir alle sollten hier gar nicht so persönlich werden und jemanden angreifen wollen. An sich steht es ja auch jedermann frei, selbst unseriöse Angebote anzunehmen. Ich kann nur immer wieder den Rat geben, dass es NICHT reicht, dass irgendwo dein Autorenname daraufsteht - es sei denn, es handelt sich um Fanprojekte (Und hier sollte unbedingt jeder die Chance haben, möglichst viel Erfahrung zu sammeln). Wichtig ist aus meiner Erfahrung, dass die Leute, die hinter einem Verlag stehen, auch eine gewisse Kompetenz besitzen sollten. Es gibt auch hier im Forum Beispiele von Leuten, die sich "Verleger" nennen, ohne jemals ein Buch herausgebracht zu haben. Die Anzahl sogenannter "Lektoren" wächst proportional mit den "Verlagen" und, und und ... Ich kenne den Diomedes Verlag nicht, kann aber - wiederum - nur jedem raten, sich genau anzuschauen, welche Köpfe dahinterstecken. Ist die Arbeit, die dort in die Autoren investiert wird, es wert, aufs eigene Honorar zu verzichten? Was sind das für Lektoren, die ja versprechen, den Autor in seiner "persönlichen, schriftstellerischen Entwicklung" zu fördern? Das müssen ja wahre Wundermänner sein - vielleicht sogar noch mit psychologischer Ausbildung? Natürlich ist etwas anderes gemeint, aber ein guter Lektor hätte das bereits erkannt und das Komma zwischen "persönlichen" und "schriftstellerischen" weggelassen - nur so macht es Sinn. Hinterfragen würde ich auch - und das sind jetzt immer noch ganz ernstgemeinte Ratschläge von mir - ob diese Lektoren auch Honorar erhalten. Wenn ja, ob ihre Arbeit es Wert ist, dafür auf das eigene Honorar zu verzichten etc. Im Moment wäre ich skeptisch ...

Markus

P. M. C.

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12

Dienstag, 25. August 2009, 19:06

@Markus: behalte bitte deine peinlich-zynischen Kommentare für dich, danke! Das war alles andere als nett, freundlich oder gar konstruktiv!

Schade - für dich! Aber ich bin zu lange hier, um mir von irgend jemandem von Mund verbieten zu lassen! Besonders nicht in diesem Tonfall! :cool:

Aber mal im Ernst: Ich weiß auch noch, wie doof ich mit meiner ersten Eigenveröffentlichung (ein Hörbuch) den ganzen Tag durchs Haus und die Nachbarschaft gelaufen bin und es jedem unter die Nase gehalten hat, der es sehen wollte oder auch nicht. ("Schaut! Da steht MEIN Name vorne drauf!!!") Natürlich, wenn man schreibt, will man publiziert werden; gerade deshalb sind sogenannte DKZ-Verlage ja so erfolgreich. Da wirbt einer mit dem Slogan "Verlag sucht Autoren": Da MUSS man sich einfach melden, und das habe ich vor Jahren ebenfalls getan. Allerdings merkte ich schnell, wie der Hase läuft. Man soll auch noch bezahlen. Denn indem man schreibt, erbringt man ja eine Leistung. Also ist es nur die logische Konsequenz, dass man dafür auch bezahlt wird!!! Oder ...?

Und, ihr Autoren, hört bitte damit auf, einem Verleger dafür dankbar zu sein, dass er euch verlegt hat!

Ein ernsthafter Verleger veröffentlicht nämlich ein Buch, um damit Geld zu verdienen!!! Er bringt eure Stories und Romane nicht, weil ihr so toll schreiben könnt oder weil ihr wunderbare blaue Augen habt oder weil ihr ihm in den Hintern kriecht à la Analplug-deluxe. Er veröffentlicht euch nur, um damit Geld zu verdienen!!!

Und die ernsthaften Verleger, die obendrein seriös sind, beteiligen euch auch am Gewinn!

