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Mammut

Der ErnstFall

  • »Mammut« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 30. Juli 2010, 15:03

50 Buchtipps deutscher Horror

"Wie bei meiner Filmliste auch, sind vielleicht nicht alle nach Ihrem Geschmack, aber alle scheinen - jedenfalls für mich - für das Genre, über das wir uns unterhalten haben, wichtig zu sein."
[Quelle: Danse Macabre, Ullstein (©2000)]

http://www.willscheck.de/zugabe/stephen-king-buchtipps

Welche deutschsprachigen Romane bzw. Werke würdet ihr für eine entsprechende alternative Liste nennen?


Edit
Hier die bisherigen Vorschläge:
Die Liste deutschsprachigem Horror (1815-2009)
Bücher
  1. Alexander Lernet-Holenia : Ein Traum in Rot (1939)
  2. Alexander Moritz Frey - Spuk des Alltags (1920)
  3. Alfred Kubin: Die andere Seite (1909)
  4. Andreas Gruber – Das Eulentor (Vincent Preis 2008)
  5. Andreas Gruber - Der Judas Schrein (Deutscher Phantastik Preis 2006)
  6. Akif Pirincci - Die Damalstür (2001)
  7. Bernhard Craw - SANGUIS B. (2006)
  8. E.T.A. Hoffmann: Die Elixiere des Teufels (1815/1816)
  9. Fanny Morweiser - Lalu Lalula arme kleine Ophelia (1997)
  10. Frank Schätzing - Der Schwarm (2004)
  11. Franz Kafka - In der Strafkolonie (1919)
  12. Gustav Meyrink - Der Golem (1913/14)
  13. Gustav Meyrink – Walpurgisnacht (1917)
  14. Hanns Heinz Ewers: Alraune (1911)
  15. Jeremias Gotthelf: Die schwarze Spinne (1842)
  16. Jörg Kastner - Der Engelspapst (2002)
  17. Kai Meyer - Die Geisterseher (2002)
  18. Leo Perutz - St.Petri Schnee (Klassiker von 1933)
  19. Leo Perutz : Nachts Unter Der Steinernen Brücke (1953)
  20. Markus K. Korb – Grausame Städte (2003)
  21. Michael Marrak - Imagon (2002)
  22. Michael Marrak - Morphogenesis (2005)
  23. Michael Siefener – Nonnen (2000)
  24. Michael Tietz – Rattentanz (2009)
  25. Monika Angerhuber - Das anankastische Syndrom (2002)
  26. Oskar A. H. Schmitz - Haschisch (1902)
  27. Stanisław Przybyszewski - Totenmesse (1893)
  28. Stefan Melneczuk – Marterpfahl (2007)
  29. Tobias Bachmann – Dagons Erben (Vincent Preis 2009)
  30. Walter Brandorff - Das Weiherhaus (1989)
  31. Willy Seidel - Die magische Laterne des Herrn Zinkeisen (1930)
  32. Wolfgang Hohlbein - Azrael (1994)
  33. Wolfgang Hohlbein - Die Rückkehr der Zauberer (1996)
Heftromane
  1. A.F.Morland - Die Höllenbrut (1974)
  2. Dan Schocker - Das Grauen schleicht durch Bonnards Haus (1968)
  3. Ernst Vlcek - Im Zeichen des Bösen (1973)
  4. Hugh Walker - Lebendig begraben (1973)
  5. Hugh Walker - Die gelbe Villa der Selbstmörder (1975)
  6. Jason Dark - Die Nacht des Hexers (1973)
  7. Manfred Weinland - Das Erwachen (1994)
  8. Wolfgang Hohlbein - Der Hexer von Salem (1984)

Dieser Beitrag wurde bereits 17 mal editiert, zuletzt von »Mammut« (30. August 2010, 22:57)


