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astrolog

Anfänger

Beiträge: 11

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41

Donnerstag, 27. Mai 2010, 13:59

Letztlich geht es ja immer nur um´s liebe Geld! Da wo sich die Verlage einen Reibach versprechen, dürfen auch deutsche Autoren vermarktet werden. Ich glaube mitnichten daran, dass die schreibende Zunft in D. schlechter ist als die internationalen Kollegen. Aber welcher Autor im heimischen Land bekommt schon die Chance in einem der größeren Verlage zu veröffentlichen?

Bis auf die bekannten Ausnahmen Eschbach, Fitzek und co., ziehen einfach internationale Namen auf dem Buchcover stärker. Was man aber definitiv den deutschen Autoren vorwerfen kann, ist eine gewisse Einfallslosigkeit. Meist werden nur ausgetretene Pfade beschritten und nicht Neuland begangen. Ob es daran liegt, dass die großen Verlage auch nur dies veröffentlichen wollen, oder ob entsprechendes Material fehlt, entzieht sich allerdings meiner Kentniss. Ich tendiere aber zum ersteren!

Mein Bücherregal zieren zwar viele deutsche Autoren, aber ein Buch herausgreifen zu wollen, welches eine einzigartige Geschichte spannend und innovativ erzählt, fällt mir schwer. Orks, Vampire, Elfen etc. sind nun einmal nicht sonderlich innovativ! So sind denn Bücher wie "Eine Billionen Dollar", "Göttin der Wüste" etc. doch eher die Ausnahmen. Insofern glaube ich nicht, dass in D. ein Innovationsgen fehlt, sondern vielmehr ein Verlag, der deutsche Autoren aufbaut und Talente fördert. Von Anfang an immer nur auf die Verkaufszahlen zu schielen, scheint auf jeden Fall dazu zu führen, dass nur der Massenmarkt bedient werden soll. denn ein hundertster Aufguss von Harry Potter scheint sich immer noch besser zu verkaufen, als eine kompl. neue Idee...
Man kann kaum von Fortschritt sprechen, wenn ein Kannibale mit Messer und Gabel isst!

Beiträge: 581

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42

Donnerstag, 27. Mai 2010, 15:46

Wenn ich ehrlich bin, sehe ich die Sache ganz entspannt. Irgendwer hat in dem Thread den Vergleich zur Musikindustrie gemacht, die vor ein paar Jahren (im Mainstream-Bereich) auch nichts von deutschen Künstlern wissen wollte. Stichwort Radioquote. Jetzt tummeln sich Silbermond, Juli, Rammstein, Ärzte, tote Hosen, Rapper wie Bushido, Sido usw. wie selbstverständlich ganz oben in den Charts. Über kurz oder lang wird das in der Literaturszene auch passieren. Qualität wird sich am Ende durchsetzen. Und das Verlage kein Risiko eingehen wolen, glaube ich auch nicht wirklich. Bestes Beispiel ist für mich Schätzing, der mit seinem Schwarm alles getopt hat. Das Thema ist originell, besitzt Sci-Fi Anlagen, der Roman ist über 1000Seiten lang und Schätzing hatte zuvor nur mäßig Erfolg mit seinen Thrllern. Ich finde, von der jetzigen Situation sollte sich kein deutscher Autor entmutigen lassen, sondrn sie viel mehr als Ansporn sehen, großes zu leisten und sich auf dem Markt durchzusetzen!

Kai Grimm

Super Moderator

Beiträge: 4 347

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43

Donnerstag, 27. Mai 2010, 21:05

Ich denke im Fantasy-, SF- und Thrillerbereich gibt es sehr viele potente deutschsprachige Autoren. Nur der Horror zieht da nicht mit. Okay, Michael Marrak geht in Richtung SF, Andreas Gruber in Richtung Thriller und die dem Horror verbliebenen Autoren sind überwiegend im Kurzgeschichtengenre tätig. Dieses ist aber nun mal (leider) nicht mainstreamtauglich.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

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44

Donnerstag, 27. Mai 2010, 22:17

Go, Timo, go!

Sehe ich genauso.

