Die amerikanische BluRay ist draussen, also konnte ich nicht anders und musste mir den neuen Carpenter besorgen. Ums kurz zu machen: Mir gefällt der Film sehr gut, allerdings ist Carpenters Handschrift bis auf einige Kamerafahrten nicht wirklich spürbar. Das hat aber sicherlich auch damit zu tun, dass er den Score nicht geschrieben hat. Damit fehlt schon was, muss ich sagen, auch wenn der Komponist für 'The Ward' einen sehr stimmungsvollen und passenden Soundtrack geschrieben hat.
Inhaltlich geht's um eine junge Frau, die von der Polizei aufgegriffen wird, nachdem sie ein Farmhaus abgefackelt hat. Weshalb sie das getan hat, scheint sie selbst nicht zu wissen. Als sie dann in einer Anstalt kuriert werden soll, stösst sie auf ein Mysterie. Mehr will ich nicht sagen, ausser dass ich mich am Ende des Filmes (nach einem guten Twist) stark an einen anderen Film erinnert fühlte - ich sag jetzt nicht welchen, weil das mehr als genug spoilern würde :-) . Da der Film psychologisch aber funktioniert, hatte ich kein Problem mit dem ähnlichen Plot. Weiterhin wird der Film sehr ruhig inszeniert, das Grauen kommt eher schleichend, was zum Inhalt passt - ich kann mir allerdings durchaus vorstellen, dass das nicht unbedingt jedermanns Sache ist.
Fazit: Unbedingt mal anschauen, auch wenn 'The Ward' nicht an die grossen Klassiker heranreicht.