Timo Mengel

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2

Freitag, 30. Juli 2010, 15:24

Zunächst mal will ich anmerken, dass ich es schon immer sehr komisch fand, dass sich King so dermaßen auf die amerikanische Literatur/Kultur beschränkt. Die Autoren, die er in seinen Büchern erwähnt (auch in Sachbüchern wie eben Danse Macabre oder Das Leben und das Schreiben) sind fast ausschließlich englischsrpachig. Besonders hängen geblieben ist mit da, als er eine Unterscheidung zwischen: Guten - Sehr Guten - und Genies trifft. Bei den Genies tauchen Namen wie Chandler und Hemmingway auf (noch weitere), aber kein einziger aus dem europäischen Raum.

King ist doch eigentlich ein sehr intelligenter, gebildeter und vor allem liberaler Mann. Ich versteh nicht, warum er bei dieser Sache scheinbar nicht über den Tellerrand blickt. Nur kürzlich tauchte in seiner Die Besten Romane-Liste, die er immer in einer Kolummne veröffentlicht, die Millenium-Trilogie auf. Das war glaube ich, das erste Mal, dass von ihm Bücher von einem nicht englischsprachigen Autoren empfohlen wurden.

Um mal einen Anfang zu machen: Andreas Gruber - Der Judas Schrein

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Timo Mengel« (30. Juli 2010, 15:52)


3

Freitag, 30. Juli 2010, 17:27

Diese Ignoranz wundert mich nicht, King ist Amerikaner :) . Schon seltsam, dass Deutschland den Deutschen Phantastik Preis hat, Großbritannien den British Fantasy Award und die USA den World Fantasy Award (kennt jemand die Futurama-Folge, bei welcher der Präsident der Erde gewählt wird und Fry das nicht interessiert, weil er ja in den USA lebt?). Man tendiert da zu einer gewissen Selbstverliebtheit :D .

Aber zum Thema:

Gustav Meyrink - Der Golem und/oder Walpurgisnacht
...and the book club consists mainly of people who club me with books.

Kai Grimm

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Beruf: Wäre gerne Lotto-Millionär

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4

Freitag, 30. Juli 2010, 20:57

Vorschlag: Michael Marrak - Imagon
Lese zur Zeit:
Paul Cleave - Der siebte Tod

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5

Freitag, 30. Juli 2010, 21:00

Vorschlag: Wolfgang Hohlbein: Azrael

Markus

P. M. C.

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6

Freitag, 30. Juli 2010, 21:30

Michael Siefener: NONNEN

Andreas Gruber: DER JUDAS-SCHREIN
SCHWARZDUNKEL
Düstere Geschichten - ELOY EDICTIONS

7

Freitag, 30. Juli 2010, 22:41

Bernhard Craw: SANGUIS B.

Michael Tietz: RATTENTANZ

und als Erzählsammlung:

Markus K. Korb: GRAUSAME STÄDTE

Mammut

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8

Freitag, 30. Juli 2010, 23:35

Ich habe den Zwischenstand mal im Ausgangspost zusammengefasst.

fictionmaster

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9

Samstag, 31. Juli 2010, 12:35

Wolfgang Hohlbein - Die Rückkehr der Zauberer
Markus K. Korb - GRAUSAME STÄDTE

In Superior ging es um Popmusik und Liebeskummer,
jetzt um eine brutale Mordserie
Mein neuer Roman
Der Fall Nemesis
Ab sofort im Buchhandel erhältlich

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10

Samstag, 31. Juli 2010, 13:17


Zunächst mal will ich anmerken, dass ich es schon immer sehr komisch fand, dass sich King so dermaßen auf die amerikanische Literatur/Kultur beschränkt. Die Autoren, die er in seinen Büchern erwähnt (auch in Sachbüchern wie eben Danse Macabre oder Das Leben und das Schreiben) sind fast ausschließlich englischsrpachig. Besonders hängen geblieben ist mit da, als er eine Unterscheidung zwischen: Guten - Sehr Guten - und Genies trifft. Bei den Genies tauchen Namen wie Chandler und Hemmingway auf (noch weitere), aber kein einziger aus dem europäischen Raum.


