Immer wieder nimmt die Geschichte Fahrt auf, um dann abrupt abgebremst zu werden. Zwar schafft die Langsamkeit des Erzählens eine düstere Grundstimmung, jedoch wirkt die Interpretiererei des Protagonisten manchmal einfach anstrengend. Anstatt das ihm vorliegende Kapitel durchzulesen, wird Seitenlang darüber philosophiert, was denn noch alles passieren mag. Das bremst den Lesefluss manchmal ganz gewaltig.
Mittlerweile ist dem Protagonisten auch aufgefallen, dass die Anzahl der Naturkatastrophen stetig zunimmt. Er selber redet bereits vom "Ende der Welt". Der Roman läuft genau auf diese alte Maya-Prophezeihung aus. Genau das, was Timo hier nicht lesen wollte.

Wobei es eigentlich von vornherein klar war. Steht ja auch auf dem Klappentext.
Hierbei komme ich jetzt ins Grübeln. Spätestens, als der Protagonist (Den Namen kann ich mir einfach nicht merken; Dmitry irgendwas...) per Live-Radio-Schaltung von einem Minister bestätigt bekommt, dass das Ende der Welt in den weiteren Katastrophenschutzplanungen eine Rolle spielt, frage ich mich jetzt, ob sich Dmitry Wieauchimmer nicht einfach alles nur einbildet. Denn für das Ende der Welt verhalten sich sämtliche Leute in seinem Umfeld lächerlich normal. Sei es die Nachbarin oder auch die Miliz. Es grenzt ja schon fast an ein manisches Verhalten, wie er hinter den nächsten Kapiteln des Reiseberichts her ist und auch wie er sich da hineinsteigert, paßt ganz gut ins Bild. Zumal es für die "mysteriösen" Ereignisse meistens auch rationale Erklärungen gibt, z. B. die Vision eines Mayatempels in der Stadt oder das Geschrei vom Hinterhof. Es gibt ja die schönsten Psychosen, die sowas unterstützen. Gesunde Ernährung wird bei ihm nicht großgeschrieben. Sozial ist er eher abgekapselt. Richtig schlafen kann er auch nicht. Zum jetzigen Zeitpunkt würde es mich stark wundern, wenn das Ende des Romanes das Ende der Welt bedeuten würde.
Ach ja: Der Reisebericht ist momentan der spannendste Teil. Wobei es ja auch hier auf die Maya-Prophezeihungen hinausläuft.