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Yuggoth

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  • »Yuggoth« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 30. Oktober 2009, 18:39

Necrologio (Hardcover-Reihe)

Nach diesen Titel verzehr ich mich schon das ganze Jahr.



Autor: Anthologie (Hrsg. Jörg B. Kleudgen)
Umfang: 320 Seiten
ISBN: 978-3-89840-285-9
Preis: 17,95 €

Inhalt:

Mit den Geschichten um und über Cathay hat Kleudgen einen ganz eigenständigen Kosmos der phantastischen Ängste geschaffen, der weit über das sonst den Buchmarkt beherrschende, meist anglo-amerikanisch dominierte Niveau hinausgeht. C. Kuhr auf Phantastik.de über ‚Cosmogenesis‘ (Band 5 der Reihe Edgar Allan Poes Phantastische Bibliothek).

Nicht nur in seiner von der Kritik ausgezeichneten Sammlung ‚Cosmogenesis‘ und seinen Beiträgen zur Serie ‚Wolfgang Hohlbeins Schattenchronik‘, sondern auch mit der Musik seiner Band THE HOUSE OF USHER erschafft Jörg Kleudgen seit nunmehr zwanzig Jahren mit unbeirrter Konsequenz atmosphärische Szenarien in der Tradition Edgar Allan Poes. Mit NECROLOGIO veröffentlicht der BLITZ-Verlag im Herbst 2009 gleichzeitig zur DVD- und CD-Box von THE HOUSE OF USHER ein aufwendig gestaltetes Hardcover mit bislang unveröffentlichter Erzählungen die Markus K. Korb, Christian von Aster, Boris Koch,
Tobias Bachmann, Michael Knoke, Walter Diociaiuti, Heiko Haas und Arnold Reisner zum Teil in Zusammenarbeit mit Jörg Kleudgen verfaßt haben. Abgerundet wird NECROLOGIO durch ein Geleitwort von Kai Meyer und einen Essay von Martin Schemm.

Die Geschichten

Anonomalous Species of Terror (Essay) - Martin Schemm
Schattenlieder - Michael Knoke
Necrologio - Walter Diociaiuti
Der Fall der Gruppe Us & Her - Tobias Bachmann
Die Rote Maske des Todes - Dominic Flenner/Jörg Kleudgen
Kein Gott auf Erden - Heiko Haas/Jörg Kleudgen
Entschleiert - Arnold Reisner
Transmutation II - Markus K. Korb/Jörg Kleudgen
Der Raub der Zeit - Christian von Aster/Jörg Kleudgen
Morphin - Boris Koch/Jörg Kleudgen
Subinfernal - Mark Freier

"Eines Morgens entdeckte ich am Ufer des Teiches die beiden schwarzen Schwäne mit furchtbar zerfetzter Kehle. Es dauerte nur wenige Tage bis statt ihrer zwei Kormorane mit tückischen Augen und ölig glänzendem Gefieder auf dem Gewässer ihr Zuhause fanden. Große Hunde mit schwarzem Fell näherten sich dem Anwesen, und ich beobachtete, wie Zaal sie mit rohem Fleisch aus den Küchenabfällen fütterte, so dass sie bald halb zahm waren und ständig um das Haus herum streiften. Mit Hereinbrechen der Dämmerung mischte sich ein traurig lockender Vogelgesang, ähnlich dem von Nachtigallen, unter den unermüdlich tobenden Sturm, und wenn es einmal besonders ruhig im Haus war, glaubte ich das Rascheln von Nagetieren in Wandtäfelungen und Holzbalkendecken zu vernehmen."

Jörg Kleudgen & Heiko Haas aus der Erzählung KEIN GOTT AUF ERDEN.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Yuggoth« (30. Oktober 2009, 19:20)


Nina

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2

Samstag, 7. November 2009, 12:07

Das hier lese ich gerade - Vorwort, Essay und erste Geschichte (Schattenlieder) habe ich schon durch. Der Essay ist wirklich sehr geglückt - ich habe da neue Erkenntnisse erlangt. Dass Poe im Untergang des Hauses Usher alle "hellen Worte" vermeiden hat, ist mir so nicht aufgefallen, aber es erklärt vollkommen, wie es gelungen ist, diese düstere Stimmung aufzubauen.
Schattenlieder habe ich auch gerne in einem Rutsch gelesen, obwohl es ja ein längerer Text ist. Das Einzige, was mich gestört hat, ist, dass einerseits alles so "altertümlich" daherkommt, da gehts immerhin um einen aus einem Adelgeschlecht, der mit seinem Dienstpersonal in Abgeschiedenheit lebt, allgemein ist es nicht die modernste Erzählweise (was ich mir bei typischer Phantastik auch erwarte und was sogar den Reiz ausmacht) und dann ist der Ich-Erzähler Grafikdesigner (!).

Spooky

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3

Samstag, 7. November 2009, 12:58

und dann ist der Ich-Erzähler Grafikdesigner (!).

