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DarkDreamer

DD ... D²

  • »DarkDreamer« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 364

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

Wohnort: Münster

Beruf: Niederlandistik- und Skandinavistik-Student

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1

Sonntag, 25. April 2010, 14:29

Joe Hill - Teufelszeug

Joe Hill - Teufelszeug
Originaltitel: Horns

Hardcover, ca. 400 Seiten
ISBN: 978-3-453-26561-5
ca. € 19,95 [D] | € 20,60 [A] | CHF 34,90 (UVP)

Verlag: Heyne
Dieser Titel erscheint am 25.10.2010

Zitat

Wenn es um Rache geht, steckt der Teufel im Detail ...

Völlig verkatert schaut Ig Perrish morgens in den Spiegel: Ihm wachsen Teufelshörner aus der Stirn! Was hat er in der Nacht zuvor getrieben? Dabei hat er schon sein Fegefeuer durchlebt, weil ihm niemand glaubt, dass er nichts mit der grausamen Ermordung seiner Freundin zu tun hat. Als Ig sich auf die Suche nach dem wahren Übeltäter macht, ist auf einmal die Hölle los ...

Ig Perrish führt ein privilegiertes Leben. Als Sohn eines berühmten Vaters und Bruder eines TV-Stars wächst er in einem Hort des Wohlstands und der Glückseligkeit auf. Und er hat Merrin, mit der er den Zauber der unendlichen Liebe erlebt. Bis zu dem Tag, an dem Merrin unter ungeklärten Umständen bestialisch ermordet wird und der Verdacht auf ihn fällt. Mangels Beweisen wird er aber freigesprochen. Eines Morgens wacht Ig nach einer durchzechten, erinnerungslosen Nacht mit Teufelshörnern auf der Stirn auf. Mehr noch: Auf einmal besitzt er die unheimliche Gabe, die dunkelsten Geheimnisse und verborgensten Gelüste derjenigen zu kennen, die er berührt. Diese neue Macht will er nutzen, um den Übeltäter zu finden, der Merrin umgebracht und sein Leben zerstört hat. Alles Gutsein und Beten hat nichts geholfen, jetzt ist es an der Zeit, einen Pakt mit dem Bösen zu schließen und teuflische Rache zu nehmen ...

Quelle: Heyne
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Martin Cell

RUNNING WILD PHANTAST

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2

Sonntag, 25. April 2010, 15:28

Gute Nachricht, freu mich schon auf das Buch!
Reality is lost - IKON

Dr. Clownerie

Fortgeschrittener

Beiträge: 171

Registrierungsdatum: 2. April 2007

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3

Sonntag, 25. April 2010, 18:17

Klasse! Hab ich gleich mal vorbestellt :-]
Der cthuloide Blog. Lesen was Sache ist.

mario81

Profi

Beiträge: 1 437

Registrierungsdatum: 16. November 2004

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4

Sonntag, 25. April 2010, 19:25

es lohnt sich auf jeden Fall das Buch zu lesen. Fand es um einiges besser als BLIND (und das hat mir schon sehr gut gefallen)!


liest gerade: ein hoffentlich gutes Buch

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HarryW

Profi

Beiträge: 1 482

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5

Montag, 8. November 2010, 16:53

Die ersten 100 Seiten gingen wie Honig runter - ich behaupte jetzt schon, dass das (für mich persönliche) eines
der absoluten Highlights von 2010 ist.

Ig wird mangels Beweisen zwar nicht verhaftet, aber von der ganzen Ortsgemeinschaft als Täter des Mordes an
seiner Freundin angesehen, was ihm aus verständlichen Gründen enorm zusetzt. Einen Tag nach dem Jahrestag
ihres Todes - er hat sich in der Nacht aus lauter Frust die Kante gegeben und infolge dessen ein totales Blackout -
stellt er fest, dass ihm über Nacht Hörner gewachsen sind. Aber nicht nur das - seine Mitmenschen sind plötzlich
unnatürlich offen zu ihm und erzählen von ihren tiefsten Gefühlen und Empfindungen, von denen sie unter normalen
Umständen nie auch nur ein einziges Wort über die Lippen bringen würden.

Jetzt bin ich mal neugierig, was Hill sonst noch auftischt.

