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DarkDreamer

DD ... D²

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1

Mittwoch, 2. Dezember 2009, 18:34

Neil Gaiman - Zerbrechliche Dinge (Geschichten & Wunder)

Ein liegengebliebener Leihwagen auf einem einsamen Highway, ein düsteres Zirkuszelt voller versteckter Geheimnisse, die flirrende Hitze der ägyptischen Wüste in ihrer menschenfeindlichen Schönheit – egal, wohin Neil Gaiman seine Figuren führt, sie werden stets mit der Zerbrechlichkeit ihrer eigenen Welt konfrontiert – Abgründen, in denen manch Unglücklicher verloren ging.

Wo zum Beispiel bleibt die Vermisstenanzeige für die unglückliche Misses Finch, die während einer Zirkusnummer für immer verschwand? Und wer hat die Mitglieder des Clubs der Epikuräer je wieder gesehen, die sich der Suche nach noch nie gekosteten kulinarischen Genüssen verschrieben haben? Wohin ist der Junge auf der Party verschwunden, der endlich seine Angst vor Mädchen überwinden wollte?

EUR [D] 19.90*
SFr 31.90*
Erscheinungstermin: 03.03. 2010

Auflage: 1. Aufl. 2010
Ausstattung: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 330
ISBN: 978-3-608-93876-0
»DarkDreamer« hat folgende Datei angehängt:

Dr. Clownerie

Fortgeschrittener

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2

Mittwoch, 2. Dezember 2009, 19:36

JA! Genial! Und schon bestellt :-]
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ANUBIS

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3

Mittwoch, 2. Dezember 2009, 21:11

Dito

Greetz
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

mario81

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4

Mittwoch, 2. Dezember 2009, 21:34

Geile Sammlung! Aber Gaiman hat mich bisher sowieso noch nicht enttäuscht :D


liest gerade: ein hoffentlich gutes Buch

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Martin Cell

RUNNING WILD PHANTAST

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5

Donnerstag, 3. Dezember 2009, 10:23

Sehr Gut! Endlich ein neuer Band mit Stories, nach "Die Messerkönigin" der zweite!
Und auch noch als HC im Klett-Cotta Verlag!
Reality is lost - IKON

DarkDreamer

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6

Mittwoch, 26. Mai 2010, 18:32

Kies auf der Straße der Erinnerung
„Es ist keine Geschichte mit einem runden Schluss“, so heißt es in der Geschichte. Diese, ich nenne es mal, Unfertigkeit der Geschichte verleiht ihr aber gerade den Aspekt von Unheimlichkeit und macht sie auf diese Weise doch wieder rund - eben nur an einer anderen Stelle. Eine kleine Gruselgeschichte, ein gelungener Auftakt der Kurzgeschichtensammlung – Die Spannung auf die anderen Geschichten ist da.
3,5 von 5 Punkten

Verbotene Bräute gesichtsloser Sklaven im geheimen Haus der Nacht grausiger Gelüste
Phantastik und Realität verschwimmt, tauscht die Rollen und geht ineinander über. Wo beginnt die Phantastik, wo hört die Realität auf? Diese Geschichte kann ich nicht als nur eine Geschichte ansehen; sie ist viel mehr, kann mehr sein, muss aber nicht mehr sein. Wer lediglich eine gute Geschichte lesen will, bekommt sie auch. Wer zwischen den Zeilen liest, wird nachdenklich werden. „Verbotene Bräute (...)“ ist eine Geschichte, die sich jedem Leser anders präsentieren wird. Was den Titel angeht: Er ist genial.
4 von 5 Punkten

7

Donnerstag, 27. Mai 2010, 08:56

Die Sammlung ist in der deutschen Version stark gekürzt. Im Original sind glaube ich fast doppelt soviele Stories enthalten. Das ganze wirkte auf mich auch etwas unrund. Wenn auch nicht schlecht.

DarkDreamer

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8

Donnerstag, 27. Mai 2010, 09:13

Allerdings, vorne im Buch steht auch drin, dass die deutsche Ausgabe neu zusammengestellt wurde. Daraufhin hatte ich mich im Internet nach der originalen Zusammenstellung umgesehen und bin bei einer Rezension auf amazon.com fündig geworden: So fern die Angabe dort stimme, und davon gehe ich mal aus, sind in der originalen Zusammenstellung 32 Geschichten enthalten, in der deutschen lediglich 14!! Was mich irgendwie ärgert ... :evil:

Dr. Clownerie

Fortgeschrittener

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9

Donnerstag, 27. Mai 2010, 09:31

Vorallem fehlen die ganzen Gedichte... Das hat mich nachträglich doch sehr geärgert.
Der cthuloide Blog. Lesen was Sache ist.

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10

Donnerstag, 27. Mai 2010, 13:21

So fern die Angabe dort stimme, und davon gehe ich mal aus, sind in der originalen Zusammenstellung 32 Geschichten enthalten, in der deutschen lediglich 14!! Was mich irgendwie ärgert ...