Wobei es zu bedenken gilt, dass es Grafikdesigner nicht erst seit den ersten Computern gibt!

Nina

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4

Dienstag, 17. November 2009, 00:25

Na ja, aber der Ausdruck ist schon sehr modern. Zumindest in einem deutschen Text. Wobei modern auch nicht stört, es sich einige Geschichten wie ich weiter gelesen habe, durchaus später als "Poe-Zeit" angesiedelt sind, aber eben dann oft gleich nicht so das klassische Ausgangsszenario haben. Mit Musikbands habe ich ja gleich zwei gelesen, waren aber auch nicht schlecht. Un mit dem "Raub der Zeit" kommt man sogar nach Wien. :]

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Walter von Eloy

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5

Freitag, 20. November 2009, 11:18

Ich habe gestern die Bücher erhalten. Sehr schöne Aufmachung! Danke Jörg!

6

Mittwoch, 25. November 2009, 22:37

Das Einzige, was mich gestört hat, ist, dass einerseits alles so "altertümlich" daherkommt, da gehts immerhin um einen aus einem Adelgeschlecht, der mit seinem Dienstpersonal in Abgeschiedenheit lebt, allgemein ist es nicht die modernste Erzählweise (was ich mir bei typischer Phantastik auch erwarte und was sogar den Reiz ausmacht) und dann ist der Ich-Erzähler Grafikdesigner (!).

Die Geschichte spielt wohl in der Gegenwart, was man an dem Verkehr in der Innenstadt und dem Mercedes sehen kann, später tauchen auch moderne Begriffe wie "Drogenfreak" auf. Es ist sicherlich Geschmackssache, eine zeitgenössische Geschichte in "altertümlichem" Sprachgewand zu lesen, zumal hier die Sprache recht deutlich auf "klassische Phantastik" ausgerichtet ist. Ich fand das auch etwas gewöhnungsbedürftig.

Aber unabhängig von der Story: Das Buch hat eine tolle Aufmachung. Die Innenillustrationen und die Art und Weise, wie sie in den Text eingebunden sind oder den Text im wahrsten Sinne des Wortes umrahmen (man schaue nur auf Seite 92/93) - erste Sahne! Sowas löst bei mir schon beim ersten Durchblättern Begeisterung aus. Wenn es neben Vor- und Nachwort auch noch eine Vorstellung der Autoren gäbe (zumindest mir sind nicht alle Namen geläufig), dann wär's perfekt.

Grufteule

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7

Sonntag, 14. März 2010, 22:05

Taugt der Schmöker was?? Bin am überlegen das Teil zu bestellen.

MichaelP

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8

Montag, 15. März 2010, 20:25

Hallo,
ist eine sehr gute Anthologie, kann sie nur empfehlen.
Voodoo Press
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9

Dienstag, 18. Mai 2010, 19:42

Ich lese gerade Necrologio von Jörg Kleudgen, bringt das schöne Flair der Poe-Zeit mal wieder auf.

Auch wenn eine Rezi auf Amazon das Buch verreißt, mir gefällt es bis jetzt ganz gut.
.
.


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Shadowman« (26. Juni 2010, 18:35)


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10

Dienstag, 18. Mai 2010, 20:42

Necrologio ... das schöne Flair der Poe-Zeit ...
... Rezi auf Amazon das Buch verreißt, ...


Ja, die Rezi ist ein Hammer. Ist schon drollig, mit welchen Erwartungshaltungen manche Leute an die Lektüre von Büchern herangehen...
Phantastische Grüße
Thomas

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11

Dienstag, 18. Mai 2010, 21:36

Dann musst Du Dir mal den Kommentar zu Elmars Rezi auf Phantastik-Couch.de anschauen. ?(
.
.



12

Mittwoch, 19. Mai 2010, 17:35

Dann musst Du Dir mal den Kommentar zu Elmars Rezi auf Phantastik-Couch.de anschauen.


Tja, was soll man da sagen? Dass da "Schrott" drin steht, ist nun mal seine Meinung. Das er aber nicht weiß, welche Wurzeln diese spezielle Form des deutschen (gothic) Horrors hat, dem mit diesem Buch ja gedacht werden soll und dass deutsche Horrorautoren (Profis wie Fan-Autoren) durchaus auch was anderes können, ist Schade. - Vielleicht steht ja mal in einer Rezi zur Musik von The House Of Usher die Frage, warum diese Gothic-Band so nach Gothic-Musik klingt...
Phantastische Grüße
Thomas

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Mammut

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13

Sonntag, 6. Juni 2010, 18:06

Schattenlieder habe ich auch gerne in einem Rutsch gelesen, obwohl es ja ein längerer Text ist. Das Einzige, was mich gestört hat, ist, dass einerseits alles so "altertümlich" daherkommt, da gehts immerhin um einen aus einem Adelgeschlecht, der mit seinem Dienstpersonal in Abgeschiedenheit lebt, allgemein ist es nicht die modernste Erzählweise (was ich mir bei typischer Phantastik auch erwarte und was sogar den Reiz ausmacht) und dann ist der Ich-Erzähler Grafikdesigner (!).
Die Geschichte ist typisch und vollkommen in der Tradition seiner Vorgänger geschrieben. Sie bietet eigentlich auch sehr vorhersebare Kost. Obwohl das normalerweise nicht mein Fall ist, habe ich die Geschichte gern gelesen.
Interessant waren auch Vor- und Nachwort.
Wusste gar nicht, dass es sich bei Necrologio eigentlich um eine Art Magazin handelte und der vorliegende Band sowas wie ein Jahresband ist.

