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ANUBIS

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  • »ANUBIS« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 29. September 2010, 20:31

DIE LANDKARTE DER ZEIT von Felix J. Palma

Eine Reise durch Jahrhunderte. Eine Liebe ohne Grenzen. Eine Geschichte voller Phantasie. London, 1896: Andrew, ein wohlhabender Fabrikanten­sohn, reist in die Vergangenheit, um seine große Liebe wieder­zugewinnen. Die junge Claire macht eine Zeitreise aus dem viktorianischen London ins Jahr 2000 und trifft den Mann, den sie in der Zukunft lieben lernte, in ihrer Zeit wieder. Inspektor Garrett jagt einen Mörder, der seine Opfer mit ­Waffen tötet, die noch gar nicht erfunden wurden. Alle Fäden laufen bei einem dämonischen Bibliothekar ­zusammen. Nur er kennt das Geheimnis der Landkarte der Zeit. Ein Fest der Phantasie, in dem der Leser Jack the Ripper ­begegnet und H.G. Wells, den Erfinder der Zeitmaschine, in einer völlig überraschenden Rolle kennenlernt. [*]Gebundene Ausgabe: 720 Seiten [*]Verlag: Kindler (17. September 2010) [*]Sprache: Deutsch [*]ISBN-10: 3463405776 [*]ISBN-13: 978-3463405773 [*]Preis:24,95 Euro
Greetz
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“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

DarkDreamer

DD ... D²

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2

Mittwoch, 29. September 2010, 20:57

Ich hatte in den Roman hinein gelesen, da sich der Klappentext ziemlich interessant las. Angesprochen haben mich die ersten Seiten leider nicht. Auf einen Kauf werde ich definitiv verzichten! Der Stil war mir einfach etwas zu schwafelig und hat mich überhaupt nicht gepackt. Schade!

3

Mittwoch, 29. September 2010, 21:13

Das Buch wird ja mächtig beworben, hatte da mal eine Leseprobe - und sogar da reingelesen. Hat mich ebenfalls nicht angesprochen, simpler Stil...
Phantastische Grüße
Thomas

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HarryW

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4

Mittwoch, 29. September 2010, 21:28

Zufälligerweise habe ich heute mit dem Buch begonnen.

Was den Stil betrifft, würde ich den alles andere als simple bezeichnen, wie T.H. meint, ganz im Gegenteil. Es ist schön, mal wieder Sätze zu lesen, die
komplex sind uns Sprachrhythmus aufweisen. Was ich als etwas gewöhnungsbedürftig empfinde, ist die Technik, dass der Autor immer wieder direkt
zu einem als Leser spricht (schreibt). King macht das punktuell auch (vor allem in "Arena" ist mir das stark aufgefallen), aber er übertreibt es eben nicht.

Thematisch hat mich das erste Kapitel sehr angesprochen. Es geht um einen jungen Mann im viktorianischen Londen, dessen Geliebte vor acht Jahren
offenbar umgebracht wurde. Seither zerfällt sein Leben zusehends, bis er den Entschluss fasst, sich in ihrem ehemaligen Appartement in Whitechapel
umzubringen. Da er aus besserem Haus stammt und seine ehemalige Geliebte offenbar im Armenviertel lebte bestehen da auch gewisse gesellschaftliche
Spannungen, auf die die Story bisher aber noch nicht gross eingegangen ist.

Mehr, wenn ich weitergelesen habe.

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5

Donnerstag, 30. September 2010, 14:32

Nun ja, habe wirklich nur ein paar Sätzchen gelesen, weil die Leseprobe dem letzten Bucheinkauf beilag. Aufgefallen war mir das Buch auch schon, scheint ja ein Werbeschwerpunkt zu sein fuer den Verlag.
Was ich davon las, sprach mich nicht an, na ja, vielleicht ist das ja ein mal wieder ein sicheres Zeichen dafür, dass man (ich) nicht zu frueh urteilen sollte.
... aber lesen werde ich es erst mal nicht. Mal lesen, was Du noch zum Buch schreibst, vielleicht ist es ja doch interessant, bin gespannt!
Phantastische Grüße
Thomas