Um den Dreh auf alle Fälle, ja.

http://en.wikipedia.org/wiki/Fragile_Things

11

Donnerstag, 27. Mai 2010, 15:18

Danke für den Hinweis. Ich stand kurz davor mir das Buch zu besorgen. Tja, ein weiterer Grund, Gaiman (und viele andere - wenn möglich) im Original zu lesen!!!

12

Freitag, 28. Mai 2010, 09:04

Na ja, das ist immer so eine Sache. Die Übersetzung braucht mehr Platz. Eine zu kleine Schrift ist nicht komfortabel und mehr Seiten erhöhen die Kosten. Wenn es dann noch als HC erscheinen soll... Das Buch ist mit rund 20,00 Euro schon recht teuer. Was hätte es wohl gekostet, wenn es doppelt so dick wäre?

HarryW

Profi

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13

Freitag, 28. Mai 2010, 09:54

Vielleicht kommt ja irgendwann ein zweiter Band mit dem Rest. Heyne hat das doch bei King-Kurzgeschichtensammlungen auch schon so gehandhabt. Zweimal Geld machen ist halt verführerisch. Trotzdem habe ich mir 'Zerbrechliche Dinge' zugelegt, da Gaiman bisher noch nie ein Fehlkauf war. Ich freu mich auf jeden Fall auf die Lektüre.

14

Freitag, 28. Mai 2010, 10:13

Na ja, ob ich ein Büch für 40,00 Euro oder zwei für 20,00 Euro kaufe. ;) Ist auch ein psychologischer Effekt. ;)

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Martin Cell

RUNNING WILD PHANTAST

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15

Freitag, 28. Mai 2010, 10:22

Ich find 20 Euro für ein schönes HC jetzt nicht so teuer. Nur zum Vergleich, ein Festa HC kann auch schon 28 Euro kosten,
und ein limitiertes Philip K. Dick aus der EP kommt dann auf 45 Euro!
Aber der Witz ist, in England, da gibts signierte HC schon ab 15 Euro!
Trotzdem schade das der Band derart gekürzt ist!
Reality is lost - IKON

16

Freitag, 28. Mai 2010, 10:42

Ich auch nicht. ;) Obwohl ich nicht glaube, dass ich damals 40,00 Mark für ein Buch in diesem Umfang ausgegeben hätte. :-/ Und 20 sieht besser aus als 40. ;-)

DarkDreamer

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Freitag, 28. Mai 2010, 11:28

Ob nun Geschichten fehlen oder nicht, ob nun die restlichen Geschichten in einem zweiten Band nachgeliefert werden (Ich schicke an Klett-Cotta einfach mal eine Anfrage) oder nicht, bin ich mit den bisher gelesenen Geschichten sehr zufrieden :D

Bitterer Kaffeesatz
Der Weg des Lebens ist unergründlich, der Mensch lässt sich auf den Winden des Lebens mal hierhin mal dorthin treiben. Doch darum geht es eigentlich gar nicht. Zumindest nicht nur. Was bezeichnen wir als Zombies? Genau – verfaulende Leichname, die durch die Gegend wanken. Doch sind Zombies nicht auch jene Menschen, die keine eigene Individualität besitzen, sich stattdessen durch ein fremdes Leben versuchen zu individualisieren? Sind es nicht auch jene Menschen, die kein Ziel vor Augen haben, sich einfach nur wahllos durch die Weltgeschichte treiben lassen? „Bitterer Kaffeesatz“ fängt diesen Zombie-Aspekt ein und so startet die Geschichte auch konsequent mit folgendem Satz: „In jeder Hinsicht, auf die es ankam, war ich tot.“
4,5 von 5 Punkten

Gustav hat den Frack an
Es gibt sie, diese ganz besonderen Momente im Leben. Die Momente, die einmal auftreten und dann nie wieder! Einfühlsam wird der Protagonist dem Leser näher gebracht, damit wir, der Leser, genau diesen einen magischen Moment miterleben können, bevor er für immer zerstört ist. Eine kurze, aber auch eine sehr schöne Geschichte.
4 von 5 Punkten

DarkDreamer

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18

Freitag, 28. Mai 2010, 17:03

Auf die Frage hin, ob die restlichen Geschichten noch in einem zweiten Band erscheinen, heißt es von Klett-Cotta:

Zitat

Zur Zeit plant Klett-Cotta keine weiteren Kurzgeschichten von Neil Gaiman.


