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Donnerstag, 30. September 2010, 18:43

Christian Endres - Die Zombies von Oz

Neu im Oktober laut Newsletter beim Atlantis Verlag:


Zitat


Christian Endres: "Die Zombies von Oz"





Titelbild: Volkan Baga
Paperback, ca. 260 Seiten, 13,90 EUR, ISBN 978-3-941258-33-4
Hardcover, ca. 260 Seiten, 14,90 EUR, keine ISBN

Dorothys Rückkehr gerät zum Albtraum, da Kansas sich während ihrer Abwesenheit stark verändert hat: Untote haben das Land überrannt! Und nicht nur in Kansas bleiben die Toten nicht länger in ihren Gräbern ...

Auch in den übrigen Geschichten dieses Bandes verändert sich der unsterbliche Oz-Mythos ständig - mal gekreuzt mit magischem Realismus, mal mit klassischer Fantasy, mal mit zombieverseuchtem Horror.

"Die Zombies von Oz" - die neue Kurzgeschichtensammlung von Christian Endres, Gewinner des Deutschen Phantastik Preises für die beste Kurzgeschichte 2009.


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Dienstag, 28. Dezember 2010, 11:30

Hardcover, ca. 260 Seiten, 14,90 EUR, keine ISBN


Das HC wurde gestern im Laufe des Tages von der Seite genommen und ist lt. Guido Latz ausverkauft (ich habe die Info von Endres selber). Mit etwas Glück kann ich über den Autor noch ein paar der HCs auftreiben. Ist aber ein sehr begrenzter Vorrat! Also ranhalten!

"Die Zombies von Oz" - die neue Kurzgeschichtensammlung von Christian Endres, Gewinner des Deutschen Phantastik Preises für die beste Kurzgeschichte 2009.


Für den ebenfalls bei Atlantis erschienenen Band Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes erhielt er den Preis dieses Jahr ebenfalls. Insofern, und da mir die Holmessammlung vorzüglich gefallen hat, war meine Erwartungshaltung an "Die Zombies von Oz" natürlich entsprechend groß.

Ob der Band diesen Erwarungen gerecht werden konnte? Zunächst sollte ich sagen, dass ich nie ein sonderlich großer Fan von Zombies oder eben "The Wizard of Oz" war. Letzteres ist ja das große Thema der Anthologie und Zombies kommen dankenswerter Weise nur selten vor. Die titelgebende und längste Erzählung eröffnet den Reigen. Es beginn sehr westernartig, Fans der Cowboys, Outlaws und Revolverhelden dürften hier voll auf ihre Kosten kommen, bevor es Frank (dem Westernhelden) und Dorothy nach Oz verschlägt. In vielerlei Hinsicht gibt diese Geschichte auch den Grundton des Buches vor, der oft überraschend böse, fast schon zynisch ist. Das gilt besonders für den Opener, "Kein Abschied hält für ewig" (mein persönlicher Favorit) und "Hoffnung und Voodoo" die nach dieser Betrachtungsweise auch von Ambrose Bierce, Clark Ashton Smith oder Thomas Ligotti hätten stammen können (also drei meiner Lieblingsautoren). Stilistisch fährt Endres natürlich in einem vollkommen anderen Wasser als diese drei. So gibt es wie bei "Sherlock Holmes... " auch hier wieder einige Anspielungen auf andere Bereiche der Literatur, mit denen er sich hier aber sehr zurückhält. Das ist natürlich entschieden ein Vorteil, denn einen simplen Aufguss des "Uhrwerks des Todes" braucht niemand.

Zu beachten gilt, dass die dreizehn Geschichten (vierzehn wenn man die Leseprobe aus "Sherlock Holmes... " mitzählt) keine geschlossene Geschichte erzählen. Jede steht für sich und könnte in ihrer eigenen Parallelwelt bestehen. Gleichzeitig gibt ein oder zwei Erzählungen, die man in eine bestimmte Chronologie bringen könnte, aber das muss jeder für sich entscheiden. Ferner besticht die Sammlung dadurch, dass die Hinweise auf Oz mal mehr und mal weniger deutlich sind. Gelegentlich fordert Endres seinen Lesern einiges an Aufmerksamkeit ab, um wirklich jede Anspielung zu finden (mir selber entging in einer der Geschichten die WickedWitch im Onlinechat).

Wie auch der Vorgänger so wird auch diese Sammlung mit einigem Bonusmaterial abgerundet. Da wären z. B. die schon erwähnte Geschichte aus "Sherlock Holmes... " (natürlich das Crossover mit "The Wizard of Oz") und ein Artikel über L. Frank Baum und Oz des Autors, der zuvor schon in "Nautilus" und "zitty" abgedruckt wurde.

