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Dienstag, 24. August 2010, 22:31

Erschienen: Tim Curran - Der Leichenkönig

Auf der Homepage von Christian Endres erschien heute eine Meldung über ein neues Projekt des Atlantis-Verlages.

Zitat

Jack Ketchums Novelle »Die Schwestern« wird nicht die einzige Novelle bzw. der einzige ebenso extravagante wie drastische Genre-Titel eines ausländischen Autors sein, den wir in naher Zukunft bei Atlantis veröffentlichen (bei der Gelegenheit noch der Hinweis, dass die Website zu »Zookland« online ist).

Heute kam der unterschriebene Vertrag aus den USA zurück, deshalb nun ganz offiziell: Dallas’ »Schwestern« wird 2011 »Der Leichenkönig« von Tim Curran folgen, der im Original ebenfalls in der Novellenreihe von Cemetery Dance Publications erschienen ist.

Anfang 2011 wird »Der Leichenkönig« wieder als Hardcover und als Paperback bei Atlantis erscheinen, wahrscheinlich wieder übersetzt von Ben Sonntag und gelayoutet von moi.
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Weiteres auf der Homepage .
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Samstag, 16. Juli 2011, 10:35

Das Buch soll jetzt im Sommer 2011 erscheinen, mal sehen was daraus wird.

Mittlerweile gibt es ein Cover:


Zusätzlich gibt es auch Informationen über den Inhalt:

Zitat

Auf den Feldern der Toten wird die Ernte eingeholt. Bestellt von Erweckungsfarmern mit schmutzigen Fingern, kalten Herzen und gierigen Gedanken, werden die Felder mit Schaufel und Spaten und Schweiß bearbeitet. Unter einem Leichentuch dünnen Mondlichts werden die Früchte aus der feuchten, schwarzen Erde gepflückt, aus wurmstichigen Särgen und verschimmelten Totenhemden gerissen, wie faulendes Korn aus zerfallenden Hülsen. Die Leichenernte wird auf schlammigen Karren aufgebahrt und zu Markte getragen, um an den Meistbietenden verkauft zu werden, zur Versorgung von Autopsiesälen und Anatomielaboren. Nacht für Nacht graben die Farmer auf ihren Gebeinfeldern und denken, sie seien allein bei ihrer finsteren Ernte. Aber es gibt noch einen anderen, der in Gräbern und Leichenhallen erntet. Einen anderen Schnitter, der seit Jahrtausenden sein Feld bestellt. Das Gesicht bleich wie der Mond und Finger wie Knochen, ist er der Große Herr der Leichenernte und Meister der Friedhofsegge. In der Welt des späten 18. Jahrhunderts gehen Samuel Clow und Mickey Kierney ihrem Lebensunterhalt im Erweckungsgewerbe nach - nicht ahnend, dass sie bald dem Leichenkönig begegnen werden...
...and the book club consists mainly of people who club me with books.

ANUBIS

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3

Mittwoch, 7. Dezember 2011, 21:30

Eine wunderbare Novelle. Ein sprachliches Gustostück und beklemmend wahrheitsgetreu. Ich habe Curran ja schon im O gelesen...der Mann wird nicht umsonst als der zeitgemäße "neue" Lovecraft beschrieben....obwohl er mir mit seiner Eloquenz doch eher an Poe herankommt;-)

Die Rezi auf Amazon kann man getrost missachten...da mag wohl jemand Guidos Atlantis Verlag nicht. Denn mehr als den Klappentext hat dieser Galgenvogel wohl nicht gelesen. Ausserdem dürfte ehr eher besser bei Splatter Literatur aufgehoben sein...denn es passiert viel gar grausliches in dieser Novelle, aber keine Blutströme und heraushängende Gedärme*gg*

Note:9 von 10

Greetz
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

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4

Mittwoch, 7. Dezember 2011, 21:41

*seufz* Na gut, das auch noch....

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Martin Cell

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5

Montag, 12. Dezember 2011, 18:14

Eine herrliche Grusel Novelle, alles sehr stimmig mit einer dichten Nebelatmosphäre,
und sprachlich sehr gut umgesetzt! Den garstigen Humor fand ich sehr gelungen.
Schon witzig das die angesprochenen Burke & Hare von John Landis erst
vor kurzem auf Film gebannt wurden, auch mit garstigen Humor!
Muss ich mir wohl die DVD zulegen!
Reality is lost - IKON

6

Montag, 12. Dezember 2011, 20:07

Eine wunderbare Novelle. Ein sprachliches Gustostück und beklemmend wahrheitsgetreu. Ich habe Curran ja schon im O gelesen...der Mann wird nicht umsonst als der zeitgemäße "neue" Lovecraft beschrieben....obwohl er mir mit seiner Eloquenz doch eher an Poe herankommt;-)

Die Rezi auf Amazon kann man getrost missachten...da mag wohl jemand Guidos Atlantis Verlag nicht. Denn mehr als den Klappentext hat dieser Galgenvogel wohl nicht gelesen. Ausserdem dürfte ehr eher besser bei Splatter Literatur aufgehoben sein...denn es passiert viel gar grausliches in dieser Novelle, aber keine Blutströme und heraushängende Gedärme*gg*

Note:9 von 10

Greetz



Ich glaube eher, dass der auf Amazon nicht weiß, wie man Kurzgeschichten liest. ;-) Mir kam "Der Leichenkönig" zumindest wie eine zu lang geratene KG vor (was dann anhand der Erklärung im Interview auch ganz stimmig ist). Ein paar Längen hat das Buch durchaus und ich denke, dass die genau deswegen entstanden sind. Sammy und Mickey sind z. B. keine sehr tiefschürfenden Figuren. Wobei man das durchaus als ein Spiegelbild der Lebensumstände betrachten kann, die wohl auch eher monoton waren. Unterm Strich hat mir das Buch jedenfalls trotz der paar Längen ziemlich gut gefallen und lasse da gerne 4 von 5 Sternchen springen (fuck 10-Star-Rating). ;-)

Lovecraft finde ich übrigens ein gutes Stück subtiler. Das ist mir auch bei "Bis dass die Zeit ... " schon aufgefallen.

Martin Cell

RUNNING WILD PHANTAST

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7

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 10:23

Ich hab jetzt auf Anregung des Buches noch "Der Leichenräuber" von Robert Louis Stevenson gelesen.
Eine Kurzgeschichte, in der ein Student und ein Jungarzt ebenfalls Leichen nicht nur vom Totenacker
holen, sondern auch schon selbst Hand anlegen, und Jemand geburkt haben. Sehr subtil und eher leise.
Passt als Ergänzung sehr gut, da Stevenson ja gebürtiger Schotte war, und wahre Geschichten
über Erwecker wohl noch selbst gehört hat.
Reality is lost - IKON