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Registrierungsdatum: 8. Juli 2006
Wohnort: Münster
Beruf: Niederlandistik- und Skandinavistik-Student
Zitat
Wenn es um Rache geht, steckt der Teufel im Detail ...
Völlig verkatert schaut Ig Perrish morgens in den Spiegel: Ihm wachsen Teufelshörner aus der Stirn! Was hat er in der Nacht zuvor getrieben? Dabei hat er schon sein Fegefeuer durchlebt, weil ihm niemand glaubt, dass er nichts mit der grausamen Ermordung seiner Freundin zu tun hat. Als Ig sich auf die Suche nach dem wahren Übeltäter macht, ist auf einmal die Hölle los ...
Ig Perrish führt ein privilegiertes Leben. Als Sohn eines berühmten Vaters und Bruder eines TV-Stars wächst er in einem Hort des Wohlstands und der Glückseligkeit auf. Und er hat Merrin, mit der er den Zauber der unendlichen Liebe erlebt. Bis zu dem Tag, an dem Merrin unter ungeklärten Umständen bestialisch ermordet wird und der Verdacht auf ihn fällt. Mangels Beweisen wird er aber freigesprochen. Eines Morgens wacht Ig nach einer durchzechten, erinnerungslosen Nacht mit Teufelshörnern auf der Stirn auf. Mehr noch: Auf einmal besitzt er die unheimliche Gabe, die dunkelsten Geheimnisse und verborgensten Gelüste derjenigen zu kennen, die er berührt. Diese neue Macht will er nutzen, um den Übeltäter zu finden, der Merrin umgebracht und sein Leben zerstört hat. Alles Gutsein und Beten hat nichts geholfen, jetzt ist es an der Zeit, einen Pakt mit dem Bösen zu schließen und teuflische Rache zu nehmen ...
Fand es um einiges besser als BLIND (und das hat mir schon sehr gut gefallen)!
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Registrierungsdatum: 1. März 2003
Wohnort: Wuppertal
Beruf: Wäre gerne Lotto-Millionär
Aber immer noch irgendwo zwischen "gut" und "sehr gut".
Bei diesem Buch passt wirklich zu 100 % der Spruch "Wie der Vater so der Sohn". Die Baumhausszene am Ende mit den Sprüngen zwischen den Zeitebenen, wen erinnert das nicht ein wenig an "Es"? Tolle Charaktere, viel Ironie, eine verrückt-geniale Grundidee, ein rasantes, splattriges Finale und eine nahezu blasphemische Boshaftigkeit, die einen faustischen Pakt in etwas Gutes verwandelt und den braven, spießbürgerlichen, christlich wiedergeborenen Kirchgänger als psychotisches Monster enttarnt, machen das Buch zum Lesegenuss. Wobei Teufelszeug viel weniger ein klassischer Horrorroman ist als Blind. Wie Harry finde ich es hier absolut passend, dass am Ende nicht das Geschehen ellenlang und physisch/metaphysisch erklärt wird! Des Autors Weg, gewisse phantastische Elemente einfach der Phantasie des Lesers zu überlassen, dürfte absolut der Richtige sein, denn letztendlich geht es hier viel mehr um die Charaktere als um das äußere Geschehen. Der Grund, warum ich "nur" 8,5 von 10 Punkten vergebe ist einfach der, dass mir die (absolut notwendigen) Rückblenden teilweise zu lang ausgefallen sind und damit die Haupthandlung manchmal überlang unterbrochen wurde. In dem Punkt verstehe ich Christians Meinung durchaus. Das ist aber letztendlich Meckern auf sehr hohem Niveau und ändert nichts daran, dass ich Joe Hill konsequent auf seinem literarischen Weg folgen werde. Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kai Grimm« (5. Dezember 2011, 21:50)