Was mir enorm gut gefällt, ist der grimmige, tiefschwarze Humor in Kombination mit einem wahnsinnig guten
menschlichen Drame. Gerade die Zeichnung lebendiger, fühlbarer Charaktere scheint Joe Hill von seinem Papa
vererbt bekommen zu haben. In diesem Punkt gleichen sich die Romane der beiden enorm. Lediglich was die
eigentliche Schreibe betrifft, erscheint mir King noch ein Spürchen besser. Das hat aber sicher auch mit dem
Alter und der Erfahrung zu tun.

Ich kann "Teufelszeug" wirklich jedem nur wärmstens ans Herz legen!!!

HarryW

Profi

Beiträge: 1 482

Registrierungsdatum: 7. September 2005

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6

Donnerstag, 18. November 2010, 16:26

Schon vor ein paar Tagen fertig gelesen, und wow!!!! ... was für ein grandioses Buch. Zwar weitaus weniger
Horror als erwartet. Aber ein fantastisches menschliches Drame mit viel Ironie. Ich kann es wirklich kaum
fassen wie ähnlich Joe Hill und Papa King doch in Sachen Charakterausarbeitung sind.

Weiter auf die Handlung will ich gar nicht eingehen. Nur so viel, dass letzten Endes nicht alles, was geschieht,
bis ins letzte Detail erklärt wird - ein Umstand, den ich wirklich toll finde. Aber gerade das scheint einigen
Lesern (wie Amazon Leserrezis zeigen) nicht zu passen.

Eines der wenigen Bücher, denen ich satte 10 von 10 gebe. Mehr, mehr, mehr davon!!!!!!!!!!!

HPL-Fan

Der Suchende

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Beruf: Busfahrer

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7

Freitag, 19. November 2010, 20:28

Ich war vorher schon ein großer Fan von Hill. Dachte ich bei "Blind" noch, dass der Papa beim Korrekturlesen seine Finger im Spiel hatte - da mich das Buch wirklich an den guten alten Mr. King erinnert hat - so hatte sich Hill mit "Blackbox" vom Schatten seines vaters verabschiedet.
Mit "Teufelszeug" hat er sich noch einmal um Längen übertroffen. Die Zeichnung der Charaktere ist hervorragend und lässt die Personen lebendig und detailliert vor dem geistigen Auge erscheinen. Zudem liebe ich Geschichten, die das gesamte Leben eines Charakters abdecken. Die Rückblenden in die Kindheit von Ig finde ich die Highlights des Buches. Ebenso die Szenen, die im Baumhaus spielen. Die almähliche Entwicklung von Ig zum Teufel kommt schleichend und man will das Buch kaum aus den Händen legen, weil man den Weg mit Ig unbedingt weitergehen will. Hills Sprache ist kurz und deftig, was der Geschichte nur zu Gute kommt, da sie das Leben von jedem von uns erzählen könnte.
Das einzige, was mich maßlos geärgert hat, ist der deutsche Titel. "Teufelszeug" klingt wirklich lächerlich. Warum nicht einfach "Hörner" ??? ... Oder - mein Vorschlag - "Teufel in Blau", in Anlehnung an Ig im Mädchenrock. Er bezeichnet sich selbst so.
Auf jeden Fall eines der besten Bücher der letzten Jahre.
Wir sind gefangen zwischen zwei Ängsten; der Angst zu sterben und der Angst zu leben.

8

Samstag, 20. November 2010, 18:19

Fand es um einiges besser als BLIND (und das hat mir schon sehr gut gefallen)!


Bei mir war's genau umgekehrt. BLIND fand ich ebenfalls sehr gut, TEUFELSZEUG zwar mit kleinen Abstrichen immer noch gut, aber doch deutlich schwächer. Ich seh es ähnlich wie der Rezensent auf der Phantastik-Couch:

Der Auftakt dieser Geschichte ist gut, und sie mündet in ein spektakuläres Finale, das auch den Horror-Puristen zufriedenstellen dürfte. Dazwischen gibt es leider viel Leerlauf.
...
Bis es soweit ist, wiederholen sich die Ereignisse. Igs Versuche, die neue Persönlichkeit zu ergründen, treten auf der Stelle. Zahlreiche Rückblenden in die Vergangenheiten der Figuren tragen ebenfalls nichts zur Dynamik bei. Was Hill dort dramatisch aufblättert, hat er zuvor so gut skizziert, dass eine ausführliche Nacherzählung bloß überflüssige Wiederholungen bietet. Im Mittelteil hängt die Story dadurch spürbar durch. Als Novelle wäre „Teufelszeug“ vielleicht besser geraten.