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Wolfheart

Fortgeschrittener

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45

Donnerstag, 27. Mai 2010, 22:26

Wenn ich ehrlich bin, sehe ich die Sache ganz entspannt. Irgendwer hat in dem Thread den Vergleich zur Musikindustrie gemacht, die vor ein paar Jahren (im Mainstream-Bereich) auch nichts von deutschen Künstlern wissen wollte. Stichwort Radioquote. Jetzt tummeln sich Silbermond, Juli, Rammstein, Ärzte, tote Hosen, Rapper wie Bushido, Sido usw. wie selbstverständlich ganz oben in den Charts. Über kurz oder lang wird das in der Literaturszene auch passieren. Qualität wird sich am Ende durchsetzen. Und das Verlage kein Risiko eingehen wolen, glaube ich auch nicht wirklich. Bestes Beispiel ist für mich Schätzing, der mit seinem Schwarm alles getopt hat. Das Thema ist originell, besitzt Sci-Fi Anlagen, der Roman ist über 1000Seiten lang und Schätzing hatte zuvor nur mäßig Erfolg mit seinen Thrllern. Ich finde, von der jetzigen Situation sollte sich kein deutscher Autor entmutigen lassen, sondrn sie viel mehr als Ansporn sehen, großes zu leisten und sich auf dem Markt durchzusetzen!



Also, zu deinem Punkt mit der Musik stimme ich dir nicht zu.
Zum Rest aber schon.
Deutschsprachiger Horror liegt nicht im Trend? Na und, dann sei eben derjenige, der sie trendy macht. :devil:
Ohne Mumm und Ambitionen kann mans gleich vergessen.
BUH!

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46

Montag, 25. Oktober 2010, 08:04

Hallo,

eine wachsende Erkenntnis im Vergleich zwischen deutscher und englischsprachiger, v.a. amerikanischer Horrorliteratur ist tatsächlich der Drive, der Speed aber eben auch die Handlung. Amerikanische Stories kommen m.E. nach mit unglaublich wenig Story aus. Totes Meer z.B: Zombies - Mann flüchtet - Punkt. Nebenher passieren Dinge, aber das ist der Metaplot. Bei den wenigen deutschen Horrorautoren, die ich bisher kenne (Dank Michaels Auflistung werden es immer mehr) habe ich den Eindruck, dass der Metaplot im Vordergrund steht und sich die Geschichte langsam aufbaut. Eigentlich Geschmackssache finde ich, wobei der Markt eindeutig zu mehr Bumm tendiert. Wenn auf der ersten Seite nicht irgendwas Krasses passiert, war es das mit dem Buch.

Lieber Gruß, Vincent

Beiträge: 581

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47

Montag, 25. Oktober 2010, 17:01

Vincent so recht zustimmen will ich dir da nicht ...

Was die Action angeht: Der erfolgreichste Horror-Autor aller Zeiten - Stephen King - glänzt durch vieles, aber er ist nicht gerade bekannt für rasante reißerische Action. Viel mehr bewegt er sich verdammt langsam voran, nimmt sich viel Zeit für die Entwicklung der Charaktere und das Schwafeln. Auch Dan Simmons schlägt in dieselbe Kerbe.
Laymon und Keene vertreten die andere Seite, reichen aber was die Verkaufszahlen anbelangt bei Weitem nicht an King heran.

Außerdem: Jeder Horror-Autor in unserem Land dürfte mit amerikanischen Schriftstellern aufgewachsen sein. Da färbt doch automatisch etwas vom Stil ab.

ANUBIS

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48

Montag, 25. Oktober 2010, 22:40

Entscheidend ist vor allem die Sprache. Keiner wird mir wohl wiedersprechen dass die Deutsche Sprache viel größeren Spielraum, was die Ausdrucksstärke,die Feinheiten betrifft,gegenüber des Amerikanischen Englischen, hat.

Genauso wie überigens Spanisch( Borges..),Oxford English( Shakespeare,Milton...etc..)und vor allem Russisch.

Greetz
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

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49

Dienstag, 26. Oktober 2010, 00:31

Die Grenzen der Sprache sind die Grenzen der Welt. Wenn man es so sieht haut es hin.