Das bedeutet freilich nicht, dass man sklavisch nur für Geld schreibt, da hat Uwe absolut recht. Nur: Seitdem ich mein Gewerbe angemeldet habe, MUSS ich von der Schreibe (und Lektorat) leben, und da lernt man alsbald, wählerisch zu sein und sich nicht in jedes Fan-Projekt zu stürzen, das zwar Spaß machen mag - doch davon kann ich mir weder meine Miete, noch meine Café-Aufenthalte leisten. :D
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Felix W

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Dienstag, 25. August 2009, 19:23

Naja, es gibt auch ernsthafte, professionelle Verleger, die Bücher nicht in erste Linie verlegen, weil sie damit Geld machen können. Dasselbe gilt ja auch für die meisten professionellen Autoren.
Wer richtig Geld machen will, sollte sich einen anderen Job suchen.

Was mich an dieser Autorensuche stört, ist nicht die mangelnde Bezahlung, sondern Tonfall und die Gönnerhaftigkeit, die mitschwingt. Wenn mir das Projekt gefällt, vezichte ich gerne auf Bezahlung (ich brauche auch nicht davon meinen Lebensunterhalt bestreiten), aber wenn mir jemand das auch als Großzügigkeit verkauft und meinen Dank für die Veröffentlichung erwartet, ist die Sache für mich gelaufen.

Gruß, Felix
Mein Blog: |T|Ä|N|D|E|L|E|I|

DNG

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14

Dienstag, 25. August 2009, 22:11

...Besonders nicht in diesem Tonfall...

Ich hab doch eh "bitte" gesagt ;)

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Glucksbar

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15

Mittwoch, 26. August 2009, 09:47

Also, die Ausschreibung ist Mist. Das sage ich trotz aller political correctness, die man als Autor heute auch an den Tag legen muss.



1. Es ist in Ordnung, wenn man einen Roman gegen Vorschuss und Tantiemen bei einem Verlag unterbringt.

2. Es ist in Ordnung, wenn man einen Roman auf reiner Tantiemenbasis bei einem Verlag unterbringt.

3. Es ist in Ordnung, wenn man einen Roman gegen eine Einmalzahlung an den Verlag verkauft. (aus meiner grenzenlosen Zuversicht würde ich Tantiemen aber immer vorziehen)

4. Es ist in Ordnung, wenn man bei ambitionierten Anthologien als Vergütung mit zwei Belegexemplaren zufrieden ist.



So, alle anderen Bedingungen sind inakzeptabel. Egal, wie ambitioniert, pleite oder sonstwas der Verlag ist.

Ich verstehe die Ausschreibung so, dass Kurzromane geschrieben werden sollen. Es fällt also nicht unter Punkt 4.

Aber jeder entscheidet selbst, ob er sich in die Sklaverei begeben möchte ;)

Karl

Anfänger

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16

Mittwoch, 26. August 2009, 10:14

Hallo zusammen,

bei der laufenden Diskussion fiel mir auf, dass es anscheinend im Horror-Forum zwei grundsätzlich verschiedene Gruppen gibt:

1. Die anscheinend deutlich kleinere Zahl von Berufs-Schriftstellern, die von ihrer schriftstellerischen Arbeit leben MÜSSEN. Markus hat dies klar zum Ausdruck gebracht: Leistung NUR gegen Bezahlung!

2. Die größere Zahl der Mitgliedern hier ist als Autor/in eher zweit- oder nebenberuflich tätig. Diese Gruppe ist zwar nicht begeistert, keine Bezahlung zu erhalten, verständlich, scheint aber in Ausnahmefällen (bei Anfängern?) dies eher zu tolerieren.

Mal ganz vorsichtig angefragt: Gibt es hier im HF noch mehr Voll-Berufs-Schriftsteller mit großen/bekannten Namen?

Ich weiß, dass Autoren, welche bei DKZ und/oder BoD veröffentlichen, in der Autorengemeinde unten durch sind. Aber wäre dies im vorliegenden Fall 'Diomedes' ebenfalls so?

