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Christoph Marzi - Nimmermehr
Klappentext:
Atemberaubend kurz, atemberaubend phantastisch
Niemals, nimmer, nimmermehr ... Das ist der Schwur, den der Held in Christoph Marzis Titelgeschichte gibt. Und mit dem er einer vergangenen Liebe Unsterblichkeit einhaucht. Hier und in zahlreichen weiteren Erzählungen entführt Christoph Marzi, der Erfolgsautor von „Lycidas“, „Lilith“ und „Lumen“, den Leser in phantastische Welten. Wollen auch Sie mehr über das Geheimnis der Uralten Metropole erfahren? Oder über Prinzessin Paervati und die Briefe vom Abgrund? Mal magisch, mal unheimlich, mal bissig. Christoph Marzi ist wahrlich eine Entdeckung wert!
Ich halte diese Storysammlung nur für teilweise gelungen. Klasse ist die titelgebende Novelle, eine romantische Geistergeschichte mit vielen Poe-Referenzen, in der Christoph Marzi sein aus der Reihe um die uralte Metropole bekanntes Sprach- und Erzähltalent am besten einzubringen vermag. Ebenfalls gut sind das aus "Creatures" bekannte "Nachtfahrt", die Story für Katzenliebhaber wie mich "Die lügenhafte Liebe der Lady Lynx", die Rotkäppchen-Werwolf-Variante "Wolfsgesang" und das düster-raffinierte "Briefe vom Abgrund". Die beiden Geschichten mit Bezug zur uralten Metropole sind zwar für Kenner der Reihe vom Informationsgehalt sicher interessant, funktionieren aber als eigenständige Erzählung nur bedingt. Ansonsten gaben mir die Geschichten nicht all zu viel, da vielfach der Handlungsverlauf zu vorhersehbar ist und einfach der notwendige Biss oder Überraschungseffekt fehlte. "Marten" und "Cheapanookas´s Creek" empfand ich als ziemlich albern bis blöde und über "Rauchzeichen" kann ich als Haustierhalter nur verärgert den Kopf schütteln.
Insgesamt ist mein Eindruck "mittelmäßig obere Grenze".