TEUFELSZEUG startet tatsächlich furios, die ersten Kapitel fand ich sehr fesselnd, wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Leider geht es dann erstmal nicht wirklich weiter, stattdessen geht der Geschichte die Puste aus. Wenn Hill den Hintergrund seiner Protagonisten beleuchtet, gerät er leider wie Papa Stephen ins Schwafeln und wiederholt sich dabei. Er breitet Sachen wie Beatles-Alben, Trompetespielen usw. usw. aus, was mich als Leser halt nicht wirklich interessiert und die Geschichte auch nicht voranbringt. Ich will wissen, was es mit dem Teufelszeug auf sich hat, dazu brauch ich aber nicht die halbe Kindheitsgeschichte des Protagonisten in epischer Breite. Erst in der zweiten Hälfte dieser überlangen Rückblende(n) wird es wieder spannender und zum Ende hin zeigt Hill, was er draufhat.

Alles in allem war ich ein klein wenig enttäuscht angesichts meiner hohen Erwartungen nach BLIND und BLACK BOX. Trotzdem ist der Roman auf jeden Fall lesenswert, und von Joe Hill darf man noch einiges erwarten.

9

Samstag, 20. November 2010, 18:59

Hehe, ich finde es immer wieder amüsant, wie sehr bei uns die Meinungen zuweilen auseinander gehen.

Ich gehöre nämlich (ausnahmsweise einmal) auch zu denjenigen, denen HORNS deutlich besser gefallen hat, als BLIND. Ich gehe ja sogar so weit, dass ich BLIND vom Plot her als wenig überzeugend finde und den damaligen Hype nur darauf zurück führe, dass Mr. Hill der Sohnemann vom ollen King ist. Es war ein netter Debüt- Roman, mehr nicht. Lediglich die Psychogramme in BLIND ließen mich ein Potential erahnen, weswegen ich Hill bei BLACK BOX nochmal eine Chance gab. Und da wurde ich förmlich umgehauen von der Qualität der Kurzprosa!
HORNS stellt für mich nun eine konsequente und positive schriftstellerische Entwicklung Hills dar. Das Buch ist m. E. wesentlich besser konzipiert und in sich stimmiger. Nur habe ich bis zum Schluss nicht ganz kapiert, warum die Hörner überhaupt eine Rolle spielen. Auch ohne diese Dinger hätte die Story doch topp funktioniert. Doch das ist wirklich eine "Nebensächlichkeit", die dem durchweg positiven Gesamteindruck keinen Abbruch tut. Seit BLACK BOX und HORNS gehört Hill für mich zu den MUST- Autoren in meiner Sammlung!

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Kai Grimm

Super Moderator

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10

Montag, 5. Dezember 2011, 21:45

So, nun habe ich Horns auch gelesen und finde es etwas schwächer wie Blind. :) :) Aber immer noch irgendwo zwischen "gut" und "sehr gut". :devil: Bei diesem Buch passt wirklich zu 100 % der Spruch "Wie der Vater so der Sohn". Die Baumhausszene am Ende mit den Sprüngen zwischen den Zeitebenen, wen erinnert das nicht ein wenig an "Es"? Tolle Charaktere, viel Ironie, eine verrückt-geniale Grundidee, ein rasantes, splattriges Finale und eine nahezu blasphemische Boshaftigkeit, die einen faustischen Pakt in etwas Gutes verwandelt und den braven, spießbürgerlichen, christlich wiedergeborenen Kirchgänger als psychotisches Monster enttarnt, machen das Buch zum Lesegenuss. Wobei Teufelszeug viel weniger ein klassischer Horrorroman ist als Blind. Wie Harry finde ich es hier absolut passend, dass am Ende nicht das Geschehen ellenlang und physisch/metaphysisch erklärt wird! Des Autors Weg, gewisse phantastische Elemente einfach der Phantasie des Lesers zu überlassen, dürfte absolut der Richtige sein, denn letztendlich geht es hier viel mehr um die Charaktere als um das äußere Geschehen. Der Grund, warum ich "nur" 8,5 von 10 Punkten vergebe ist einfach der, dass mir die (absolut notwendigen) Rückblenden teilweise zu lang ausgefallen sind und damit die Haupthandlung manchmal überlang unterbrochen wurde. In dem Punkt verstehe ich Christians Meinung durchaus. Das ist aber letztendlich Meckern auf sehr hohem Niveau und ändert nichts daran, dass ich Joe Hill konsequent auf seinem literarischen Weg folgen werde.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kai Grimm« (5. Dezember 2011, 21:50)


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