Welcher Leser (von Diomedes-/Romantruhebüchern) erkennt denn, ob der Autor ein Honorar in gerechter Höhe erhält oder nicht? Interessiert es ihn überhaupt?

Und mal hinterfragt: Ist es wirklich gleich "Sklaverei", wenn man mit EINEM Beitrag mitmacht? Mit nicht angenommenen Manuskripten Däumchen drehend zu Hause sitzen, ist auch nicht gerade eine gute Alternative! Und mal aus meiner völlig voreingenommenen Sicht: Wetten, dass viele (die lesen sicherlich nicht im HF mit ) trotzdem mitmachen werden?

17

Mittwoch, 26. August 2009, 11:35

Ich würde sogar so weit gehen, die Autoren hier im Forum in drei Gruppen zu teilen

1.) Die Berufsautoren, die hauptsächlich gegen Geld schreiben und damit ihren Hauptlebensunterhalt verdienen
2.) Nebenberufliche oder "berufene" Autoren, die als Zubrot oder aus Leidenschaft schreiben und in der Regel eine gewisse Entlohnung erhalten
3.) Jungautoren, die gerade erst Fuß fassen und froh um jede VÖ sind

Meine Erfahrung ist, dass in der Regel alle drei Gruppen auch ohne zu zögern bereit sind, Beiträge wie z.B. Kurzgeschichten für Anthologieprojekte beizusteuern, ohne per se dafür Geld einzufordern - wenn es sich um ein entsprechend interessantes Projekt handelt.
Gleiches hatte ja bereits Uwe erwähnt.

In Gruppe 3 ist leider streckenweise der Irrglaube verbreitet, man müsse auf Biegen und Brechen an jeder Ausschreibung teilnehmen (egal wie skurril sie sein mag), in jedes offene Buchprojekt reinkommen und für angenommene Stories dem Herausgeber / Verleger unendlich dankbar sein.
Offen gesagt finde ich das sehr beängstigend, denn hierbei geht meiner Meinung nach die Wertigkeit der eigenen Leistung verloren.
Einen Text zu schreiben ist Arbeit - für einen Profi, einen Amateur und noch viel mehr einen Anfänger. Arbeit gehört entlohnt und gewürdigt und offen gesagt kann ich keins von beiden erkennen, wenn ich an einem Text Tage-, Wochen- und teils Monatelang arbeite, am Ende in einem Buch mit 50 anderen Personen bin, dass ich am Ende dann noch zum "Autorenrabatt" kaufen darf.

Gut, jedem das seine. Das Problem ist nur, dass mit wachsender Basis solcher Schreiber auch der Rest zu leiden hat. Warum einen Autor bezahlen, wenn es 100 gibt, die am liebsten noch Geld mitbringen würden?
Abgesehen davon ist meine Meinung, dass für alles, was den Rahmen einer KG übersteigt, auf jeden Fall ein Vertrag mit entsprechender Entlohnung zu schließen ist. Das geht dann schon über den Umfang einer "Fingerübung" hinaus!

Ich kann auch nicht verstehen, warum "Fingerübungen" unbedingt veröffentlicht werden müssen. Stellt euch vor, euch bricht das neue Auto untern Allerwertesten zusammen und auf Anfrage bekommt ihr gesagt "Ahja, das war halt ne Fingerübung von unserem Azubi". Man kann sich auch verbessern, indem man seine fertigen Texte beiseite legt, befreundeten Schreibern zeigt, ein paar andere Projekte macht und dann nach einiger Zeit darauf zurückkommt und den Text mit der mittlerweile gesammelten Erfahrung überarbeitet. Ehrliches Feedback erhält man in der Regel eh kaum - entweder wird einem die Pest an den Hals rezensiert oder man wird über den Klee gelobt.

Die Qualität eines Autors ist meistens nicht an seinem Output zu beurteilen und man kann sich durch blindes "egal wo" Veröffentlichen auch sehr schnell einen schlechten Ruf machen.

