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Elmar

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21

Freitag, 2. Juli 2010, 08:49

Von Jörg Kleudgen ist gerade ein Interview auf den Vincent-Preis-Blog erschienen.

http://vincent-preis.blogspot.com/2010/0…g-kleudgen.html
Eine Geschichte muss vor allem eines sein: überraschend

22

Freitag, 2. Juli 2010, 18:09

@ Elmar: Schönes Interview. Hast Du eventuell auch mal für Mammut nach der Vita von Dominic Flenner gefragt?
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Kai Grimm

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23

Dienstag, 30. August 2011, 20:36

Gestern "Schattenlieder" des leider bereits verstorbenen Michael Knoke gelesen und siehe da: Ich bin richtig angetan von der Geschichte. Mich stört es hier gar nicht, dass eine Story, die in der heutigen Zeit spielt, in einem recht altertümlichen Stil daherkommt oder dass die Handlung als solche weder innovativ noch besonders überraschend ist. Was den Reiz hier ausmacht, ist eine bärenstark kreierte unheimliche Atmosphäre und die perfekt gelungene Beschreibung des unheimlichen Hauses nebst Garten im tiefsten Winter. Diese Geschichte malt quasi Gruselstimmung vor den Augen. Ich konnte beinahe den Schnee draußen fallen hören, so sehr hat mich der Autor in seine Schilderungen hinein gezogen. Daumen hoch!
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Kai Grimm

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24

Freitag, 2. September 2011, 21:10

Dann habe ich gestern mit der Titelstory von Walter tatsächlich schon die zweite Story des Buches gelesen. :P
"Necrologio" ist eigentlich mehr Satire als Horror. Die Geschichte treibt das Gedankenspiel, was wäre wenn die ganzen verblendeten religiösen Spinner, die Rockmusik als eine Versuchung des Leibhaftigen für die Menschheit betrachten (selbst Led Zeppelins Stairway To Heaven soll ja angeblich satanistische Backward Messages enthalten), Recht hätten, auf die Spitze. Die Geschichte kommt richtig schön durchgeknallt daher, mir gefällt sie sehr gut. Ob man damit auch was anfangen kann, wenn man sich nicht für Rock´n´Roll interessiert, das mag ich allerdings nicht beurteilen.
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Kai Grimm

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25

Samstag, 3. September 2011, 20:42

Es folgt Bachi mit "Der Fall der Gruppe Us & Her". Hier ist der Titel der Story bereits Programm. Allerdings handelt es sich nicht um eine Nacherzählung, sondern quasi um eine Fortsetzung der berühmten Poe-Erzählung, die in der heutigen Zeit spielt und in der eine Gothic-Rock-Band in einem alten Gebäude Unheimliches erlebt. Ich finde das gewagte Experiment, sich in einer Kurzgeschichte ganz direkt auf die Geschehnisse aus Poes Geschichte zu berufen, durchaus gelungen. Diese Shortstory könnte ich mir übrigens auch in Novellenlänge gut vorstellen. Und bei wem es wie bei mir ewig und 3 Tage her ist, dass er das Original gelesen hat, der sollte allein schon wegen dieser Story keinesfalls das Essay von Martin Schremm eingangs des Buches überblättern.
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26

Sonntag, 4. September 2011, 13:12

Auch bei der vierten Story, "Die rote Maske des Todes" von Dominic Flenner, ist der Titel bereits Programm. Dieses mal verbreitet die Maske globalen Schrecken, nachdem sie Besitz von einem Rocksänger ergriffen hat, dessen Konzert live im TV gesendet wird. Eine sehr starke Story mit einem tollen Spannungsbogen und einem gelungenen Ende. Der Kritikpunkt, der sich anschließt, bezieht sich deshalb auch nicht direkt auf diese Geschichte und ist in diesem Thread auch schon mal erwähnt worden: Im Sinne der Abwechslung halte ich es für ungeschickt, 3 Storys, in denen Rockbands die Hauptrolle spielen, hintereinander zu plazieren. Hier wäre eine andere Verteilung der Geschten im Buch wohl besser gewesen.
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27