Wie man auf Partys Mädchen anspricht
1: Mädchen sind in einem bestimmen Alter doch einfach fremdartige Wesen. Auf jeden Fall etwas viel göttlicheres als das männliche Geschlecht. Verstehen kann man sie nicht, zu anders sind sie, zu fremdartig. Sie sind zu unbegreiflich, als dass man sie auch nur im Ansatz verstehen könnte – genauso wie das Universum. 2: Und als Universum werden die Mädchen hier dargestellt.
Mancher mag die Geschichte daher als Metapher lesen, mancher aber auch als übernatürliche Geschichte mit einem gewissen Gruselfaktor. Eine gelungene Zweideutigkeit, eine gelungene Geschichte.
4 von 5 Punkten

Eine Studie in Smaragdgrün
„Eine Studie in Smaragdgrün“ ist eine Hommage an Arthur Conan Doyle und sein Detektivduo Holmes und Watson. Und doch ist einiges anders: Die Alten herrschen über die Welt und so manche berühmte literarische Gestalt findet ihren Platz in dieser Welt. Eine absolut gelungene und atmosphärisch erzählte Geschichte in der Tradition eines Holmes. Nebenbei angemerkt: Es ist auch eine Welt, in der ich mir weitere Geschichten oder Romane angesiedelt wünschen würde!
4,5 von 5 Punkten

DarkDreamer

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19

Montag, 31. Mai 2010, 16:38

Die wahren Umstände im Fall des Verschwindens von Miss Finch
Mit dieser Geschichte kann ich mich weniger anfreunden. Zwar beginnt sie sehr viel versprechend, doch das Kommende sagt mir einfach nicht mehr ganz so sehr zu, wie die bisher gebotenen Kurzgeschichten. Das liegt weniger daran, dass Neil Gaiman nachgelassen hätte, seine Art zu erzählen, da mag ich absolut nicht kritteln, aber die Idee an sich ist irgendwie … einfach. Mir fehlt das gewisse Etwas, dass die bisherigen Geschichten bieten konnte. Nichtsdestotrotz ist auch „Die wahren Umstände im Fall des Verschwindens von Miss Finch“ eine solide Geschichte.
3 von 5 Punkten

Sonnenvogel
Der Genussmensch und die Völlerei. „Sonnenvogel“ hält dem Menschen einen Spiegel vor, dass nicht unbedingt alles gekostet und gegessen werden muss, was auf Erden kreucht und fleucht. Der Mensch muss nicht jedem Tier hinterher jagen, um sich auf die Geschmacksprobe zu stellen. Manche Tiere sollten einfach in Ruhe gelassen werden, gerade dann, wenn ihre Art gefährdet ist. Die Pointe, die ich hier selbstredend nicht im Ansatz erklären werde, ist äußerst gelungen und lässt mich als Leser endgültig nachdenklich werden. Neues muss nicht neu sein. Neues muss aber auch nicht bis zum Tod ausgetestet werden.
4 von 5 Punkte

Fressen und gefressen werden
Eddie, dem die Frauen stets alles gaben, muss nun selbst geben; auch wenn es ihn selbst verzehrt. War schon die Geschichte eindringlich erzählt, gibt die Pointe der Geschichte schlussendlich den krönenden Abschluss, ein bizarres Ende. Frischfleisch ist eben doch des Menschen Gemüse und hält uns vital. Oder anders ausgedrückt: Eine vampirische Existenz ist doch auch nicht mehr wie ein Leben als Parasit, als Schmarotzer, der lediglich nimmt um zu Leben.
3,5 Punkte gibt es, weil mir persönlich die Geschichte nicht ganz zusagt – objektiv wären sicherlich mehr Punkte drin gewesen.
3,5 von 5 Punkten

Virusproduzentenkrupp
Ganz allgemein: Die Beschreibungen von Krankheiten und deren Verlauf kann keine vollwertige und allgemeingültige Wahrheit mitteilen. So ist auch dieser kurze fiktive Krankheitsbericht über „Virusproduzentenkrupp“ alles andere als ernst gemeint und treibt sich daher selbst auf die Spitze: Der Autor des Textes fällt seiner eigenen Krankheitsidee zum Opfer. Was wir heutzutage als Krankheit ansehen, war nicht immer eine und ist vielleicht noch immer keine. Der Mensch macht eine Krankheit erst zu einer solchen.
3,5 von 5 Punkten

Goliath
Zwar erinnert mich die Grundidee verdammt stark an Matrix, doch das ist mir egal. Es ist eine geniale Geschichte, die mit dem Sinn nach der Wirklichkeit spielt. Was ist real und was nicht? Mit Tiefgang und einer verdammt gelungenen Umsetzung zog Neil Gaiman mich in die Geschichte. Fast sanft beginnt sie, bevor sie ebenso endet, tragisch endet; nichtsdestotrotz zugleich auch ein kleines Meisterwerk ist.
5 von 5 Punkten

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20

Montag, 31. Mai 2010, 17:25

Das kommt nicht von ungefähr. "Goliath" ist im "Matrix"-Universum angesiedelt. ;)

http://en.wikipedia.org/wiki/The_Matrix_Comics

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