Von meiner Seite erhält das Buch eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kain« (28. Dezember 2010, 11:41)


Martin Cell

RUNNING WILD PHANTAST

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3

Mittwoch, 29. Dezember 2010, 09:33

Eine großartige Storysammlung, mit vielen guten Geschichten. Auch die lange Titelnovelle fand ich sehr gelungen,
da es Zombie Horror mit Western Action mischt! Absolute Empfehlung!
Reality is lost - IKON

4

Mittwoch, 29. Dezember 2010, 18:48

Ich fand den Opener ja besonders stark, als es endlich nach Oz ging. Frank und Dorothy sind schon ein interessantes Paar. Sonst irgendwelche Favoriten?

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Martin Cell

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5

Donnerstag, 30. Dezember 2010, 09:00

Es ist schwierig in dieser Sammlung spezielle Faves zu nennen, da mir eigentlich alle Stories sehr gut gefielen.
Klar die Totenbeschwörung Geschichte "Kein Abschied hält für immer" ragt schon allein wegen der Schlusszeilen heraus.
Aber auch so stille Geschichten wie "Draußen" fand ich sehr gelungen!
Reality is lost - IKON

6

Donnerstag, 30. Dezember 2010, 10:23

Wie fandest Du Wizard Man? Äh... "Partner" war der Name der Story. "Lionhearts letzte Jagd" fand ich noch richtig gut. "Die Prüfung" ist dafür bei mir nicht so richtig angekommen.

Martin Cell

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7

Donnerstag, 30. Dezember 2010, 10:57

Ja auch die Super Helden Geschichte kam gut rüber, anmerken möchte ich, das es stellenweise sehr kurze Stories sind!
Und was ich sehr mag, ist wenn ein Autor nicht nur gut schreiben kann, sondern auch gute Ideen hat.
Und das trifft hier zu!
Reality is lost - IKON

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8

Dienstag, 8. Februar 2011, 09:30

Ich kann Martin und Kain zustimmen. Es hat Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, obwohl ich nur eine Verfilmung des Zauberers von Oz kenne.

Meine 5 Favoriten sind:

Die Zombies von Oz:
Ich mag Zombies ja sehr und besonders erfreulich war, sie hier in einem für mich völlig neuem Kontext wiederzufinden. Erst Kansas, dann Oz, mit Frank, dem rauhen Revolverhelden mit weichem Kern als Hauptfigur. Der Schluss wirkte leider irgendwie abgebrochen und Dorothys Kindlichkeit/Naivität fing an, mich zu nerven. Der Schreibstil und die Ideen hingegen haben mich dennoch begeistert. 9 von 10 Punkten

Kein Abschied hält ewig:
Ozirio, der große Zauberer, der Löwen verschwinden lässt in seinem Konkurrenzkampf mit Wung-Li. Dorothy, von Trauer geplagt, erwachsen, schön und kaputt. Und ihr Wunsch, sie alle zu vereinen. Zartbitter mit einem heftigen Ende. 9 von 10 Punkten

Partner:

Großartig, wie Endres seinen Erzählstil ändern nkann. Großartig ist auch die Idee, dieser Kurzgeschichte. Und trotz der "Durchgeknalltheit" trägt die Geschichte einen ernsten Kern und melancholischen Ton in sich. 9 von 10 Punkten

Lionhearts letzte Jagd:

Ein irrer Showdown, bei dem völlig egal ist, warum Crow ist, wie er ist. 8 von 10 Punkten

Hoffnung und Voodoo:

Ganz sicher: Dieses einfallsreiche Ende wird mir im Gedächtnis bleiben. Obwohl ich keinen guten Einstieg gefunden habe... 8 von 10 Punkten

Dazu muss ich noch sagen, dass mir die Beschreibung des Sumpfes in "Die Prüfung" außerordentlich gut gefallen hat. Endres, den ich vorher noch nicht kannte, kann wundervoll schreiben, bei dieser Szene wähnte ich mich selber inmitten moosbehangener Bäume.

Gefallen haben mir auch das Vorwort und die Hintergrundinformationen, ebenso die gesamte Aufmachung des Buches.

9

Dienstag, 8. Februar 2011, 09:35

Dazu muss ich noch sagen, dass mir die Beschreibung des Sumpfes in "Die Prüfung" außerordentlich gut gefallen hat. Endres, den ich vorher noch nicht kannte, kann wundervoll schreiben, bei dieser Szene wähnte ich mich selber inmitten moosbehangener Bäume.


Hol Dir "Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes" von ihm. Das ist noch besser, finde ich. ;-)

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Mammut

Der ErnstFall

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10

Mittwoch, 25. Mai 2011, 09:13

Anläßlich der Nominierung zum Vincent Preis hat Elmar ein Interview mit Christian geführt:

http://vincent-preis.blogspot.com/2011/0…ian-endres.html

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