Montag, 5. September 2011, 20:41

"Kein Gott auf Erden" von Heiko Haas ist ein wahrer Monolith von einer Story, beinahe in Novellenlänge wird hier eine Variante des Duells der Zauberer erzählt. Diese Geschichte ist durch Stil und Länge wirklich schwere Kost, sie braucht zudem eine gefühlte Ewigkeit, bis sie auf den Punkt kommt. Dadurch dass sie in der Cathay-Welt des Co-Autors Jörg Kleudgen spielt wirkt sie zudem seltsam in Zeit und Raum entrückt. Das wo und wann der Geschichte bleibt im Diffusen verborgen. Fazit: Dies ist für meine Begriffe eher (Dark) Fantasy als Horror (oder Grusel) und das Allerseltsamste an der Sache ist, dass mir die Geschichte trotz aller Mühen, die sie mir zeitweise bereitete, dennoch gefallen und Spaß gemacht hat. Obwohl teilweise an der Grenze zum Schwülstigen ist sie sprachlich doch ein Genuss. Trotz aller Längen kommt keine Langeweile auf, das Interesse an dem offensichtlichen Mysterium im Hintergrund und an den Erlebnissen des Erzählers bleiben immer da und werden konstant gefördert. Es ist einfach Atmosphäre vorhanden, ich denke, das ist der entscheidende Faktor.
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28

Dienstag, 6. September 2011, 21:54

So, gestern noch 2 Geschichten gelesen:

"Entschleiert" von Arnold Reisner ging leider ziemlich an mir vorbei. Zu surreal, zu wenig konkret, vieles nur angedeutet, zu wenig greifbar und nachvollziehbar für meinen Geschmack.

"Transmutation II" von Markus K. Korb, wieder eine Geschichte, die in der fiktiven Stadt Cathay des Co-Autoren Jörg Kleudgen spielt, ist da schon besser, auch wenn die Geschichte um einen geheimen Kult und dessen Menschenopfer vielleicht eher in eine Lovecraft-Antho als in eine Poe-Sammlung gepasst hätte, denn im Grunde ist sie eine Mythos-Geschichte. Der Höhepunkt der Handlung und der Spannungskurve befindet sich in meinen Augen allerdings bereits in der Mitte der Geschichte, als der Erzähler geopfert werden soll. Die anschließende Befreiung erscheint mir ein wenig einfach daherzukommen. Von daher erster Teil sehr gut, die zweite Hälfte auch nicht schlecht, aber doch im direkten Vergleich ein wenig abfallend.
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29

Donnerstag, 8. September 2011, 22:14

"Der Raub der Zeit" von Christian von Aster ist hier schon gebührend gelobt worden. Auch ich will dieser Geschichte eine gewisse Originalität nicht absprechen. Leider ändert das nichts daran, dass ich mit ihr weder von der Thematik noch von ihrem surrealen Stil her irgend etwas anfangen kann. So kann es gehen...

"Morphin" von Boris Koch habe ich gleich zwei mal hintereinander gelesen. Nach dem ersten mal hatte ich den oberflächlichen Eindruck, dass es sich um das unfertige Fragment einer Serienkillergeschichte ohne wirklichen Anfang und mit schon gar keinem Ende handelt. Aber irgendetwas war mir aufgefallen und beim zweiten Lesen kam ich dahinter, was der Autor dem Leser ganz versteckt zwischen den Zeilen und nur vage greifbar andeuten möchte. Eine clevere Geschichte zum rätseln und interpretieren.
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30

Samstag, 10. September 2011, 13:56

In der letzten Story, "Subinfernal" von Mark Freier wird ein Mann von den Dämonen seiner eigenen bösen Taten gequält. Dies ist die härteste Story der Antho (Zehen!). Mir gefällt sie durchaus gut.

Gesamtfazit: Eine durchaus lesens- und empfehlenswerte Anthologie, 7,5 von 10 Punkten.

"Schattenlieder" und "Die rote Maske des Todes" sind meine Favoriten.
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