Elmar

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14

Montag, 7. Juni 2010, 10:13

Zitat

Wusste gar nicht, dass es sich bei Necrologio eigentlich um eine Art Magazin handelte und der vorliegende Band sowas wie ein Jahresband ist.
NEKROLOG ist quasi der Newsletter von Jörgs Band THE HOUSE OF USHER , immer angereichert mit seinen Geschichten.
NECROLOGIO ist ein Teil der Jubiläumsveröffentlichungen von THE HOUSE OF USHER (20jähriges Bestehen). Es gibt mindestens noch eine DVD gleichen Titels. Angekündigt war auch mal eine CD-Box, von der ich leider noch nichts gesehen habe.
Eine Geschichte muss vor allem eines sein: überraschend

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15

Montag, 7. Juni 2010, 16:10


..., immer angereichert mit seinen Geschichten.
NECROLOGIO ist ein Teil der Jubiläumsveröffentlichungen von THE HOUSE OF USHER (20jähriges Bestehen). Es gibt mindestens noch eine DVD gleichen Titels. Angekündigt war auch mal eine CD-Box, von der ich leider noch nichts gesehen habe.



Im NEKROLOG erscheinen nicht nur Stories von Jörg Kleudgen; in den letzten Ausgaben wurde eine Fortsetzungsgeschichte von Michael Knoke abgedruckt.
Die DVD gibt es; sie wird auch zusammen mit dem Buch für einen Extrapreis angeboten.

Das mit der CD-Box ist mir neu! Ist ja interessant!!!
Allerdings will Jörg ja raren Alben etc. jetzt in der neuen Archive-Reihe bringen....
Phantastische Grüße
Thomas

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »T.H.« (27. Juni 2010, 11:24)


Mammut

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16

Samstag, 12. Juni 2010, 13:45

Necrologio - Walter Diociaiuti
Der Fall der Gruppe Us & Her - Tobias Bachmann
Die Rote Maske des Todes - Dominic Flenner/Jörg Kleudgen

Drei Geschichten, die sich ziemlich ähneln. Musiker und ein böser Geist. Da wird die Lust zum Weiterlesen nicht unbedingt größer. Ich hoffe, die anderen Geschichten bieten auch mal wieder einen anderen Aspekt.

Schade finde ich, man findet keinerlei Autoreninformationen. Bei Walter und Tobias stört mich das weniger, die kenne ich ja. Aber wer ist Dominic Flenner?

Mammut

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17

Samstag, 19. Juni 2010, 11:24

Die Flenner Geschichte steht wie ein Berg vor mir.

Hier übrigens ein Interview mit Mark Freier anläßlich der Nominierung seines Titelbildes zum Vincent Preis:
http://vincent-preis.blogspot.com/2010/0…ark-freier.html

Mammut

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Freitag, 25. Juni 2010, 12:53

Ich habe das Buch jetzt durch. "Der Raub der Zeit" ist mein Favorit und hätte es aus meiner Sicht auf die Nominierungsliste des Vincent Preis verdient.

19

Samstag, 26. Juni 2010, 18:44

Ich kann dem Buch jedenfalls nichts Negatives abgewinnen, es hat mich wunderbar unterhalten.

Vorweg ein Essay von Martin Schemm über Edgar Allen Poes Der Fall des Hauses Usher, in Anlehnung an Kleudgens Dark Gothic Band gleichen Namens, die Autoren greifen die Thematik gerne und gut in den Geschichten auf.

Am Besten haben mir "Heiko Haas & Jörg Kleudgen - Kein Gott auf Erden" und "Michael Knocke - Schattenlieder" gefallen, was die anderen
Beiträge aber nicht im geringsten schmälert.

Zuletzt kann dann im Nachwort von Kai Mayer noch ein wenig ob des Werdeganges von Jörg Kleudgen geschmunzelt werden, siehe den frühzeitigen Musikgeschmack der beiden.

Sehr empfehlenswert.


@ T.H.: Übrigens ist die komische, de-rangierte Rezension bei Amazon nicht mehr zu finden... :P
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20

Sonntag, 27. Juni 2010, 11:26


@ T.H.: Übrigens ist die komische, de-rangierte Rezension bei Amazon nicht mehr zu finden... :P


Holla, das ist ja 'n Ding! Tatsächlich: Weg!
Interessant, was da so abgeht...

Gruß, TH
Phantastische Grüße
Thomas

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