Er hat in seiner Liste etliche Briten drin, auch etliche als "wichtig" bezeichnete wie z. B. Richard Adams, J. G. Ballard, Ramsey Campbell, Roald Dahl, James Herbert und John Wyndham. Die "Genie-Liste" kenn ich nicht - gibt's die irgendwo zu lesen? Wär mal ganz interessant.

Fürs Horrorgenre - wie auch für Science Fiction - sind aber die angloamerikanischen Autoren bzw. deren Werke schon fast übermächtig in der Prägung (fürchte ich), insofern kann ich seine Aufzählung einigermaßen nachvollziehen. Wenn ich überlege, was in etwa adäquat zu Romanen wie "Spuk in Hill House" von Shirley Jackson, "Ich bin Legende" von Richard Matheson, "Rosemaries Baby" von Ira Levin, "Geisterstunde" von Peter Straub, "Der Exorzist" von William Peter Blatty (fehlt komischerweise in seiner Liste), oder zu Poe und Lovecraft (die er auch weggelassen hat) stehen könnte, fällt mir auf Anhieb nicht viel ein. Vielleicht "Der Golem" vom Österreicher Gustav Meyrink, benennen könnte man evtl. auch E. T. A. Hoffmann oder etwas weiter gegriffen vielleicht Franz Kafka, aber was war in den letzten fünfzig oder achtzig Jahren an deutschsprachigen Werken tatsächlich prägend für das Genre? Wenn man deutsche Autoren fragt, wen sie als Vorbilder haben oder wer sie geprägt hat - und das meist ja von Schülerzeiten an, nicht erst im hohen Alter ;-) - dann sind da vermutlich nicht so furchtbar viele deutschsprachige Autoren dabei, zumindest soweit es das Horrorgenre betrifft. Allerdings könnte es durchaus auch der eine oder andere Heftromanautor sein, wenn jemand mit John Sinclair, Gespensterkrimi, Professor Zamorra usw. aufgewachsen ist (wobei ich annehme, dass dies nicht auf Dauer prägend war, sondern höchstens einen Einstieg geschaffen hat, von dem sich die meisten später gelöst haben).

Dass die angloamerikanischen Autoren hierzulande (und sicher auch europa-, wenn nicht weltweit) so dominieren, liegt auch an Hollywood oder den Übersetzungen - aus dem Englischen/Amerikanischen gibts nun mal sehr viel mehr Übersetzungen als aus anderen Sprachräumen. Beeinflusst wird man ja auch irgendwie vom Angebot im Buchladen, vor allem zu Zeiten, als es das Internet noch nicht gab, war das so.

11

Samstag, 31. Juli 2010, 14:06

Bernhard Craw: SANGUIS B.

Michael Tietz: RATTENTANZ

Sanguis B. auf jeden Fall. Rattentanz - Bitte nicht! :P

Vielleicht noch Die Damalstür von Akif Pirincci?
Lese gerade: Jonathan Green - Leviathan Rising

12

Samstag, 31. Juli 2010, 14:59

Bernhard Craw: SANGUIS B.

Michael Tietz: RATTENTANZ

Sanguis B. auf jeden Fall. Rattentanz - Bitte nicht! :P


Lieber Michael, erst einmal geht es hier um "ganz persönliche" Vorschläge positiver Natur und nicht darum, welche Werke man hier nicht vertreten sehen will und zweitens gehört Tietzs "Rattentanz" zusammen mit Sanguis B., Grausame Städte und noch Der Judas- Schrein zu den für mich herausragenden phantastischen Werken deutschsprachiger Provenienz der letzten beiden Dekaden. :friends:

Ach, da fällt mir soeben noch ein Buch ein: Frank Schätzing: DER SCHWARM

13

Samstag, 31. Juli 2010, 15:03

Wenn es mehr in die aktuelle Richtung geht, darf für mich auch

"Marterpfahl" von Stefan Melneczuk nicht fehlen.
...and the book club consists mainly of people who club me with books.

