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HarryW

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  • »HarryW« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 482

Registrierungsdatum: 7. September 2005

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1

Samstag, 11. Dezember 2010, 10:47

Valhalla Rising



Review 'Movieman.de':
"Wer von WALHALLA RISING einen Actionfilm erwartet, der wenig Handlung, dafür umso mehr Blut und Gewalt enthält, der wird hier ganz gewaltig enttäuscht werden. Regisseur Nicolas Winding Refn, der mit BRONSON noch einen Film der Geschwindigkeit inszenierte, zelebriert hier die Langsamkeit. Es ist filmische Entschleunigung, mit der Refn hier arbeitet. So ist der Film eine kontemplative Betrachtung des Daseins im Jahr 1100, ein langgezogener Blick auf die Hässlichkeit und Rohheit des Menschen. Die Reise in die Neue Welt ist der filmischen Erzählwelt eines Terrence Malick nicht unähnlich, wirkt aber in der Form der Inszenierung noch roher und urtümlicher. Es sind harte Kontraste, auf die Refn setzt. Er kreiert Bilder, die eines Malers würdig wären, erschafft mit kühnem Strich in der Zeit eingefrorene Momente, die ob ihrer rauen Schönheit in den Bann ziehen. WALHALLA RISING ist grandioses Kino zum Erleben und Erfühlen, ein Film, der einem schlagartig bewusst macht, wie das Leben in jener Zeit war. Er nimmt der Geschichte jede Form von Romantik, die man mit altertümlichen Stoffen verbindet. Stattdessen ist er brutal schön. Der Film wartet mit grandiosen Landschaften auf. Und im Mittelpunkt hat er einen Mads Mikkelsen, der selbst in einer gänzlichen stummen Rolle derart viel Charisma versprüht, dass er jede Szene an sich reißt. Fazit: Eine faszinierende Reise ins Herz der Finsternis."



Ich hätte eine Beschreibung des Filmes nicht anders oder besser schreiben können, daher habe ich das Review von Movieman.de eingefügt. Ein surrealer Trip der Sonderklasse. Kann ich jedem nur wärmstens empfehlen, der mal wieder etwas sehen will, das einen von der ersten Minute an aus der Realität herausreisst. Dazu ein phantastischer Soundtrack mit Anleihen an Industrial und Dark Ambient. Ich gebe 10 von 10 Punkten.

2

Donnerstag, 16. Dezember 2010, 23:05

Ich hab mir den Film auf DVD zugelegt, hatte zwar schon mal was darüber gelesen, aber nur oberflächlich, keine Kritiken oder Zuschauermeinungen. Ausschlaggebend für den Spontankauf waren die Inhaltsbeschreibung, Werbesprüche aufm DVD-Cover wie "Famose Bildsprache, dichte Atmosphäre" oder "Düsteres Wikinger-Epos" (von Bild.de - als BILD-"Fan" hätte ich da eigentlich vorsichtiger sein sollen bzw. müssen) und nicht zuletzt Hauptdarsteller Mads Mikkelsen. War leider ein Fehlkauf - jedenfalls für mich.

Der Film lebt von seiner Bildersprache, das ist teilweise sehr gut gemacht und entfaltet auch seine Wirkung, aber das allein ist halt für einen Spielfilm etwas arg dünn. Es trägt nicht über die ganze Länge, auch wenn der Film mit 89 Minuten vergleichsweise kurz ist. Irgendwann ist es ermüdend, den Akteuren dabei zuzusehen, wie sie bedeutungsschwer durch die Gegend schauen, auch wenn sie kunstvoll übers Breitwandbild verstreut sind. Es wirkt mitunter ziemlich bemüht. Die Handlung trägt den Film ebenfalls nicht, auch nicht die paar Actionszenen (bei herausgeschnittenen Gedärmen und freigelegter Hirnmasse frage ich mich, ob FSK 16 noch gerechtfertigt ist, aber vielleicht ist das dem künstlerischen Aspekt geschuldet). Bleibt also das durchaus beeindruckende Spiel von Mikkelsen, der zwar weder spricht noch eine Miene verzieht, aber sein düsterer Blick passt gut zu dem Charakter, den er mimt. Und eben die Bilder von düsteren, nebelverhangenen Landschaften.

Die InternetMovieDatabase vergibt 5,8 von 10 Punkten, bei den Rotten Tomatoes liegt der Film bei 6,4 von 10.

Schatten

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3

Freitag, 17. Dezember 2010, 06:11

Hier muß ich Christian voll und ganz zustimmen. Zum Glück habe ich ihn mir erst nur ausgeliehen.
Besonders die Beschreibung des Films, daß die Gruppe glaubt in "Walhalla" gelandet zu sein ist sehr irreführend.

Schatten
Hinfallen ist keine Schande,
nur liegenbleiben.

Wiswedaemon

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4

Freitag, 17. Dezember 2010, 08:40

Künstlerischer Anspruch hin oder her, der Film hätte auf jeden Fall ab 18 gehört! Gut fand ich den Film aber schon. Er war mehr wie ein Gemälde, welches auf einen wirkt. Das Interview beim Bonusmaterial hat dann noch einiges erhellt und den Film imho noch aufgewertet. Fazit: wunderschöne Bilder und toller Soundtrack.

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Kai Grimm

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5

Freitag, 17. Dezember 2010, 13:32

Künstlerischer Anspruch hin oder her, der Film hätte auf jeden Fall ab 18 gehört! ]


Auch wenn das jetzt vom Thema wegführt: Die Wege der FSK sind unergründlich. Manches bekommt man in Deutschland nur übers Ausland vollständig zu sehen und dann gibt es wieder so Filme wo man sich denkt, wer konnte den denn jetzt ab 16 freigeben? Da bei mir das für gestern geplante Konzert wegen eingeschneit ausgefallen ist :( habe ich mir gestern den Film 96 Hours angesehen. Und siehe da, gegen das, was Liam Neeson da veranstaltet schaut der gute Charles Bronson in der Death Wish Reihe wie ein Gnadenonkel aus. Aber FSK 16.....
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

6

Freitag, 17. Dezember 2010, 19:41


Die Wege der FSK sind unergründlich. ... habe ich mir gestern den Film 96 Hours angesehen. Und siehe da, gegen das, was Liam Neeson da veranstaltet schaut der gute Charles Bronson in der Death Wish Reihe wie ein Gnadenonkel aus. Aber FSK 16.....
Mitunter sind die Entscheidungen der FSK schwer nachvollziehbar. Allerdings hat sich die Einstuferei im Lauf der Zeit auch gewandelt, einige FSK-18-Filme wurden nach einer Neuprüfung inzwischen ab 16 freigegeben (z.B. DAS DING von John Carpenter). Insofern galten in den Siebzigern oder Achtzigern sicher andere, strengere Maßstäbe als heute - sowohl in punkto Gewalt als auch in punkto freizügige Szenen. Heutzutage gibt es nackte Brüste sogar schon in FSK 6-Filmen zu sehen - das wäre vor dreißig Jahren undenkbar gewesen, vor fünfzig wars ja noch ein faustdicker Skandal ...

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