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ANUBIS

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1

Montag, 27. September 2010, 20:21

LESEZIRKEL OKTOBER 2010: SUMERKI-Dämmerung von Dmitry Glukhovsky..Capitulo II-Seite 7-34

Capitulo II-Seite 7-34
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

Kai Grimm

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2

Montag, 27. September 2010, 20:43

Prima, Werner!

Ich werde wohl heute noch anfangen, nachdem ich "Die Show" gestern unbedingt noch auslesen musste.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

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3

Montag, 27. September 2010, 21:29

Meine Amazon-Bestellung ist heute eingetroffen ... Schlag das Buch gleich mal auf

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4

Dienstag, 28. September 2010, 13:50

So, dann mache ich mal den Anfang. Der Prot. kommt auf den ersten Seiten sehr sympathisch rüber, obwohl wir im Grunde genommen nur etwas über seine (schlechtlaufende) Tätigkeit als Übersetzer und seine Wohnung erfahren. Er ist kein Strahlemann, sondern wirkt nachdenklich. Seine kleinen Rituale (das Teekochen, das nur Nachts arbeiten) sind schön geschildert. Allgemein ist der Stil angenehm zu lesen.

Nun aber zum großen Minuspunkt: Die übersetzten Passagen lesen sich durch den ständigen Beginn mit 'dass' sehr stockend (klar, warum das Manuskript so verfasst wurde, hat bestimmt noch eine Bedeutung; dennoch ein denkbar ungünstiger einstieg auf den ersten Seiten). Und die widergegebenen Geschehnisse: Naja, eine Story, die man schon sehr oft erzählt bekommen hat. Die blauäugigen Spanier, die nicht an den Götterglauben und die Warnungen der Eingeborenen hören wollen und sich damit natürlich in die Scheiße reiten.
Mich haben diese Stellen nur genervt.

Mein Eindruck bislang: Zwiegespalten.

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Kai Grimm

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5

Dienstag, 28. September 2010, 20:19

Der Einstieg macht es dem Leser tatsächlich nicht leicht. Das liegt aber nur zum Teil an dem übersetzten Manuskript. Dies finde ich als Buch im Buch in seinem knappen militärisch-archaischen Stil mit dem ewigen "dass" am Anfang eigentlich recht gelungen. Nur: Es nimmt natürlich sehr viel Raum ein. Hinzu kommt, dass der Autor seinen Ich-Erzähler einfach gerne abschweifen lässt. Zwischen dem zu übersetzenden Manuskript tauchen da lange Gedankengänge über Teekochen, die Kindheit mit der Oma, die Unattraktivität des eigenen Gesichts etc. auf. Trotzdem finde ich es irgendwie interessant, da eine gewisse Verbundenheit des Lesers zu dem Ich-Erzähler aufgebaut wird. Sehr gut, dass dieser sich bereits so früh im Buch Gedanken darüber, wieso gerade er, der sonst nur Profanes wie Verträge und Gebrauchsanweisungen übersetzt, mit diesem Manuskript beauftragt wird. Diese Frage hätte ich mir ansonsten ohne weitere Hilfe des Autors auch gestellt.....
Mein Fazit: Bisher keine leichte und einfache, aber eine sehr interessante Lektüre.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

6

Mittwoch, 29. September 2010, 18:04

Etwas vor dem ersten Oktober geht's also los mit der Leserei. Na gut!
Dank an Anubis fuer die Aufbereitung. War erst skeptisch, dass hier fuer jedes Kapitel extra was eingestellt wird, hat aber was, wie ich jetzt gerne erkenne. Denn da nicht alle gleich schnell lesen, kann man jederzeit einstiegen und was beitragen.

Nun, ich fand dein Einstieg gut. Man ist geneigt, sich auch eine Tasse Tee und es gemütlich zu machen. Mir gefiel auch gleich zu Beginn der Nebensatz ueber die Geheimen Orte in Moskau; mal sehen, ob das noch eine Rolle spielen wird.

Die Form des histor. Berichts nervt mich allerdings auch, dieses ständige dass, dass, dass...
Auch kann ich nicht die steigende Begeisterung des Uebersetzers nachvollziehen, die er bei der Lektuere des Berichts empfindet. So ungewoehnlich ist es bisher nicht, finde ich.

Unterm Strich: Buch liest sich flüssig, aber es darf ruhig spannender werden.
Phantastische Grüße
Thomas

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Siwa

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7

Mittwoch, 29. September 2010, 20:35

Mein erster Eindruck ist positiv.
Mit gefällt einerseits die "Langsamkeit" des Erzählers, die Rituale und seine Gedankengänge. Im Gegensatz dazu die Übersetzung in dem doch recht knappen Stil, der für mich eine Art Aufzählungscharakter hat. Bisher nervt es mich noch nicht, mal sehen, wie ausgedehnt diese Passagen noch werden...

ANUBIS

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8

Samstag, 2. Oktober 2010, 22:59

Auch ich bin positiv überrascht,aber ich hab mir von einem russischen Autor nichts anderes erwartet. Dmitry setzt die Tradition der grossen Erzähler seines Landes fort.

Zu dem nervenden "dass" Geschichte.Ihr werdet lachen, aber ich habe in der Wiener Nationalbibliothek schon einmal ein mittelalterliches Dokument( ich glaube es war soetwas wie eine Anklageschrift) gelesen und.......jeder Satz fing mit DASS an*lol*. So gesehen authentisch, würde ich sagen.

Ich bin mir jetzt schon sicher dass(sic.*lol*)es im laufe der Erzählung noch viel ausschweifender wird, wenn er sich an die Tradition der russischen Erzähler hält.

Guter Stoff bisher:-)

Greetz
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9

Samstag, 2. Oktober 2010, 23:06

Ja, Anubis, das habe ich auch vermutet. Ich habe schon in Büchern über diese Zeit und über die Großen geografischen Entdeckungen in meinem Bücherregal nachgesehen, aber darin leider keine Primärtexte gefunden, aus denen dieser seltsame Satzbau hervorgeht. Daher danke fuer die Aufklaerung.
Phantastische Grüße
Thomas

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ANUBIS

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10

Samstag, 2. Oktober 2010, 23:14

Wobei es interessant wäre zu lesen was der Autor im russischen Original geschrieben hat. Dankenswerterweise ist ja der Satzbau und die schreibweise( zb. am Halse aufgehenkt wherde bis dass dher thode einthrit) erspart geblieben*gg*

Greetz
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