Das Buch startet mit dem obligatorischen Setting: Welt voller Zombies, wahrscheinlich ein Virus und Jonah Caine beißt sich als Einzelkämpfer durch und stößt auf eine Gruppe Überlebender, die sich in einem Museum verschanzt haben.
Nach und nach lernt er verschiedene Mitglieder der Gruppe kennen, und der Leser verschiedene Einzelschicksale zur Zeit des Ausbruchs (kennt man ja auch von Moody). Die einzelnen Passagen sind gelegentlich recht stark und das Lesen macht Spaß. Ebenso ist es unterhaltsam über die Ausflüge, Pläne und Strategien der Gemeinschaft zu erfahren, an einigen Stellen sehr detailgetreu, bewusst werden aber dann auch wieder Dinge ausgespart (wie heizt man denn ohne Strom?).
Bei einem der Ausflüge stößt man auf weitere Überlebende und es kommt zum Konflikt, zum Showdown und zum Finale.
Kritik: Kommt einem das irgendwie bekannt vor? Ja. Macht das was? Nein, denn es wird trotzdessen Spannung und eine düstere Atmosphäre aufgebaut. Bisweilen nervt die Länge und die Häufigkeit religiöser und philosophischer Mono- und Dialoge, die immer dann einsetzen, sobald Jonah mit Gewalt konfrontiert wird oder sich in einem Dialog mit einer Hauptperson namens Milton befindet. Das hätte m.E. etwas kürzer ausfallen können. Nervig fand ich auch die Konfrontation mit der anderen Gruppe, ein total überzeichnetes Bild gewaltbereiter, dumpfbäckiger Schwerverbrecher, die mich an Gegenspieler aus Mad Max III erinnerten. Fressen, Saufen, Vergewaltigen. Vielleicht ist es ja tatsächlich so plump, aber das hat mich eher angeödet.
Für mich insgesamt unterhaltsamer als Moody, weil mehr auf weniger Seiten passiert und weil der Autor m.E. nach auch schreiben kann.
7 von 10 Punkten