14

Samstag, 31. Juli 2010, 15:05


Ach, da fällt mir soeben noch ein Buch ein: Frank Schätzing: DER SCHWARM
Andreas, beim Schwarm kann ich Dir wieder zustimmen. :e

Ansonsten: Kai Meyer - Die Geisterseher und Jörg Kastner - Der Engelspapst
Lese gerade: Jonathan Green - Leviathan Rising

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Royston Vasey« (31. Juli 2010, 15:15)


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Timo Mengel

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15

Samstag, 31. Juli 2010, 19:01

@Christian: Ich habe etwas weiter unten geschrieben: englischsprachige Autoren. Mein Kommentar zielte auch nicht auf die Horror-Literatur ab, denn da sind die Amis unbestritten führend, sondern allgemein auf Literatur. King bringt ja immer viel Zitate in seinen Büchern unter. Außerdem schein ja monatlich eine Kolumne von ihm bei Entertainments Weekly, wo es oft um empfehlenswerte Bücher geht.

Es ist keine richtige Aufzählung. King nennt da nur ein paar Namen. Ist in 'Das Leben und Schreiben' zu finden.

Ich glaub die Liste mit den 100Werken beschränkt sich auf die letzten 50 Jahre oder so (Danse Macabre ist irgendwann in den 80gern veröffentlicht worden)

16

Sonntag, 1. August 2010, 10:17

Warum eigentlich keine Heftromane? Ich rede jetzt nicht von Schund Sinclair, sondern denke da eher an Hugh Walkers Lebendig begraben und Die gelbe Villa der Selbstmörder. Beide aus dem VHR und wirklich gelungen.
Lese gerade: Jonathan Green - Leviathan Rising

Mammut

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Sonntag, 1. August 2010, 13:27

Warum eigentlich keine Heftromane? Ich rede jetzt nicht von Schund Sinclair, sondern denke da eher an Hugh Walkers Lebendig begraben und Die gelbe Villa der Selbstmörder. Beide aus dem VHR und wirklich gelungen.

Warum nicht. Einige Geschichten von Hugh Walker sind ja auch als Paperback bei Blitz erschienen.

ANUBIS

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Sonntag, 1. August 2010, 21:12

Gute Idee so ne Liste...sollte man vielleicht auch mal für Belletristik allgemein machen: DIE HUNDERT ROMANE DIE MAN LESEN SOLLTE*gg*

Spontan fällt mir da sofort: Andreas Eschbach- " Die Haarteppichknüpfer ", Ottfried Preußler- " Krabat " ein.

Greetz
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

Mammut

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19

Montag, 2. August 2010, 11:38

Gute Idee so ne Liste...sollte man vielleicht auch mal für Belletristik allgemein machen: DIE HUNDERT ROMANE DIE MAN LESEN SOLLTE*gg*

Spontan fällt mir da sofort: Andreas Eschbach- " Die Haarteppichknüpfer ", Ottfried Preußler- " Krabat " ein.

Greetz


Vielleicht extra eine Liste für Nichthorrorromane. Für die SF gibt es hier eine Diskussion:

http://forum.sf-fan.de/viewtopic.php?f=25&t=5273

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Donnerstag, 12. August 2010, 10:53

Einfluss auf den deutschen Horror hatten auf jeden Fall die Heftromane:
Dan Schocker - Das Grauen schleicht durch Bonnards Haus (1968)

Jason Dark - Die Nacht des Hexers (1973)
Ernst Vlcek - Im Zeichen des Bösen (1973)
Wolfgang Hohlbein - Als der Meister starb (1984)
Manfred Weinland - Das Erwachen (1994)

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