Zur hier aktuell vorliegenden Ausschreibung kann ich nur sagen, dass sie eben Autoren der Gruppe 3 anspricht und entsprechend uninteressant für die restlichen User ist. Damit hat sie also im Grunde schon ihre Berechtigung und ich bin auch fest der Überzeugung, es werden sehr, sehr viele Leute mitmachen.

Schlecht finde ich nur - und das ist eigentlich der Grundtenor der meisten Meinungen hier - dass sie etwas sehr unglücklich formuliert ist. Auf der anderen Seite, die Ausschreibung ist offen und ehrlich, so dass jeder weiss, worauf er sich einlässt.

Die Belastbarkeit meines Nachttisches wird ermittelt mit freundlicher Unterstützung von:

-


Belcampo

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18

Mittwoch, 26. August 2009, 11:47

Wenn der Verleger Geld damit verdient, sollte davon auch etwas beim Autor ankommen. Selbst wenn dies nur ein kleiner Betrag sein kann ist es einfach eine Frage des Respekts vor der geleisteten Arbeit.

Mal ganz unbhängig von der Vergütungsproblematik, stellen sich für mich als Leser die Fragen: Wie sollen mit dem Konzept "Die Autoren beteiligen sich nach Lust und Laune an der Serie" Veröffentlichungstermine eingehalten werden? Wie will man damit gleichbleibende Qualität der Geschichten sicherstellen? Wie soll die Serie einen unverwechselbaren Charakter und eigenen Stil aufbauen? Wenn der anfängliche Enthusiasmus der unbezahlten Schreiber verschlissen ist dann wird die Serie wohl untergehen müssen. Vielleicht "castet" man dann einfach jedes Jahr neue "Schreibsuperstars".

19

Mittwoch, 26. August 2009, 13:12

Bei der ganzen Diskussion fiel mir ein, dass es "früher" noch was gab, was heute wohl ausgestorben scheint: Das Fanzine! "Damals" - also, soooo lange ist das ja gar nicht her, ich kann mich zumindest noch gut dran erinnern - gabs kleine und feine Fanzines, in denen Nachwuchsautoren publizierten und sich einem interessierten Publikum vorstellten. Ein paar davon sind dann richtig gute und große Autoren geworden.
Und heute: Da wird schnell mal eine "Verlag" gegründet und eine Ausschreibung für eine Anthologie ausgerufen und im Ergebnis - wenn denn alles gut geht, Erfahrungen zeigen, das dies nicht immer der Fall sein muss.. - gibts dann ein Buch voller neuer Namen für knapp 20 Euro (das waren mal so um die 40 Märker...). Rein äußerlich ist es eine Anthologie, aber inhaltlich nicht mehr als ein dickes Fanzine. Kann ja in Ordnung sein, aber ich finde, da machen sich Leer und Autoren was vor, oder?

Kostenlos arbeiten? Die Frage muss ich mir als Hobby-Illustrator auch stellen. Bei Fanzines waren für mich die Regeln klar, da gabs keinen Lohn. Bei richtigen Verlagen, auch bei kleinen, muss die Frage nach einer Entlohnung erlaubt sein. Ich durfte da ein paar gute Erfahrungen machen; in letzter Zeit leider auch schlechte. Aber grundsätzlich stehe ich jetzt auf dem Standpunkt: Wenn da jemand an mich herantritt und sich als Verlag präsentiert, dann möchte ich bitte auch nicht für nichts arbeiten. Dass man damit (ich) nicht reich werden kann, ist mir klar, aber wenn jemand die Spielregeln vorgibt (Verlag...), dann sollte er/sie auch einhalten.
Phantastische Grüße
Thomas

Meine Grafiken im Netz:
www.fksfl.de/phantastische-ansichten/index.html

...und auf xarto.de

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pra

Anfänger

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20

Mittwoch, 26. August 2009, 14:06

Zitat:

Es werden keine Verträge geschlossen, die den Autor in irgendeiner Form binden. Zitat Ende.

Es werden aber auch keine Verträge geschlossen, die dem Autor Rechte in irgendeiner Form zugestehen...

Eine Frechheit...