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  • »vincentvoss« ist der Autor dieses Themas

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1

Samstag, 11. Dezember 2010, 23:25

Kim Paffenroth - Dying to live

Das Buch startet mit dem obligatorischen Setting: Welt voller Zombies, wahrscheinlich ein Virus und Jonah Caine beißt sich als Einzelkämpfer durch und stößt auf eine Gruppe Überlebender, die sich in einem Museum verschanzt haben.
Nach und nach lernt er verschiedene Mitglieder der Gruppe kennen, und der Leser verschiedene Einzelschicksale zur Zeit des Ausbruchs (kennt man ja auch von Moody). Die einzelnen Passagen sind gelegentlich recht stark und das Lesen macht Spaß. Ebenso ist es unterhaltsam über die Ausflüge, Pläne und Strategien der Gemeinschaft zu erfahren, an einigen Stellen sehr detailgetreu, bewusst werden aber dann auch wieder Dinge ausgespart (wie heizt man denn ohne Strom?).
Bei einem der Ausflüge stößt man auf weitere Überlebende und es kommt zum Konflikt, zum Showdown und zum Finale.
Kritik: Kommt einem das irgendwie bekannt vor? Ja. Macht das was? Nein, denn es wird trotzdessen Spannung und eine düstere Atmosphäre aufgebaut. Bisweilen nervt die Länge und die Häufigkeit religiöser und philosophischer Mono- und Dialoge, die immer dann einsetzen, sobald Jonah mit Gewalt konfrontiert wird oder sich in einem Dialog mit einer Hauptperson namens Milton befindet. Das hätte m.E. etwas kürzer ausfallen können. Nervig fand ich auch die Konfrontation mit der anderen Gruppe, ein total überzeichnetes Bild gewaltbereiter, dumpfbäckiger Schwerverbrecher, die mich an Gegenspieler aus Mad Max III erinnerten. Fressen, Saufen, Vergewaltigen. Vielleicht ist es ja tatsächlich so plump, aber das hat mich eher angeödet.
Für mich insgesamt unterhaltsamer als Moody, weil mehr auf weniger Seiten passiert und weil der Autor m.E. nach auch schreiben kann.

7 von 10 Punkten

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2

Sonntag, 12. Dezember 2010, 05:28

Ganz ehrlich? Ein solches Setting nervt mich nur noch! Standard-08/15. Da mag da Buch noch so spannend geschrieben, die Protagonisten noch so fein herausgearbeitet sein ... Reizt mich kein bisschen.

3

Sonntag, 12. Dezember 2010, 14:07

Stimmt, das Setting hat im Moment ganz erhebliche Abnutzungserscheinungen, auch bei mir. So schreibt z. B. Brian Keene ja offensichtlich gar nichts anderes (die größte Abwechslung scheint hier der Austausch von Zombies gegen Riesenwürmer zu sein).

Trotz allem hat mir "Dying to live" gefallen. Ich fand das Buch unterhaltsamer geschrieben als die letzten Moody-Romane und stellte vom Schreibstil her zumindest eine Abwechslung zu Keene dar. Positiv fand ich hier auch, dass das Buch die Thematik nicht in epischer Breite auswälzt. Es handelte sich hier zum Glück eher um ein kurzes, knackiges Leseerlebnis, was demjenigen, der noch nicht endgültig genug von dem Thema hat gefallen könnte.
...and the book club consists mainly of people who club me with books.

Kai Grimm

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4

Sonntag, 12. Dezember 2010, 14:34

Passend dazu las ich heute auf der Festa-Homepage, dass Frank Festa wegen des derzeitigen Überangebots an Romanen mit Zombie/Endzeit-Thematik nach der Fortsetzung von Dying To Live keine weiteren Veröffentlichungen dieses speziellen Sub-Genres mehr plant. Ich selbst habe noch einen Haufen Zombie-Romane auf dem SuB liegen, arbeite diese zur Vermeidung eines Übersättigungseffektes aber nur ganz langsam ab. Erst wartet man Jahre lang drauf, dann schmeißen sie einen tot damit....

P.S. 1: Habe den Thread in den Festa-Bereich verschoben.

P.S.2: @Björn: "Kill Whitey" von Briane Keene, im Herbst bei Otherworld veröffentlicht, dürfte tatsächlich der erste Keene ohne globale Katastrophe sein.....
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

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Martin Cell

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Sonntag, 12. Dezember 2010, 15:52

Ich hab das Buch schon vor einigen Monaten gelesen, fängt vielversprechend an, wird dann wie jeder Zombie Roman
in eine bestimme Überlebenscamp Ecke gedrängt, und hat mich schlussendlich wegen dem Zombie Erlöser bzw Rattenfänger Typ
irgendwie leicht genervt! Für mich gehört das Thema auf die Leinwand, und die meisten Bücher hinken den guten Filmen
noch gewaltig nach! Gestern "Zombieland" gesehen, das war mal wirklich erfrischend gut!!!
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6

Mittwoch, 1. Februar 2012, 22:02

Januar 2012

KIM PAFFENROTH "Dying to live - Vom Überleben unter Zombies"

Ein klassischer Zombieroman, der auf den ersten Blick nichts Neues bietet. Ein Mann reist ein Jahr lang durch eine tote Welt voller wandelnder Leichen, bis er auf eine Gruppe Überlebender stößt, die sich in einem alten Museum verschanzt hat. Die unterschiedlichsten Characktere versuchen, sich ein neues Leben aufzubauen. Als sie auf eine weitere Gruppe von Menschen treffen - Strafgefangene, die das ehemalige Gefängnis zur Festung umgebaut haben - bemerken sie, dass die eigentliche Gefahr nicht von den Zombies, sondern von den Lebenden ausgeht.

Ein sehr trauriger, melancholischer, aber auch philosophischer Roman, denn Paffenroth romantisiert die Untoten fast und gibt ihnen einen Teil ihrer Würde zurück. Das eigentliche Böse, und auch die teilweise extrem brutalen Stellen der Geschichte, gehen von Menschen aus.

Eine gelungene MIschung aus Action, Nachdenklichkeit und Trauer um das Verlorene. Sehr gut geschrieben, manchmal vielleicht etwas zu viel "Friede, Freude, Eierkuchen", aber für alle Zombiefans absolut empfehlenswert.

Bewertung: 09 / 10
Wir sind gefangen zwischen zwei Ängsten; der Angst zu sterben und der Angst zu leben.

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7

Freitag, 10. Februar 2012, 20:46

Februar 2012

KIM PAFFENROTH "Dying to live" - Die Traurigkeit der Zombies.

Definitiv KEIN Horrorroman. Die Geschichte spielt 20 Jahre nach dem ersten Teil. Das damilige Baby Zoey erzählt aus ihrer Sicht das Leben, die Ausbildung und die Härte ihres Lebens in einer Welt voller Zombies. Gleichzeitig lernen wir Trueman kennen, einen Zombie, der allmählich seine Erinnerungen zurück erlangt, sich jedoch nur physisch verständlich machen kann. Die Menschen lernen die Würde der Zombies zu schätzen und sehen sie als das, was sie einmal waren. Die Geschichten der beiden Hauptprotagonisten Zoey und Trueman verknüpft sich zum Ende hin. Fast kommt es zur Katastrophe.

Im Gegensatz zum ersten Teil keine brutalen Gewaltszenen. Dafür viel Gefühl und einige sehr nachdenklich machende Passagen über die wahre Natur von Menschen.

Bewertung: 09 / 10
Wir sind gefangen zwischen zwei Ängsten; der Angst zu sterben und der Angst zu leben.

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