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HarryW

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6

Samstag, 9. Oktober 2010, 14:56

Ich bin jetzt zu einem Drittel durch, und das Buch entpuppt sich als Episodenroman in drei Teilen, die alle im viktorianischen London spielen. Während
im ersten Drittel ein junger, wohlhabender Mann mit dem Leben ringt, da seine Geliebt ermordet wurde, begibt sich im zweiten Teil eine junge Frau mittels
einer Zeitreise ins Jahr 2000, in dem offenbar die Menschheit in einer letzten Schlacht gegen die Maschinen antritt. Wie die Teile (ausser der Zeitreisethematik)
zusammenhängen, ist mir noch nicht ganz klar.

Als Ganzes betrachtet wird das Buch im Verlauf immer lesbarer - es wirkt fast so, als ob sich Felix J. Palma zu beginn erst noch in seinen Still einfinden musste.
Allerdings ist er oftmals sehr geschwätzig, was mir nicht so gut gefällt, da er in dieser Geschwätzigkeit oft gar nichts aussagt. Autoren wie z.B. King oder Zafon
behrrschen das Metier wesentlich besser, um auch diese Kunst interessant zu meistern :) .

HarryW

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7

Donnerstag, 21. Oktober 2010, 16:45

Selten hat mich ein Buch so unentschlossen zurückgelassen, weil es einerseits grossartige Elemente aufweist, andererseits eben auch
ärgerliche Dinge in sich birgt.

Fakt ist, dass es sich um einen im viktorianischen London spielenden Episodenroman in drei Teilen handelt, in dessen letztem Teil der
Leser erste den Schlüssel erhält, um die ganze Geschichte zu begreifen. Das heisst, dass man sehr oft mit gänzlich unerwarteten Wendungen
und Überraschungen konfrontiert wird. Um die Stimmung der Zeit um 1900 darzulegen, hat Felix J. Palma einige übertrieben romantische
Handlungselemente mit eingebaut, die mir persönlich eben viel zu romantisch sind. Ich unterstelle jetzt einfach mal, dass dies weiblichen
Lesern möglicherweise sehr gut gefällt - mir wars etwas zu hardcore-romantisch :) . Sprachlich ist der Roman 1A, in letzter Zeit habe ich
wirklich nicht viel gelesen, das an Palmas Sprachtalent heranreicht. Allerdings neigt er hin und wieder zum endlosen Labern. Das machen z.B.
King oder Zafon auch, aber bei denen ist die Verbindung zur Story doch immer irgendwie spürbar. Bei Palma ist das manchmal etwas zäh.

Fazit: Wer Freude an toller Sprache und der Zeitreisethematik hat und nicht zwingend einen von Action dominierten Reisser sucht, könnte einige
sehr schöne Stunden mit dem Roman verbringen. Wer allerdings eine Pageturner will, dem dürfte das Buch schon nach 50 Seiten verleiden.

Pogopuschel

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8

Donnerstag, 21. Oktober 2010, 17:40

Ich bin jetzt auf Seite 150, also noch im ersten Drittel. Mir gefällt der Roman sehr gut. Palma kann wirklich schreiben, auch wenn sein Stil nicht jedermanns Sache ist. Er schreibt in dem "schwaffeligen" Ton der Romane aus dieser Zeit (wie z.B. "Dracula) und trifft die Sprache ausgezeichnet. Ich stehe aber auch total auf diesen Stil. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

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9

Donnerstag, 21. Oktober 2010, 18:25

Ich habe den ersten Teil gelesen und das Ende dieses ersten Teil hat mich irgendwie umgehauen. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Die Sprache und der Stil gefallen mir sehr gut. Ich finde auch, dass er sehr gut schreiben kann. Die Handlung, die Personen, das Ambiente - alles kommt sehr plastisch und lebendig rüber.

Davor habe ich ein Buch gelesen, dass eher ein Action-Film zwischen zwei Buchdeckeln war. Da ist dieses Buch ein wahrer Labsal. Sprache, in der man versinken kann.

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